Seite 1 von 1

Jade meldet sich mal kurz-Paroxetinverlauf

Verfasst: 13.03.2004 12:38
von Jade
So,nun mal eine kleine Meldung von mir...
Nachdem ich ja im letzten Jahr x Möglichkeiten versucht habe Paroxetin auszuschleichen,bin ich anfang des Jahres wieder zu Paroxetin zurückgekehrt.
Zuerst zu 20 mg.Einige Tage gings mir mit 20 mg auch gut...und dann musste ich sogar auf 30 mg erhöhen,weil ich so unruhig war ,voller Angst...usw.
Toll hab ich gedacht,nun biste schon bei 30 mg und noch weiter entfernt von deinem eigentlichen Vorhaben Paroxetin auszuschleichen.
Die 30 mg hab ich 2 Wochen genommen...es ging mir wieder 1A und dann habe ich wieder laaaangsam reduziert.
Inzwischen bin ich bei 13 mg-und es geht mir(noch)gut.Klar warte ich auf den Einbuch und spüre schon miniminiminimale Unruhe.
Ich nehme morgens 4 mg nach Augenmass und abends 9 mg nach Augenmass.
Ih sollte auf die Suspension umsteigen....aber ich denk dauernd:die ist auch nicht super genau.So brösel ich rum mit den Tabletten.
Nun noch eine frage.Mein Neurologe sagte ich könne Insidon nehmen zur Unterstützung-allerdings nur 2 am Tag.
Nun habe ich hier gelesen,dass einige 100 mg Opipramol zusätzlich nehmen?????

Nun erstmal Grüsse und auf ein Neues
Jade

Verfasst: 13.03.2004 15:06
von Astrid
Liebe Jade,

mit einer gewissen Aufgeregtheit lese ich immer deine Beiträge, weil du ja schon so viel Erfahrung mit dem Ausschleichen hast und mir das ganze jetzt bevorsteht. Am vergangenen Sonntag habe ich angefangen von 20mg auf 18mg täglich zu reduzieren. Dazu benutze ich eine Muskatreibe und "brösel" nach Augenmaß.
Ob du es glaubst oder nicht, selbst diese minimale Reduzierung nimmt mein Körper wahr. Aber es geht mir gut dabei und ich WILL ES!
Ich weiß, dass Paroxetin nicht mehr brauche. Jetzt will ich meinem Körper schonend helfen, es auch nicht mehr zu brauchen.

Insidon habe ich vor 9 Jahren mal verschrieben bekommen. Es ist ein Beruhigungsmittel mit gewisser Abhängigkeitsgefahr.
Da ich extrem empfindlich auf Medikamente jeder Art reagiere, habe ich Insidon nur ein paarmal bei Bedarf genommen und gemerkt, dass es außer mich müde und verkehrsuntauglich zu machen keine hilfreiche Wirkung für mich hatte.

Also ich persönlich würde jedes zusätzliche Medikament wenn es nur eben geht vermeiden, weil man sonst auch leicht den Überblick über das eigene Empfinden und Begleiterscheinungen verlieren könnte.

Liebe Jade, ich wünsche dir so sehr, dass du es diesmal schaffst ohne große Einbrüche zu haben!!!!!

Mit herzlichen Grüßen
von
Astrid

Verfasst: 13.03.2004 16:00
von Uschi
Hallo Jade,

also ich nehme Opipramol zur Unterstützung es ist das gleiche wie Insidon. Mir hilft es super ich nehme 100mg am Abend. Ich konnte auch ohne größere Probleme von 40mg Paroxetin auf 20mg runterschleichen.
Dass es abhängig macht kann ich nicht bestätigen ich habe es in den letzten Jahren schon öfters genommen manchmal auch für ein paar Monate, wenns mir dann besser ging habe ich einfach langsam wieder abgesetzt. Ich hatte dabei nie irgendwelche Probleme. Also nach meiner Erfahrung kann ich es nur zum runterschleichen vom Paroxetin empfehlen. Ich habe es ja vorher bereits ein paar Male erfolglos probiert.

