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Welches medikament, empfehlungen ? letzten 3 schlugen fehl

Verfasst: 06.03.2004 14:05
von NewHope
hallo,

ich weiss das man im grunde keine empfehlung geben kann. alles wirkt bei jedem anders.

kurz zu mir:

durch einen vorfall und eine situation, in der ich mich fast 1 jahr befand. wurde mein leben komplett veraendert.

ich brach alle kontakte ab.
seit nunmehr fast 2 jahren bin ich arbeistlos und schliesse mich daheim ein (nicht im sinne von schloss davor gemeint)

will von keinem was wissen und bin seit der zeit auch arbeistlos.

dann vor ein paar monat kam son kleiner zusammenbruch, nur noch heulen , will nimmer.
dachte mir, nutz dieses "tief" jetzt aus geh zu einem arzt.

im grudne wollte ich nur herausfinden ob ich einfach nur ein faules , fettes stueck mist geworden bin (hab in den 2 jahren 40 kilo zugenommen, natuerlich auch nix mehr zum anziehen)
oder ich wirklich "schuldlos" bin ?

er sagte das erste mal das wort depressiv zu mir, entlastete ein bisschen meine "schuld".

im grunde , weiss ich ja was ich zu tun haette, bilde es mir ein. wieder in den sport gehen, endlich nich mehr hinterm pc verstecken u.s.w
aber ich kkaaaannnnnnnnnnn niiichtttttttt (will nicht ? )

lange rede kurzer sinn.

ersten 2 wochen -- paroxetin stand nur noch neben mir, es ging garnix mehr.

naechste 2 wochen (weiss den namen nicht mehr ) mit flu.. irgendwas
ich rannte nur noch hektzich durch die wohnung.

jetzt seit 2 wochen remergil (wirkstoff mirtazapin)

habe mich noch nie so agressive gesehen, bekomme das erste mal ersntahfte gedanken wenn ich beim geschirrspuelen ein messer in der hand halte.

was soll ich den nun machen ?

hatt einer gute erfahrungen mit etwas dem das oben genannte auch nicht half ?


please help

Verfasst: 06.03.2004 14:56
von Stipe
Citalopram hat mein Leben verändert! Bin wie neu geboren!

Verfasst: 06.03.2004 15:20
von NewHope
danke dir, ich werde es am montag auf jedenfall mal ansprechen beim doc.

was ich bis jetzt so sah, ist meisst auch immer die angst,panik im vordergrund. das habe ich ueberhaupt nicht.

ich frage mich natuerlich schon als, "so so, warum gehst du denn dann seit 2 jahren nicht mehr raus, nur schnell zum einkaufen ? "

hm, gute frage :lol: also angst oder so verspüre ich nicht.

Verfasst: 07.03.2004 12:59
von Dorothea
Hallo NewHope,

meinst du, du könntest dich zusätzlich zur Medizin auch zu einer Psychotherapie aufraffen?

Zum Thema Medizin bin ich nicht gerade die Fachfrau. Aber aus den Beiträgen anderer habe ich herausgelesen, dass bei manchen die "altmodischen" Antidepressiva besser helfen als die modernen. Hat dich dein Arzt darauf hingewiesen, dass man Antidepressiva zwei bis vier Wochen einnehmen muss, bevor sich etwas bessert?

Die "Antriebslosigkeit", die du beschreibst, kenne ich auch, und das ist ein richtiger "Klassiker" im depressiven Erleben (also nicht fett und faul :wink: ). Warst du beim Allgemeinarzt, ich meine, hast du dich auch körperlich durchchecken lassen? Es gibt körperliche Ursachen, die zu depressionsartigen Zuständen führen.

Wenn du so drinhängst, ist es schwer mit dem Wollen. Und es geht hier nicht um Schuld. Kümmere dich so weit es geht um dich.

