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Trostsuche

Verfasst: 05.08.2005 14:19
von Rina
Hallo!
Ich bin ja so generft. Seit Wochen versuche ich Paroxetin von 15mg auf 14mg zu reduzieren. Es ist nicht zu fassen, aber es kommt Übelkeit auf und diese Adrenalinschübe, die mir die Luft nehmen. Wie wenn man sich ganz schlimm erschrocken hat, unter Schock steht, aber hier ohne wirkliches Schockereignis. Doch, eines gab es kürzlich. Ich bin durch ein schweres Gewitter geflogen und die Maschine hat es so dermaßen durchgeschüttelt ewige 5 min lang, dass ich jetzt wirklich Grund habe traumatisiert zu sein. Als ich schon gelandet war, noch eine Stund nachher hatte ich das Bedürfnis Tavor zu nehmen. Ich bin einfach nicht "runter gekommen". Ich fühle mich geistig und emotional gespalten von meinem Körper. Mein Körper lässt mich Angst empfinden, wo nichts Anlass dafür gibt. Kann mir vielleicht jemand Mut machen? Ich habe Angst von Tavor abhängig zu werden.
Ich nehme Omega 3 Kps. und Vit. B komlex und pflanzl. Präp. zur Entzugsunterstützung. Ich will nicht glauben Tryptophan nehmen zu müssen. Es würde die Serotoninmangelthese untermauern, wo ich fest glaube, meine Symptome sind ausgelöst vom Paroxetinentzug. Ich bin verzweifelt.
LG Katharina :(

Verfasst: 07.08.2005 10:21
von Lotus
Hallo Rina,

hast Du schon mal daran gedacht, eine Psychotherapie zu machen?

Gruß,

Lotus

Verfasst: 07.08.2005 18:17
von Rina
Hi Lotus!
Ja ich bin in Therapie, auch wenn es nicht zu meiner Zufriedenheit läuft, denn ich bekomme seit 1Jahr noch immer keinen festen Therapieplatz, steh auf der Warteliste, hatte bisher 5 Sitzungen und muss immer auf einen sporadischen Anruf warten, falls jemand anderes seinen Thermin nicht wahrnehmen kann. Die Suche nach einem anderen Therapeuten ist aussichtslos, alle haben Wartezeiten. Auch die privaten Ps.th.. Ich habe einige Bücher gelesen über den Umgang mit Panik. Aber ich konnte mich nur schwer mit der dort beschriebenen Problemsituation identifizieren. Meine Panik fing an in schlimmem Stress, wo ich sehr lang auch unter Druck stand, etwas tun musste, was ich nicht wollte, unglücklich war. Doch seit März hat der Spuk ein Ende, ich genieße das Leben wie nie zuvor, bin in meiner Beziehung, meiner Arbeit zufrieden. Seelisch ging es mir nie besser. Ich habe viel gearbeitet an mir, viele Herangehensweisen an Probleme geändert, Einstellungen überdacht... . Ich habe keine Angst vor etwas bestimmten, nicht vor Menschen, nicht vorm Alleinsein. Ganz einfach ohne ersichtlichen Grund bekomm ich sie aber, wenn es mal ein bissl chaotisch ist. Und ich glaube irgendwie,dass es am Entzug liegt. Ich muss geduldig sein, ge? Ich trau mich nicht schwanger zu werden.
LG Katharina

Verfasst: 08.08.2005 03:10
von Lotus
Hallo Rina,
Du hast also schon von 30 mg Paroxetin auf 15 mg reduziert. Alle Achtung!
Vielleicht schaffst Du den Rest, wenn die Psychotherapie richtig läuft. Leider ist es schwierig, die Absetzsymptome von den Symptomen der Krankheit zu unterscheiden.
Ich hatte zwar auch Angst, aber die Symptome der Depression waren weit schlimmer. Als ich jetzt das Paroxetin abgesetzt habe, bekam ich genau die Symptome, die Du als Deine Krankheit beschreibst, obwohl ich vorher nie Angstsymptome hatte.
Aber auch beim Absetzen heißt es halt Geduld haben, und wirklich erst dann weiter reduzieren, wenn Du Dich sicher fühlst.
Schwangerschaft und Paroxetin gleichzeitig ist bestimmt nicht gut für das Kind.
Gruß,

Lotus

Verfasst: 08.08.2005 08:55
von CloneX
Hallo Rina,

Übelkeit und Adrenalinschübe kenne ich auch vom Absetzen. Auch die erhöhte unbegründete Angst kann vom Absetzen kommen.

Vielleicht möchtest du etwas mit dem B-Vitaminen zurückfahren, denn die können einen noch unruhiger machen. Gleiches kann für Thrytophan gelten. Eigentlich alles was in den Serotoninhaushalt eingreift oder die Nerven "belebt".

Letztendlich muss natürlich jeder mit sich selbst ausmachen ob er einen Rückfall erleidet oder es Entzug ist. Solange jedenfalls noch relativ eindeutige Entzugssymptome herschen, kann man einen Rückfall nicht eindeutig bestimmen - den im Entzug ist man oft nicht sich selber.