Starke Nebenwirkungen durch Antidepressiva
Verfasst: 06.06.2005 01:31
Hallo!
Vor ca. 2 Jahren (mit 18 Jahren) wurde ich knapp 2 Wochen wegen Depressionen stationär in der "Klinik und Poliklinik für Psychiatrie und Psychotherapie" in Düsseldorf-Gerresheim mehr oder weniger gut behandelt.
Mir schien es, dass die Gabe von Antidepressiva den Mittelpunkt der Therapie bildete. Zumindest wurde jeder Patient mit AD behandelt. Außerdem schienen mir die angebotenen, nicht auf Medikamentengabe beruhenden Therapieansätze, wie etwa die sogenannte "Ergotherapie" nicht die nötige Qualität zu erreichen. Hier wurde man in einen Raum gesetzt und sollte sich künstlerisch betätigen, worauf aber viele, ob nun wegen des fehlenden Antriebs oder wegen dem sich aufdrängenden Kindergartenniveaus, überhaupt keine Lust hatten.
Für ca. 30 Patienten stand auch nur ein Psychologe zur Verfügung, mit dem man einen Termin vereinbaren musste, auf wessen Zustandekommen man mitunter Tage warten musste.
Über die Kompetenz dieses Psychologen möchte ich hier nicht urteilen.
Gegeben wurde mir Euplix 10 mg. Alternativen, wie Johanniskraut, 5-HTP, Tryptophan oder Lichttherapie wurden mir nicht angeboten.
Vor allem in der Anfangszeit, aber während der ganzen Behandlungszeit mit diesem Medikament traten Nebenwirkungen auf:
- Geschmacksveränderungen (wie süßliches Schmecken von Zigarettenrauch)
- verändertes Fühlen (Hautkontakt)
- Schwindel (mittelstark)
- Verstärkung der inneren Unruhe, die bereits durch die Depressionen vorhanden waren
- Herz-Rhythmus-Störungen
- Gelenkschmerzen
- stark vermehrtes Schwitzen
Nach dem stationären Aufenthalt in der Klinik konnte mir das Medikament von der Station nicht mehr verschrieben werden und ich musste mir einen Psychiater in meiner Umgebung suchen. Dieser wollte mir Euplix nicht verschreiben, da er meinte das wäre zu teuer. Stattdessen gab er mir Cipramil. Aufgrund meines Gemütszustandes war ich auch nicht in der Lage zu widersprechen, was dieser Arzt eiskalt ausnutzte.
Cipramil 20 mg war im Vergleich zu Euplix, welches nur RELATIV schwache Nebenwirkungen bereitete, ein echter Horror:
- starker Schwindel
- Übelkeit
- grundlose Gereiztbarkeit bis Aggressivität (ich schlug z.B. mit der Faust so stark gegen die Wand, obwohl mich niemand verärgerte oder sonstiges)
- starke Stimmungsschwankungen
- mittelstarke Kopfschmerzen
- Herz-Rhythmus-Störungen (ausgeprägter als bei Euplix)
Die Aggressivität, die Übelkeit und der Schwindel störten mich am meisten. Gerade da ich ansonsten keineswegs aggressiv bin. Ich setzte das Medikament ab und suchte mir einen Arzt, der mir wieder Euplix, auf mein Bitten, für etwa 5 Monate verschrieb.
Ich vermute, dass Ärzte geschmiert werden, damit sie bestimmte Medikamente verschreiben.
Mehrere Beobachtungen lassen mich dies vermuten:
- Cipramil ist TEURER als Euplix, nicht umgekehrt
- die Nebenwirkungen sind den Ärzten sehr wohl bekannt, obwohl der Cipramil-Arzt dreist behauptete er könne sich nicht vorstellen, dass Cipramil aggressiv mache. Ich sah ihm an, dass er log!
Warum verschreiben die Ärzte nicht einfach Johanniskraut oder besser noch 5-HTP gegen Depressionen, obwohl bewiesen wurde, dass beispielsweise 5-HTP (5-Hydroxy-Thrypthophan, die Vorstufe des Serotonin) sich als genauso wirksam, in vielen Fällen sogar als wirksamer erwies als diverse AD. Und das OHNE Nebenwirkungen!
5-HTP kommt in der Natur vor und darf daher nicht patentiert werden. Daher ist die Gewinnspanne für den Vertrieb von 5-HTP viel, viel geringer. In Deutschland ist 5-HTP sogar verboten, obwohl es natürlich in jedem von uns vorkommt und dessen künstliche Gabe KEINE Nebenwirkungen hervor ruft. Warum wohl? Ich schreibe nur: GELD!!!
Leider verfügte ich derzeit noch nicht über dieses Wissen.
Jetzt nützt es mir nicht mehr viel, da meine Depressionen durch exzessiven Cannabisconsum bedingt waren und ich den Konsum an den Nagel gehängt habe.
Dazu muss ich sagen, dass das THC nicht der ursächliche Grund für die Depressionen ist, sondern sie "nur" auslöst. Der eigentliche Grund ist wahrscheinlich eine Enzymstörung in der Serotoninsynthese. Durch THC wird enorm viel Serotonin, Dopamin und GABA ausgeschüttet. Nach dem Konsum stellt sich dann vor allem ein Serotoninmangel ein, der durch die defekte Synthese nicht (schnell genung) ausgeglichen werden kann. So zumindest meine Theorie.
