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Trevilor doch erst JETZT in BRD für Panikattacken zugelassen

Verfasst: 18.08.2005 12:12
von amanda
Ich habe mal wieder im Internet etwas interessantes gefunden unter www.journalmed.de/links_zum_thema_aud.html vom 5.08.2005 DORT STEHT Trevilor jetzt auch in Deutschland zur Behandlung von Panikattacken zugelassen !!!!Der Artikel ist von Firma Weyth ! Ich hatte bereits vor einiger Zeit mal angefragt ob Trevilor schon eine Zulassung Zur Behandlung von Panikattacken hat ???Mir hatte nämlich ein Mitarbeiter von Weyth gesagt dass die Zulassung für Panikattacken erst 2006 aktuell ist. Mir wurde TODSCHLECHT als ich den Artikel gelesen habe.....z.B. bei unabhängigen Studien wurde Trevilor getestet!!!!Schön!!!!Ich war ein Patient dieser STUDIEN und habe nicht gerade positiv auf dieses Medikament reagiert. Ein anderer männlicher Patient hatte auch VERSTÄRTE PANIKATTACKEN unter diesem Medikament. Und eine weibliche Patientin hatte extremen Haarausfall. Einem weiteren männlichen Patienten hat es ebenfalls ausser leichten Nebenwirkungen nichts gebracht (Diagnose :generalisierte Angststörung und Depressionen) Er hat nur stärkere psychosomatische Schmerzen als vorher. Ich frage mich woher die POSITIVEN Studien kommen? Gruss AMANDA

Verfasst: 18.08.2005 13:54
von Hannes90XXX
Hallo amanda!

Dein Link geht leider nicht.

Hannes

Verfasst: 18.08.2005 18:22
von amanda
Verstehe ich nicht. Ich habe ständig Probleme mit den links. Ich habe es genauso wie es da stand abgeschrieben. Vieleicht kann jemand anderes den link reparieren! AMANDA

Verfasst: 18.08.2005 19:46
von Oliver
Hallo Amanda.

Habe versucht den Link zu finden, den Du meinst - ist aber alles in einem abgesicherten Bereich da. Markiere den Link doch mal mit der Maus, Drücke STRG+C und dann kopiere den Link mit STRG+V in Deinen Beitrag.

Oliver

Verfasst: 18.08.2005 21:15
von amanda
Hallo Oliver ich hatte schon mal geschrieben dass ich leider eine "NIETE" am PC bin. Ich schaffe das nicht den link zu kopieren...stöhn..wenn man bei google . Trevilor bei Panikattacken eingibt ist es der 7. Artikel auf der 1.Seite. Vieleicht kannst du den link kopieren. Im Voraus DANKE Gruss AMANDA Ps. ich glaube es wird höchste Zeit mal einen Computerkurs für Anfänger zu machen !

Verfasst: 19.08.2005 04:36
von PhilRS
Hi Oliver,
Oliver hat geschrieben:Habe versucht den Link zu finden ... aber alles in einem abgesicherten Bereich da
...aber da klar ist, worum es geht => no problem :sports:

Man google nur nach
venlafaxin site:journalmed.de

- und schwupp! - sieht man selbst als abgehärteter Mensch mit Erschrecken, dass JournalMed z.d.Z. >36.200 Fundstellen bringt.

(Wohl teils technisch bedingt, oder Google-Spamming, aber trotzdem ein Hammer = eine Venlafaxin-Hölle).


Such Dir was aus, oder finde es in 0,68 Sekunden sonstwo:
jm. hat geschrieben:Venlafaxin retard erhält Zulassung zur Behandlung der Panikstörung

Venlafaxin retard hat jetzt die Zulassung zur Behandlung der Panikstörung erhalten. Damit verfügt der selektive Serotonin-Noradrenalin-Wiederaufnahmehemmer über die bisher größte Indikationsbandbreite im Bereich der Angsterkrankungen aller modernen Antidepressiva.

Grundlage für die Erweiterung der Indikation sind verschiedene unabhängige Therapiestudien (...), in denen Venlafaxin retard (...) gegen Plazebo und Paroxetin (...) geprüft wurde. Im Vergleich zu Plazebo kam es unter Venlafaxin retard zu einer signifikanten Besserung der körperlichen und psychischen Symptome der Panikstörung (...). Dabei konnten schon in kurzer Zeit höhere Remissionsraten erzielt und die Häufigkeit der Panikattacken reduziert werden (...). Weiterhin gelang es, mit Venlafaxin retard (...) Krankheitsrezidiven erfolgreich vorzubeugen (...). Es bestand kein signifikanter Unterschied in der Effizienz zwischen Venlafaxin retard und Paroxetin. Die Ergebnisse wurden mit der PDSS (*), der PAAS (**) sowie dem CGI-I Score (***) erfasst.