Medikamente
seit 2 Jahren 40mg Paroxetin
seit 17.02 30mg Paroxetin und100mg Opipramol(Insidon)
seit 01.03 25mg Paroxetin und 100mg Opipramol(Insidon
seit 06.03 22,5mg Paroxetin und 100mg Opipramol(Insidon
seit 11.03. 20mg Paroxetin und 100mg Opipramol(Insidon)

Mir geht es trotz absetzen jedoch gut, ich schlafe im Moment super und fühle mich auch nicht depressiv.
Ich glaube für mich, habe ich den richtigen Weg gefunden um vom Paroxetin wegzukommen.

Dir wünsche ich auch alles Gute, wenn Du noch Fragen hast kannst Du mir gerne schreiben.

Uschi

Verfasst: 13.03.2004 17:44
von Mya
Das klingt ja alles wirklich sehr übel.
Was habt ihr denn für Entzugserscheinungen?

Als ich Trimipramin genommen hatte und es absetzte fühlte ich mich 1-1 1/2 Wochen wie krank, hatte beschwerden wie bei einer Magendarmgrippe, war müde, gereizt, verwirrt.

Ist es bei Paroxetin ähnlich nur noch schlimmer?
Kommt es darauf an wie lange man ein Medikament nimmt und man bekommt von jedem AD Entzugserscheinungen wenn man es länger nimmt?

Entschuldigung, es passt vielleicht nicht so recht hier her, aber es interessiert mich sehr...

Viele liebe Grüße, Mya

Verfasst: 14.03.2004 10:54
von Jade
Hallo liebe Astrid ,liebe Uschi und klar auch liebe Mya,

Astrid,musste kurz lächeln,weil Du meine Beiträge mit Spannung verfolgst-lächel.
Ich hab eben letztes Jahr den Fehler gemacht,dass ich übergangslos zu Fluoxetin gewechselt habe und als das nicht klappte noch zu Trazodon.Ich denke mein Hirn war schon ganz wirr.
Also das war eben nix und ich für mich habe draus gelernt.
Und nun eben Schritt für Schritt und zur Not auch wieder 2 zurück.
Vielleicht schreibe ich auch mit 78 Jahren noch....bin nun wieder bei 12 mg.
Aber ich hoffe,sollte ich es nicht schaffen,dass sich die Medizin etwas gegen die Absetzproblematik einfallen lässt und auch gegen die sexuellen Nebenwirkungen der SSRI.Denn ich glaube,wären die sexuellen Nebenwirkungen nicht-ich würde vielleicht mein Tablettchen weiter futtern.Wer weiss.
Ich weiss nur,nach jedem TIIIIEEEEF kommt wieder ein Hoch und auch wenn man mal bei 30 mg war oder erhöhen muss-es geht auch wieder "abwärts."

Nun noch zum Insidon.
Ich kenne es und hab es ,bevor ich zu den ADs kam genommen.200mg am Tag.
Konnte es gut wieder reduzieren,es ging mir ok damit ,aber nicht so stabil wie mit Paroxetin.
Allerdings soll man anscheinend Paroxetin nicht mit Insidon nehmen(ich glaub Anne erwähnte es(Irgendeine Wechselwirkung??!!)

Nun frohes Bröseln

Jade

Verfasst: 15.03.2004 11:53
von Astrid
Hallo Jade,

wusste gar nicht, dass du schon 77 Jahre alt bist -lol.

Astrid

Verfasst: 15.03.2004 16:30
von Hippo
Haha, vielleicht haben wir dahin wenigstens die sexuellen Nebenwirkungen im Griff :lol:

Verfasst: 15.03.2004 23:10
von Jade
Hallo Astrid,hallo Hippo!!

werde im August 73....

Liebe Grüsse
Jade
aus der verdrehten Welt