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 ! Nachricht von: Oliver

Dieses Forum ist im Ruhezustand.

Es hat sich eine neue Gemeinschaft aus Betroffenen und Angehörigen gegründet, die sich weiterhin beim risikominimierenden Absetzen von Psychopharmaka unterstützt und Informationen zusammenträgt. Die Informationen, wie ihr dort teilnehmen könnt findet ihr hier:

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Fluoxetin Nebenwirkungen

Hier lassen sich auch viele Erfahrungsberichte über das Absetzen von Antidepressiva und Benzodiazepinen finden.
Gesperrt
vivie
Beiträge: 44
Registriert: 28.07.2004 22:23

Fluoxetin Nebenwirkungen

Beitrag von vivie »

Seit einer Woche nehme ich 10 mg Fluoxetin. Ich habe mir das lange überlegt und damit angefangen, weil ich das Gefühl hatte, dass es so nicht mehr weitergehen kann.

Und jetzt geht es noch weniger weiter.
Ich bin noch depressiver als vorher.
Obwohl ich müde und schläfrig bin, kann ich seit 4 Tagen nicht mehr schlafen. Sobald ich nahe am Einschlafen bin, bekomme ich Herzrasen und ein Panikgefühl, obwohl ich damit bisher noch nichts zu tun hatte.
Ich kann fast nichts mehr essen, heule ständig oder starre vor mich hin.

Sind das Nebenwirkungen, die noch verschwinden werden oder sollte ich besser keine weitere Tablette mehr nehmen?

Das was ich geschrieben habe, klingt harmloser als der Zustand, in dem ich mich gerade fühle. Was soll ich bloß machen? Ich kann echt nicht mehr. Ich würde sogar in die Psychiatrie gehen, wenn ich nicht genau wüßte, dass mir dort auch keiner helfen kann.

vivie
Symptome: Depression, Essprobleme, Selbstverletzungsgedanken
Medikation: Paroxetin >> 4/2002 - 7/2004 >> (zwischen 10 und 30mg...)
Bisherige Absetzversuche: 8/2004 15mg Absetzversuch gescheitert wegen zu starker Entzugserscheinungen - auch nach drei Wochen noch sehr schlimm
Absetzverlauf: innerhalb eines Jahres von 15mg auf 5mg reduziert - sogar deutliche Absetzerscheinungen bei 2mg Reduzierung
am 12.8. abgesetzt von 5mg auf 0mg wegen Zeitmangel für weitere Minischritte) >> 2 Wochen stärkste Absetzprobleme - Dämmerzustand, Schwindel, Alpträume, Übelkeit, Schwitzen und Frieren, Hautjucken
Jetzt endlich paroxetinfrei!!!

[
darki
Beiträge: 65
Registriert: 31.10.2005 13:39

Beitrag von darki »

Hallo vivie,

ich nehm seit 14.11.05 fluoxetin....
Mir gehts jezt so ähnlich wie dir , ich bin ständig müde , hab probleme mit dem schlafen ,bin oft unruhig und bin noch depressiever als vorher.
Ich habe auch manchmal leichte Panikattacken,die sind aber in den lezten paar Wochen weniger geworden.
Ich denke schon das daß Nebenwirkungen sind, aber ob das mit der Zeit aufhört weis ich auch nicht.

MFG und noch gute besserung
fabian
Claudia_K
Beiträge: 3
Registriert: 05.01.2006 11:24

Ging bei mir vorbei

Beitrag von Claudia_K »

Hallo

ich nehme seit 2 Jahren Fluoxetin und ich kann mich noch sehr gut daran erinnern als ich sie das erste mal nahm.

Ich habe auch mit 10mg angefangen, nach ca. einer Woche wurden meine Ängste und Depressionen schlimmer. Ich konnte es kaum aushalten, bin immer zu jedem Arzt gerannt und ins Krankenhaus vor lauter Panik. Wusste nicht mehr wohin was ich machen sollte weil durch die Einnahme alles sooo schlimm wurde. War echt schlimm.