Die aktuelle Studienlage zu Venlafaxin retard empfiehlt ein Einschleichen der Therapie über vier bis sieben Tage mit 37,5 mg. Diese Darreichungsform ist in Deutschland derzeit noch nicht erhältlich; die Zulassung wurde beantragt. Fachinformation und Beipackzettel werden derzeit aktualisiert.

Panikstörungen gehören zu den wichtigsten Angststörungen. Sie sind gekennzeichnet durch ein plötzliches, massives und wiederholtes Auftreten von Panikattacken mit weitgehend angstfreien Intervallen dazwischen. Eine Panikattacke besteht aus verschiedenen körperlichen und psychischen Symptomen, die abrupt auftreten und sehr schnell stärker werden können. Zu den wichtigsten Anzeichen gehören Herzrasen, Schwitzen, Zittern, Kurzatmigkeit, Atemnot, Erstickungsgefühle, Brustschmerzen, Übelkeit oder Magen-Darm-Beschwerden sowie die Angst, die Kontrolle zu verlieren oder sogar zu sterben. Dazu kommen Körpermissempfindungen, Hitzewallungen und Kälteschauer. Die einzelnen Anfälle dauern meist nur einige Minuten, danach sind die Patienten stark erschöpft; zwischen den Attacken werden sie verfolgt von der ständigen Furcht eines neuen Anfalls. Man unterscheidet zwischen Panikattacken mit und ohne Agoraphobie (...).

Die Wirksamkeit des selektiven Serotonin-Noradrenalin-Wiederaufnahmehemmers Venlafaxin retard (...) bei der Therapie der Panikstörung wurde in verschiedenen Studien geprüft. Dabei betrug die Dosis von Venlafaxin retard während der ersten vier Tage 37,5 mg täglich, gefolgt von 75 mg in den folgenden Wochen. Retardiertes Venlafaxin (...) führte in einer Langzeitstudie mit 26 Wochen Behandlungsdauer zu einer deutlichen Besserung der Beschwerden, verglichen mit Plazebo (...) und gemessen mit der PDSS (*) und dem ... (CGI-I-Score***). Weiterhin konnte gezeigt werden, dass es unter Venlafaxin retard zu einer Verringerung des Rezidivrisikos im Vergleich zu Plazebo kam (...). Dabei wurden Rezidive definiert als das Auftreten von zwei oder mehr Vollsymptom-Panikattacken (d.h. mindestens vier Symptome) pro Woche in zwei aufeinander folgenden Wochen, gemessen mit der PAAS (**).

Dass eine Vollremission (...) unter Venlafaxin retard schon in kurzer Zeit erreichbar ist, belegen zwei randomisierte, doppelblinde Kurzzeitstudien mit einer Behandlungsdauer von 12 Wochen an ambulanten Patienten mit Panikstörung, in denen Venlafaxin retard gegen Paroxetin und Placebo geprüft wurde. Die Patienten wurden in die folgenden Gruppen randomisiert: Venlafaxin retard (...) gegen Plazebo und Paroxetin (...). Es bestand kein signifikanter Unterschied in der Effizienz zwischen Venlafaxin retard und Paroxetin. Anhand der PAAS konnte weiterhin gezeigt werden, dass Venlafaxin retard die Häufigkeit der Panikattacken verglichen mit Plazebo signifikant reduziert. Die PAAS misst dabei die Häufigkeit, Durchschnitt, Dauer, Intensität und Typ der Panikattacken (...).

Die Pharmakotherapie mit Antidepressiva ist neben der oft begleitenden Verhaltenstherapie die wichtigste Therapieoption, mit der nach umfassender Diagnose frühzeitig begonnen werden sollte. Da die Rezidivgefahr bei dieser Erkrankung sehr hoch ist, sollte auf eine mehrmonatige längerfristige Erhaltungsphase geachtet werden. Die meisten Patienten mit Panikstörungen leiden gleichzeitig an Depressionen und anderen Angsterkrankungen. Mit der Zulassungserweiterung für retardiertes Venlafaxin ergibt sich die Möglichkeit, den größten Teil dieser Patienten effektiv und kostengünstig mit einer Substanz zu behandeln.

