Seite 1 von 2

SSRI Nebenwirkungen: Gewichtszunahme und Libidoverlust

Verfasst: 16.06.2005 09:18
von Sven
Hallo,

ich nehme nun seit 5 Monaten zum wiederholten male 30 mg Citalopram wegen einer Zwangsstörung. Nachdem ich mich wie erwartet durch die ersten 6 Wochen Nebenwirkungen gebissen habe (was am Anfang normal ist laut Arzt) bin ich seit der 13 Behandlungswoche beschwerdefrei, soll heissen, keine Panik, keine Angst, keinen einen Zwang mehr. Das an sich ist ja klasse sollte man meinen nur ich habe nach wie vor mit 2 Nebenwirkungen zu kämpfen:
deutliche Gewichtszunahme von 12 kg, obwohl ich Sport treibe und eigentlich weniger Hunger hab und esse, zweitens ein ätzender Libidoverlust, was meine Beziehung inzwischen immer mehr belastet (ich habe keine Lust mehr obwohl ich eigentlich recht gut gelaunt bin, irgendwie brauch ich Sex nur nicht mehr, kuscheln reicht da aus). Mein Psychologe sagt das sei bei Citalopram eher die Regel als die Ausnahme und vor allem Frauen würden under Cita. extrem zunehmen, leider manchmal auch Männer und der Libidoverlust kommt praktisch bei allen SSRI vor. Naja das wusste ich eigentlich auch alles. Nun meine Frage: hat eine/r von Euch ähnliche Erfahrung mit dem Gewicht gemacht? Wie kann man trotz SSRI abnehmen und nimmt man evtl. bei Dosisreduktion ab? Generell ist mein Arzt der Meinung, dass Medikamente die Notbremse darstellen und das man irgendwann auf die kleinstmögliche Erhaltungsdosis reduzieren sollte und danach ganz absetzen sollte, womöglich ist der Zeitpunkt gekommen es mal erst mit 20 und dann 15 mg zu versuchen!?!??

Also was macht Ihr für das Gewicht ?
Bei dem Libidoverlust ist mir klar: es gibt kein Gegenmittel! (ausser seiner Freundin mehr Blumen und Geschenke als sonst zu kaufen, kleiner Scherz...)

Sven

Hallo Sven

Verfasst: 16.06.2005 22:49
von Gast
wegen der Libido sitzen wir wohl alle im gleichem Boot und kommen wohl auch nicht da heraus. Wir müssen uns damit arangieren.. Bei mir ist es aber nicht das ich weniger Lust hätte nein. Du musst es Dir so vorstellen als würdest Du mit Dauerständer rumlaufen und kannst nicht :whistle: .......Plötzlich ist alles vorbei.

Mit der Gewichtzunahme ist es wohl von Antidepressiva zu Antidepressiva unterschiedlich. Bei dem einem wird das Hungergefühl verstärkt,beim anderem Medikament wird es eher unterdrückt,so wie es bei mir ist. Ich nehme Zoloft. Kannste Dir ja mal Hier ansehen welches Antidepressiva wie wirkt.

Ein mittlerweile guter Freund von mir,welchen in in der Tagesklinik für Psychisch kranke kennenlerne hat die gleichen Probleme wie Du. Er nimmt "Zyprexa" ein und hat seitdem auch ganz schön zugenommen. Er versucht sich zwar immerwieder fit zu halten indem er Rad fährt und er versucht auch weniger zu essen,aber das fällt ihm auch sehr schwer. Leider kann er noch nicht ohne Zyprexa auskommen,aber er reduziert schon. Ich denke ,wenn du nach und nach auch weniger von "Citalopram" bekommst und du dennoch wieder zu deinem Normalgewicht kommst (wenn Du dich bewegst)...
Bei mir ist es inzwischen so das ich erst fast 9 Kilo abgenommen hab. Die Dosis ist weiterhin die gleiche geblieben ,aber komischerweise nehme ich auch wieder zu,obwohl ich sehr wenig ess. Ich weiss ,aber woran es liegt. Ich bin schon wieder dabei mich zurückzuziehen *schäm*. Hab kaum noch antrieb. Geh nicht weg und esse höchstens süßes Brot oder so. Na das das nicht gesundheitsförderlich ist weiss ich auch,aber im moment komme ich nicht da raus.


Ich wünsche Dir viel Erfolg bei Deiner Therapie und das Deine Freundin viele Blumen :D von Dir bekommt.
Lieben Gruss,
BlueShine

Verfasst: 17.06.2005 08:26
von Sven
Hallo Sunshine,

ja das mit den Medikamenten ist so eine Sache.
Saroten hatte ich auch mal als jugendlicher, hat bei mir ausser Müdigkeit nix gebracht. Habe es eigenmächtig nach 4 Monaten abgesetzt, dann gings mir besser.
Fairerweise muss ich auch sagen, dass Saroten nicht unbedingt das 1A Mittel gegen Zwänge ist, denn ich leide mehr an Angst, Zwang, Depersonalisation (was wohl aber eher Begleitsymptom der Angst ist). Das Citalopram muss ich sagen wirkt bei mir wirklich gut. Sicherlich gibt es gerade am Anfang leidige Nebenwirkungen, verstärkte Angst, miesere Laune, Unruhe, halt der ganze Klimmbimm das ein zuviel an Serotonin auslöst. Aber nach ca. 10 Wochen fängt es bei mir an zu wirken und nach 16 Wochen bin ich der Alte, halt 12 kg fetter als vorher und ,, sexversessen" wie ein 80 jähriger tibetanischer Einsiedler-Mönch während der meditation.
Aber man(n und frau) muss sich da halt entscheiden was wichtiger ist: SSRI und ,,tote Hose" plus fett, oder dünn und vor Angst ein Nervenbündel. Da ziehe ich den fetten Mönch vor.
Manchmal besuche ich das Forum und wundere mich, dass viele Leute hier nicht genug Geduld mit den SSRI haben. Am Anfang hat man nur Nebenwirkungen, aber nach 6 bis 12 Wochen wirken sie dann. Naja SSRIs absetzen ist freilich kein ,,Summerholiday" aber selbst dass nehme ich in Kauf, dass es 4 Wochen dauert bis die Entzugserscheinugen schwächer werden. Sertralin wäre nach Citalopram das 2te Medikament dass ich probieren würde, angeblich nimmt man nicht zu, dafür ist der Antilusteffekt hier besonders schlimm, aber ich glaube viel schlimmer kanns für mich in Punkto Lust nicht mehr kommen, ich muss mich eigentlich zwingen.
Ist das Sertralin wirklich so ein Lustkiller ?

Sven

Verfasst: 17.06.2005 12:13
von Oliver
Hallo Sven.
Sven hat geschrieben:Manchmal besuche ich das Forum und wundere mich, dass viele Leute hier nicht genug Geduld mit den SSRI haben. Am Anfang hat man nur Nebenwirkungen, aber nach 6 bis 12 Wochen wirken sie dann.
Verzeih Sven, aber das ist schlichter Unsinn. SSRI wirken vielleicht bei einem Drittel der Patienten und dann auch nur für begrenzte Zeit. Bei einem weiteren Drittel passiert gar nichts und dem letzen Drittel geht es mit SSRI vielleicht sogar schlechter. Ein kleiner Anteil von Patinten wird sogar psychotisch und suizidal - selbst, wenn sie das vorher nicht waren.
Wenn jemand zu Beginn der Einnahhme schwere Nebenwirkungen hat und dann mit Durchhalteparolen zur weiteren Einnhame gedrängt wird kann es sehr gut sein, dass es auch nach 6 Monaten noch nicht besser ist, wenn der Patient dann frustiert dass Medikament abrupt absetzt, weil es ja nicht abhängig macht (Vorsicht Ironie!) kann es gut sein, dass er oder sie dann noch einige Monate mit schweren Absetzsymptomen zu kämpfen hat.

Oliver

Verfasst: 17.06.2005 12:53
von Sven
Hi Oliver.

Du kennst meine Meinung. Paroxetin und Venlafaxin haben langwierige Absetzeffekte und eine hohe Nebenwirkungsrate. Einige andere Mittel sind durchaus verträglicher und die Absetzeffekte sind auszuhalten.
Sicherlich gibt es Menschen denen SSRI überhaubt nicht bekommen, sicherlich welche denen Sie bekommen und ihnen helfen um ein erträgliches Leben führen können. Generalisieren lässt sich das doch nicht. Fakt ist aber, dass erst nach 6 Wochen beurteilt werden kann on ein AD wirkt oder nicht, und es kann durchaus sein dass 2 nicht wirken und dann aber das dritte. Manchen hilft auch gar nix so isses leider.
Aber das will ich gar nicht wissen oder erörtern, ist mir auch wurscht,
ich nehme Citalopram Hydrobromid, und ich bin wieder ohne Zwänge der Alte. Da ist mir egal wie die Pille mein Hirn verdreht, jedenfalls verdreht das Zeug mein Hirn sogut, dass ich wieder klar denken kann und Freude am Leben habe. Wenn Indischer Elefantenschiss die selbe Wirkung hätte würde ich den auch nehmen! Hauptsache es jagt den Zwang zum Teufel...
Die InternetSeite ist für Leute gedacht, die Probleme haben mit Nebewirkungen, und die gibt es unbestrittenermaßen, und um die Absetzeffekte zu erleutern, die gibts leider auch. Alles andere denke ich ist persönliche Meinung und tut nix zur Sache. Wer denkt ohne AD besser mit Angst und Depression auszukommen dem ist zu gratulieren, gut so. Ich für mein Teil bin halt zu schwach, zu verkorxt, zu doof oder einfach halt nur psychisch krank.
Wer Medikamente ausprobiert geht halt eben nen anderen Weg, auch nix schlimmer. Schon mal dran gedacht, dass man mit zuviel Kritik evtl. Patienten dazu verleiten könnte einfach so Ihre ADs abzusetzen, weil es halt gerade mal in ist alle modernen ADs als Geldmacher und Teufelskrimskrams zu umschreiben und ihre Wirkung ganz abzuschreiben?
Ich für mein Teil nehme mir das nicht heraus Leuts zu bebabbeln wie wir hier auf gut hessisch sagen, um entweder SSRIs zu nehmen oder sie besser nicht zu nehmen. Hey jedem das seine.
DAS IDT JEDEM SEINE EIGENE ENTSCHEIDUNG - LEBEN HEISST VERANTWORTUNG ZU ENTSCHEIDEN !!! Dazu gehört manchmal Mut und Risiko. OK ich gings Risiko ein das alles noch schlimmer wird durch das Zeug, ok Glück gehabt! Das Risiko hat gelohnt!
Ausserdem hatte ich ne Frage oder ne Bitte: kann man was gegen Libidoverlust und Gewichtszunahme machen (ausser aufhören zu nehmen), diese NWs nerven mich halt. Oliver, Dein Beitrag hilft mir da nicht, sorry. Wennstn Tip hast lass es mich wissen, oder behandelst Du mich jetzt als Aussätzigen ?

CU

Sven

Verfasst: 17.06.2005 15:25
von Linda
Hallo Sven.
Sven hat geschrieben:Schon mal dran gedacht, dass man mit zuviel Kritik evtl. Patienten dazu verleiten könnte einfach so Ihre ADs abzusetzen, weil es halt gerade mal in ist alle modernen ADs als Geldmacher und Teufelskrimskrams zu umschreiben und ihre Wirkung ganz abzuschreiben?
Ich nehme sehr viel Anstoß an dieser Bemerkung und an dem allgemeinen Ton Deiner Nachricht. Ich habe nie versucht, jemanden die Einnahme eines Medikaments auszureden. Ich habe dieses Forum gegründet, wie Du gesagt hast,
Sven hat geschrieben: .... für Leute ....., die Probleme haben mit Nebewirkungen, und die gibt es unbestrittenermaßen, und um die Absetzeffekte zu erleutern, die gibts leider auch.
Ich habe dieses Forum nicht gegründet, um eine Tauschbörse einzurichten, in der sich Patienten darüber austauschen können, welche AD die wenigsten Nebenwirkungen hat, und mit welchen anderen Medikamenten man diese Nebenwirkungen bekämpfen kann.

Nochmals ganz klar - wir sind hier, um Menschen, die Nebenwirkungen bei der Einnahme von SSRI erleiden und DIE IHR MEDIKAMENT AUF MÖGLICHST SICHERE ART UND WEISE ABSETZEN WOLLEN zu unterstützen. Du bist mit Deinem Medikament zufrieden, deshalb frage ich mich, weshalb Du überhaupt hier schreibst. Es gibt unzählige andere Foren, in den Du Dich über die Nebenwirkungen, die Du beschreibst, austauschen kannst, die ja bekannt sind und die Du in vollem Bewusstsein in Kauf genommen hast. Ich zahle nicht aus meiner eigenen Tasche die Webspace jeden Monat und Oliver setzt sich nicht in stundenlanger Arbeit mit der Gestaltung der Webseite auseinander, damit wir hier beleidigt werden und unsere Motivation auf eine solche Weise in Frage gestellt wird.

Wem die Informationen hier nicht passen, muss sie auch nicht lesen, Du auch nicht.

Linda

Huhu Sven

Verfasst: 17.06.2005 23:27
von Gast
Hey, mach Dir nichts draus das sich oliver und Linda über dich aufregen. ich kann Dich verstehen. Außerdem ist die das Foreum
ADFD >> Nebenwirkungen und Absetzsymptome >> SSRI Nebenwirkungen: Gewichtszunahme und Libidoverlust
also kann ich auch darauf anworten wie ich es denke.

Es sind halt nebenwirkungen.,welches Du hier beschreibst und ich kenne sie halt auch. Man kann doch froh sein wenn man gleichgesinnte trifft. dafür sind doch foren da.


So,nu zum Thema

Du fragtest mich

Ist das Sertralin wirklich so ein Lustkiller ?
Bei mir ist es nicht so. Es hemmt nicht meine Lust ,sondern es hemmt bei den sogenannten Orgasmus :whistle: Ich weiss ,es steht ja auch in den begleiterscheinungen drauf,aber ich hatte halt auch gehofft,das es sich legt nachdem ich Zoloft abgesetzt habe..Aber leider hatte und habe ich das Problem weiterhin. Ich nehme inzwischen ja wieder "Sertralin" (zoloft),und über gewichtszunahme hatte ich eigentlich nie zu klagen. Im gegenteil.ich nahm sogar ab. ansonsten hatte ich eher wenige nebenwirkungen. Ich kam mit denen klar. Aber das beste ist halt (wie Du auch schon sagtest) das das medikamt mich wieder Leben lässt. Ich habe nicht mehr solche starken stimmungsschwankungen und das ist eh das wichtigste. also hat mir das Medikamnt doch sehr geholfen (ohne das mich jemand gezwungen hat) :!:

An Linda

Verfasst: 17.06.2005 23:44
von Gast
Ich weiss garnicht warum Du dich beschwerst Kennst Du deine eigenen Nutzungsbedingen nicht?
Nutzungsbedingungen Di [21.10.03] 12:55




(1) Über das Forum
Das Antidepressiva Forum Deutschland - ADFD - ist eine private Initiative und richtet sich an Menschen, die unter Nebenwirkungen und/oder Absetzschwierigkeiten während/nach dem Gebrauch von Antidepressiva leiden. Dazu gehören auch Menschen, die durch den Langzeitgebrauch von Antidepressiva eventuelle Schäden erlitten haben. Alle, die über ihre Erfahrungen mit Antidepressiva berichten und über deren Risiken informieren möchten, sind hier willkommen. Wir wollen hier eine angenehme Atmosphäre schaffen, in der sich die Teilnehmenden wohl fühlen, um Hilfe, Kraft und Hoffnung teilen zu können. Voraussetzung dafür ist ein respektvoller Umgang miteinander.
Also ,immer schön ruhig bleiben :hug:

Verfasst: 17.06.2005 23:59
von Linda
Hallo BlueShine.
BlueShine hat geschrieben:dafür sind doch foren da.
Du schreibst das, wie wenn "Foren" von der Allgemeinheit für die Allgemeinheit erstellt und bezahlt werden. Bis dieses Forum überhaupt allen - auch Dir - zur Verfügung stand, musste ich einen langen Weg schreiten.
BlueShine hat geschrieben:So,nu zum Thema
Da scheinst Du etwas grundsätzlich nicht verstanden zu haben.
Dieses Forum hier wurde aus einem ganz spezifischen Grund erstellt und das Thema ist bestimmt nicht "wie kann ich ein funktionierendes und erfüllendes Sexualleben haben, obwohl ich Antidepressiva einnehme?"

Dazu möchte ich Dich bitten, meinen Erfahrungsbericht zu lesen.
Lindas Erfahrungsbericht hat geschrieben: Im September 2002 wurde meiner Tochter Jessica empfohlen, in eine Tagesklinik zu gehen, da sie aufgrund eines missglückten Aufenthalts in einer psychosomatischen Klinik völlig durcheinander war. Man hatte sie dort falsch diagnostisiert und dementsprechend falsch „behandelt“. In der Tagesklinik gab es zwei Therapeuten. Sie waren sehr verständnisvoll, haben die „Misshandlung“ in der Klinik schärfstens verurteilt und haben sich sehr bemüht, Jessica zu unterstützen und zu helfen. Die Tagesklinik ist einem psychiatrischen Krankenhaus angegliedert. Die Patientinnen in der Tagesklinik werden vom Oberarzt des Krankenhauses betreut. Im Rahmen der Gesprächstherapie hat man Jessica - mit ihrem Einverständnis - als „unterstützende Maßnahme“, ein Antidepressivum verabreicht. Dieses Medikament war Fluctin, Wirkstoff Fluoxetin, ein sogenannter SSRI (Serotonin-Wiederaufnahme-Hemmer). Die Anfangsdosis war 20mg. Man versicherte ihr, das Medikament hätte viel weniger Nebenwirkungen als die „alten“ Antidepressiva und betonte, dass sie nicht abhängig machen.

Am Wochenende, nach 2 oder 3 Tabletten, waren wir zu Hause, als Jessica plötzlich meinte - „Ich habe Angst“. Wir haben ihr gut zugeredet, ahnten damals aber nicht, was diese „Angst“ tatsächlich war. Jessica hatte angefangen zu halluzinieren. Sie konnte keine Messer in der Küche anschauen, ohne, dass sie „sah“, wie sie sich damit verletzte, sie „sah“ plötzlich, wie „bösartige“ Fingernägel ihr aus den Fingerspitzen wuchsen und den Kopf ihres kleinen Bruders aufschlitzten, als sie mit der Hand darüber strich. Alles war wie in einem Horrorfilm. Sie rief in der Klinik an, und erzählte, dass sie starke Angstzustände hatte und man meinte, sie sollte das Medikament absetzen. Dieses Horrorfilmgefühl ließ erst nach einer Woche nach. Während dieser Zeit hatte sie auch ständig das Gefühl, dass jemand mit den Fingernägeln an der Tafel herunterkratzen würde. Es war fast unerträglich für sie. Sie versuchte, die Stärke der Symptome dem Klinikpersonal klarzumachen - man hat es aber nicht geglaubt, dass sie nach ein paar Tabletten so etwas erleben könnte. Man gab ihr ein Neuroleptikum, Taxilan (Perazin), das man normalerweise für „akute und chronische Psychosen“ verschrieben bekommt. Außerdem verabreichte man ihr Tavor, (Lorazepam/Ativan) ein Benzodiazepin, da sie mit den horrenden Zuständen nicht klar kam und zusätzlich, weil sie nicht schlafen konnte, Schlaftabletten. Dazu dann Paroxetin (Tagonis), auch ein SSRI. Sie bekam am Anfang eine Vierteldosis.

Mit diesem Arsenal wurden die Symptome etwas gelindert, gingen aber nicht ganz weg. Eine Woche später erhöhte man die Dosis des Paroxetins auf 10mg. Ihr Zustand verschlechterte sich schlagartig. In der Klinik wusste man nicht, wie man auf das Ganze reagieren sollte. Zu diesem Zeitpunkt konnte ich mich nicht länger heraushalten, und setzte mich mit dem Therapeuten in Verbindung. Ich meinte, ich könnte es mir nicht vorstellen, dass das alles nicht mit den Medikamenten zusammenhing, da Jessica noch nie solche qualvolle Gefühle und Suizidgedanken zuvor hatte. Der Therapeut war auch der Meinung, dass die Medikamente ihr nicht halfen, und schlug vor, alle abzusetzen. Zu diesem Zeitpunkt hatte ich von Psychopharmaka keine Ahnung. Mir war es auch nicht klar, was Jessica tatsächlich genommen hatte. Ich wusste damals nicht, dass man sie nie über nacht absetzen soll - die Ärzte offensichtlich auch nicht. Man setzte daraufhin sämtliche Medikamente ab. Dann brach die Hölle los. Jessica ging es so schlecht, dass sie meinte, sie will sterben. Nicht, weil sie nicht mehr leben wollte, sondern, weil sie mit diesen unerträglichen Zuständen einfach nicht mehr leben konnte. Es ging ihr so schlecht, dass der neue Oberarzt (es gab in dieser Woche einen Arztwechsel), wegen „akuter Suizidgefahr“ gerufen wurde. Der Therapeut war in Urlaub. Der neue Oberarzt meinte, da sie suizidgefährdet wäre, bräuchte sie ein Antidepressivum. Er gab ihr Citalopram (Cipramil) - ein weiterer SSRI.

An diesem Wochenende ging es Jessica so schlecht, dass ich nicht wusste, was ich machen soll. Sie wollte sich stationär in die Klinik einweisen lassen, da sie dachte, sie wäre komplett psychisch krank. Sie konnte nur im Bett liegen und wiederholen „ich kann so nicht mehr leben“. Ich war fertig. Ich fuhr mit ihr wieder in die Klinik und traf mich mit dem Oberarzt und mit dem Therapeuten im Krankenhaus. Ich wiederholte ständig meine Gewissheit, dass ihre ganze Symptomatik mit den Medikamenten zusammenhing. Man sagte mir, das wäre unmöglich. Als ich den Arzt fragte, was ihr dann fehlen würde meinte er, sie würde an einer Depression leiden. Man setzte auch das Hormonpräparat ab, das sie seit ein paar Monaten nahm (wir wissen jetzt, dass ihre ganzen Probleme mit einer Hormonstörung anfingen), weil man vermutete, es könnte eine Interaktion zwischen dem Antidepressiva und dem Hormonpräparat geben. Ich setzte mich dafür ein, dass man die Hormone lässt und das Antidepressivum absetzt. Ich rief bei ihrem behandelnden Endokrinologen an. Er meinte, die Behandlung im Krankenhaus hätte Vorrang. Man warf mir vor, meine Tochter mit meiner „Aufdringlichkeit und Panikmache“ zusätzlich zu verunsichern. Jessica bettelte um Beruhigungsmittel. Man verweigerte sie ihr, mit der Begründung, sie würden abhängig machen. Der Therapeut war zwar etwas verärgert, da man ihr in seiner Abwesenheit wieder Medikamente gegeben hatte, der Arzt meinte aber, er wäre verpflichtet gewesen, ihr das Antidepressivum zu verabreichen, weil man ihn ansonsten wegen unterlassener Hilfestellung hätte belangen können.

Und dann schickten sie uns weg.

Zu diesem Zeitpunkt war es unmöglich für Jessica, alleine zu bleiben. Ich konnte sie auch nicht alleine lassen. Sie konnte sich nur durch die Tage quälen. Ich hatte sogar Angst, sie nachts alleine zu lassen, und schlief bei ihr im Bett.

Dann fing ich an, zu recherchieren. Es war mir klar, dass Jessica von den Ärzten keine Hilfe erwarten konnte. Ich wusste, dass das alles mit den Medikamenten angefangen hatte, und ich war mir sicher, dass sie Schuld daran waren. Auf deutsch gab es keine Informationen. Ich erkundigte mich nach den Markennamen der Medikamente, die Jessica genommen hatte (insgesamt 6 verschiedene innerhalb von 4 Wochen - da sieht man, wie hilflos die Betreuer waren), suchte nach den Wirkstoffen der Medikamente und entdeckte, dass Jessica damals Prozac genommen hatte. Und über Prozac gibt es eine ganze Menge von Informationen - auf englisch. Ich kann nur sagen, dass wir Glück hatten, dass ich Engländerin bin. Ich spürte bald die Bücher von Peter Breggin auf, der ein Zustand namens Akathesie beschrieb, die manche Menschen nach der Einnahme von Psychopharmaka wie Neuroleptika und - was nicht allgemein bekannt war - SSRIs erleiden. Er beschrieb die Akathesie als ein Gefühl, „wie Kreide an der Tafel - nur ist es in Deiner Wirbelsäule“. Das war genau das, was Jessica auch fühlte.

Ich versuchte, Jessica zu erzählen, was ich ausfindig gemacht hatte. Zu diesem Zeitpunkt ging sie jeden Tag in die Tagesklinik, war aber nicht fähig, alleine zu bleiben, da sie ständig Wahrnehmungsstörungen hatte. Jedes Geräusch war eine Qual, sie hatte visuelle Störungen, konnte sogar ihren eigenen Atem nicht ertragen. Sie konnte es nicht ertragen, wenn ihre Finger sich berührten, da es so weh tat. Sie war nicht fähig, alleine im Zug zu fahren, da sie immer den Drang hatte, herauszuspringen. Jedes mal, wenn sie ein Messer sah, „sah“ sie Bilder, wie sie sich damit verstümmelte. Ich musste sie jedes Wochenende pausenlos beaufsichtigen und am Sonntag abends wieder in die Klinik fahren. Während der Fahrt „sah“ sie immer, wie sich die Leitpfosten in Messer verwandelten und wie sie ihren Arm herausstreckte, und wie er verstümmelt wurde. Sie war ständig in Tränen aufgelöst, da sie so litt. Unter der Woche ging sie mit der Therapeutin der Klinik nach Hause - sie war zufällig die Mutter einer Freundin. Sie kümmerte sich rührend um Jessica und versuchte, ihr gut zuzureden, dass sie lernen musste, mit diesen Symptomen zu leben, bis das Antidepressivum eine Wirkung zeigte. Der Oberarzt hatte gemeint, es wurde 3-4 Wochen dauern, bis Jessica eine Verbesserung ihrer Symptomatik spüren würde. Sie nahm brav ihr Cipramil - und Schlaftabletten, da sie ansonsten nicht schlafen konnte. Sie war völlig überzeugt, dass sie psychisch krank war und jetzt auch eine Depression hatte, die mit dem Cipramil behandelt werden musste.

Deshalb wollte sie nicht hören, als ich meine Befürchtungen aussprach. Sie sagte, ich wäre keine Fachperson, die Ärzte würden sich auskennen und der Therapeut kenne sich gut mit Depressionen aus. Ich hielt mich daraufhin heraus. Ich informierte mich weiter, verbrachte Tage im Internet, um nach Informationen zu suchen, schrieb an Ärzte in Amerika und Neuseeland, las die Prozac Webseiten und entdeckte auch die Seiten über Paxil (Paroxetin). Alle Symptome von Jessica waren dort beschrieben. Ich wusste, sie war nicht die Einzige, die solche Qualen erlitten hatte, besonders nach dem Absetzen von Paroxetin. Jessicas Zustand verbesserte sich über die nächste Zeit nur leicht. Sie fing an, heimlich Rum in ihren Tee zu tun, damit sie sich betäuben konnte. Ich sprach nicht mehr mit ihr darüber, tröstete sie, so gut ich konnte und verbrachte jedes Wochenende mit ihr auf dem Sofa, mit ihrem Kopf in meinem Schoß. Zu etwas anderem war sie nicht fähig. Ich fing an, dem Therapeuten die Informationen, die ich herausgefunden hatte, zu mailen. Es hat alles nichts genutzt.

Ende Januar hatten Jessica und ich dann ein Gespräch. Es waren mindestens 8 Wochen vergangen, das Cipramil hatte die Wahrnehmungsstörungen nicht beseitigt. Jessica konnte zum Beispiel nicht auf Gras oder Kieselsteinen laufen, es war unerträglich. Sie hatte ständig Halluzinationen, wie sie sich oder andere Menschen verletzt. Alle scharfen Gegenstände lösten diese Bilder in ihr aus.

Ich zeigte ihr die Bücher, die ich gelesen hatte, und übersetze ihr die betreffenden Passagen. Ich zeigte ihr die Webseiten über Prozac und Paxil. Sie machte einen Termin mit dem Oberarzt aus, und sagte ihm, dass sie Informationen im Internet über die SSRI gefunden hatte. Seine Antwort war „Man kann nicht alles glauben, was man im Internet liest“. Als sie ihn auf die auf dem Beipackzettel aufgeführten Nebenwirkungen ansprach meinte er: „Beim Aspirin steht auch alles Mögliche - wenn man das alles glaubt, würde man es auch nicht nehmen“. In der Klinik machte man mit Jessica unzählige Tests, um herauszubekommen, was ihr fehlte. Man machte eine CT, Bluttests, neurologische Tests und zum Schluss noch umfangreiche psychologische Tests. Sie waren alle negativ. Die Ergebnisse zeigten nicht einmal auf eine Depression hin. Die Gespräche mit ihrem Therapeuten drehten sich nur um die Medikamente. Weitergekommen sind beide nicht damit. Er beteuerte außerdem immer noch, sie würde an einer Depression leiden.

Kurz darauf entschloss sie sich, das Medikament abzusetzen. Der Therapeut meinte, sie könne es über Nacht absetzen - es mache ja nicht abhängig. Zu dem Zeitpunkt wusste ich, dass man die SSRI langsam absetzen muss. Jessica war aber ungeduldig, und setzte das Cipramil innerhalb von 2 Wochen ab. Es ging ihr dann wieder ganz schlecht. Über eine Freundin in England fand ich heraus, dass Paroxetin in England Seroxat heißt und, dass die BBC im Jahr davor eine Sendung über die Absetzprobleme mit Seroxat/Paroxetin gedreht hatte. Über die BBC Webseite kam ich dann zu der Seroxat Users Group. Ich hatte noch nie zuvor ein Forum besucht – ich wusste sogar nicht, dass es so etwas in der Form gibt. Ich schrieb dort einen Hilferuf und bekam sofort die Unterstützung, die wir so lange gesucht hatten. Wir trafen dort Hunderte von anderen Betroffenen, die auch beim Absetzen von Paroxetin qualvolle Erfahrungen gemacht hatten - endlich hatten wir den „Beweis“, dass es nicht an Jessica lag.

Mit der Hilfe der Gruppe hat es Jessica geschafft, den Entzug durchzustehen. Über die SUG kam sie mit CITA (Komitee für die unfreiwillige Abhängigkeit von Beruhigungsmitteln) in Kontakt. Dort fand sie eine Mentorin, die selbst nach dem Absetzen von Cipramil qualvolle depressive Symptome und Suizidgedanken erlitten hatte. Sie hatte ihren Beruf als Lehrerin nicht mehr ausüben können und zum Schluss ihre Stelle verloren. Sie selbst hatte 8 Monate gebraucht, um sich von dem Entzug zu erholen. Im SUG Forum haben wir ganz schlimme Schicksale mitbekommen, wie Menschen durch die Auswirkungen dieser Medikamente ihre Familien, Arbeit und Selbstvertrauen verloren hatten. Ich bekam von der Gründerin der SUG - Sarah Venn - ein Video mit den BBC-Aufnahmen zugeschickt. Jessica konnte die Sendung nicht anschauen, es hat sie zu arg mitgenommen. Mit dem Rückhalt dieser Gruppen konnte ich Jessica durch diese schwere Zeit hindurch unterstützen. Es war für sie eine ständige Qual. In der Zwischenzeit ging sie nicht mehr in die Tagesklinik und auch nicht mehr zu dem Therapeuten, da sie kein Vertrauen mehr zu ihm hatte.

Sie versuchte, wieder ihre Ausbildung als Goldschmiedin aufzunehmen. Es war für sie besonders schwierig, da sie ständig mit scharfen Gegenständen umgeben war. Sie konnte kaum mit einer Mitschülerin reden, ohne, dass sie „sah“, wie sie das Auge ihrer Mitschülerin mit einem Meißel ausstach, oder einer anderen das Gesicht mit dem Brenner in Brand steckte. Diese Bilder verunsicherten Jessica ständig, sie war immer noch nicht ganz von der Vorstellung befreit, dass es an ihr lag.

Wir bekamen in dieser Hinsicht Unterstützung von Dr. Anne Tracy, Autorin des Buchs „Prozac - Panacea or Pandora“ und Gründerin der Coalition for Drug Awareness. Sie beschrieb, wie die SSRIs eine ähnliche Wirkung wie LSD auf das Gehirn haben und bot uns 2 Telefonnummern in Amerika an, wo wir Unterstützung holen könnten, „von Menschen, die wissen, wie es ist“. Wir hatten das Doktorpaket der SUG ausgedruckt und Jessicas Lehrern überreicht. Sie waren sehr verständnisvoll und halfen ihr, so gut sie konnten. Während dieser Zeit versuchten wir immer wieder, hier in Deutschland Hilfe zu finden. Wir haben 2 Neurologen aufgesucht. Der erste meinte, es würde wohl an mir liegen, dass es meiner Tochter so schlecht ging. Als ich ihn fragte, warum, meinte er „weil sie mitgekommen sind und mit ihr hier sitzen“. Ich war dann quasi eine Art dominante Mutter, die ihre Tochter unterdrückt. Sie war zu diesem Zeitpunkt noch 19. Da blieb mir die Sprache weg. Ich zeigte ihm die Bücher von Peter Breggin. Er sagte, er kenne ihn nicht. Ich fragte ihn, ob er schon mal von Absetzproblemen mit SSRI gehört hätte - er hat verneint. Ich fragte ihn, ob er die SSRI bei seinen Patienten ausschleichen würde. Er sagte, er würde einfach das Rezept nicht wieder ausstellen. Mit dieser Vorgehensweise hätte er noch nie Probleme gehabt. Wir bedankten uns noch... und gingen. Die andere Neurologin hat in der psychiatrischen Landesklinik angerufen, um ihren früheren Professor zu konsultieren. Er sagte, solche Erscheinungen wären zwar in der Literatur beschrieben, er hätte aber noch nie so etwas gesehen und er sieht keinen Grund, warum sie hier in diesem Fall vorkommen sollten. Die Neurologin vermutete, dass Jessica an Schizophrenie leiden würde und schlug ihr vor, ein Neuroleptikum zu nehmen. Das haben wir sogar kurzzeitig in Betracht gezogen.

An einem Wochenende ging es Jessica besonders schlecht. Sie meinte, sie hält das nicht mehr aus. Wir waren fast soweit, dass wir in die Ambulanz der psychiatrischen Landesklinik gegangen wären. Sie entschloss sich aber dagegen, weil sie wusste, man würde ihr nicht glauben und ihr nur weitere Medikamente geben. Sie hatte auch Angst, dass man sie zwangseinweisen würde. So kämpften wir Stück für Stück weiter.

Jessica ging zu ihrer Homöopathin, die ganz geschockt über ihren Zustand war, und gab ihr verschiedene hochpotenzierte Mittel, um die Symptome zu lindern. Das half besonders gut gegen die Angstzustände. Ich bestellte Immunocal aus Amerika, das eine entgiftende Wirkung auf den Körper haben soll. Es enthält Glutathion, ein wichtiges körpereigenes Entgiftungsmittel. Jessica nahm die doppelte Dosis - eine 6-wöchige Behandlung kostete €250,-. Wegen der deutschen Einfuhrbestimmungen mussten wir es über England importieren, was wir dreimal machten. Sie nahm Vitamine, Fischöle - wir probierten einfach alles. Wir fanden einen guten Therapeut für Traditionelle Chinesische Medizin (TCM), der Jessica mit Akupunktur behandelte. Das war dann der Wendepunkt.

Mit der Zeit ging es Jessica immer besser. Sie begann, „Fenster“ zu erleben, in denen es ihr wieder „normal“ ging. Diese Fenster wurden immer länger, und die schwierigen Zeiten immer weniger. Es half ihr ungemein zu wissen, dass die Mitglieder der SUG an den gleichen Problemen litten wie sie auch.

Jetzt, 8 Monate nach dem Absetzen von Cipramil, geht es Jessica wieder gut. Die ganzen Erscheinungen und Symptome, die sie während der Einnahme und des Absetzens der SSRI erleiden musste, sind verschwunden. Geblieben sind die Narben, die eine solche Erfahrung in so einem jungen Alter hinterlässt. Ihr Selbstvertrauen ist durch diese Erlebnisse schwer ins Wanken gekommen. Unsere Familie hat auch eine ungeheure Belastung durchgemacht.

Vor einigen Monaten habe ich mit Dr. David Healy Kontakt aufgenommen. Seine Studien über das Auftreten von Suizidalität und Selbstverletzung nach der Einnahme von SSRI sind eindeutig. Ich habe in der Zwischenzeit mindestens 8 verschiedene Bücher von diversen US und UK-Autoren gelesen. Ich habe mit Menschen in der ganzen englischsprachigen Welt Kontakt aufgenommen und bin Teil eines engmaschigen Netzwerks geworden. Die Ausmaße des Leids sind unvorstellbar. Ich kann es einfach nicht verstehen.

Die unglaubliche Größe des Problems ließ mich nicht los. Ich dachte ständig an andere Menschen, die hier in Deutschland eventuell auch mit solchen Problemen kämpften, kein Verständnis bei ihren Ärzten fanden und aufgrund mangelnder Englischkenntnisse nicht in der Lage waren, sich zu informieren. So entstand diese Website. Ich hatte keine Ahnung, wie man so etwas macht, aber die Entschlossenheit, die ich verspürte in dem Drang, anderen davor zu bewahren, was wir durchgemacht hatten, half mir, eine Lösung zu finden. Die Erleichterung, die mich überkam, als ich die Site ins Netz stellte, war gewaltig.

Ich hoffe, dass ich damit auch diejenige erreiche, die Hilfe brauchen. Damit hätte ich wenigstens ein Teil der Unterstützung, die wir fanden, zurückgegeben.

Beim Durchlesen dieses Berichts sind mir die Tränen gekommen. Ich weiß inzwischen, dass ich Glück habe, dass meine Tochter noch am Leben ist - viele sind es nicht mehr.
Ich habe dieses Forum ins Leben gerufen, um andere Menschen davor zu bewahren, was meine Tochter und ich durchmachen mussten. Diese ganze Mühe habe ich mir auf jeden Fall nicht gemacht, um Menschen, die sich im vollen Bewußtsein entschliessen, Medikamente mit bekannten Nebenwirkungen einzunehmen, einen Platz anzubieten, sich über diese Nebenwirkungen auszutauschen und die Gründer dieser Webseite zu beleidigen.

Ich würde Euch vorschlagen, Euch im Kompetenznetz Depression anzumelden. Dort seid Ihr auf jeden Fall besser aufgehoben als hier.

Linda

Re: An Linda

Verfasst: 18.06.2005 00:32
von Linda
BlueShine hat geschrieben:Ich weiss garnicht warum Du dich beschwerst Kennst Du deine eigenen Nutzungsbedingen nicht?
Ich beschwere mich nicht. Deine Arroganz finde ich allerdings nicht angebracht. Ich will nicht, das dieses Forum zweckentfremdet wird. Dazu wird jetzt die neue Webseite erstellt mit einem eindeutigerem Domain (www.antidepressiva-absetzen.de). Da werden die gesamten Texte des Forums und der Webseite überarbeitet, um ein klareres Bild unseres Anliegens zu vermitteln. Das kostet wiederum sehr viel Zeit, Einsatz und Geld.

Es tut mir leid, dass Du Probleme hast. Ich hoffe, Du schaffst es trotzdem, ein befriedigendes Sexualleben zu haben. Übrigens brauchen fast alle Frauen klitorale Stimulation, um einen Orgasmus zu bekommen. Dazu gehöre ich auch. Ich wundere mich allerdings, dass Du Dich einerseits als weiblich angemeldet hast und Dich anderseits als "Ingo" geoutet hast. Ich bin auch der Meinung, das ein ausgefülltes Sexualleben für das allgemeine Wohlbefinden wichtig ist. Vielleicht gibt es für Dich andere Möglichkeiten außer AD, mit Deinen Problemen zurechtzukommen.

Linda

WAS?

Verfasst: 18.06.2005 18:40
von Gast
Also erstens. das ich bei Dir arrogant rüberkomme kann ich ich ja mit leben aber
Ich wundere mich allerdings, dass Du Dich einerseits als weiblich angemeldet hast und Dich anderseits als "Ingo" geoutet hast.
:shock: wie kommste denn auf sowas :evil:
Ich war,bin und bleibe immer eine Frau.


Da ich keinen streit haben möchte und du auch deine eigenen Nutzungsbedingungen nicht kennst würde ich sagen ich gehe woanders hin. Ist mir zu blöde hier angemacht zu werden ich sei ne Lügnerin .

Ich weiss ausserdem auch nicht warum du dich aufregst. Lies dir mal sämtliche Forenbeiträge hier an. Natürlich dient das Forum dazu sich auszutauschen und da es ja in deinen Nutzungsbedingungen auch erwünscht ist
Alle, die über ihre Erfahrungen mit Antidepressiva berichten und über deren Risiken informieren möchten, sind hier willkommen.

Ich habe dein erfahrungsbericht gelesen und es tut mir auch sehr leid was ihr beide erlebt habt. Da ich selber nur Patientin bin,kann ich mehr dazu nicht sagen. Natürlich möchte wohl keiner ewig mit medikamten leben und möglichst gesund wieder davon loskommen.

Verfasst: 19.06.2005 12:32
von Oliver
Hallo BlueShine.

Du kommst nicht nur für Linda arrogant rüber ... ich schließe mich da an. Wenn Du meinst unsere Nutzungsbedingungen so interpretieren zu können wie Du es tust dann müssen wir sie halt umschreiben, wäre nicht das erste mal ... was müssten wir denn schreiben, damit Du es checkst?

Tatsache ist, dass wir auf unserer Seite zum Erstellen der Beiträge folgenden Hinweis stehen haben:
www.adfd.org/posting.php hat geschrieben:Bevor du Deinen ersten Beitrag schreibst, lies bitte unsere FAQ (Häufig gestellte Fragen)
In unserer FAQ verweisen wir als allererstes auf Wir über uns, in dem folgender - in meinen Augen relativ eindeutige - Satz steht:
http://www.adfd.org/austausch/viewtopic.php?t=1809 hat geschrieben:Das Diskussionsforum wurde eingerichtet, um Menschen zu helfen, die unter Nebenwirkungen oder Absetzsymptomen durch moderne Antidepressiva leiden und diese absetzen wollen.
Das bedeutet nicht, dass wir es hier nicht zu einem gewissen Grad tolerieren, wenn hier auch Leute schreiben, die ihr AD momentan noch nicht absetzen wollen, aber das kommt halt auch drauf an wie diejenige hier rüberkommt:

In Deinem ersten Beitrag hier stand Folgendes:
BlueShine hat geschrieben:Womit ich weniger klarkomme ist die Tatsache,das ich sexuell immernoch Probleme habe. Selbst wenn ich mich selber befriedige,klappt es oft nicht. Gibt es keine Lösung für mein Problem?
Da hat sich ja auch keiner beschwert - wie gesagt normalerweise tolerieren wir diese nicht ganz zweckbestimmte Nutzung des Forums ...

Wenn jemand allerdings der Gründerin und Betreiberin des Forums erklärt was man hier darf und was nicht und ihr vorwirft ihr eigenen Nutzungsbedingungen nicht zu verstehen, dann ist das gelinde gesagt recht provokativ.
BlueShine hat geschrieben:Da ich keinen streit haben möchte und du auch deine eigenen Nutzungsbedingungen nicht kennst würde ich sagen ich gehe woanders hin.
Ich denke das mit dem Woanderhingehen ist eine gute Idee falls Du immer noch auf dem gleichen Standpunkt stehst ... vielleicht hast Du ja aber jetzt verstanden, wo das Problem liegt.

Oliver

P.S. Das Linda dachte, Du seist Ingo, liegt an einem Programmfehler im Forum der Zitate bei "Alle Beiträge von ... anzeigen" nicht richtig formatiert, da Du öfters Beiträge ohne Anrede und Verabschiedung schreibst, sah das dann so aus als als würdest Du Dich als Ingo vorstellen.

Verfasst: 20.06.2005 09:05
von Sven
Hallo Linda, hallo Oliver, hallo Jedermann!

Wie ich schon erwähnte habe, klage ich über Nebenwirkungen, ich wollte Tipps hierfür. Eure Tipps habe ich nicht gelesen, stattdessen Kritik, Angriffe, Wortkleinkrieg.
Schade. Ich wollte Euch nicht in Eurem Glauben berauben, dass SSRI allesamt schädlich sind und Erwachsene wie auch Kindern nur schaden. Es bleibt dabei, ich habe Nebenwirkungen und wenn Ihr keine Tipps habt oder Euch persönlich angegriffen fühlt, was ich freilich nicht verstehen kann und auch nicht will, dann lest meine Beiträge nicht oder schlicht, schmeisst doch die Leute, die Ihr nicht abhaben könnt, oder deren Meinung euch zuwider ist, einfach raus, mich inbegriffen das ist das einfachste für Euch!
Nur weil ich auf mein AD angewisen bin und damit recht gute Erfahrungen habe, nebenbeigesagt auch Schlechte was NWs und Absetzen anbelangt, beleidige ich doch wohl niemanden. Linda, dass Du sehr wohl ehere Gründe hattest und hast das Forum zu gründen steht ausser Frage. Dass es Deiner Tochter so dreckig ging ist schlimm und ich weiss wie schlimm psychisches Leiden sein kann. In meinem Beitrag ging es aber halt mal nur um mich. Entschuldige aber ich wollte für mich einen Tipp haben.
Weder wollte ich SSRIs anpreisen, loben, vertreiben oder sonst was. Ihr seid zwar die Administratoren aber ein wenig Redefreiheit und Gedankenfreiheit sollte schon erlaubt sein. Und wie gesagt, zweckentfremdet wird mein Thread durch diese olle Leier BÖSE Ads GUTE Ads.NOCHMALS: Das Tut doch hier nix zur Sache (GEWICHTSZUNAHME UND LIBIDOVERLUST). Ich habe mich hier angemeldet weil ich leider Ads nehmen muss und leider auch NWs habe und das Absetzen mir schwer fällt, wollt Ihr mir das in Abrede stellen ja, lüge ich? Die die Ads hassen dürfen über NWs klagen, Patienten, die auf Ads angewiesen sind und trotzdem NWs haben und Absetzschwierigkeiten die wollt Ihr nicht ja? Herzlichen glückwunsch. Dann muss ich mal provokant fragen und mit Olivers eignen Worten: checktz Ihrs noch? Bei mir kommt das immer mehr so rüber, hier sind nur Patienten willkommen, die NWs haben und gleichzeitig Ads, speziell SSRIs nicht mögen. Der Rest, denen die Tabletten auch nutzen jedoch NWs und Absetzschwierigkeiten haben, die wollt Ihr nicht, DENN DIE HABEN EINE ANDERE MEINUNG ALS IHR! Traurig wenns so ist. Und Linda, ich persönlich fühle mich durch Deine Kritik beleidigt und das mit Recht. Denn Du greifst die Leute an, hier ganz konkret mich und meine Glaubwürdigkeit.
Ich verbitte mir zu behaupten ich beledigte Dich oder irgendjemand anderes. Beleidigen ist folgendes (die Namen sind frei rausgegriffen)
Sven, Du Sack, Du bist bekloppt -> das ist eine Beleidigung.
Horst Du bist ein Arsch -> das ist eine Beleidigung
Gerda, Du bist fett -> das ist eine Beleidigung
Du Depp -> das ist eine Beleidigung
Du Trottel -> das ist eine Beleidigung
Du lügner -> das ist eine Beleidigung

Wenn man seine Meinung Kunde tut, dann ist das recht und billig und nicht beleidigend. So ich schreibe einen Beitrag im Unterforum Nebenwirkungen und Absetzprobleme:

Ich habe Nebenwirkungen: Gewichtszunahme und Libidoverlust. Wer kennt Ratschläge?
Gerne hier im Forum, öffentlich für jeden lesbar, denn es betrifft denke ich einige Kranke, ob Sie nun SSRIs mögen oder nehmen müssen oder SSRIs hassen.
Denn merke: die Nebenwirkungen und Absetzprobleme machen da keinen Unterschied ob Du SSRI nun toll findest oder nicht, ob Du weiss oder schwarz bist,
ob Du nun die Tochter von Linda bist oder Sven, das juckt die Tabletten mit Ihren Nebenwirkungen nämlich nicht wer oder was Du bist oder was Du über Sie zu glauben gedenkst und das Liebe
Freunde und Weggefährten, das habe ich nämlich gecheckt, dass da jeder irgendwie irgendwo im gleichen Bötchen hockt...

Oder wer Bock hat, dem maile ich über privatnachricht meine Privatmail!

Eingeladen ist Jeder Mensch; Patienten, Kranke die Ads mögen, kranke und gesunden Menschen die SSRI nicht mögen, die die SSRIs brauchen, und die, die krank wegen ADs sind, ich bin für Alle und Alles offen, ich will mich frei austauschen ohne kritisiert werden zu müssen, nur weil ich psychisch krank bin und den Rattenfras eben mal brauche. Ich bin weder für noch gegen AD s. Ich werde fett und habe keine Lust mehr auf Sex, wie gehts Euch, wie können wir uns helfen, wer hat Tipps? Let's talk about it! Und wenn ich wieder Absetze bekomme ich Kopweh und Stromschläge, da gehts mir mal null anders als Euch.

Linda, Oliver,
würde es mir ohne besser gehen, dann wäre ich glücklicher. Also lasst mich in Ruhe, ich wollte nur Tipps. Es ist mir sch***egal was die SSRIs anrichten können oder nicht, denn ICH MUSS SIE NEHMEN UND MIT DEN NWs und dem ABSETZEN ZU RANDE KOMMEN ob ich nun will oder eben nicht will, das zählt für mich, DENN ICH MUSS DIESES MEINE IRRENLEBEN BIS ZU BITTEREN ENDE LEBEN, nicht Du Oliver und nicht Du Linda, und seid bei Gott froh darüber.
Und wer mir da nur ein Stück weit helfen kann, der ist willkommen. Und zu guter letzt (wenn ihr mich denn doch nicht rauskickt) OLIVER, LINDA:
EINE OFFENE FRAGE: SIND GEWICHTSZUNAHME UND LIBIDOVERLUST ALSO KEINE NEBENWIRKUNG? Ich will Euch mal sehen wenn Ihr 20 kg zunehmt und
in Eurer Beziehung wegen den Tabletten nichts mehr läuft.
Lasst doch einfach die Leute Erfahrungen über Nebenwirkungen und Absetzproblematiken austauschen, tut Euch das denn so weh??????

Zu diesen Text stehe ich uneingeschränkt mit meinem guten Namen

Sven - im Juni 2005

Verfasst: 20.06.2005 09:59
von Robert77
servus sven!

na, du fährst dich ja ganz schön in rage grad ;o) meine meinung zu ADs lass ich einfach mal stecken...du brauchst sie anscheinend und gut is.
also, bei mir wars so: ich hatte auch libidoverlust und gewichtszunahme. der libidoverlust war aber nicht beziehungsschädigend, weil ich von haus aus sexuell eher "umtriebig" bin und dann eher auf ein normales maß zurückgefallen bin. einen rat geben kann ich dir leider nicht, aber ich kann mir vorstellen dass sich das einpendeln könnte bzw. dass du deine dosis nach einiger zeit nach unten korrigieren könntest. und das wiederum könnte sich positiv auf deine libido auswirken.
ich hab auch ziemlich zugenommen auf die ADs (weiss aber nicht ob das mehr am syneudon oder citalopram gelegen hat), war aber noch im grünen bzw. orangen bereich, weil ich davor extrem dünn war (59 kg bei 1,73) und dann auf 74 kg zugenommen hab. jetzt hat sich das ganze bei 68 kg eingependelt. nehm aber auch keine ADs mehr.
vielleicht pendelt sich das mit dem gewicht bei dir ja auch ein, wobei ich darauf achten würde ob du jetzt mehr isst oder ob das gegessene einfach mehr "anschlägt".

kopf hoch!

Verfasst: 20.06.2005 10:59
von Sven
hallo robert,

,, du brauchst sie scheinbar und gut is..." so isses. mir imponieren liberale und tolerante menschen. toleranz ist ware größe.

danke für die Info. Nun sagen wir mal so. da ich kein besonderer freund von citalopram bin, aber immerhin damit gut leben kann, möchte ich einen mittelweg finden. ich pflichte dir also bei mit dem reduzieren. mein arzt sagte auch, dass ich nun reduzieren darf und irgendwann absetzen sollte, er ist nämlich auch kein fan von einer dauermedikation. problematisch ist eben, dass ich ziemliches hirnsausen und stimmungsschwankungen bekomme wenn ich zu schnell oder zu viel absetze mitspielen tut auch immer die angst, ob nun die grundstörung durchschlagt oder eben das absetzen, wobei ich ziemlich sicher die absetzphänomene abgrenzen kann: zapps, kopfweh, genervt sein bei kleinigkeiten, elektroschwindel. habe allerdings nen guten pillenteiler. das mit der libido hat sich schon eingependelt: auf niedrigen niveau, kein lust. deshalb auch reduzieren. das mit dem gewicht ist auch ärgerlich. ich esse eigentlich weniger als zuvor, weil das citaloprammein hunger dämpft, noch dazu treibe ich am tag 45 min sport. scheint so als hätte das citalopram mein stoffwechsel auf ein minimum heruntergehfahren. kann es sein, dass das hunger und lustzentrum im hirn zusammenhängen und das ssris das also beises dämpfen? wer weis. ich denke ich werde wohl wieder reduzieren und irgendwie absetzen. glaube nach wie vor, dass medikamente nur die notbremse darstellen und auf dauer nicht so gesund sind, und sei es nur dass sie ungesund für die beziehung sind. und wer will schon dick sein obwohl er diät hält. mein arzt sagt immerhin, dass die nebenwirkungen allesamt mit reduzierung und schlussendlich mit dem absezen besser werden und verschwinden.

zu guter letzt muss ich noch zugeben, ich war echt in rage. wehtun wollte und will ich keinem , aber ich will mich nicht dauerhaft rechtfertigen müssen warum ich hier schreibe, ob ads nun gut oder schlecht sind, irgendwo sind sie wohl beides in einem.
Und ich musste klarstellen, dass ich niemanden beleidigt habe und auch sicher nicht werde.

Verfasst: 20.06.2005 11:19
von Robert77
na, du scheinst ja nen recht guten arzt zu haben. ich wurde von meinem nur relativ ungläubig angeschaut, als ich meine nebenwirkungen bzw. später dann absetzerscheinungen geschildert hab.

Verfasst: 20.06.2005 11:26
von Sven
Ist einer der besten im Rhein Main Gebiet. Mal ehrlich wen wunderts.
Alle Stoffe die Regelmäßig eingenommen werden und psychoaktiv sind können Abhängigkeit oder milder eine ,,Gewöhnung" verursachen. Die Veränderung von Rezeptorprofilen ist ja schlicht der Wirkmechanismus.
Aber hast schon recht, manche Ärzte wissen weniger als ihre Patienten. Und bei vielen biste nur ne Nummer, unter vielen bekloppten, jedenfalls kommt man sich so vor. Mein Psychologe meinte auch, dass gerade Frauen unter Citalopram exorbitant zunehmen und das nicht weniger genau deshalb absetzen. Er versteht das... ich auch ...
und citalopram ist neben Sertralin und Clomipramin ein toller Lustkiller,
da ist mein Arzt immerhin ehrlich. Er weis zwar das es so is, aber warum kann er nur vermuten, eben die blockierende Wirkung des Serotonin auf das Lust und Belohnungszentrum!

Sven

Verfasst: 20.06.2005 16:01
von Linda
Sven hat geschrieben: ich wollte Tipps hierfür. Eure Tipps habe ich nicht gelesen,
Wir sind nicht hier, um Tipps für die Bekämpfung von bekannten Nebenwirkungen von Antidepressiva zu geben, die Menschen im vollen Bewusstsein dieser Nebenwirkungen einnehmen. Wir sind hier, um Menschen, die an unbekannten - oder besser gesagt von der Öffentlichkeit geleugneten - Nebenwirkungen von SSRI, die lebensgefährlich und unerträglich sein können, aufzuklären, und die von Ihren Ärzten nicht geholfen werden. So war der Zustand von Jessica und mir, bevor es hier in Deutschland diese - übrigens einzigartige - Stelle dafür gab.
Sven hat geschrieben: stattdessen Kritik, Angriffe, Wortkleinkrieg.
Das einzige, was ich kritisiert habe ist, dass Du den Betreibern des Forums Panikmache vorgeworfen hast.
Sven hat geschrieben: Ich wollte Euch nicht in Eurem Glauben berauben, dass SSRI allesamt schädlich sind und Erwachsene wie auch Kindern nur schaden.


Wer hat das wo gesagt.
Sven hat geschrieben:
Es bleibt dabei, ich habe Nebenwirkungen und wenn Ihr keine Tipps habt


Nein, haben wir nicht, außer, wenn Du das Medikament absetzen wolltest.
Sven hat geschrieben:
Euch persönlich angegriffen fühlt,
Ja, das hast Du ja auch gemacht.
Sven hat geschrieben:
was ich freilich nicht verstehen kann und auch nicht will,


Ich glaube, es ist eher das "nicht will" - es ist nämlich nicht schwer zu begreifen.
Sven hat geschrieben:
dann lest meine Beiträge nicht oder schlicht, schmeisst doch die Leute, die Ihr nicht abhaben könnt, oder deren Meinung euch zuwider ist, einfach raus, mich inbegriffen das ist das einfachste für Euch!


Wenn wir Dich herausgeschmissen hätten, könntest Du hier nicht mehr schreiben.
Sven hat geschrieben:
Nur weil ich auf mein AD angewisen bin und damit recht gute Erfahrungen habe,nebenbeigesagt auch Schlechte was NWs und Absetzen anbelangt, beleidige ich doch wohl niemanden.


Du scheinst im Moment ziemlich verwirrt zu sein.
Sven hat geschrieben:
Linda, dass Du sehr wohl ehere Gründe hattest und hast das Forum zu gründen steht ausser Frage. Dass es Deiner Tochter so dreckig ging ist schlimm und ich weiss wie schlimm psychisches Leiden sein kann.


Jessica ist und war niemals psychisch krank. Ihre Symptome wurden falsche gedeutet und die ganzen psychotischen Erscheinungen und Entzugserscheinungen wurden von den Medikamenten ausgelöst. Sie lebt jetzt ein symptomfreies, glückliches Leben mit den ganz normalen Problemen einer 21-Jährigen. Dieser glückliche Zustand ist nur denen zu verdanken, die uns in der schwierigen Zeit unterstützt haben und mutigen Menschen wie Healy und Medawar, die die Probleme der SSRI in der Öffentlichkeit bekannt gemacht haben. Erst durch die Medienberichte der BBC wurden z.B. diese Probleme auf weiter Front bekannt. Das Ziel dieses Forums ist das Gleiche.
Sven hat geschrieben:
In meinem Beitrag ging es aber halt mal nur um mich. Entschuldige aber ich wollte für mich einen Tipp haben.
Es gibt unzählige Foren, wo Du das machen kannst. Es wurde wie gesagt hier auch toleriert, bis Du angefangen hast, Oliver als Panikmacher hinzustellen.
Sven hat geschrieben:
Weder wollte ich SSRIs anpreisen, loben, vertreiben oder sonst was.


Das tut überhaupt nichts zur Sache, das hat Dir niemand vorgeworfen.
Sven hat geschrieben:
Ihr seid zwar die Administratoren aber ein wenig Redefreiheit und Gedankenfreiheit sollte schon erlaubt sein.


Ich würde behaupten, dass von allen Foren, die mir zwischenzeitlich bekannt geworden sind, dieses hier die allergrößte Ausdrucksfreiheit bietet. Das heißt aber nicht, dass ich zulassen muss, dass die Teilnehmer mich und Oliver beleidigen und unsere Motivation in Frage stellen.
Sven hat geschrieben:
Und wie gesagt, zweckentfremdet wird mein Thread durch diese olle Leier BÖSE Ads GUTE Ads.NOCHMALS: Das Tut doch hier nix zur Sache
(GEWICHTSZUNAHME UND LIBIDOVERLUST).
Ich habe mich hier angemeldet weil ich leider Ads nehmen muss und leider auch NWs habe und das Absetzen mir schwer fällt, wollt Ihr mir das in Abrede stellen ja, lüge ich?


Bei der Bekämpfung der bekannten Nebenwirkungen wird Dir hier niemand helfen können. Wenn Du das Medikament absetzen willst, kannst Du gerne um Rat fragen.
Sven hat geschrieben:
Die die Ads hassen dürfen über NWs klagen, Patienten, die auf Ads angewiesen sind und trotzdem NWs haben und Absetzschwierigkeiten die wollt Ihr nicht ja?


Wiederhole: Dafür gibt es unzählige andere Foren, dafür sind wir nicht hier.
Sven hat geschrieben: Herzlichen glückwunsch.


Danke schön.
Sven hat geschrieben:
Dann muss ich mal provokant fragen und mit Olivers eignen Worten: checktz Ihrs noch?


Was denn?
Sven hat geschrieben:
Bei mir kommt das immer mehr so rüber, hier sind nur Patienten willkommen, die NWs haben und gleichzeitig Ads, speziell SSRIs nicht mögen.

So könnte man es grob umreißen. Ich würde aber eher sagen, die Nebenwirkungen haben und die SSRI absetzen wollen.
Sven hat geschrieben:
Der Rest, denen die Tabletten auch nutzen jedoch NWs und Absetzschwierigkeiten haben, die wollt Ihr nicht, DENN DIE HABEN EINE ANDERE MEINUNG ALS IHR!


Was redest Du die ganze Zeit von Meinungen? Entweder hat man die - öffentlich geleugneten - Nebenwirkungen, weswegen dieses Forum ins Leben gerufen wurde oder nicht. Entweder hat man Absetzprobleme, oder nicht.
Sven hat geschrieben:
Traurig wenns so ist.

Das verstehe ich nicht. Jeder kann doch denken, wie er will.
Sven hat geschrieben:
Und Linda, ich persönlich fühle mich durch Deine Kritik beleidigt und das mit Recht. Denn Du greifst die Leute an, hier ganz konkret mich und meine Glaubwürdigkeit.

Wenn Du meine Zurechtweisung als Kritik verstehst, lies bitte die Beträge nochmals durch und zitiere die Stelle, an der ich Dich beleidigt habe.
Sven hat geschrieben:
Ich verbitte mir zu behaupten ich beledigte Dich oder irgendjemand anderes.
Beleidigen ist folgendes (die Namen sind frei rausgegriffen)
Sven, Du Sack, Du bist bekloppt -> das ist eine Beleidigung.
Horst Du bist ein Arsch -> das ist eine Beleidigung
Gerda, Du bist fett -> das ist eine Beleidigung
Du Depp -> das ist eine Beleidigung
Du Trottel -> das ist eine Beleidigung
Du lügner -> das ist eine Beleidigung


Ich habe eine andere Auffassung von Beleidigung. Was Du zitierst sind grobe Beschimpfungen.
Sven hat geschrieben:
Wenn man seine Meinung Kunde tut, dann ist das recht und billig und nicht beleidigend.

Wenn Du Deine Meinung in der Form zum Ausdruck bringst, ist das ein Angriff auf unsere Integrität und Motivation, was wohl beleidigend ist.
Sven hat geschrieben:
So ich schreibe einen Beitrag im Unterforum Nebenwirkungen und Absetzprobleme:
Ich habe Nebenwirkungen: Gewichtszunahme und Libidoverlust. Wer kennt Ratschläge?

Und zum tausendsten und ALLERLETZTEN Mal: NIEMAND HIER IM FORUM. Das sind bekannte und äußerst weit verbreitete Nebenwirkungen, für die es nur die einzige Lösung gibt - Absetzen.
Sven hat geschrieben:
Gerne hier im Forum, öffentlich für jeden lesbar, denn es betrifft denke ich einige Kranke, ob Sie nun SSRIs mögen oder nehmen müssen oder SSRIs hassen. Denn merke: die Nebenwirkungen und Absetzprobleme machen da keinen Unterschied ob Du SSRI nun toll findest oder nicht, ob Du weiss oder schwarz bist, ob Du nun die Tochter von Linda bist oder Sven,


????????
Sven hat geschrieben:
das juckt die Tabletten mit Ihren Nebenwirkungen nämlich nicht wer oder was Du bist oder was Du über Sie zu glauben gedenkst und das Liebe Freunde und Weggefährten, das habe ich nämlich gecheckt, dass da jeder irgendwie irgendwo im gleichen Bötchen hockt...

Oder wer Bock hat, dem maile ich über privatnachricht meine Privatmail!

Eingeladen ist Jeder Mensch; Patienten, Kranke die Ads mögen, kranke und gesunden Menschen die SSRI nicht mögen, die die SSRIs brauchen, und die, die krank wegen ADs sind, ich bin für Alle und Alles offen, ich will mich frei austauschen ohne kritisiert werden zu müssen, nur weil ich psychisch krank bin und den Rattenfras eben mal brauche. Ich bin weder für noch gegen AD s. Ich werde fett und habe keine Lust mehr auf Sex, wie gehts Euch, wie können wir uns helfen, wer hat Tipps? Let's talk about it! Und wenn ich wieder
Absetze bekomme ich Kopweh und Stromschläge, da gehts mir mal null anders als Euch.
Linda, Oliver,
würde es mir ohne besser gehen, dann wäre ich glücklicher. Also lasst mich in Ruhe, ich wollte nur Tipps. Es ist mir sch***egal was die SSRIs anrichten können oder nicht, denn ICH MUSS SIE NEHMEN UND MIT DEN NWs und dem ABSETZEN ZU RANDE KOMMEN ob ich nun will oder eben nicht will, das zählt für mich, DENN ICH MUSS DIESES MEINE IRRENLEBEN BIS ZU BITTEREN ENDE LEBEN, nicht Du Oliver und nicht Du Linda, und seid bei Gott froh darüber.


Sven, ich finde es gerade echt bedenklich, was Du gerade von Dir gibst. Machst Du begleitend noch eine Gesprächstherapie?
Sven hat geschrieben:
Und wer mir da nur ein Stück weit helfen kann, der ist willkommen. Und zu guter letzt (wenn ihr mich denn doch nicht rauskickt) OLIVER, LINDA:
EINE OFFENE FRAGE: SIND GEWICHTSZUNAHME UND LIBIDOVERLUST ALSO KEINE NEBENWIRKUNG? Ich will Euch mal sehen wenn Ihr 20 kg zunehmt und
in Eurer Beziehung wegen den Tabletten nichts mehr läuft.
Lasst doch einfach die Leute Erfahrungen über Nebenwirkungen und Absetzproblematiken austauschen, tut Euch das denn so weh??????


Siehe oben - ansonsten kein Kommentar.

Linda

Zu Blöd

Verfasst: 20.06.2005 21:29
von Gast
....ist es mir hier jetzt. :evil:

Da spricht man von Nebenwirkungen und bittet um Rat und was passiert am Ende? Man wird nur angemacht. Jetzt reichts mir.
Ich verschwinde.
Wir wollen hier eine angenehme Atmosphäre schaffen, in der sich die Teilnehmenden wohl fühlen, um Hilfe, Kraft und Hoffnung teilen zu können. Voraussetzung dafür ist ein respektvoller Umgang miteinander.
Vielen dank. Die Atmosphäre ist mir zu Dick.ich fühl mich nicht mehr wohl und meine Hoffnung hier Hilfe zu finden ist gleich auf NULL gesunken.......Ich danke Euch Linda und Oliver für Eure vertreibung

Gruß,
Blueshine :frust: :frust:

Verfasst: 20.06.2005 22:22
von Linda
Hallo BlueShine.

Dann wünsche ich Dir viel Glück auf Deiner Suche nach geeigneten Informationen.

Linda