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Sehstörungen durch Antidepressiva

Verfasst: 08.09.2005 01:10
von zebolon
Hallo :)

Ich bin seit ca. 20 Jahren an Angstdepressionen erkrankt, welche zeitweise mit verschiedenen Psychopharmaka sowie unterschiedlichen Psychotherapien - mit mehr oder weniger Erfolg - therapiert wurden.

Seit ca. 8 Monaten werde ich mit den Antidepressiva Trevilor (150 mg/tag) und Notrilen (150 mg/tag) behandelt. Schon nach ca. 2 Wochen traten als Nebenwirkungen geringfügige Sehstörungen auf. Vor allem bei schlechtem Licht und auf Entfernungen von mehr als 3-4 Meter sah ich etwas unscharf. Schon kurze Zeit darauf wurden diese Sehschwächen stärker und ich ließ mir beim Optiker eine Brille (- 0,75 Dioptrin) verpassen.

Nach Aussagen meines behandelnden Psychiaters hätte ich vorerst auf die Brille verzichten sollen, da die Sehstörungen höchstwahrscheinlich in absehbarer Zeit wieder verschwinden oder sich zumindest verbessern würden.

Leider ist statt einer Verbesserung im Laufe einiger Monate eine weitere Verschlechterung meiner Sehkraft eingetreten. Nachts sehe ich mit meiner Brille nur noch dann richtig scharf, wenn ich die Augen fest zusammenkneife und so den einfallenden Lichtspalt verkleinere.

Seit 1-2 Monaten habe ich keine weitere Verschlechterung mehr bemerkt.

Ich habe im Web gelesen, dass der Zilliarmuskel welcher für die Krümmung der Augenlinse verantwortlich ist, sich durch die Einnahme bestimmter Medikamente (hauptsächlich scheinbar durch Antidepressiva) nicht mehr vollständig entspannen könnte und dadurch diese Fehlsichtigkeit hervorgerufen wird.

Da ich diese relativ hohe Medikamentendosis vorläufig auch weiterhin einnehmen soll mache ich mir langsam etwas Gedanken, ob bei einer etwaigen Dosisreduzierung überhaupt noch mit einem Rückgang der Sehstörungen zu rechnen ist.

Wäre echt ganz toll, wenn mir jemand dazu etwas mitteilen könnte!!!

Viele Grüße


Zebolon 8-)

Verfasst: 08.09.2005 02:28
von Hannes Wien
Hallo Zebolon, willkommen im Forum!
Seit ca. 8 Monaten werde ich mit den Antidepressiva Trevilor (150 mg/tag) und Notrilen (150 mg/tag) behandelt.
Um eine gute Aussage treffen zu können wie heißt der Wirkstoff von Notrilen!

Vorab liebe Grüße

Hannes

Sehen

Verfasst: 08.09.2005 08:40
von Dana
Hallo Zebolon,

das gleiche Problem hatte ich auch - ich hatte eine Sehkorrektur auf -1,25 Dioptrin (Kurzsichtigkeit - ich hatte somit Probleme über Dinge, die in der Ferne lagen wie Autofahren, Präsentation an der Wand in der Arbeit etc.) - ist aber keine Verkrümmung des Sehnervs wie bei "normaler" Kurzsichtigkeit, sondern das Zusammenspiel zwischen Gehirn und Auge war nicht korrekt.

Ach ja - ich habe Fluctin eingenommen - ist ein SSRI. Ich habe vor 1,5 Jahren damit aufgehört.

LG
Dana

Wirkstoff Notrilen

Verfasst: 08.09.2005 20:48
von zebolon
Hallo Hannes,

hier die gewünschte Info zu Notrilen.

Wirkstoff: Nortriptylin. 1 Filmdragée enthält 10 mg bzw. 25 mg Nortriptylin als Hydrochlorid.

Weiterführende Informationen solltest Du hier erhalten. Sofern der Link auch funkioniert

http://www.kompendium.ch/MonographieTxt ... MonType=fi
http://www.kompendium.ch/Monographie.as ... MonType=fi

Vielen Dank schon mal im Voraus!! :)

Ciau Heinz

Sehstörungen durch Antidepressiva - Wirkstoff von Notrilen

Verfasst: 09.09.2005 23:03
von zebolon
Hallo Hannes,

hier die gewünschte Info zu Notrilen.

Wirkstoff: Nortriptylin. 1 Filmdragée enthält 10 mg bzw. 25 mg Nortriptylin als Hydrochlorid.

Weiterführende Informationen solltest Du hier erhalten. Sofern der Link auch funkioniert

http://www.kompendium.ch/MonographieTxt ... MonType=fi
http://www.kompendium.ch/Monographie.as ... MonType=fi

Vielen Dank schon mal im Voraus!! :)

Ciau Heinz

Verfasst: 11.09.2005 23:42
von Hannes Wien
Hallo Heinz,

also ich denke, dass die Sehstörungen vom Venlafaxin stammen.

Man kann nicht sicher sagen, ob sie nach einer Zeit verschwinden oder nicht!

Das ist leider von Mensch zu Mensch verschieden.


Liebe Grüße

Hannes

PS.: sorry war am Wochenende nicht zu Hause!