Hallo Ina.
Lese leider immer, daß viele ohne die Medikamente nicht auskommen und diese dauerhaft nehmen müssen.
Wo liest du das denn leider immer wieder Ina? Nenne doch bitte mal ein paar Quellen - dann kann man das Gewicht (und die Intention) dieser Aussagen besser einschätzen.
Das beste ist wahrscheinlich, wenn Du Dir selber ein Bild machst, indem Du Dich fachlich mit der Thematik beschäftigst und schaust, was denn die Wissenschaft bis heute
wirklich über Depressionen, ihre Entstehung und Behandlung weiss - das ist zwar sehr ernüchternd, aber vielleicht gibt Dir das eine neue Perspektive - für mich war das einer der wichtigsten Faktoren im Prozess mit Depressionen leben zu lernen.
Lies z.B. mal die Texte im Antidepressant Web von Charles Medawar auf
www.socialaudit.org.uk oder die deutsche Zusammenfassung auf unserer Website (
www.adfd.org/medawar-de.html ). Und überhaupt: Google ist Dein Freund

Jeder den Du hier oder woanders fragst gibt Dir Antwort aus seiner persönlichen Perspektive mit seinem persönlichen Wissenshintergrund und Wahrnehmungsfiltern. Wenn
Du wirklich wissen willst, was dran ist an diesem "lebenslang auf Medikamente angewiesen sein" gibt's nur eins: mache Deine eigene Recherchen und diskutiere mit anderen über das was Du herausgefunden hast.
Für mich war es dabei sehr erhellend, mich mit der Geschichte der Psychiatrie und der Entwicklung von Psychopharmaka zu beschäftigen (Deshalb auch Medawars AD-Web als erste Anlaufstelle für Dich). Da wurde mir einiges klar, und ich habe die Aussagen der Ärzte und der "Experten" in anderem Licht sehen können. "Let them Eat Prozac" wäre auch guter Lesestoff, wenn es um SSRIs im speziellen geht (
http://www.healyprozac.com/ ). Das Buch ist von David Healy erscheint in Kürze bei New York University Press (
Amazon Link zum Buch). Bisher ist es nur in Kanada bei Lorimer erhältlich. Auch "Antidepressant Age" von Healy ist sehr empfehlenswert - es ist hauptsächlich eine kritische Geschichte der Psychopharmaka.
Alles Gute
Oliver