(Referenzen: (1) (2) (2a))

Kasuistik
Im Rahmen der diesjährigen Tagung der American Psychiatric Association (APA), Atlanta, 21. bis 26. Mai 2005, wurden zusammen mit Ärzten aus Klinik und Praxis ausgewählte, aktuelle Anwendungsbeispiele von Venlafaxin in der täglichen Praxis diskutiert.

Das Fallbeispiel Panikstörung: 65-jährige Patientin mit Panikstörung und Agoraphobie
Anamnese Die Patientin litt seit drei Jahren unter Panikattacken, die mit einem schweren Trauma assoziiert waren.
Therapie Die Patientin war zunächst in psychotherapeutischer Behandlung (verschiedene Hypnotechniken), die jedoch keine Wirkung zeigte. Im Rahmen der Therapie entwickelte die Patientin zusätzlich schwere depressive Symptome und Suizidgedanken, sie berichtete über starke Familienprobleme und Ehekonflikte.
Therapie mit Venlafaxin Therapie mit Paroxetin (Seroxat®) bis 6 mg/d, Sertralin (Zoloft®) bis 200 mg/d, Venlafaxin (Trevilor retard®) bis 225 mg/d. Bei einer täglichen Gabe von 225 mg/d Venlafaxin retard kam es zu einer deutlichen Stabilisierung, die jedoch noch nicht ausreichte, so dass Lithium-Augmentation und begleitende Psychotherapie eingesetzt wurden.
Fazit der Diskussion Diese Kasuistik zeigt die gute und wirksame Kombination von Venlafaxin und Lithium. Die Diskussion bestätigte die Möglichkeit der Therapie mit Venlafaxin, auch wenn dieses im unteren Bereich, der Metabolit jedoch im oberen Bereich liegt.

Quelle: Wyeth
<hr>
(*) Panic Disorder Severity Scale
(**) Panic and Anticipatory Anxiety Scale
(***) Clinical Global Impression Score
Also - so oder so ähnlich liest sich das. Die "üblichen Verdächtigen" - wie oben das Billig-Werbe-Wurst-Sammelsurium JournalMed - geben halt die Pressedesinformation von Wyeth wieder. ...nichts Besonderes, leider.

<hr>
Was die Frage der Zulassung angeht: Hier ist TREVILOR retard gemeint. Das hatte die Zulassung für "Generalisierte Angststörung" schon mindestens seit 2000 - laut meiner alten Gelben Liste vom 3.Qu. 2000.

-> Was dann diese Meldungen sollen, bleibt völlig unklar - außer wenn man es als hinterhältige Reklame ansieht, was sowieso der Regelfall ist.
  • Meine Tipps zur Lösung des Rätsels:
  • Es geht wohl um irgendeine US-Zulassung oder so. Die US-Fachinfo ist als "Version 07/05" überarbeitet worden, da steht Angst-Zeug als zugelassene Anwendung drin.
    (Keine Lust den Änderungstermin exakt zu checken, lohnt nicht!)
  • Wichtiger: Es gab viele Negativ-News zuletzt, v.a. über Suizide unter Venlafaxin & Co.

    Ich nehme mal ganz stark an, dass Wyeth hier einfach was gegensetzen wollte, "ausbügeln" -> im Vertrauen darauf, dass eh keiner nachschaut, was dahintersteckt...
  • ...ein ganz alter Trick.
Cool bleiben!

Gruß von
-PhilRS.

ps: alles auf JournalMed steht im Google-Cache, der "Login-Zwang" ist nur Fake.

Verfasst: 19.08.2005 08:37
von amanda
Hallo PhilRs DANKE dass du dir so viel Mühe gemacht hast mit dem Artikel. Ich verstehe nur bis heute nicht dass ein Mitarbeiter der Firma Weyth zu mir am Telefon gesagt hat (nachdem ich ihm meine schrecklichen Nebenwirkungen aufgezählt hatte) ....: UND AB 2006 ist Trevilor AUCH IN DEUTSCHLAND ZUR BEHANDLUNG VON PANIKATTACKEN zugelassen !!!! War dieser Mann UNFÄHIG oder ist es tatsächlich so dass 2003 noch Studien liefen um die Zulassung für Deutschland zu erhalten. Merkwürdig. merkwürdig AMANDA