Seite 1 von 2
Benzoentzug
Verfasst: 28.12.2008 12:01
von venezia
Hallo, ich bin neu und mache z.Zt. in einer psychosomat.Klinik einen Entzug von Tafil (Alprazolam). Ich habe aufgrund massiver Probleme das Medikament 7 Jahre lang genommen, zuletzt 2,5 mg täglich.
Seit 3 Monaten wird nun schrittweise reduziert. Ich bin fast bei 0, aber die Symptome sind fast unerträglich: Zittern, Benommenheit, Schwindel, manchmal das Gefühl, als ob die Hände nicht mehr gehorchen, Angst etc.
Wer hat Erfahrung??
Re: Benzoentzug
Verfasst: 28.12.2008 12:37
von Marsupilami
Huhu Venezia,
in der Konferenz Benzos absetzen findest Du viele Berichte von Leidensgenossen, und in der Wissen-Rubrik kannst Du auch Infos finden.
Hat Dir Dein Arzt nie gesagt, dass man von Benzos süchtig wird? Den sollte man verklagen auf lebenslanges Schmerzensgeld...
Re: Benzoentzug
Verfasst: 28.12.2008 13:39
von mücke
Hallo venezia
Willkommen im Forum.
Du bist jetzt für alle Bereiche freigeschaltet und kannst dich weiter informieren.
Für deine Frage zu dem Absetzen des Benzos eröffne bitte einen neuen thread im Bereich "Benzodiazepine absetzen".
Gruss Mücke
Re: Benzoentzug
Verfasst: 29.12.2008 10:11
von Zoey
Hallo Venezia,
ebenso ein herzliches willkommen hier im Forum. Also wenn Branka recht hat und es 50 mg Diazepam entspricht, dann wundern mich deine Symptome nicht, wobei bei so einer Dossierung ein ambulantes Absetzen meiner Meinung unmöglich ist, aber vielleicht berichtest du ja mal mehr drüber, auf jeden Fall schön, dass du hier bist, LG Zoey
Re: Benzoentzug
Verfasst: 29.12.2008 11:06
von mücke
Hallo Zoey
Also wenn Branka recht hat und es 50 mg Diazepam entspricht, dann wundern mich deine Symptome nicht
Laut Ashton ist die Umrechnung richtig.
Ein ambulanter Entzug ist schon möglich, sollte nur langsam genug durchgeführt werden.
Gruß Mücke
Re: Benzoentzug
Verfasst: 29.12.2008 11:33
von Marsupilami
Ohne Ahnung davon zu haben, denke ich, dass das jeder nur für sich entscheiden kann, da ja die ganze Lebenssituation auch eine Rolle spielt.
Wünsche Venezia, dass es ambulant klappt!
Re: Benzoentzug
Verfasst: 29.12.2008 13:21
von chiara63
Nur eine Frage zwischendurch: Wieso eigentlich ambulant? Hab ich was überlesen - sie schreibt doch, dass sie derzeit in einer psychosomat. Klinik ist - also gehe ich mal davon aus, dass das stationär entzogen wird, oder?
LG anja
Re: Benzoentzug
Verfasst: 29.12.2008 13:52
von chiara63
Huhu Branka
sagst du mir mal, was du genau meinst? Deine Frage wegen der Entsprechung zu diazepam hat Mücke schon beantwortet - da kenn ich mich gar nicht aus.....wenn du das mit der Therapie meinst: Wenn wir beide richtig liegen, ist sie stationär in einer Psychosomatischen Klinik - wie das mit einem Entzug ist, weiß ich nicht. Aus eigener Erfahrung kann ich aber sagen, dass sehr viele damals bei mir damals in der Reha in Bad Kreuznach waren, die ihre Psychopharmaka absetzen wollten, aber das eben alleine nicht schafften.
Ich kann das nur von dieser Klinik sagen - aber dort geht man davon aus, dass Psychopharmaka AUSSCHLIEßLICH für eine Stabilisierung, also nur einen kurzen Zeitraum, gedacht sind - und bemühte sich, die Patienten möglichst ohne ADs nach Hause zu entlassen. Ich konnte dort das Remergil ausschleichen und das Zoloft auf ein Minimum reduzieren.
Wie das mit einer ambulanten Therapie bei oder während eines Entzuges aussieht - da hab ich keine Ahnung....ich wüsste aber nicht, was dagegen sprechen sollte?
Meintest du dieses?
