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Entzug

Verfasst: 13.12.2009 19:59
von schaunachvorn
Hallo,
ich selbst bin gar nicht betroffen, aber meine Tochter (32). Sie ist nach einem Unfall nicht in der Lage ihre Situation und ihr Befinden genau zu beschreiben. Das "Schlechtgehen" nach dem Ausschleichen von Gabapentin ist im Gesicht und den Augen zu sehen und in der Sprache unüberhörbar. Vorher musste Carbamazepin (wegen der unfallbedingten Epilepsieanfälligkeit) eingeschlichen werden da war es auch nicht besser. Der nächste Schritt ist Cipralex abzusetzten und mir graut schon jetzt, wenn ich nur daran denke, wie mein Kind wieder total daneben ist. Sie bekommt täglich 10mg Cipralex und dies soll weg, was ich auch befürworte. Geht sowas auch ohne Entzugserscheinungen? und wenn ja, wie? Ich habe keine Ahnung und lese mich deshalb interessiert durch alle Beiträge. Ich möchte das Absetzen für meine Tochter natürlich so sanft wie möglich gestalten. Leider habe ich bis jetzt noch nichts über einen "unkomplizierten" Entzug gefunden. Vielleicht gibt es ja doch einen "heißen Tipp".
Vielen Dank und allen Gute Besserung
Schaunachvorn

Re: Entzug

Verfasst: 13.12.2009 21:31
von Quirk
Hallo Schaunachvorn,

ob es zu Entzugserscheinungen kommt und wie stark diese werden, ist schwer zu sagen. Das hängt sicherlich mit dem Zeitraum der Einnahme und individuellen (körperlichen) Faktoren zusammen. Ich habe nach nur 4maliger Einnahme und plötzlichem Absetzen von Cipralex recht starke Entzugssymptome gehabt. Sie traten bisher aber unregelmäßig und nur temporär auf, was die Sache erträglicher machte.
Bei Mirtazapin hingegen, welches ich einige Monate lang nahm und dann sehr sporadisch und unorthodox ausgeschlichen habe, hatte ich überhaupt keine Symptome, was anderen wiederum schwere Probleme bereiten kann.

Mittlerweile gibt es vom Cipralex auch Tropfen, was das Ausschleichen vielleicht einfacher gestaltet, da man diese bei Problemen besser dosieren kann.
Andere User, die weitaus mehr Erfahrungen haben, können da aber vielleicht noch einiges mehr zu sagen.

Lieben Gruß,
Quirk

Re: Entzug

Verfasst: 14.12.2009 11:20
von Marsupilami
Hallo schaunachvorn,

kannst Du im Bereich AD-a absetzen einen neuen Thread aufmachen, hier ist nur der Vorstellungsbereich. Ich habe irgendwie nicht verstanden, weshalb Deine Tochter AD-a bekommt, hast Du Dich an anderer Stelle schonmal vorgestellt und ich habe etwas nicht gelesen? Vielleicht kannst Du eine kleine Signatur erstellen, welche Medikamente wie lange in welcher Dosierung genommen wurden und wie das Alles abgelaufen ist.
Wie Quirk sagte, hat nicht jeder Mensch Absetzprobleme, ich hatte selbst nie welche, obwohl ich AD-a auch über etliche Monate nahm. Auf jeden Fall sollte das Absetzen sehr langsam passieren, hier gibt es auch Absetzpläne. Leider ist das Teilen von Tabletten sehr schwierig. Es gibt Cipralex auch als Tropfen, die besser dosierbar sind, ich würde Euch raten, diese verschreiben zu lassen, da man Tropfen weitaus besser dosieren kann.

