Vor drei Monaten zu schnell abgesetzt - wie weitermachen?
Verfasst: 15.03.2004 20:38
Hallo,
ich habe bis vor ziemlich genau drei Monaten Paroxetin genommen.
(Die Wirkung an sich war aus jetziger Sicht bereits sehr schlecht...
...inzwischen habe ich langsam wieder Gefühle...).
Ich habe anfangs von 40mg aus über ca. 6 Monate in 10mg-Schritten
reduziert und vor den erwähnten drei Monaten ganz aufgehört - wie ich
nach Lektüre hier jetzt weiß, war das deutlich zu schnell.
Die Entzugserscheinungen waren bereits in der Absetzphase da, aber die
gaben sich immer wieder, wenn auch nur einigermaßen. Aber sie waren
erträglich, auch bin ich eigentlich ein recht willensstarker Mensch und dachte mir einfach "Da musst du halt durch".
Nachdem ich ganz aufgehört hatte, ging in meinem Leben zunächst wieder
so richtig die Post ab - ich konnte Plötzlich wieder fünfzig Stunden die Woche Arbeiten, was mir viel Spaß machte, fing an, wieder auszugehen..
Na, ja die Schwierigkeiten nahmen zu. Ich bekam Extrsytolen, die z.Zt.
erfolgreich behandelt werden, Kreislaufstörungen, die berühmten "zaps"...
Das ist alles recht unangenehm, aber was mir langsam anfängt, den Kragen 'rumzudrehen, sind die Schlafstörungen. Ich habe noch nie besonders gut geschlafen, und nun habe ich seit zwei Monaten im Schnitt nur noch drei bis vier Stunden Schlaf die Nacht bekommen.
Dabei ist es so, daß ich nicht einschlafen kann; ich nicke kurz weg und wache dann mit einem unglaublich starken, aber kurzen Panikanfall auf;
eigentlich nur ein riesen Adrenalinschub. Jedenfalls bin ich danach wieder so wach, daß an Schlafen nicht mehr zu denken ist. Und das jeden Abend...
Die Frage nun an die Runde hier:
Wie mache ich jetzt weiter? Wie lange können die Entzugsrscheinungen noch anhalten? Ist es besser, das jetzt vollends durchzustehen, oder ist da ein Rückschritt besser, und ich dosiere mich von den zehn Milligramm nochmal in kleinen Schritten herunter? In dem Fall hätte ich die Drei Monate umsonst gelitten
.
Außerdem behagt mir auch der Gedanke nicht, wieder unter die Wirkung dieses Teufelszeugs zu geraten.
Als ich es noch hochdosiert nahm, dachte ich eigentlich immer, es ginge mir Gut... ...aber wie ich dann während des Entzugs merkte, war ich damit von allem abgeschnitten - es war wie eine Art kontrollierte Depression, die einen zwar so leidlich seine Brötchen verdienen lässt, aber sonst gab es da nicht mehr viel im Leben.
Freue mich auf Eure Antworten,
Ashnak
ich habe bis vor ziemlich genau drei Monaten Paroxetin genommen.
(Die Wirkung an sich war aus jetziger Sicht bereits sehr schlecht...
...inzwischen habe ich langsam wieder Gefühle...).
Ich habe anfangs von 40mg aus über ca. 6 Monate in 10mg-Schritten
reduziert und vor den erwähnten drei Monaten ganz aufgehört - wie ich
nach Lektüre hier jetzt weiß, war das deutlich zu schnell.
Die Entzugserscheinungen waren bereits in der Absetzphase da, aber die
gaben sich immer wieder, wenn auch nur einigermaßen. Aber sie waren
erträglich, auch bin ich eigentlich ein recht willensstarker Mensch und dachte mir einfach "Da musst du halt durch".
Nachdem ich ganz aufgehört hatte, ging in meinem Leben zunächst wieder
so richtig die Post ab - ich konnte Plötzlich wieder fünfzig Stunden die Woche Arbeiten, was mir viel Spaß machte, fing an, wieder auszugehen..
Na, ja die Schwierigkeiten nahmen zu. Ich bekam Extrsytolen, die z.Zt.
erfolgreich behandelt werden, Kreislaufstörungen, die berühmten "zaps"...
Das ist alles recht unangenehm, aber was mir langsam anfängt, den Kragen 'rumzudrehen, sind die Schlafstörungen. Ich habe noch nie besonders gut geschlafen, und nun habe ich seit zwei Monaten im Schnitt nur noch drei bis vier Stunden Schlaf die Nacht bekommen.
Dabei ist es so, daß ich nicht einschlafen kann; ich nicke kurz weg und wache dann mit einem unglaublich starken, aber kurzen Panikanfall auf;
eigentlich nur ein riesen Adrenalinschub. Jedenfalls bin ich danach wieder so wach, daß an Schlafen nicht mehr zu denken ist. Und das jeden Abend...
Die Frage nun an die Runde hier:
Wie mache ich jetzt weiter? Wie lange können die Entzugsrscheinungen noch anhalten? Ist es besser, das jetzt vollends durchzustehen, oder ist da ein Rückschritt besser, und ich dosiere mich von den zehn Milligramm nochmal in kleinen Schritten herunter? In dem Fall hätte ich die Drei Monate umsonst gelitten
Außerdem behagt mir auch der Gedanke nicht, wieder unter die Wirkung dieses Teufelszeugs zu geraten.
Als ich es noch hochdosiert nahm, dachte ich eigentlich immer, es ginge mir Gut... ...aber wie ich dann während des Entzugs merkte, war ich damit von allem abgeschnitten - es war wie eine Art kontrollierte Depression, die einen zwar so leidlich seine Brötchen verdienen lässt, aber sonst gab es da nicht mehr viel im Leben.
Freue mich auf Eure Antworten,
Ashnak