LG Anja
Re: Benzoentzug
Verfasst: 29.12.2008 14:42
von pajes
Hi Branka
Wie du ja weißt mache ich schon lange ambulante Therapie und zwar mit dem Konsum von Benzodiazepinen. Ebenso war ich vor Jahren in einer psychosomatischen Reha, ebenfalls mit Benzodiazepinen. Für den Aufenthalt einer anderen Reha wiederum musste ich vorher entgiften, halt verrückte Welt
Ich glaube, es kommt darauf an, wie ein (ambulanter) Psychotherapeut gegenüber der KK argumentiert, bzw. dieses ohnehin angibt, ich glaube nicht, dass ein Therapeut dazu verpflichtet ist.
Aber ob es Sinn macht, mit Benzodiazepinkonsum eine Therapie zu beginnen, da scheinen sich die Geister zu streiten. Ich vermute, da machen eher die KK Probleme als die Therapeuten. In der Suchtberatungsstelle machst du ja auch Therapie, warum also nicht anderweitig?
Ich denke aber doch, wenn eine massive Erkrankung dahinterliegt und der Patient willens ist abzusetzen macht eine Therapie auf jeden Fall Sinn- sonst wären manche Menschen ja nie zu behandeln. Nur da beim Absetzen ja bei manchen Dinge hochkommen, kann man die Menschen vorher auch nicht diagnostisch einwandfrei einordnen, schwierige Sache.
Bei den stationären Therapieeinrichtungen scheinen die Auflagen strenger zu sein, welchen Sinn das machen soll ist mir unklar, aber ich vermute, es hängt von der Diagnose ab. Ich hab insgesamt eher den Eindruck, es geht mal wieder um Geld sparen

- vielleicht weiß jemand Genaueres, was die Rechtslage betrifft?
Herzliche Grüße, pajes
Re: Benzoentzug
Verfasst: 29.12.2008 15:34
von chiara63
Hm...also, ich hab vor einigen Jahren ja auch Tavor genommen und war süchtig. Es war auch der KK bekannt, dass ich zumindest täglich über längere Zeit einige MG Tavor zu mir nahm - ich kam ja direkt von der Klinik und dort wurde im Entlassungsbericht die Medikation geschrieben, sowie die dringende Empfehlung einer Psychotherapie. Damals wurde mir sogar die Therapie bei einer privat arbeitenden Tiefenpsychologischen Thera genehmigt und finanziert. Ich wechselte dann aber nach einer gewissen Zeit zu einem zugelassenen VT.
Zwei Jahre später war es genauso. Ich durfte die Therapie bei meinem "alten Therapeuten" wieder aufnehmen und war dann in der Tagesklinik. Von da wurde ich dann aber zum Entzug stationär in die Psychiatrie eingewiesen. Allerdings NUR, weil es mir so schlecht ging, dass man es mir ambulant nicht zutraute - sonst hätte ich das dort gemeinssam mit den Ärzten teilstationär machen können.
Insofern hatte ich nie Probleme damit - beim ersten Mal hatte ich schon während meines Psychiatrieaufenthaltes Termine ausgemacht und bin dann mit dem Entlassungsbericht zur Thera. Die schrieb dann die Anträge und die Begründung. Beim zweiten Mal bin ich auch selbst mit ner Überweisung vom HA zum Therapeuten und auch da hat ER wieder den Antrag gestellt.
Ich könnte mich also pajes anschließen - wahrscheinlich ist es eine Sache der Begründung UND der Kasse! Vielleicht auch von Bundesland zu Bundesland verschieden????? Ne, ich kann leider nicht mehr dazu sagen.......
Liebe Grüße
chiara
Re: Benzoentzug
Verfasst: 31.12.2008 12:15
von venezia
branka07 hat geschrieben:herzlich willkommen venezia,
2,5mg alprazolam entsprechen 50mg diazepam,liege ich da richtig!?
das gefühl des zitterns und entfremdungsgefühle der arme,warnehmungs
störungen und missempfindungen kenne ich auch.du machst eine psychotherapie
wo gleichzeitig entzogen wird?mir ist gesagt worden man müsse erst entgiften und
dann stehe einem eine psychotherapie zu

.
lg branka
Hallo Branka,herzl.Dank für deine Antwort. Hab' sie leider eben erst entdeckt. Ich muß mich an das Forum erst gewöhnen - wo ich Antworten finde.
