Erfahrungen mit MAO Hemmern (Moclobemid)?
Verfasst: 02.12.2003 11:34
Liebe Mitglieder, nachdem ich mich im "bin neu hier" forum schon vorgestellt habe, hoffe ich, dass auch jeman den Beitrag gelesen hat.
Wie dort beschrieben nehme ich zur Zeit, also seit ca. 2 Monaten oder länger ein Antidepressivum namens Moclonorm 150mg.
Da ich bis zu dem Zeitpunkt, als ich durch einen Familienstreit in diese Stimmungen verfiel, so gut wie nichts über Depressionen und die Medikamente wusste, bin ich im Grunde auch jetzt nicht viel schlauer, außer das ich jetzt leider weis wie sich das anfühlt.
Zu Anfang der medikamentösen Behandlung, bekam ich erstmal Nebenwirkungen, wie Kopschmerzen, extreme Müdigkeit, Abgeschlagenheit, Schmerzen im ganzen Körper und Reizbarkeit. Das war echt schlimm für mich, aber hielt nur ein paar Tage an. Das schlimmste war die Erwartungshaltung, bis zur Wirkung. Nach ca. 2 Wochen, war ich dann einen Tag, einfach perfekt. Ich fühlte mich wohl, hätte Bäume ausreißen können, redete mit jedem und war einfach gut drauf. Nach und nach war dieses Gefühl öfters mal da, aber nie dauerhaft und niem mehr so intensiv. Das schlimme ist jedoch der Zeitraum zwischendrin. Ich bin dann immer extrem gereizt und möchte eigentlich nur meine Ruhe haben. Dann habe ich teilweise auch Angst vor mir selbst bzw. davor jemanden (wenn auch nur verbal, was schlimm genug ist) zu verletzen. Die Gedanken kreisen immer darum, dass die Dinger wohl doch nicht so wirken und es nie besser wird. Fairerweise muss ich zugeben, dass es mir seit letztem Montag gut ging. Da jedoch war ich überhaupt nicht gut drauf, war erst gereizt, grübelte dann wieder extrem und heulte anschliessend.
Heute ist nun wieder so ein Tag. Vorhin war ich gereitzt und wollte meine Ruhe, jetzt bin ich niedergeschlagen und fühle mich auch körperlich unwohl, verspannt und mir ist schlecht. Im Grunde bin ich mit dem Medikament recht unzufrieden, was zusätzlich daran hängt, dass ich das Gefühl habe, trotz der Aussage des Therapeutens, an Gewicht zuzunehmen. Ich hatte im beim letzten Termin auch gesagt, dass das ganze zu holprig läuft. Nur wollte er es nochmal versuchen.
Ein goßes Problem ist auch, dass ich immer noch nicht so recht Vertrauen zu ihm gefasst habe, und ihm nicht alles sage, bwohl ich weiss, dass das wichtig ist.
Das letzte Mal wollte er mir eigentlich die stärkere Dosis geben, gab mir aber wieder die gleiche als Muster. Da traute ich mich natürlich nicht nochmal nachzufragen und rief bei Infomed an, die mir sagtenich soll die selbe Menge wie vorher nehmen. Ob das ein Fehler war weis ich nicht.
Bei der Wirkung ist auch interessant, dass ich sobald ich das Gefühl bekomme, nichts mehr tun zu müssen, d. h. keine Aufgabe habe, oft wieder in diese negative Stimmung verfalle.
Ich vergleiche das gerne mit einem Warnsystem. Da geht dann sowas wie ein Alarmlicht an, dass sagt "Vorsicht, System läuft instabil". Klingt vielleicht blöde ist aber leider so.
Manchmal kann ich mich mit viel Kraftaufwand vor dem "Zusammenbruch" retten, aber das klappt nicht immer.
Zusätzlich bekomme ich in letzter Zeit beim Autofahren, regelrechte Panikattaken (Mitfahrer), was mir auch Sorgen macht.
Ich wäre froh, wenn mir jemand seine persönlichen Erfahrungen mit dem Medikament mitteilen könnte und vielleicht auch wenn es eine bessere Alternative gibt.
Heute Abend habe ich den nächsten Termin beim Therapeuten und hoffe, dass er mir vielleicht helfen kann.
Vielen Dank im Vorraus.
Liebe Grüße,
Martina
Wie dort beschrieben nehme ich zur Zeit, also seit ca. 2 Monaten oder länger ein Antidepressivum namens Moclonorm 150mg.
Da ich bis zu dem Zeitpunkt, als ich durch einen Familienstreit in diese Stimmungen verfiel, so gut wie nichts über Depressionen und die Medikamente wusste, bin ich im Grunde auch jetzt nicht viel schlauer, außer das ich jetzt leider weis wie sich das anfühlt.
Zu Anfang der medikamentösen Behandlung, bekam ich erstmal Nebenwirkungen, wie Kopschmerzen, extreme Müdigkeit, Abgeschlagenheit, Schmerzen im ganzen Körper und Reizbarkeit. Das war echt schlimm für mich, aber hielt nur ein paar Tage an. Das schlimmste war die Erwartungshaltung, bis zur Wirkung. Nach ca. 2 Wochen, war ich dann einen Tag, einfach perfekt. Ich fühlte mich wohl, hätte Bäume ausreißen können, redete mit jedem und war einfach gut drauf. Nach und nach war dieses Gefühl öfters mal da, aber nie dauerhaft und niem mehr so intensiv. Das schlimme ist jedoch der Zeitraum zwischendrin. Ich bin dann immer extrem gereizt und möchte eigentlich nur meine Ruhe haben. Dann habe ich teilweise auch Angst vor mir selbst bzw. davor jemanden (wenn auch nur verbal, was schlimm genug ist) zu verletzen. Die Gedanken kreisen immer darum, dass die Dinger wohl doch nicht so wirken und es nie besser wird. Fairerweise muss ich zugeben, dass es mir seit letztem Montag gut ging. Da jedoch war ich überhaupt nicht gut drauf, war erst gereizt, grübelte dann wieder extrem und heulte anschliessend.
Heute ist nun wieder so ein Tag. Vorhin war ich gereitzt und wollte meine Ruhe, jetzt bin ich niedergeschlagen und fühle mich auch körperlich unwohl, verspannt und mir ist schlecht. Im Grunde bin ich mit dem Medikament recht unzufrieden, was zusätzlich daran hängt, dass ich das Gefühl habe, trotz der Aussage des Therapeutens, an Gewicht zuzunehmen. Ich hatte im beim letzten Termin auch gesagt, dass das ganze zu holprig läuft. Nur wollte er es nochmal versuchen.
Ein goßes Problem ist auch, dass ich immer noch nicht so recht Vertrauen zu ihm gefasst habe, und ihm nicht alles sage, bwohl ich weiss, dass das wichtig ist.
Das letzte Mal wollte er mir eigentlich die stärkere Dosis geben, gab mir aber wieder die gleiche als Muster. Da traute ich mich natürlich nicht nochmal nachzufragen und rief bei Infomed an, die mir sagtenich soll die selbe Menge wie vorher nehmen. Ob das ein Fehler war weis ich nicht.
Bei der Wirkung ist auch interessant, dass ich sobald ich das Gefühl bekomme, nichts mehr tun zu müssen, d. h. keine Aufgabe habe, oft wieder in diese negative Stimmung verfalle.
Ich vergleiche das gerne mit einem Warnsystem. Da geht dann sowas wie ein Alarmlicht an, dass sagt "Vorsicht, System läuft instabil". Klingt vielleicht blöde ist aber leider so.
Manchmal kann ich mich mit viel Kraftaufwand vor dem "Zusammenbruch" retten, aber das klappt nicht immer.
Zusätzlich bekomme ich in letzter Zeit beim Autofahren, regelrechte Panikattaken (Mitfahrer), was mir auch Sorgen macht.
Ich wäre froh, wenn mir jemand seine persönlichen Erfahrungen mit dem Medikament mitteilen könnte und vielleicht auch wenn es eine bessere Alternative gibt.
Heute Abend habe ich den nächsten Termin beim Therapeuten und hoffe, dass er mir vielleicht helfen kann.
Vielen Dank im Vorraus.
Liebe Grüße,
Martina