Frustrierende Erfahrungen bei Absetzerscheinungen
Verfasst: 29.10.2005 18:55
Hallo, ich muss mir mal meinen Frust von der Seele schreiben:
Nachdem ich 11 (!)Jahre Tagonis genommen habe – auf Anraten der Ärzte „prophylaktisch“ –bemerkte ich seit Beginn der Menopause vor ca. 3 Jahren einen kontinuierlichen Wirkverlust des Mittels, das ich gegen Depressionen und Panikstörungen bekam. Nach Ausschleichen von 30mg in wöchentlichen 5 mg Schritten, die schon der reinste Horror waren , bekam ich nach Absetzen der letzten 5 mg zum ersten mal in meinem Leben Selbstmordgedanken, nicht enden wollende Weinkrämpfe, elektische Schläge im Gehirn, Alpträume und merkte, dass ich in einen akuten depressiven Schub reinrutschte. Voller Panik guckte ich im Internet nach und fand dieses Forum, was ein großes Glück war, sonst hätte ich das nun folgende nicht ausgehalten. Ich nahm die letzte eingenommene Dosis erneut – 5mg – und nach 3 Tagen war die Akutsymptomatik weg.
Ich war noch bei 3(!) Psychiatern, die aber übereinstimmend der Meinung waren, dass es diese Absetzproblematik nicht gibt. Wenn die nur einmal das Wort Selbstmordgedanken gehört haben, wollten die mich sofort !!! in stationäre Obhut nehmen – richtig zugehört hat keiner, dass diese Gedanken durch die Wiedereinnahme schon längst wieder verschwunden waren. Vorgeschlagen wurde einhellig, auf Cymbalta umzusteigen. Meine Weigerung ihre „fachärztlichen“ Ratschläge zu akzeptieren wurde mit völligem Unverständnis quittiert. Ich bin total frustriert, dass es in der deutschen Psychiatrie nicht darum zu gehen scheint, dem Patienten in seiner speziellen Problematik zu helfen, sondern du wirst in ein Raster gefasst, aus dem du sofort rausfällst, sobald sie mit ihrem Lehrbuchwissen nicht weiterkommen.
In der Zwischenzeit bin ich – wie hier vorgeschlagen- auf Seroxat flüssig umgestiegen und habe die Dosis auf 4mg reduziert.
Beste Grüße, Jeannie
Nachdem ich 11 (!)Jahre Tagonis genommen habe – auf Anraten der Ärzte „prophylaktisch“ –bemerkte ich seit Beginn der Menopause vor ca. 3 Jahren einen kontinuierlichen Wirkverlust des Mittels, das ich gegen Depressionen und Panikstörungen bekam. Nach Ausschleichen von 30mg in wöchentlichen 5 mg Schritten, die schon der reinste Horror waren , bekam ich nach Absetzen der letzten 5 mg zum ersten mal in meinem Leben Selbstmordgedanken, nicht enden wollende Weinkrämpfe, elektische Schläge im Gehirn, Alpträume und merkte, dass ich in einen akuten depressiven Schub reinrutschte. Voller Panik guckte ich im Internet nach und fand dieses Forum, was ein großes Glück war, sonst hätte ich das nun folgende nicht ausgehalten. Ich nahm die letzte eingenommene Dosis erneut – 5mg – und nach 3 Tagen war die Akutsymptomatik weg.
Ich war noch bei 3(!) Psychiatern, die aber übereinstimmend der Meinung waren, dass es diese Absetzproblematik nicht gibt. Wenn die nur einmal das Wort Selbstmordgedanken gehört haben, wollten die mich sofort !!! in stationäre Obhut nehmen – richtig zugehört hat keiner, dass diese Gedanken durch die Wiedereinnahme schon längst wieder verschwunden waren. Vorgeschlagen wurde einhellig, auf Cymbalta umzusteigen. Meine Weigerung ihre „fachärztlichen“ Ratschläge zu akzeptieren wurde mit völligem Unverständnis quittiert. Ich bin total frustriert, dass es in der deutschen Psychiatrie nicht darum zu gehen scheint, dem Patienten in seiner speziellen Problematik zu helfen, sondern du wirst in ein Raster gefasst, aus dem du sofort rausfällst, sobald sie mit ihrem Lehrbuchwissen nicht weiterkommen.
In der Zwischenzeit bin ich – wie hier vorgeschlagen- auf Seroxat flüssig umgestiegen und habe die Dosis auf 4mg reduziert.
Beste Grüße, Jeannie