Ich mache den Entzug stationär in der psychosomatischen Abteilung einer Klinik. Seit 3 Monaten wird runterdosiert und ich bin fast bei 0.Die Symptome verursachen Panik und ich habe Angst,dass ich nie mehr ein "normales" Leben führen kann.
Ich fühle mich schwach,wacklige Beine,Benommenheit,schnell erschöpft,Angstzustände etc.Selbst kleine Tätigkeiten fallen schwer.Bitte teile mir deine Erfahrungen während und nach dem Entzug mit.
Vielen Dank.
Liebe Grüße,venezia
Re: Benzoentzug
Verfasst: 31.12.2008 12:18
von venezia
Zoey hat geschrieben:Hallo Venezia,
ebenso ein herzliches willkommen hier im Forum. Also wenn Branka recht hat und es 50 mg Diazepam entspricht, dann wundern mich deine Symptome nicht, wobei bei so einer Dossierung ein ambulantes Absetzen meiner Meinung unmöglich ist, aber vielleicht berichtest du ja mal mehr drüber, auf jeden Fall schön, dass du hier bist, LG Zoey
Liebe Zoey, danke für dein "Willkommen". Ich habe bereits erwähnt, dass der Entzug seit 3 Monaten stationär durchgeführt wird.Nun bin ich fast bei 0 und die Symptome sind trotzdem heftig: Benommenheit, sehr schwach,unsicher,wacklig,schnell erschöpft, Angst etc. Am meisten belastet mich die Angst,dass dies nie mehr besser wird.
Hast du Erfahrung??
Liebe Grüße,venezia
Re: Benzoentzug
Verfasst: 31.12.2008 12:51
von mücke
Hallo venezia
Nach deinen Beschwerden zu urteilen wurde zu schnell reduziert.
Nach 7 J. Einnahme hätte ich höchstens mit 0,25 - 0,5 mg pro Mon. reduziert.
Zum Schluss noch langsamer.
Wie wurde das denn bei dir gemacht?
Nimmst du noch zusätzlich andere Medikamente, die deinen Entzug erleichtern?
Gruss Mücke
Re: Benzoentzug
Verfasst: 31.12.2008 13:47
von venezia
branka07 hat geschrieben:herzlich willkommen venezia,
2,5mg alprazolam entsprechen 50mg diazepam,liege ich da richtig!?
das gefühl des zitterns und entfremdungsgefühle der arme,warnehmungs
störungen und missempfindungen kenne ich auch.du machst eine psychotherapie
wo gleichzeitig entzogen wird?mir ist gesagt worden man müsse erst entgiften und
dann stehe einem eine psychotherapie zu

.
lg branka
Liebe Branka,ich befinde mich in der psychosomat.Abteilung einer Klinik und bin nun fast auf 0.Wie lange hast du Benzos genommen,welche Art und welche Dosis. Bitte teile mir deine Erfahrung mit.
Liebe Grüße,venezia
Re: Benzoentzug
Verfasst: 31.12.2008 17:04
von Zoey
Zitat: "Liebe Zoey, danke für dein "Willkommen". Ich habe bereits erwähnt, dass der Entzug seit 3 Monaten stationär durchgeführt wird.Nun bin ich fast bei 0 und die Symptome sind trotzdem heftig: Benommenheit, sehr schwach,unsicher,wacklig,schnell erschöpft, Angst etc. Am meisten belastet mich die Angst,dass dies nie mehr besser wird.
Hast du Erfahrung??"
Dass du schon 3 Monate auf stationär bist weiß ich erst jetzt, aber Danke für die Info. Nimmst du irgendwelche anderen Psychopharmaka z.B. Antidepressiva oder Neuroleptika? Ich vermute ja, das ist in den meisten Kliniken so, wobei auch diese gewisse Symptome machen können, eben wie du beschreibst, also wenn du irgendwas noch nimmst und seien es nur AD sind deine Zustände sicher erklärbar. Deine Symptome sind auch die meinen, sie waren es und sind es noch, auch ich hatte und habe die Angst, dass ich sie nicht loswerde. Wie war es denn bei dir vor den Benzos? Hattest du da schon mal solche Zustände? Vor allem die Benommenheit, weil die ist besonders schlimm für mich auf jeden Fall. Ich frag nur nach, weil Menschen, die Benzos nehmen haben meist Gründe gehabt, weil sie sie nehmen oder anders formuliert du hattest vermutlich auch vorher gewisse psychische Probleme.
Ich bin im Moment leider gar kein gutes Beispiel, bin selbst rückfällig geworden, aber in der Zeit als ich gar nichts nahm wurde es mit jedem Tag besser, du wie auch die anderen können durchaus Hoffnung haben, dass es wieder ganz weggeht oder zumindestens wesentlich besser wird und du wieder ein Stück Lebensqualität zurückbekommst.
Den wichtigsten Tipp, denn ich dir geben kann und das ist fast eine gebetsmühlenartige Wiederholung ist zu versuchen Entspannungstechniken zu finden, die dir auch ohne Benzos Ruhe geben und Sport hilft auch. Wobei ich glaube "geheilt" ist man erst wenn man gar nichts mehr nimmt, also auch keine Antidepressiva, aber generell ist es nicht wichtig was ich sage, sondern du musst letztendlich eh auf deine Berater in der Klinik hören, sie sollten eigentlich die Erfahrung haben, wobei das halt auch sehr davon abhängt auf wen man da kommt.
Wie gesagt, ich bin kein gutes Beispiel, aber bin doch sehr davon überzeugt von dem was ich denke, was der Weg sein könnte. Ich denke auch es wird Zeit, dass du wieder nach Hause kommst, 3 Monate ist sehr lange, wobei der Weg ganz zurück vermutlich zwischen Monaten und 3 Jahren liegen wird, wenn du keine Rückfälle hast. Worauf du achten solltest ist, dass du Stress vermeidest, weil du nicht so belastbar bist, also mir gings halt so und hat sich auch nicht sehr verändert.
Okay, das wars dann mal, alles Gute für 2009, mögen deine Wünsche in Erfüllung gehen und wenn du Fragen hast, wo ich dir was sagen kann bitte nur zu, Zoey (kein Weibchen...)
Re: Benzoentzug
Verfasst: 01.01.2009 11:27
von Ulrich
Hallo zusammen!
Erstmal ein gutes neues Jahr 2009 allen zusammen!
Zoey Deinem Bericht kann ich nur zustimmen, bis auf eine Ausnahme, und zwar die mit dem AD. Aus meinen früheren Berichten vom Benzoentzug schrieb ich, daß ich mal den Versuch
unternahm das Trimipramin 25mg ( Stangyl) zum schlafen wegzulassen, da ich den Verdacht hatte es könnte diese starke Benommenheit erklären. Doch leider mußte ich feststellen, daß diese sehr starke Benommenheit vom Benzoentzug kam. Richtig ist
auch wie bei mir, daß nach ein paar schlechten (Stimmungsschwankung mit allem drum und dran) Tagen, die man aushalten muß, die Benommenheit ein ganz ganz klein wenig besser ist. Doch immer wieder kommen diese Schübe wieder. Es ist ein richtiges Zeitspiel das sehr brutal ist, denn man kann manchmal richtig mutlos werden und alles in Frage stellen.Daher ist der Benzoentzug eigentlich der schlimmste Entzug den es gibt!
Gerade bei der Langzeiteinnahme auch wie bei mir haben sehr sehr viele Ärzte absolut keine Ahnung. Ich war ja letztes Jahr in der Reha Kur in Daun in der Eifel, wenn ich nicht so gut informiert gewesen wäre, hätte mir der Cheffarzt das AD aufs dreifache erhöht und nach 18 Monatiger Abstinenz vom Benzo nochmal Diazepam gegeben. So wäre ich wieder mit Ärztliche Hilfe abhängig geworden. Ich verweigerte alles, und nahm diese Sch....
Benommenheit lieber in Kauf, denn ich spürte es geht mir immer etwas besser nach jeden Schüben. Was ich noch erwähnen möchte ist der Punkt, daß ich alles unterordnete ( nicht mehr Berufstätig, Krankengeldausschöpfung, Rentenbeantragung und ALG 1 Bezug. Nur so war es mir möglich den Entzug ( 30 Monate )
zu schaffen ohne größere Stressoren. Mein größtes Problem in diesem Zeitraum war diese brutale Benommenheit, leichte depressive Schübe, Antriebsschwäche und Gedächtnisprobleme, manchmal zittern! Es ist aber nicht so, daß es bei jedem Betroffenen so lange geht, nur da hast Du recht Zoey man sollte sich auf einen längeren Zeitraum einstellen, und da ist ein unbändiger Wille gefragt. Es bringt absolut nichts sich mit unzähligen ADs zuschütten zu lassen. Auch Alkohol ist brutal schlecht, da er ja auch über die GABA Rezeptoren geht, die sich ja erst langsam wieder erholen. Es ist auch die schlüssige Erklärung über den Benzoentzug betr. Rezeptoren die Tora von Prof. Dr. Glaeske hier eingestellt hatt.