Meine Ärztin hatte mir aber gesagt, das dies vorbei ginge, durch die Einnahme gibt es eine kurze verschlechertung.

Nach ca. 3-4 Wochen gings mir wirklich etwas besser, und dann ganz langsam immer mehr.

Hoffe konnte die hierbei etwas helfen.
vivie
Beiträge: 44
Registriert: 28.07.2004 22:23

Habe das Fluoxetin abgesetzt

Beitrag von vivie »

Erstmal danke an Euch!

Ich hab mit dem Fluoxetin aufgehört, die Nebenwirkungen hab ich nicht mehr ertragen können. Als auch noch angefangen hat, dass ich ständig den Oberkörper hin und her bewegen musste, hatte ich noch mehr Angst vor dem Zeug.

Klaudia, ich frag mich wirklich, wie Du das 3 Wochen lang ausgehalten hast, ich hätte wirklich nicht einen einzigen weiteren Tag ertragen.

Wirklich gut gehts mir noch immer nicht. Aber das unerträglich depressive Gefühl mit Selbstmordgedanken, das Herzrasen und diese motorische Unruhe sind auf jeden Fall besser geworden.

Allerdings fühle ich mich alles andere als arbeitsfähig. Und das ist ein richtiges Problem. Denn ich arbeite selbstständig. Ich kann nicht krankgeschrieben werden und längere Zeit auzufallen wäre eine finanzielle Katastrophe.

Mittlerweile bin ich aber nahe dran, dass mir das völlig egal ist und das liebste wäre mir, ich könnte in eine psychosomatische Klinik gehen.
Hat das schon mal jemand von Euch gemacht?

vivie
Symptome: Depression, Essprobleme, Selbstverletzungsgedanken
Medikation: Paroxetin >> 4/2002 - 7/2004 >> (zwischen 10 und 30mg...)
Bisherige Absetzversuche: 8/2004 15mg Absetzversuch gescheitert wegen zu starker Entzugserscheinungen - auch nach drei Wochen noch sehr schlimm
Absetzverlauf: innerhalb eines Jahres von 15mg auf 5mg reduziert - sogar deutliche Absetzerscheinungen bei 2mg Reduzierung
am 12.8. abgesetzt von 5mg auf 0mg wegen Zeitmangel für weitere Minischritte) >> 2 Wochen stärkste Absetzprobleme - Dämmerzustand, Schwindel, Alpträume, Übelkeit, Schwitzen und Frieren, Hautjucken
Jetzt endlich paroxetinfrei!!!

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Volker
Beiträge: 9
Registriert: 04.08.2005 14:17

Psychosomatische Klinik

Beitrag von Volker »

Hallo Vivie,

Tut mir leid zu lesen, wie schlecht es dir geht.
Zu Deiner Frage: Bin auch selbständing und leider seit 25 Jahren mit depressiven Schüben behaftet. Seit ca 4 Wochen merke ich ( Trotz Mirtazapin) wie es wieder absolut abwärts geht.
Habe mich selbst in einer Klinik angemeldet ( geht gottseidank recht kurzfristig). Ich denke, es gibt Momente , wo alles andere
( Selbständigkeit) zweitrangig sind. Was nützt dir die Selbständigkeit, wenn Du nicht arbeitsfähig bist ?
Aus allem., was ich Deinen Zeilen entnehmen kann ( ich kann alles sehr gut nachvollziehen), würde ich Dir auf jeden Fall empfehlen, dich um eine Klinik zu kümmern. Für finanzielle Probleme gibt es auf jeden Fall immer Lösungen !!! Tatsache ist leider, je länger Dein Zustand unbehandelt bleibt ( damit meine ich nicht unbedingt Medikamente) , umso länger brauchst du, um wieder um zu "funktionieren", da spreche ich aus eigener Erfahrung.
Wenn Du mehr mehr über Kliniken wissen möchtest, kannst Du auch gerne eine Mail an mich direkt schreiben ( bei ADDF hinterlegt).
Ich wünsche Dir ganz viel Kraft und sei bitte sicher, auch wenns in dieser Phase nicht sichtbar ist, es geht wieder aufwärts!! :o