Bis auf Weiteres im eigenen Thread dann,

Marsu

Re: Entzug

Verfasst: 14.12.2009 21:48
von schaunachvorn
Hallo Marsu,
leider bin ich nicht so firm am PC und schon gar nicht in Sachen Foren. Das mit einem neuen Thread aufmachen wird dauern, wenn ich es überhaupt schaffe. Es ist das erstemal dass ich mir Meinungen, Anregungen, Erkenntnisse und Hilfe übers Internet hole. Das mit den Tropfen hat mir heute der Neurologe auch empfohlen.
Ich danke schon mal und wenn ich PC- und Forenmäßig durchgestiegen bin
melde ich mich wieder
Gruß schaunachvorn

Re: Entzug

Verfasst: 15.12.2009 11:46
von Marsupilami
Hallo schaunachvorn (netter nick übrigens, :D ),

sehe gerade, dass Quirk den Hinweis mit den Tropfen schon gegeben hatte, ich bin wirr im Kopf, sorry.
Einen neuen Thread zu eröffnen geht wie folgt: die jeweilige Konferenz anklicken, in diesem Fall "Antidepressiv absetzen", dann siehst Du oben den Knopf "neues Thema", den anklicken und losschreiben. Es geht genauso, wie Du es auch schon im Bereich "Vorstellung" gemacht hast. Eine Signatur wird so angelegt: Im Hauptmenü oben steht unter dem fettgedruckten Punkt Foren-Übersicht "Persönlicher Bereich". Anklicken, dann auf "Profil" gehen, da in der Menüleiste links ist der Punkt "Signatur ändern". Was Du auch noch machen kannst, ist in der Suchfunktion (ganz oben rechts mit der Lupe) Cipralex eingeben, dann werden Dir alle Treffer dazu ausgespuckt. Hier kommst du zu den Fachinforamtionen, die ausführlicher als die Beipackzettel sind, aber wohl auch nicht wirklich helfen: http://www.adfd.org/wissen/Fachinformationen HIer kannst Du auch noch was lesen: http://www.adfd.org/wissen/Escitalopram. Ich denke, dass es auf jeden Fall ein Riesenpluspunkt ist, dass es das Zeug als Tropfen gibt, da kann man notfalls tropfenweise reduzieren, bei Tabletten, die sich maximal vierteln lassen, ist es ungleich schwerer.

Grüße,

Marsu

Re: Entzug

Verfasst: 24.01.2010 21:47
von schaunachvorn
Hallo Quirk,

danke für Deine Ausführungen. Morgen erst beginnt das Ausschleichen von Cipralex bei meiner Tochter und ich hoffe dass es komplikationslos verläuft. Ich soll jeden zweiten Tag einen Tropfen weniger verabreichen, so hat es mir der Neurologe empfohlen. Mal abwarten, denn richtig mitteilen wird sich meine Tochter vermutlich nicht, ich muss es ihr schon ansehen oder sonst irgendwie merken, wenn sie daneben ist. Gott sei Dank bin ich selbst ein großer Optimist.

Dir wünsche ich die innere Ruhe
Gruß
schaunachvorn
(Der NICK ist auch mein Lebensmotto)

Re: Entzug

Verfasst: 25.01.2010 14:18
von Quirk
Hallo Schaunachvorn,

Dir und Deiner Tochter wünsche ich auf jeden Fall alles, alles Gute.
Mir erging und ergeht es seit der Cipralex Einnahme immer wieder sehr schlecht. Aber ich habe es auch abrupt abgesetzt und glaube mittlerweile, dass meine Symptome gar nicht von dem Medikament kommen.
Zudem habe ich einige positive Berichte gelesen, wo es mit dem langsamen Ausschleichen von Cipralex sehr gut geklappt hat.

Liebe Grüße,
Quirk

Re: Entzug

Verfasst: 26.01.2010 17:39
von Marsupilami
Hallo schaunachvorn,

vielleicht noch langsamer mit dem Reduzieren vorgehen, das Dosieren mit den Tropfen dürfte ja gut klappen. Besser etwas länger brauchen und das Ganze so schonend wie möglich gestalten.

Toi-toi-toi,

M.