Lg Uli
Re: Benzoentzug
Verfasst: 01.01.2009 21:06
von Zoey
@Ulrich
Schade, dass du so selten schreibst, deine Erfahrungen sind sehr wertvoll für alle, die mit den Benzos kämpfen, LG Zoey
Re: Benzoentzug
Verfasst: 03.01.2009 10:59
von venezia
mücke hat geschrieben:Hallo venezia
Nach deinen Beschwerden zu urteilen wurde zu schnell reduziert.
Nach 7 J. Einnahme hätte ich höchstens mit 0,25 - 0,5 mg pro Mon. reduziert.
Zum Schluss noch langsamer.
Wie wurde das denn bei dir gemacht?
Nimmst du noch zusätzlich andere Medikamente, die deinen Entzug erleichtern?
Gruss Mücke
Hallo Mücke, die 2,5 mg wurden seit dem 22.09. reduziert und zwar anfangs wöchentlich um 0,25 mg. In dieser Zeit waren die Symptome kaum auszuhalten. Ich stand völlig neben mir: Gefühl von Stecknadeln im ganzen Körper,starke Derealisation, sehr geräuschempfindlich(dauert an), physische Schwäche (dauert an), zittrig, schneller Puls, Übelkeit etc. Sind das alles Entzugssymptome? Bei mir kommt noch eine Depression hinzu mit einem ausgeprägten Morgentief. Als ich bei 0,5 mg war, wurde auf Valium - Tropfen umgestellt und ein "verdeckter" Entzug gemacht. Nun weiß ich nicht genau, wieviel ich noch bis 0 habe, aber die Ärzte sagten mir, auf jeden Fall in diesem Monat.
LG,venezia
Re: Benzoentzug
Verfasst: 03.01.2009 11:15
von venezia
mücke hat geschrieben:Hallo venezia
Nach deinen Beschwerden zu urteilen wurde zu schnell reduziert.
Nach 7 J. Einnahme hätte ich höchstens mit 0,25 - 0,5 mg pro Mon. reduziert.
Zum Schluss noch langsamer.
Wie wurde das denn bei dir gemacht?
Nimmst du noch zusätzlich andere Medikamente, die deinen Entzug erleichtern?
Gruss Mücke
Hallo Mücke, bei mir wurde seit 22.09. wöchentlich um 0,25 mg reduziert. In dieser Zeit waren die Symptome am schlimmsten: starke Derealisation, starke physische Schwäche (dauert an), Angst, sehr zittrig, schneller Puls, Gefühl von Stecknadeln im ganzen Körper etc. Bei 0,5 mg wurde auf Valium-Tropfen umgestellt und ein "verdeckter" Entzug gemacht, so dass ich nicht genau weiß, wieviel ich noch habe. Die Ärzte sagten mir, ich wäre auf jeden Fall noch in diesem Monat bei 0.
Da eine Depression hinzu kommt, werde ich mit Zoloft und Lyrica behandelt. Für den Bedarfsfall bekomme ich Atosil - Tropfen. Da diese jedoch nicht anxiolytisch (angstlösend) wirken, nehme ich dies nur sehr selten in Anspruch.
Kannst du mir sagen, ob sich diese Symptome, vor allem die Schwäche, je wieder bessern?
Lg, venezia
Re: Benzoentzug
Verfasst: 03.01.2009 11:19
von venezia
Zoey hat geschrieben:@Ulrich
Schade, dass du so selten schreibst, deine Erfahrungen sind sehr wertvoll für alle, die mit den Benzos kämpfen, LG Zoey
Liebe Zoey (bist du männlich oder weiblich und wie alt?), ich schreibe hauptsächlich am Wochendende, da ich dieses daheim verbringe. Allerdings habe ich in der Klinik auch Internet-Zugang. Ich kann gern öfters schreiben, wenn ich die Leser nicht langweile. Mich würde natürlich interessieren, wie es anderen ergangen ist.
Sorry, habe den Beitrag an Mücke an dich geschickt, da ich mich hier erst zurechtfinden muß.
Lg,venezia (weiblich, 48)