Viele Grüße
Dorothea

Verfasst: 07.03.2004 14:03
von NewHope
danke dorothea :)

also... das ganze is ja so :? ich erzahels nicht so gerne weil gleich alles darauf geschoben wird.

ich habe eine drogenkariere hinter mir. also ehemaliger junky.
bin jetzt seit 5 jahren clean.

nach therapie fand ich in karlsruhe die NA (narcotics anonymous) die aus lauter ehemaligen besteht. war das beste was mir passieren konnte, endlich hoerte man, es ist normal sich wie dreck zu fuehlen wenn man sich 10 jahre lang wie dreck behandelt hatt. :wink: und es wird besser , tag fuer tag.

ich fing wieder mit sport an, war schon immer mein gesunder "ersatz".

ging auf wettkämpfe im tae kwon do, wurde 3. der landesmeisterschaften in karlsruhe.

ich war regionsbeauftragter der NA , so nennt man das halt, ich sprach auf conventions vor 450 leuten ueber mein leben, besuchte therapien und machte mut. ich war in der "bluete" meines lebens" :shock:

ich war zuvoe 13 jahre gipser stukkateur, immer wenn ich nach einer der insgesamt 12 entgiftungen wieder arbeiten ging, wurde ich rueckfaellig. es fing immer wieder mit alkohol auf dem bau an.

ich kömpfte dann 1 jahr fuer eine umschulung. ich musste ja darlegen das ich aus psychologichen gruenden nicht mehr in meinen alten beruf zurueckkann.

die psychologen und rehaberater sagten nicht nur ok, sie BEFÜRWORTETEN sogar mein vorhaben ... sportlehrer oder physiotherapeut mit ziel ---> später einmal sportler zu berteuen.

ich wurde ins bfw heidelberg geschickt um den beruf zu erproben.

ich traf da auf eine frau namens fatye, die in selbsgenähter kleidung aus dem 18. jahrhundert herumläuft.

ich wurde empfangen morgends mit kommentare wie.... sie wissen ja herr..... ich kann sie hier jeden tag rauswerfen.

vor allen leuten zerrte sie mich zum arzt 2 mal die woche und rief schoen laut im wartezimmer, der herr ... ist hier und moechte uk abgeben zur drogenkontrolle.

ich durchlief holzwerkstätten, buchhaltung, metalverarbeitung,kaufmannswesen. ich wurde nie auf den beruf, warum man mich ja hinschickte erprobt. auf mein fragen hin hiess es anfnags immer, man muss eben alle werkstätten durchlaufen und meins kommt noch.

iregendwann wurde es sogar mir zu bunt, ich stellte sie zur rede. sie gab mir durch die blumen zu verstehen was sie von leuten wie mich hällt. sie wird dafuer sorgen das ich in keinem sozialberuf arbeiten darf. :shock:

daraufhin ging ich zur ihrem vorgesetzten, dre wiederum gab mir zu verstehen, das jemand wie ich froh sein kann, wenn er ueerhaupt etwas machen darf.

ich suchte hilfe bei meiner rehaberaterin in karlsruhe, ich erfuhr dann das diese gut mit frau fatye befreundet ist.
mehr oder weniger vermittelte sie mir, dass das bfw mehr kompetenz haette und sie sich daher der meinung des bfw anschloss.

irgendwan dann in dem zeitraum, mit starten der tests, gutachten und erprobungen, die sich ueber 1 jahr erstreckten, muss es dann passiert sein.

heute zurueckblickend habe ich das gefuehl, ich habe mich dann von meinem koerper getrennt (verdammt jetzt geht des wieder los, *tempos hol* )

ich beschloss mich in mein "schicksal* zu fuegen.

ok... dann mach ich halt das teuerste und beste was der laden zu bieten hat und ich zeigs euch allen, ich schaff auch die pruefungen.
ich staretet die umschulung zum fachinformatiker fuer anwendungsentwicklung.

mittendrin musste ich mal abrechen weil ich monate fieber hatte, kein arzt wusste wieso. warum wohl ? :roll:

dann machte ich weiter und schloss die ausbildung im august 2002 ab. den rest erzaehlte ich ja schon.

was ich gerade merke ist, gestern habe ich nach meinem ersten post hier, erstmal 5 std geheult, gott sei dank wohnt meine freundin unter mir :D

hatte sowas noch nie. dachte der kopf platz, und eben gerade wieder, ich spuere hass und trauer, hass auf diese frau, trauer ueber den jungen in mir der doch nur leben moechte und seine träume verwirklichen.

eine ambulante therapie, ja 1000 pro. sind halt so lange wartezeiten.
ich telefonier mich morgen durch. die psychaterin wo ich bin, hatt 2 mal die woche offene sprechstunde.
sie bot mir schon an ich kann diese 2 tage in der woche nutzen und mit ihr therapie machen.
das bedeutet allerdings, um kurz nach 7 vor der tuer zu stehen, um 8 machen die auf, weil nur die ersten 3 drankommen dann an diesem vormittag

thanks fuers zuhoeren und endlich trauern duerfen :wink: