Noch eine Theorie über SSRI...
Verfasst: 12.04.2004 00:18
Angeregt von Times Beitrag weiter unten steruere ich auch mal meine aktuellen Dankansätze zum Thema SSRI bei.
Vielleicht gibt es ja hier jemanden, der meine biophysiologischen Annahmen korrigieren kann, falls diese falsch sein sollten.
Eigentlich war mir die Wirkungsweise von SSRI nie ganz geheuer -
wenn man auf eine ähnliche Art an einem elektrischen Regelkreis herumfummelt, ohne den Rest der Regelung genau zu kennen, dann
hat das im besten Fall eine nichtfunktionierende Klimaautomatik im Auto und im schlimmsten eine Flugzeugkatastrophe zur Folge.
AFAIK gibt es bisher kein vollständiges, kybernetisches Modell der Gehirns, oder irre ich mich da?
Wenn ich das alles richtig verstanden habe, erreicht ein Reiz den Synaptischen Spalt und setzt dort Serotonin frei. Im Spalt sorgt das Serotonin nun dafür, daß auf der anderen Spaltseite ebenfalls ein Reiz ausgelöst und weitergeleitet wird.
Ich habe mal angefangen, das ganze zu modellieren und kam dabei auf ein elektrisches Ersatzschaltbild, das einen Vierpol darstellt... ...aber ist ja auch egal, ich teile interessierten die genaue Schaltung auf Nachfrage gerne mit.
Jedenfall wäre die Folge, wenn ich diese Schaltung so umbaue, daß der Kondensator sich wesentlich langsamer entlädt (Was der Wirkung eines SSRI entsprechen würde), daß zum einen die Flankensteilheit des Signals abnimmt und möglicherweise die Signalübertragung überhaupt nicht mehr stattfinden kann. (Nämlich dann, wenn der Kondensator zwischen zwei Impulsen am Eingang ein bestimmtes Potenzial nicht mehr unterschreitet; dann würden die beiden Impulse zu einem langen verschmelzen).
(Falls hier E-Techniker mitlesen: Ja, das habe ich hier bewusst sehr laeinhaft formuliert.)
Das ist ungefähr das gleiche, als ob in einem Heizungsregelungssystem auf permanent zu tiefe Raumtemperatur mit dem Abklemmen eines Temperaturfühlers reagiert wird. Je nachdem, wo der wirkiche Defekt liegt, passiert überhaupt nichts, oder es wird immer heißer.
Was in einm hochkomplexen System wie dem Gehrin passiert...
...ich habe keine Ahnung. Weiß hier vielleicht jemand einen Mediziner, der das exakt vorhersagen kann? Würde mich jedenfalls sehr wundern.
Natürlich sind Neurologie und Elektrotechnik nicht ohne weiteres vergleichbar, allerdings muss das Gehirn den gleichen regelungstechnischen Gesetzmäßigkeiten folgen, wie alle anderen Regelkreise auch. Möglicherweise auch nicht - aber das macht die Sache dann höchstens noch schlimmer, weil wir dann überhaupt nicht mehr absehen können, welche Folgen ein bestimmter Eingriff in die Regelungsparameter hat.
Das sind bisher alles nur Vermutungen aus der Anschauung. Im Moment bin ich noch dabei, zum einen mehr über die Funktion von Synapsen herauszufinden und zum anderen meine Systemtheorie- und Regelungstechnikunterlagen aus Studententagen zu durchforsten, um auch einige Berechnungen anstellen zu können.[/u]
Vielleicht gibt es ja hier jemanden, der meine biophysiologischen Annahmen korrigieren kann, falls diese falsch sein sollten.
Eigentlich war mir die Wirkungsweise von SSRI nie ganz geheuer -
wenn man auf eine ähnliche Art an einem elektrischen Regelkreis herumfummelt, ohne den Rest der Regelung genau zu kennen, dann
hat das im besten Fall eine nichtfunktionierende Klimaautomatik im Auto und im schlimmsten eine Flugzeugkatastrophe zur Folge.
AFAIK gibt es bisher kein vollständiges, kybernetisches Modell der Gehirns, oder irre ich mich da?
Wenn ich das alles richtig verstanden habe, erreicht ein Reiz den Synaptischen Spalt und setzt dort Serotonin frei. Im Spalt sorgt das Serotonin nun dafür, daß auf der anderen Spaltseite ebenfalls ein Reiz ausgelöst und weitergeleitet wird.
Ich habe mal angefangen, das ganze zu modellieren und kam dabei auf ein elektrisches Ersatzschaltbild, das einen Vierpol darstellt... ...aber ist ja auch egal, ich teile interessierten die genaue Schaltung auf Nachfrage gerne mit.
Jedenfall wäre die Folge, wenn ich diese Schaltung so umbaue, daß der Kondensator sich wesentlich langsamer entlädt (Was der Wirkung eines SSRI entsprechen würde), daß zum einen die Flankensteilheit des Signals abnimmt und möglicherweise die Signalübertragung überhaupt nicht mehr stattfinden kann. (Nämlich dann, wenn der Kondensator zwischen zwei Impulsen am Eingang ein bestimmtes Potenzial nicht mehr unterschreitet; dann würden die beiden Impulse zu einem langen verschmelzen).
(Falls hier E-Techniker mitlesen: Ja, das habe ich hier bewusst sehr laeinhaft formuliert.)
Das ist ungefähr das gleiche, als ob in einem Heizungsregelungssystem auf permanent zu tiefe Raumtemperatur mit dem Abklemmen eines Temperaturfühlers reagiert wird. Je nachdem, wo der wirkiche Defekt liegt, passiert überhaupt nichts, oder es wird immer heißer.
Was in einm hochkomplexen System wie dem Gehrin passiert...
...ich habe keine Ahnung. Weiß hier vielleicht jemand einen Mediziner, der das exakt vorhersagen kann? Würde mich jedenfalls sehr wundern.
Natürlich sind Neurologie und Elektrotechnik nicht ohne weiteres vergleichbar, allerdings muss das Gehirn den gleichen regelungstechnischen Gesetzmäßigkeiten folgen, wie alle anderen Regelkreise auch. Möglicherweise auch nicht - aber das macht die Sache dann höchstens noch schlimmer, weil wir dann überhaupt nicht mehr absehen können, welche Folgen ein bestimmter Eingriff in die Regelungsparameter hat.
Das sind bisher alles nur Vermutungen aus der Anschauung. Im Moment bin ich noch dabei, zum einen mehr über die Funktion von Synapsen herauszufinden und zum anderen meine Systemtheorie- und Regelungstechnikunterlagen aus Studententagen zu durchforsten, um auch einige Berechnungen anstellen zu können.[/u]