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Es hat sich eine neue Gemeinschaft aus Betroffenen und Angehörigen gegründet, die sich weiterhin beim risikominimierenden Absetzen von Psychopharmaka unterstützt und Informationen zusammenträgt. Die Informationen, wie ihr dort teilnehmen könnt findet ihr hier:

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Mirtazapin und Gewicht

Hier lassen sich auch viele Erfahrungsberichte über das Absetzen von Antidepressiva und Benzodiazepinen finden.
Gesperrt
denker
Beiträge: 47
Registriert: 01.07.2005 10:52

Mirtazapin und Gewicht

Beitrag von denker »

Liebe Leute,
ich hab Frust. Habe ungefähr 6 Monate Mirtazapin (30 mg) genommen und in diesem Zeitraum ca. 10 kg zugenommen. Habe dann im Laufe des März das Mirtazapin erfolgreich ausgeschlichen und seitdem noch weitere 2 kg zugenommen. Andere haben geschrieben, dass nach dem Absetzen des Mirtazapin ihr Gewicht wieder ganz von selber runtergegangen ist. Bei mir ist das nicht der Fall. Ich achte jetzt auch wieder mehr auf meine Ernährung und esse nicht mehr als früher. Diese Fressanfälle wie unter Mirtazapin hab ich auch schon lange nicht mehr. Trotzdem bewegt sich nichts.
Warum nimmt man von dem Zeug überhaupt zu? Wassereinlagerungen? Verlangsamter Stoffwechsel? Fressattacken? Alles zusammen?
Wer hat einen Tipp für mich? Möglichst einen ohne das böse Sp***-Wort!
Danke und Gruß
Denker
Dunja40
Beiträge: 37
Registriert: 07.04.2004 13:53
Wohnort: Nürnberg

Hallo Denker

Beitrag von Dunja40 »

- hallo Leidensgenosse. Auch ich habe im Laufe der Einnahme von REMERGIL zugenommen. Ich hab es insgesamt ca. 1 1/2 Jahre lang genommen und über 20 kg zugenommen. Seit April habe ich jetzt endgültig (nach langsamem Ausschleichen) aufgehört - und seitdem gut 8 kg - wie von selbst - wieder abgenommen. Moment stehe ich da aber auch. Aber ich fühl mich schon sehr sehr viel wohler! Ich hab festgestellt, dass meiste waren Fett- u. Wassereinlagerungen. Sah man an den Dellen und am dem verquollenen Fleisch :lol: an Gesäß und Oberschenkeln.
Das ist schon wesentlich besser.
Ich habe auch eine Verbindung zwischen der Einnahme von REMERGIL und Schilddrüse festgestellt. Ich habe Hashimoto, d.h. eine chronische SD-Entzündung - fiel dann unter Einnahme von REMERGIL in eine Unterfunktion - und zwar in eine Satte ! Musste dann SD-Hormone (Euthyrox) einnehmen; die Werte haben sich dann zwar gebessert - mein Gewicht allerdings nicht (naja, wenigstens hab ich dann nicht mehr zugenommen!). Seit ich jetzt ganz mit REMERGIL aufgehört habe, hab ich meine Werte nochmal überprüfen lassen - und stagniere bei meinen leichten UF-Wert. Ich habe nun beschlossen, meine Euthyrox-Dosis ein ganz klein wenig zu erhöhen - und schon merke ich, gehts wieder etwas bergab mit dem Gewicht. Denke, es kann definitiv ein Zusammenhang zwischen Einnahme REMERGIL und SD-Werten liegen. Werd allerdings noch nicht ganz schlau daraus. Da hilft nur, immer wieder Werte nachsehen lassen (so ca. alle 3 Monate), Dosis von SD-Tabletten anpassen und sich nach Deinem Befinden richten. Wenn Du dich schlapp fühlst, müde und nicht an Gewicht verlierst, jetzt wo Du abgesetzt hast, könnte es schon sein, dass Deine SD-Werte etwas außerm Rahmen liegen. Laß einfach mal nachsehen!
So, hoffe, Dir etwas Einblick gegeben zu haben, zumindest welche Erfahrungen ich in diesem Zusammenhang gemacht habe.
Wünsche Dir weiterhin viel Erfolg mit dem Absetzen der AD.

Lb. Gruß
DUNJA40
Angst- u. Somatisierungsstörung!

seit August 2003 REMERGIL 30 mg,
seit 1.1.04 R. 15 mg,seit 6.2.04 R 15 alle 2 Tage
seit 23.3.04 R 15 -alle 3 Tage, seit 4.4.04 ohne!
ansonsten EUTHYROX 75!
SEIT 11.5.04 wieder 15 REMERGIL - leider!
ab 24.6.04 alle 2 Tage 15 mg R. - über 1/2 Jahr lang also nur jeden 2. Tag ne 15er Tab
ab 17.02.05 REMERGIL flüssig; 0,5 ml (= 7,5 mg) R. tägl.;
ab 23.02.05 R. flüssig 0,4 ml (= 6 mg) tägl.;
ab 10.03.05 R. flüssig 0,3 ml (= 4,5 mg) tägl.;
ab 24.03.05 R. flüssig 0,2 ml (=3 mg) tägl.;
ab 08.04.05 R. flüssig 0,1 ml (= 1,5 mg) tägl.;
seit 22.04.05 OHNE !!!

erneute Einnahme 15 mg Remergil seit Juni 07 (8 Monate) - schleichend abgesetzt! letzter Brösel: 17.03.08 !!! OHNE

vorübergehend ab 19.07.2008: wieder 1/2 Remergil = 0,75 mg (3 Monate), Ausschleichen - Abgesetzt am 8.10.2008
denker
Beiträge: 47
Registriert: 01.07.2005 10:52

Beitrag von denker »

Danke Dunja,
das bringt mich schon weiter. Meine Frau hat auch Hashimoto und von daher kenne ich mich da ein bisschen aus. Die Referenzwerte für die Schilddrüse sind in Deutschland wohl teilweise unrealistisch. Kennst du deine Werte, insbesondere den TSH? Meine Frau fühlt sich erst unterhalb von 1 wohl, wobei der Referenzbereich bis mindestens 4 geht! Deine Abnehmerfahrungen scheinen auch zu bestätigen, dass die Schilddrüse noch nicht optimal eingestellt ist.
Unter:
http://www.ht-mb.de/forum/
findest du ein sehr aktives Forum zur Problematik.
Danke und Gruß
Denker
Gesperrt