venlafaxin absetzen
Verfasst: 17.09.2009 10:08
hallo, ich bin sehr glücklich, ein forum gefunden zu haben, das die problematik ernst nimmt.
ich habe 7 jahre sertralin genommen, als es im märz 09 nicht mehr wirkte, wechselte ich auf venlafaxin. ich nahm 75 mg. meine hauptsymptome sind suizidgedanken und aggressivität bei stress. ich bin, wenn es mir schlecht geht, eher agitiert. venlafaxin zu anfangs gut und schnell geholfen. dann kam ein stillstand, ich hätte mehr nehmen müssen. das wollte ich aber nicht, da ich schon in diversen anderen foren herausgefunden hatte, dass es allen so geht: man erhöht und erhöht. die nebenwirkungen von venlafaxin fand ich außerdem auch unlustig: ich verwandelte mich in einen sexuellen eisblock, außerdem fühlte ich mich geistig reduziert, abgeflacht, der blutdruck war mir (gefühlt) zu hoch und ich hatte oft einen roten kopf.
als es mir im sommer stimmungsmäßig gut ging, beschloss ich (nicht zum ersten mal, sertralin hab ich auch ca. 20 x abzusetzen versucht), venlafaxin abzusetzen. dafür habe ich die anleitung vom adfd-forum verwendet. mein arzt wusste bescheid, auch wenn er nicht unbedingt dafür war.
hier mein bericht über die letzten 3 monate:
der anfang war schwierig. auch bei einer reduktion um 7-10 mg, kam es zu den üblichen gehirnblitzen. die kenn ich, sie sind lästig, aber ungefährlich. ich habe so reduziert, dass die blitze möglichst erträglich blieben. das zog ich 1,5 monate durch und war plötzlich bei etwa 37,5 mg, also der hälfte. bis dahin war meine stimmung okay gewesen. aber ich merkte, dass ich reizbarer wurde. es kam wieder öfter zu wutausbrüchen. das ist schlimm, ich hab mann und drei kleine kinder. mein mann ermutigte mich, weiterzumachen, denn ich wollte schon aufgeben.
ich machte weiter und nahm am 4.9. 09 die letzen 5 mg venlafaxin.
jetzt ist die wahre hölle da. ich hab das volle progamm: suizidgedanken, bin reizbar etc. wutanfall darf ich keinen mehr bekommen. mein mann hat gesagt, sonst trennt er sich. ich fühle mich völlig allein und das schlimmste: ich hab 3 kg abgenommen (seit juli) und bin total schwach und nicht wirklich leistungsfähig. durchfall hab ich auch ab und zu. abnehmen fänden die meisten gut, bei mir darf das nicht sein, ich wiege bei 170 cm nur 55 kg (unter normalen umständen). jetzt, mit 51,5 kg, bin ich viel zu schwach.
ich bin kurz davor, alles wieder einzunehmen wie gehabt, weil ich es nicht mehr aushalte. ich muss schließlich auf drei kleine kinder aufpassen, da muss man fit sein. und einen beruf hab ich ja auch noch irgendwie.
gibt es eine perspektive, wie lang so ein entzug dauert? zwischendurch befürchte ich, an krebs zu leiden oder an einer anderen schlimmen krankheit, weils mir körperlich so schlecht geht. es ist wirklich furchtbar! kennt jemand derartige KÖRPERLICHE entzugssymptome beim absetzen von venlafaxin?
ich habe 7 jahre sertralin genommen, als es im märz 09 nicht mehr wirkte, wechselte ich auf venlafaxin. ich nahm 75 mg. meine hauptsymptome sind suizidgedanken und aggressivität bei stress. ich bin, wenn es mir schlecht geht, eher agitiert. venlafaxin zu anfangs gut und schnell geholfen. dann kam ein stillstand, ich hätte mehr nehmen müssen. das wollte ich aber nicht, da ich schon in diversen anderen foren herausgefunden hatte, dass es allen so geht: man erhöht und erhöht. die nebenwirkungen von venlafaxin fand ich außerdem auch unlustig: ich verwandelte mich in einen sexuellen eisblock, außerdem fühlte ich mich geistig reduziert, abgeflacht, der blutdruck war mir (gefühlt) zu hoch und ich hatte oft einen roten kopf.
als es mir im sommer stimmungsmäßig gut ging, beschloss ich (nicht zum ersten mal, sertralin hab ich auch ca. 20 x abzusetzen versucht), venlafaxin abzusetzen. dafür habe ich die anleitung vom adfd-forum verwendet. mein arzt wusste bescheid, auch wenn er nicht unbedingt dafür war.
hier mein bericht über die letzten 3 monate:
der anfang war schwierig. auch bei einer reduktion um 7-10 mg, kam es zu den üblichen gehirnblitzen. die kenn ich, sie sind lästig, aber ungefährlich. ich habe so reduziert, dass die blitze möglichst erträglich blieben. das zog ich 1,5 monate durch und war plötzlich bei etwa 37,5 mg, also der hälfte. bis dahin war meine stimmung okay gewesen. aber ich merkte, dass ich reizbarer wurde. es kam wieder öfter zu wutausbrüchen. das ist schlimm, ich hab mann und drei kleine kinder. mein mann ermutigte mich, weiterzumachen, denn ich wollte schon aufgeben.
ich machte weiter und nahm am 4.9. 09 die letzen 5 mg venlafaxin.
jetzt ist die wahre hölle da. ich hab das volle progamm: suizidgedanken, bin reizbar etc. wutanfall darf ich keinen mehr bekommen. mein mann hat gesagt, sonst trennt er sich. ich fühle mich völlig allein und das schlimmste: ich hab 3 kg abgenommen (seit juli) und bin total schwach und nicht wirklich leistungsfähig. durchfall hab ich auch ab und zu. abnehmen fänden die meisten gut, bei mir darf das nicht sein, ich wiege bei 170 cm nur 55 kg (unter normalen umständen). jetzt, mit 51,5 kg, bin ich viel zu schwach.
ich bin kurz davor, alles wieder einzunehmen wie gehabt, weil ich es nicht mehr aushalte. ich muss schließlich auf drei kleine kinder aufpassen, da muss man fit sein. und einen beruf hab ich ja auch noch irgendwie.
gibt es eine perspektive, wie lang so ein entzug dauert? zwischendurch befürchte ich, an krebs zu leiden oder an einer anderen schlimmen krankheit, weils mir körperlich so schlecht geht. es ist wirklich furchtbar! kennt jemand derartige KÖRPERLICHE entzugssymptome beim absetzen von venlafaxin?