Entzug von Benzos zum 1x mal :cry:
Verfasst: 05.01.2009 19:32
Hallo all!
Mein Name tut im Netz wohl nichts zur Sache, nennen wir mich Sigi
Also, vor ca. 2 1/2 jahren begann ich richtig benzos zu nehmen. Was ich geschluckt habe heisst Elenium was von einer polnischen firma verkauft wird. Wirkstoff ist chlordiazepam oder wie das heisst. 5 mg. Habe morgens meist 1-2 stück genommen, 2 kaffee und das wars bis abend um 6, da hab ich dann gegessen zum ersten mal. ich habs genommen weil ich einen reizdarm habe/hatte (seit dem entzug erstaunlicherweise viel besser geworden
)
Naja, so hab ich ca. 1 1/2 jahre gelebt. Täglich die gleiche laier in der früh. 2008 ende januar hatte ich darmdrücken. war dann beim dok der mir so tabs gab die man zerbeissen soll. sollte das gas im darm auflösen. hab das genommen danach gegessen und dann war ich erstmal platt. schwarz vor augen, schwindel usw. krankenhaus, nix gefunden... das gleiche am nächsten tag.. blabla.. wichtig: das war ein montag. dienstag hab cih ncoh 2 genommen und mittwoch nimmer.
samstag kam dann der burner. abends fings an mit zittern usw. notarzt gerufen und bereitschaftsdienst. wollten mir gleich tavor geben. woltl ich net nehmen. ich wusste net das ich abhänigig war. ALLE ärzte bei denen ich danach war fragten welche tabs ich nehme oder nahm. sagte allen beruhigungsmittel und keiner wäre draufgekommen das es daran lag.
naja, so bin ich ca. 2-3 wochenlang zu ärzten gelaufen und hab mich untersuchen lassen. bis ich selbst draufkam das das ein entzug sein könnte.
ok, die laier geht weiter beim neurologen. der sagte ich soll anfangen mit tafil und es so ausschleichen. wollts erst net nehmen, habs aber dann doch geschlcukt. fingen mit 3x0,5 tafil an und haben runterreduziert auf 0 in ca. 2 monaten, sodass ich seit anfang mai nichts mehr nehme. zwischendurch beim absetzten hatte ich immer wieder 2-3 tage so krasse probleme, dann gings wieder.
wo ich nichts mehr nahm gings mir 2 wochen SUPER!!! wirklich! und dann gings los wieder. war grad in ungarn. auf einmal beim essen übelkeit, unruhe, herzrasen usw. war wieder fertig. das verging wieder nach ca. 4-5 tagen (urlaub war aber fürn eimer danach). So gings mir eigentlich die letzten monate. Ab und zu gings mir gut, die meiste zeit hatt ich aber was: herzrasen, kopfweh, magenkrämpfe, konnt net schlafen usw. war dann sogar in dem zustand in england (gings mir gut) in ägypten (gings mir fast super)..
so, weihnachten 2008 abends um kurz vor 9: essen aufm tisch. alle schön angezogen, bescherung vorbei. auf einmal übel! ich dacht ich verreck! ohne witz. so schlecht gings mir das letzte mal wo cih mit zittern die notärzte rief im feburar.
seit 2 wochen fast gehts mir also wieder übel, gestern hab ich zum ersten mal in meinem leben zu meiner freundin gesagt das ich nicht mehr kann. bin kaputt! mit 27 bin ich platt! die änfänglichen suizidgedanken kamen zwar nicht wieder... wohl nicht weil ich dacht das ich von allein draufgeh, brauch keine hilfe...
So, wollt heut zum neurologen: meiner zu, der ersatzneurologe zu, die anderen 3 die ich anrief auch zu.
dacht mir ok, krepieren werd ich schon nicht. wenn ich umfall sehens ja genug leute. bis jetzt halt ich mich noch auf den füssen auch wenn diese recht "wabbelig" sind.
meine frage: wie zum teufel kann es sein das nach über 8 monaten so ein krasser schub mcih für mittlerweile 2 wochen k.o. setzt? kann es sein das es mir zwar immer noch nicht so gut geht aber ich im allgemeinen besser drauf bin als früher und es einfach nur ein normaler schub ist was ich aber extremer wahrnehm weil es mir halt allgemein besser geht??
dann nochwas: der n eurologe wollte mir nach dem absetzten amitryptilin geben damit ich eben solche erscheinungen nicht habe. ich hab jetztt überlegt das ich die jetzt nehmen sollte. was hält ihr davon?
Zu mir: Ich bin ne faule sau, der seit dem entzug bissal sport macht (fitness und seit neuestem thaiboxen). ich hatte zwar eine, naja, ncihtsoschöne kindheit aber dennoch hatte ich alles was man so braucht. ich hatte VOR dem nehmen der benzos und unterdessen KEINE ähnlichen probleme. war nie süchtig auf alk, drogen oder sonstwas. hab in meinem leben max 4x eine gekifft, nix mit heroin, koka oder sonstwas. zwischen 18 und 22-23 hab ich wochenende einen gesoffen, aber nix besonderes. also eine eigentlich alltägliche kindheit mit einem alltäglichen jugendalter. die tabs hab ich übrigens zu 10er packungen von meiner oma bekommen. also oma´s little helper wegen meinem reizdarm.
Und soll ich euch was sagen? Der entzug hat bisjetzt auch seine positiven seiten: ich hab gemerkt das es echt jeden tag vorbei sein kann. ich hab eine viiiiiiel engere beziehung zu meiner freundin mit der ich fast 8 jahre shcon zamm bin. ich esse fast immer regelmäßig, genieße mehr und mach auch allgemein mehr. wenn ich früher sagte ich kann nicht. mein magen... mein darm.. muss kakken.. ich sag das nicht mehr. interessiert mich nicht mehr. ich mach einfach, wird schon irgendwie.. und bis jetzt gings immer gut
reise nach ägypten wo die klos alle 50 km stehen? nicht mit mir. aber jetzt gings.
also, ich sehe es so, das wenn das alles mir nur meine lebensqualität wieder zurückgab die ich nicht mehr hatte die letzten jahre freu ich mich riesig. auch wenn es jetzt langsam mal vorbeisein könnte.
So, jetzt wisst ihr alles von mir. nochmal zeitraffer:
2006 angefangen mit benzos (ca. 5-10 mg täglich, machmal auch 15)
ende jan. 2008 abgesetzt,
seit märz 2008 tafil 0,5 1-1-1
abgesetzt bis anfang mai
Danke schonmal für die hilfen, unterstützungen und ratschläge.
nehm ab und an baldrian zum schlafen was aber auch nicht hilft. trink den tee sweet dreams und nehm so herbal tees aus england.
gruß sigi
Mein Name tut im Netz wohl nichts zur Sache, nennen wir mich Sigi
Also, vor ca. 2 1/2 jahren begann ich richtig benzos zu nehmen. Was ich geschluckt habe heisst Elenium was von einer polnischen firma verkauft wird. Wirkstoff ist chlordiazepam oder wie das heisst. 5 mg. Habe morgens meist 1-2 stück genommen, 2 kaffee und das wars bis abend um 6, da hab ich dann gegessen zum ersten mal. ich habs genommen weil ich einen reizdarm habe/hatte (seit dem entzug erstaunlicherweise viel besser geworden
Naja, so hab ich ca. 1 1/2 jahre gelebt. Täglich die gleiche laier in der früh. 2008 ende januar hatte ich darmdrücken. war dann beim dok der mir so tabs gab die man zerbeissen soll. sollte das gas im darm auflösen. hab das genommen danach gegessen und dann war ich erstmal platt. schwarz vor augen, schwindel usw. krankenhaus, nix gefunden... das gleiche am nächsten tag.. blabla.. wichtig: das war ein montag. dienstag hab cih ncoh 2 genommen und mittwoch nimmer.
samstag kam dann der burner. abends fings an mit zittern usw. notarzt gerufen und bereitschaftsdienst. wollten mir gleich tavor geben. woltl ich net nehmen. ich wusste net das ich abhänigig war. ALLE ärzte bei denen ich danach war fragten welche tabs ich nehme oder nahm. sagte allen beruhigungsmittel und keiner wäre draufgekommen das es daran lag.
naja, so bin ich ca. 2-3 wochenlang zu ärzten gelaufen und hab mich untersuchen lassen. bis ich selbst draufkam das das ein entzug sein könnte.
ok, die laier geht weiter beim neurologen. der sagte ich soll anfangen mit tafil und es so ausschleichen. wollts erst net nehmen, habs aber dann doch geschlcukt. fingen mit 3x0,5 tafil an und haben runterreduziert auf 0 in ca. 2 monaten, sodass ich seit anfang mai nichts mehr nehme. zwischendurch beim absetzten hatte ich immer wieder 2-3 tage so krasse probleme, dann gings wieder.
