Mein Weg durch die Wüste...ich bete!!
Verfasst: 27.12.2005 20:14
...tja, wie soll ich es beschreiben?
seit 1997 leide ich an schweren depressiven phasen. mein weg führte damals zum neurologen. ich weiß nicht mehr, was ich alles an medis in mich reingeknallt habe. von "a" wie "amitryptilin über "t" wie tavor bis "z" wie zoloft war wohl bald alles dabei. seit 2000 zusätzlich lithium (1200mg). irgendwie habe ich die phasen auch immer wieder überlebt. nur die nebenwirkungen, v.a. die gewichtsschwankungen, der tremor, die müdigkeit, die schlechte haut....sie ließen mich in guten zeiten immer wieder an den ad´s zweifeln. die schlimmste nebenwirkung jedoch bemerkte ich erst im letzten jahr. die unfähigkeit, gefühle auszudrücken, die äußere taubheit, obgleich es innerlich doch immer brannte. mit der folge, dass mein verhalten dazu führte, dass mich der wichtigste mensch meines lebens verließ. und neben einem arbeitsplatzverlust sollte mich das in die längste dedpression meines lebens führen, die bis heute anhält. trotz lithium und damals cipralex und mitazapin (früher neben so vielem auch TAVOR (!!) fiel und fiel ich immer weiter nach unten. ich begriff, dass ich zwar längere zeit ohne depris war, mich scheinbar "gut" fühlte, bemerkte aber nicht, dass mein zwischenmenschliches verhalten den bach runter ging! es musste was passieren. ein (bis dahin von mir verpöhnter psychotherapeut) sollte mir helfen. ein jahr war ich bei gleicher medikation bei ihm, bis er ein vernichtendes urteil fällte. "herr ...., ich kann sie und ihre not nicht spüren!!" sie müssen weg von den medis. sie müssen in stationäre therapie. und so begann ich einen weg, den ich gehen musste und muss und jeden tag zum lieben gott bete, ob es der richtige ist. ich bin 37, will irgendwann mal wieder im saft stehen, ohne medis meine depressionen überwinden/mit ihnen umgehen können, ohne einzubrechen....! ich also im juni diesen jahres für knapp 4 monate nach stuttgart in stationäre therapie. meine medikation danmals: 1200mg lithium, 20mg cipralex und 30mg mitazapin. mit aller macht drängte ich auf "tablettenentzug". eine harte zeit, eine lehrreiche. anstatt immer wieder die symptome zu betäuben, lernte ich endlich, wo die ursachen liegen. ein "gutes" gefühl. trotz all der harften therapie blühte ich auf. meine baustellen daheim und den liebeskummer, ich konnte daran natürlich nichts ändern. und als ich schließlich entlassen wurde, fiel ich wieder komplett nach unten. seit 04.10. bin ich nun wieder zu hause. tablettenfrei. mein damaliger therapeut nahm mich nicht mehr auf, weil die empfehlung der klinik, eine höher frequentierte analytische PT, nicht in seinem programm steht.
ach, ich lass es hier erstmal einfach so stehen. mich plagen natürlich die zweifel, ob es der richtige weg ist. aber eines ist gewiss: in 2005 werde ich keine tablette mehr nehmen, egal wie hoch mein leidensdruck ist. es klingt ein wenig verbissen, aber mein therapeut in der klinik sagte:"halten sie aus, so lange es geht. am ende ihres lebens wird es eine wertvolle fußnote sein!"
ich gebe nicht auf...und merke, wie dramatisch ich gerade werde....! ach, ich schrieb das so unkontrolliert hier rein. weiß gar nicht, ob ihr damit etwas anfangen könnt!!!
für alle hier: "VIEL KRAFT!!!"
lg, draft
seit 1997 leide ich an schweren depressiven phasen. mein weg führte damals zum neurologen. ich weiß nicht mehr, was ich alles an medis in mich reingeknallt habe. von "a" wie "amitryptilin über "t" wie tavor bis "z" wie zoloft war wohl bald alles dabei. seit 2000 zusätzlich lithium (1200mg). irgendwie habe ich die phasen auch immer wieder überlebt. nur die nebenwirkungen, v.a. die gewichtsschwankungen, der tremor, die müdigkeit, die schlechte haut....sie ließen mich in guten zeiten immer wieder an den ad´s zweifeln. die schlimmste nebenwirkung jedoch bemerkte ich erst im letzten jahr. die unfähigkeit, gefühle auszudrücken, die äußere taubheit, obgleich es innerlich doch immer brannte. mit der folge, dass mein verhalten dazu führte, dass mich der wichtigste mensch meines lebens verließ. und neben einem arbeitsplatzverlust sollte mich das in die längste dedpression meines lebens führen, die bis heute anhält. trotz lithium und damals cipralex und mitazapin (früher neben so vielem auch TAVOR (!!) fiel und fiel ich immer weiter nach unten. ich begriff, dass ich zwar längere zeit ohne depris war, mich scheinbar "gut" fühlte, bemerkte aber nicht, dass mein zwischenmenschliches verhalten den bach runter ging! es musste was passieren. ein (bis dahin von mir verpöhnter psychotherapeut) sollte mir helfen. ein jahr war ich bei gleicher medikation bei ihm, bis er ein vernichtendes urteil fällte. "herr ...., ich kann sie und ihre not nicht spüren!!" sie müssen weg von den medis. sie müssen in stationäre therapie. und so begann ich einen weg, den ich gehen musste und muss und jeden tag zum lieben gott bete, ob es der richtige ist. ich bin 37, will irgendwann mal wieder im saft stehen, ohne medis meine depressionen überwinden/mit ihnen umgehen können, ohne einzubrechen....! ich also im juni diesen jahres für knapp 4 monate nach stuttgart in stationäre therapie. meine medikation danmals: 1200mg lithium, 20mg cipralex und 30mg mitazapin. mit aller macht drängte ich auf "tablettenentzug". eine harte zeit, eine lehrreiche. anstatt immer wieder die symptome zu betäuben, lernte ich endlich, wo die ursachen liegen. ein "gutes" gefühl. trotz all der harften therapie blühte ich auf. meine baustellen daheim und den liebeskummer, ich konnte daran natürlich nichts ändern. und als ich schließlich entlassen wurde, fiel ich wieder komplett nach unten. seit 04.10. bin ich nun wieder zu hause. tablettenfrei. mein damaliger therapeut nahm mich nicht mehr auf, weil die empfehlung der klinik, eine höher frequentierte analytische PT, nicht in seinem programm steht.
ach, ich lass es hier erstmal einfach so stehen. mich plagen natürlich die zweifel, ob es der richtige weg ist. aber eines ist gewiss: in 2005 werde ich keine tablette mehr nehmen, egal wie hoch mein leidensdruck ist. es klingt ein wenig verbissen, aber mein therapeut in der klinik sagte:"halten sie aus, so lange es geht. am ende ihres lebens wird es eine wertvolle fußnote sein!"
ich gebe nicht auf...und merke, wie dramatisch ich gerade werde....! ach, ich schrieb das so unkontrolliert hier rein. weiß gar nicht, ob ihr damit etwas anfangen könnt!!!
für alle hier: "VIEL KRAFT!!!"
lg, draft