Seite 1 von 1
Langzeit-Absetzsymptome
Verfasst: 02.12.2003 13:54
von Götz
Guten Tag, Euch Allen,
ich bin jetzt schon volle 4 Monate Paroxetinfrei, habe aber immer noch brutale Entzugssymptome. Teilweise brech ich ganz zusammen und bin nicht mehr fähig noch irgend etwas zu machen. Nur ganz wenige Tage an denen ich mich relativ gut fühle, lassen mich hoffen, daß irgendwann der Entzug zu Ende sein wird. Wie lange ich das noch durchhalte weiß ich nicht. Außerdem meine ich immer mehr, daß meine ursprünglichen Symptome - vor Parox Einnahme - zurückkehren und dies macht mir große Angst. Was mach ich dann?
Hat jemand Erfahrung mit Entzugserscheinungen nach so langer Zeit? Wie lange kann das noch gehen?
(Ich nehme Fischöl, mache Akkupuntur, kein Gapefruitsaft)
Wie geht ihr eure ursprünglichen Symptome nach dem Absetzen der SSRI´s an? Oder sind die plötzlich nicht mehr vorhanden?
Ich freue mich auf eure Antworten und Vorschläge.
Gruß Götz
Verfasst: 02.12.2003 14:57
von venustus
Hallo Götz,
ich würde Dir eine konsequente Körperentgiftung empfehlen!
Z.B. mit Detox oder mit Total Cleanse von Supplementa
(
www.supplementa.com)
Zusätzlich Blutreinigungstee (aus der Apotheke).
>und in dieser Zeit keinen Alkohol, kein Nikotin, keinen Zucker, kein Weißmehl, dafür aber 3 Liter Wasser pro Tag!
Außerdem einen hochdosierten Vitamin-B Komplex sowie Magnesium und Calcium 1000 mg (getrennt voneinander einnehmen).
Super gut sind auch Seguin-Plaster zur Entgiftung (
www.seguin.com)
Wenn Du das hinter Dir hast (nach ca. 3 Wochen) würde ich um die Grund-
erkrankung zu bekämpfen entweder NADH oder Johanniskraut einnehmen.
Es gibt immer eine Möglichkeit!!!!
Liebe Grüße
Andrea
Verfasst: 02.12.2003 15:26
von Hippo
Tja, das wird immer ein schmaler Grat bleiben, diese Frage, was sind Absetzsymptome, was sind "ursprüngliche" Symptome.
Ich denke, daß Du am besten beurteilen kannst, welche Symptome Du vorher schon hattest und welche neu hinzugekommen sind. Die meisten Ärzte würden sowieso sofort sagen "ursprüngliche Krankheit" und zur Wiedereinnahme raten. Letztendlich gibt es für Dich nur die Möglichkeit, weiter durchzubeissen (...leicht gesagt, gell) oder, wenn es Dir weiter schlecht bzw. schlechter geht, wieder über eine Einnahme (evtl. auch eines anderen Medikaments) nachzudenken...
Verfasst: 02.12.2003 16:35
von CloneX
Hallo Götz,
Du bist nicht allein. Auch nach so langer Zeit noch Absetzungssymptome zu haben ist nicht soo selten. Ich bin jetzt seit 6-7 Monaten "clean" und habe trotzdem noch viele Entzugssymptome (ich finde das passt bessser als Absetzungssymptome).
Man kann leider nicht sagen wie lange es dauert. 4 wochen. 4 Monate. 14 Monate.
Verstehst du Englisch ? Paroxetin wird in Amerika/England als Paxil vermarktet. Es gibt da viele Foren mit Betroffenen. Vielleicht willst du dich mal hier umgucken:
http://www.paxilprogress.org . Dann wirst du schnell sehen, dass du nicht alleine bist.
Das unter dieser enormen Belastung ursprüngliche Symptome wieder auftauchen scheint zumindest logisch. Um ehlich zu sein, ich war noch nie so gestresst wie jetzt nach dem Absetzen. Trotzdem sind auch viele Symptome alleine dem Entzug zuzuschreiben. Zum Beispiel gibt es Tage da brech ich total zusammen, oder Tage wo ich so benommen bin, dass ich kaum noch denken kann, und dann gibt es wieder bessere Tage.
Remergil hat mir geholfen. Heute bezeichne ich es nur noch als Gift.
Aber da müssen wir durch.
Verfasst: 02.12.2003 18:09
von nettchen
Hallo Götz,
auch ich kenne die Entzugssymptome nach dem Absetzen. Auch ich habe Paroxetin im April diesen Jahres abgesetzt, nach 11/2 Jahren Einnahme. Zu der Zeit wußte ich recht wenig über die SSRI´s. Es folgte eine fünfmonatige Tortur, bis ich mich im August wieder entschloß das Paroxetin zu nehmen, da ich es einfach nicht mehr ausgehalten habe.
Ca. eine Woche später ging es mir wieder gut. Als ich dann später durchs Internet chattete stieß ich auf diese Homepage und bin jetzt sehr froh darüber. Denn nun weiß ich, dass es nicht meine Angst war, die wiedergekommen ist. Mittlerweile bin ich wieder beim Absetzen. Allerdings bin ich jetzt erst bei 20 mg. Aber ich habe ja Zeit.
Ich möchte dir nur sagen, versuch es so lange du kannst ohne dieses Zeug auszuhalten. Hätte ich damals gewußt, dass das Absetzerscheinungen waren, hätte ich vielleicht länger durchgehalten

oder auch gar nicht erst wieder damit angefangen

.
Ich weiß, es ist wirklich keine Große Hilfe zu sagen das das vorbeigeht

, aber hier sind soviele Mitglieder die das immer wieder beschreiben.
Ich wünsch dir auf jeden Fall viel Kraft

für die nächste Zeit und laß es uns wissen, wie es dir geht.
Liebe Grüße Nettchen !
Verfasst: 04.12.2003 09:24
von Linda
Ich habe von vielen Menschen mitbekommen, dass sie sogar ein gutes Jahr andauern können. Es wird aber stetig besser - nur Mut. Und ich schließe mich Andreas Empfehlungen über ganz einfache aber wirkungsvolle Ansätze wie gesunde Ernährung, frische Luft und Bewegung an.
Liebe Grüße
Linda