wo ich nichts mehr nahm gings mir 2 wochen SUPER!!! wirklich! und dann gings los wieder. war grad in ungarn. auf einmal beim essen übelkeit, unruhe, herzrasen usw. war wieder fertig. das verging wieder nach ca. 4-5 tagen (urlaub war aber fürn eimer danach). So gings mir eigentlich die letzten monate. Ab und zu gings mir gut, die meiste zeit hatt ich aber was: herzrasen, kopfweh, magenkrämpfe, konnt net schlafen usw. war dann sogar in dem zustand in england (gings mir gut) in ägypten (gings mir fast super)..
so, weihnachten 2008 abends um kurz vor 9: essen aufm tisch. alle schön angezogen, bescherung vorbei. auf einmal übel! ich dacht ich verreck! ohne witz. so schlecht gings mir das letzte mal wo cih mit zittern die notärzte rief im feburar.
seit 2 wochen fast gehts mir also wieder übel, gestern hab ich zum ersten mal in meinem leben zu meiner freundin gesagt das ich nicht mehr kann. bin kaputt! mit 27 bin ich platt! die änfänglichen suizidgedanken kamen zwar nicht wieder... wohl nicht weil ich dacht das ich von allein draufgeh, brauch keine hilfe...
So, wollt heut zum neurologen: meiner zu, der ersatzneurologe zu, die anderen 3 die ich anrief auch zu.
dacht mir ok, krepieren werd ich schon nicht. wenn ich umfall sehens ja genug leute. bis jetzt halt ich mich noch auf den füssen auch wenn diese recht "wabbelig" sind.
meine frage: wie zum teufel kann es sein das nach über 8 monaten so ein krasser schub mcih für mittlerweile 2 wochen k.o. setzt? kann es sein das es mir zwar immer noch nicht so gut geht aber ich im allgemeinen besser drauf bin als früher und es einfach nur ein normaler schub ist was ich aber extremer wahrnehm weil es mir halt allgemein besser geht??
dann nochwas: der n eurologe wollte mir nach dem absetzten amitryptilin geben damit ich eben solche erscheinungen nicht habe. ich hab jetztt überlegt das ich die jetzt nehmen sollte. was hält ihr davon?
Zu mir: Ich bin ne faule sau, der seit dem entzug bissal sport macht (fitness und seit neuestem thaiboxen). ich hatte zwar eine, naja, ncihtsoschöne kindheit aber dennoch hatte ich alles was man so braucht. ich hatte VOR dem nehmen der benzos und unterdessen KEINE ähnlichen probleme. war nie süchtig auf alk, drogen oder sonstwas. hab in meinem leben max 4x eine gekifft, nix mit heroin, koka oder sonstwas. zwischen 18 und 22-23 hab ich wochenende einen gesoffen, aber nix besonderes. also eine eigentlich alltägliche kindheit mit einem alltäglichen jugendalter. die tabs hab ich übrigens zu 10er packungen von meiner oma bekommen. also oma´s little helper wegen meinem reizdarm.
Und soll ich euch was sagen? Der entzug hat bisjetzt auch seine positiven seiten: ich hab gemerkt das es echt jeden tag vorbei sein kann. ich hab eine viiiiiiel engere beziehung zu meiner freundin mit der ich fast 8 jahre shcon zamm bin. ich esse fast immer regelmäßig, genieße mehr und mach auch allgemein mehr. wenn ich früher sagte ich kann nicht. mein magen... mein darm.. muss kakken.. ich sag das nicht mehr. interessiert mich nicht mehr. ich mach einfach, wird schon irgendwie.. und bis jetzt gings immer gut
also, ich sehe es so, das wenn das alles mir nur meine lebensqualität wieder zurückgab die ich nicht mehr hatte die letzten jahre freu ich mich riesig. auch wenn es jetzt langsam mal vorbeisein könnte.
So, jetzt wisst ihr alles von mir. nochmal zeitraffer:
2006 angefangen mit benzos (ca. 5-10 mg täglich, machmal auch 15)
ende jan. 2008 abgesetzt,
seit märz 2008 tafil 0,5 1-1-1
abgesetzt bis anfang mai
Danke schonmal für die hilfen, unterstützungen und ratschläge.
nehm ab und an baldrian zum schlafen was aber auch nicht hilft. trink den tee sweet dreams und nehm so herbal tees aus england.
gruß sigi