Liebe Grüße
Volker
darki
Beiträge: 65
Registriert: 31.10.2005 13:39

Beitrag von darki »

Hallo vivie,
ich hab heut beim surfen einen Text gefunden der gut zu dem Thema passt :



Bei den meisten Typen von Antidepressiva ist es zudem möglich, daß sie entweder gar nicht wirken, oder aber paradox wirken (der Betroffene wird noch depressiver als er schon ist).
Einige Antidepressiva von denen es heißt, daß sie nicht sedieren, bewirken dennoch Sedierung (Paradoxwirkung).
Erforderlich ist in jedem Fall ein individuellen ausprobieren aller Medikamente und das jeweils über eine längere Einnahmezeit.
Auch die Einnahmeverteilung über den Tag kann eine Rolle spielen. Bei einigen Patienten ist es - je nach Medikament - am günstigsten, wenn sie das Medikament aufgeteilt morgens, mittags und abends einnehmen, bei anderen ist es günstiger, wenn sie es nur morgens und abends nehmen.

http://www.beepworld.de/members3/depressionen/




Gruß fabian
2002/2003
Angstzustände,Depressionen,andauerndes nachdenken (soziale phobie)
nach 2 Wochen Zyprexa gewechselt auf
75 mg Zoloft am Tag ,ca. 1 Jahr lang
danach abgesetzt weil sich ziemlich vieles zum Guten geändert hat
seit ca. 01.06.05 wieder Zoloft 100 mg wegen einem Absturtz
August 2005 ca 3 Wochen Lorazepam Hochdosisabhängig
Absetzung von ca 15 mg - 41,5 mg am Tag (kam auf den Tag an) auf 0 mg an einem Tag
heftigste Absetzungserscheinungen
ca 01.09.05 bei bedarf Promethazin 25mg zum selbst dosieren
01.11.05 Zoloft ausgeschlichen
14.11.05 Fluoxetin 20mg eingeschlichen
21.11.05 Fluoxetin auf 40mg am Tag erhöt
12.12.05 Fluoxetin auf 60mg am Tag erhöt
17.01.06 Fluoxetin abgesetzt
17.01.06 Clomipramin eingeschlichen
Clomipramin abgesezt
Fluoxetin nochmal probiert bis auf 40 mg raufgeganen
aber nach kurtzem wieder abgesezt
19.06.06 1800mg Johanniskraut
Anaconda
Beiträge: 6
Registriert: 04.01.2006 18:20

Beitrag von Anaconda »

Hallo,

ich nehme seit 3 Monaten Fluoxetin (morgens 20 mg)

Eingeschlichen wurde auch mit 10mg. Ich spürte die ersten 3 Tage überhaupt keine Wirkung, weder positiv noch negativ.
Nach einer Woche hatte ich Magen-Darm Probleme (Durchfall,Übelkeit), das verschwand aber nach ein paar tagen wieder und war zum aushalten.

Ungefähr nach der 5.Woche verbesserte sich mein Gesamtzustand und meine depressiven Phasen verloren an "tiefe".

Insgesamt geht es mir mittlerweile einigermaßen gut -ich hab zwar noch depressive/hypomanische Phasen, aber sie sind etwas "gebremster" und längst nicht mehr so intensiv wie früher.


Beim Trimipramin war es anders, dieses wurde mit 12,5 mg eingeschlichen und nun bin ich bei 25mg.
Die 12,5 haben anfangs ganz schön "geknallt", ich war nur noch müde am nächsten morgen.

Mein Körper hat sich aber mittlerweile sogar schon an die 25mg gewöhnt und ich hoffe ich muss mit der Dosis nicht weiter hochgehen...
Gesperrt