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trittico und xanor ein leben lang?

Verfasst: 23.02.2004 21:27
von nik
ich habe mitbekommen, dass in diesem forum leute "herumgeistern" die weitaus mehr ahnung von antidepressiva haben als die meisten ärzte (zumindest die bei denen ich war...)! also was haltet ihr davon, mein arzt hat zu mir gesagt, dass ich die tabletten wahrscheinlich ein leben lang nehmen muss! (das war nach einem jahr trittico + efectin)
ich habe mich damals damit abgefunden und mir nicht weiters gedanken darüber gemacht, weil er sagte, dass ich das wie eine herzerkrankung sehen muss und diese menschen nehmen ja auch ein ganzes leben lang ihre tabs. als zusatz muss ich sagen, dass ich nicht übermässig depressiv bin, und meine depression vorher - bis zu einem nervenzusammenbruch unentdeckt bleib.
also heute bin ich auf dem stand, dass ich meine tabletten nur wegen den euch sicher beannten nebenwirkungen absetzen will. sonst geht's mir eigentlich ganz gut :)
gibt's sowas überhaupt? ist jemandem bekannt, dass man diese chemie ein ganzes leben lang nehmen muss - oder ist das humbug?

Verfasst: 23.02.2004 22:04
von CloneX
Ich kann dir nur versichern dass der Spruch mit dem "ein Leben lang nehmen" ziemlich oft gebracht wird - ist ja auch am einfachsten: Gar nicht lange nach anderen Lösungen suchen: Patienten die Pillen geben und gut is. Für den Arzt einfach und profitabel. Da werden auch gerne Vergleiche mit Insulin gemacht... natürlich ist das ein Vergleich von Äpfel und Birnen.

Ich kann dir aber auch sagen, dass viele der Patienten heute sogar komplett ohne Pillen auskommen. Der Weg ist für viele nicht einfach, aber es ist machbar und lohnt sich.

Natürlich kann es auch sicher schwerdepressive Personen geben oder Menschen die vielleicht wirklich unter einem Stoffwechselstörung leiden - die unter Umständen für immer Medikamente nehmen müssen.

Sicher ist jedenfalls, dass du auch Wege finden solltest die einer Depression vorbeugen wie z.B. Sport, Fischöl oder was auch immer...

Verfasst: 23.02.2004 22:32
von karin
hallo,

habe xanor und trittico in ähnlicher dosis genommen. hatte panikattacken und dachte, dass mein hirn aussetzt. war offensichtlich überdosiert.

heute denke ich mir. dass jede krise, einen in seiner persönlichkeit wachsen lässt. meine krise hat eine vollkommene lebensumstellung mit sich gebracht.

werde das nächste monat gladem und trittico langsam ausschleichen, nehm zusätzlich magnesium (hilft prima gegen zittern - bei mir zumindestens), fischölkapseln und leaton aus der apothekte.
ich bin im moment zwar nervöser als sonst und meine augen sind trocken, aber das ist (aus eigener erfahrung) normal beim reduzieren von trittico.

lg,
karin

ps: sehr zu empfehlen www.lachyoga.de oder www.lachyoga.at
lachen tut der seele gut!!

danke!

Verfasst: 24.02.2004 10:38
von nik
danke für eure schnelle unterstützung und fachlich kompetente infostellung zu diesem thema!
werde mir einen guten zeitpunkt aussuchen um die medikamente ausschleichen zu lassen - denn ein leben lang will ich sie nicht nehmen :?
zur zeit bin ich noch nicht bereit dafür... vielleicht in ein paar monaten - da fallen dann einige belastungen (beruflich) weg.

Verfasst: 24.02.2005 17:06
von hoppetosse
hallo nik,

ich hatte das glück daß vor jahren mein neuer nachbar neurologe war, wir jetzt gute freunde sind.

1. xanor ist ein teufelszeug - eigentlich nur klinisch 2wo verwenden.
2.trittico ist ein glücksgriff - von 150 mg vor 2 jahren klinisch jetzt
10mg vor dem schlafen gehen - keine angst,depri mehr.

habe zwischenzeitlich komplett abgesetzt, kein entzug, jedoch mit minimaldosierung ist es entspannter - letzendlich läuft ja doch alles im kopf ab - hatte 1 jahr gesprächstherapie und autogenes training, sensationeller erfolg.

fazit:besser 1 pille als lebnslang quälen.

liebe güße
peter

Verfasst: 25.02.2005 17:37
von nik
witzig! genau ein jahr später bekomm ich eine antwort - bin noch immer auf den besagten AD - und mir geht's mittlerweile gut damit.

Happy Anniversary then ...

Verfasst: 25.02.2005 20:27
von Oliver
Hallo Nik.
Nik hat geschrieben:witzig! genau ein jahr später bekomm ich eine antwort - bin noch immer auf den besagten AD - und mir geht's mittlerweile gut damit.
Witzig! Dann bist Du mittlerweile wahrscheinlich schwer benzodiazepinabhängig ... Ich hatte Deine Posting voriges Jahr nicht gesehen, aber wenn Du wirklich nach einem Jahr immer noch Xanor (Alprazolam) nimmst, solltest Du Dir so langsam Gedanken machen wie Du davon wieder runter kommst, weil das wirklich mittlerweile bis zum letzten Dorfarzt vorgedrungen sein sollte, dass Benzodiazepine auf Dauer nicht helfen und eine starke körperliche Abhängigkeit verursachen.

Es gibt absolut null ernstzunehmende Beweise für die Annahme, dass es für irgendwen Sinn machen könnte, sein Leben lang Benzodiazepine, SSRI, Tca oder andere Psychopharmaka zu nehmen. Aber ich bin langsam müde das immer und immer wieder zu erzählen ... muss jeder selber wissen was er wem glaubt.

Alles Gute
Oliver

P.S.
hopetosse hat geschrieben:besser 1 pille als lebnslang quälen
... wenn's doch so einfach nur wäre ...

Kein Durchblick?

Verfasst: 25.02.2005 20:41
von Hannes Wien
Hallo Nick,

ich habe dein letztes Posting nicht ganz durchblickt nimmst du jetzt noch Alprazolam?

Wenn ja 50mg können nur schlicht und einfach ein Tippfehler sein denn das wären ja 1000mg=1g Valium. :cry:

Ein Benzo auf Dauer zu nehmen ist sowieso keine Lösung da man immer mehr braucht und immer depressiver wird.

Also wenn du noch Benzos nimmst helfe ich dir gerne die loszuwerden!

Liebe Grüße
Hannes

Verfasst: 26.02.2005 12:08
von nik
ich glaub, das war ein missverständnis in der signatur...
ich nehm schon lange kein xanor mehr.
hab geändert, damit's verständlicher ist :wink: