Auch ich bin neu...
Verfasst: 04.04.2004 20:33
Guten Abend,
ich möchte mich hiermit kurz vorstellen:
Ich bin männlich, 37 Jahre alt und eigentlich schon immer depressiv gewesen (ein Freund meinte erst kürzlich, daß man meine Selbstmordgedanken gar nicht mehr ernst nehmen könnte, da ich sie vor 20 Jahren auch schon äußerte). Im Zuge meines depressiven Lebens nahm ich diverse Drogen und vor allem Alkohol als Gedankenvernichter, was schließlich in einer Alkoholsucht resultierte. Seit 6,5 Jahren bin ich nun trocken und fast ebenso lang AD-Konsument. Anfangs bekam ich Cipramil, welches ich aber gar nicht vertrug, insbesondere die libidinösen Einschränkungen konnte ich nicht hinnehmen - wenn man ohnehin schon mit Minderwertigkeitsgefühlen zu kämpfen hat, muß man ja nicht auch noch impotent werden - irgendwie logisch, nicht wahr? Anschließend bekam ich Trevilor, welches aber keinerlei Wirkung zeitigte. Ich hatte als Schüler mal Aponal geschenkt bekommen, welches mich gut sediert hat, also fragte ich meinen damaligen Arzt danach und bekam es auch, zunächst das Originalprodukt, später dann Doxepin ratiopharm. Davon nahm ich längere Zeit 75mg am Tag und kam einigermaßen zurecht, auch wenn sich kein wirklich antidepressiver Effekt einstellte. Zwei- oder dreimal schlich ich das Doxepin aus, landete über kurz oder lang aber wieder dabei. Letztens hatte ich eine Tagesdosis von 100mg.
In den letzten Monaten haben sich die depressiven Symptome gehäuft, die Abstürze wurden immer heftiger, das Zurückfinden immer schwieriger. Hinzu kamen noch körperliche Symptome und einiges mehr. Mein Arzt verwies mich schließlich an die Psychiatrische Ambulanz. Dort bekam ich auch relativ schnell einen Termin, die Therapeutin meinte zu meinem Doxepin-Problem, daß die antidepressive Wirkung dieses Mittels erst ab etwa 150mg täglich einsetzt, niedrigere Dosen seien bestenfalls als leichtes Beruhigungs- oder Schlafmittel zu gebrauchen. Wieder was gelernt.
Naja, über diese Therapeutin bekam ich dann die Telefonnummer eines Therapeuten, der gerade Plätze freihat; bei diesem rief ich an und bekam einen Termin für morgen früh.
Das war mal meine Geschichte arg gekürzt, nur damit man mal sieht, WER sich hier angemeldet hat.
Für Fragen jedweder Art stehe ich gerne zur Verfügung.
Palinurus
ich möchte mich hiermit kurz vorstellen:
Ich bin männlich, 37 Jahre alt und eigentlich schon immer depressiv gewesen (ein Freund meinte erst kürzlich, daß man meine Selbstmordgedanken gar nicht mehr ernst nehmen könnte, da ich sie vor 20 Jahren auch schon äußerte). Im Zuge meines depressiven Lebens nahm ich diverse Drogen und vor allem Alkohol als Gedankenvernichter, was schließlich in einer Alkoholsucht resultierte. Seit 6,5 Jahren bin ich nun trocken und fast ebenso lang AD-Konsument. Anfangs bekam ich Cipramil, welches ich aber gar nicht vertrug, insbesondere die libidinösen Einschränkungen konnte ich nicht hinnehmen - wenn man ohnehin schon mit Minderwertigkeitsgefühlen zu kämpfen hat, muß man ja nicht auch noch impotent werden - irgendwie logisch, nicht wahr? Anschließend bekam ich Trevilor, welches aber keinerlei Wirkung zeitigte. Ich hatte als Schüler mal Aponal geschenkt bekommen, welches mich gut sediert hat, also fragte ich meinen damaligen Arzt danach und bekam es auch, zunächst das Originalprodukt, später dann Doxepin ratiopharm. Davon nahm ich längere Zeit 75mg am Tag und kam einigermaßen zurecht, auch wenn sich kein wirklich antidepressiver Effekt einstellte. Zwei- oder dreimal schlich ich das Doxepin aus, landete über kurz oder lang aber wieder dabei. Letztens hatte ich eine Tagesdosis von 100mg.
In den letzten Monaten haben sich die depressiven Symptome gehäuft, die Abstürze wurden immer heftiger, das Zurückfinden immer schwieriger. Hinzu kamen noch körperliche Symptome und einiges mehr. Mein Arzt verwies mich schließlich an die Psychiatrische Ambulanz. Dort bekam ich auch relativ schnell einen Termin, die Therapeutin meinte zu meinem Doxepin-Problem, daß die antidepressive Wirkung dieses Mittels erst ab etwa 150mg täglich einsetzt, niedrigere Dosen seien bestenfalls als leichtes Beruhigungs- oder Schlafmittel zu gebrauchen. Wieder was gelernt.
Naja, über diese Therapeutin bekam ich dann die Telefonnummer eines Therapeuten, der gerade Plätze freihat; bei diesem rief ich an und bekam einen Termin für morgen früh.
Das war mal meine Geschichte arg gekürzt, nur damit man mal sieht, WER sich hier angemeldet hat.
Für Fragen jedweder Art stehe ich gerne zur Verfügung.
Palinurus