Auch ohne Cannabis bin ich phasenweise leicht depressiv, vor allem an Tagen mit schlechtem Wetter und im Winter, was meine Theorie stärkt. Das soll übrigens nicht bedeuten, dass ich Cannabiskonsum verharmlosen will. Für mich ist es sehr schlecht, andere jedoch scheinen damit kaum bis keine Probleme zu haben.
Grüße,
Daniel
Vor ca. 2 Jahren (mit 18 Jahren) wurde ich knapp 2 Wochen wegen Depressionen stationär in der "Klinik und Poliklinik für Psychiatrie und Psychotherapie" in Düsseldorf-Gerresheim mehr oder weniger gut behandelt.
Mir schien es, dass die Gabe von Antidepressiva den Mittelpunkt der Therapie bildete. Zumindest wurde jeder Patient mit AD behandelt. Außerdem schienen mir die angebotenen, nicht auf Medikamentengabe beruhenden Therapieansätze, wie etwa die sogenannte "Ergotherapie" nicht die nötige Qualität zu erreichen. Hier wurde man in einen Raum gesetzt und sollte sich künstlerisch betätigen, worauf aber viele, ob nun wegen des fehlenden Antriebs oder wegen dem sich aufdrängenden Kindergartenniveaus, überhaupt keine Lust hatten.
Für ca. 30 Patienten stand auch nur ein Psychologe zur Verfügung, mit dem man einen Termin vereinbaren musste, auf wessen Zustandekommen man mitunter Tage warten musste.
Über die Kompetenz dieses Psychologen möchte ich hier nicht urteilen.
Gegeben wurde mir Euplix 10 mg. Alternativen, wie Johanniskraut, 5-HTP, Tryptophan oder Lichttherapie wurden mir nicht angeboten.
Vor allem in der Anfangszeit, aber während der ganzen Behandlungszeit mit diesem Medikament traten Nebenwirkungen auf:
- Geschmacksveränderungen (wie süßliches Schmecken von Zigarettenrauch)
- verändertes Fühlen (Hautkontakt)
- Schwindel (mittelstark)
- Verstärkung der inneren Unruhe, die bereits durch die Depressionen vorhanden waren
- Herz-Rhythmus-Störungen
- Gelenkschmerzen
- stark vermehrtes Schwitzen
Nach dem stationären Aufenthalt in der Klinik konnte mir das Medikament von der Station nicht mehr verschrieben werden und ich musste mir einen Psychiater in meiner Umgebung suchen. Dieser wollte mir Euplix nicht verschreiben, da er meinte das wäre zu teuer. Stattdessen gab er mir Cipramil. Aufgrund meines Gemütszustandes war ich auch nicht in der Lage zu widersprechen, was dieser Arzt eiskalt ausnutzte.
Cipramil 20 mg war im Vergleich zu Euplix, welches nur RELATIV schwache Nebenwirkungen bereitete, ein echter Horror:
- starker Schwindel
- Übelkeit
- grundlose Gereiztbarkeit bis Aggressivität (ich schlug z.B. mit der Faust so stark gegen die Wand, obwohl mich niemand verärgerte oder sonstiges)
- starke Stimmungsschwankungen
- mittelstarke Kopfschmerzen
- Herz-Rhythmus-Störungen (ausgeprägter als bei Euplix)
Die Aggressivität, die Übelkeit und der Schwindel störten mich am meisten. Gerade da ich ansonsten keineswegs aggressiv bin. Ich setzte das Medikament ab und suchte mir einen Arzt, der mir wieder Euplix, auf mein Bitten, für etwa 5 Monate verschrieb.
Ich vermute, dass Ärzte geschmiert werden, damit sie bestimmte Medikamente verschreiben.
Mehrere Beobachtungen lassen mich dies vermuten:
- Cipramil ist TEURER als Euplix, nicht umgekehrt
- die Nebenwirkungen sind den Ärzten sehr wohl bekannt, obwohl der Cipramil-Arzt dreist behauptete er könne sich nicht vorstellen, dass Cipramil aggressiv mache. Ich sah ihm an, dass er log!
Warum verschreiben die Ärzte nicht einfach Johanniskraut oder besser noch 5-HTP gegen Depressionen, obwohl bewiesen wurde, dass beispielsweise 5-HTP (5-Hydroxy-Thrypthophan, die Vorstufe des Serotonin) sich als genauso wirksam, in vielen Fällen sogar als wirksamer erwies als diverse AD. Und das OHNE Nebenwirkungen!
5-HTP kommt in der Natur vor und darf daher nicht patentiert werden. Daher ist die Gewinnspanne für den Vertrieb von 5-HTP viel, viel geringer. In Deutschland ist 5-HTP sogar verboten, obwohl es natürlich in jedem von uns vorkommt und dessen künstliche Gabe KEINE Nebenwirkungen hervor ruft. Warum wohl? Ich schreibe nur: GELD!!!
Leider verfügte ich derzeit noch nicht über dieses Wissen.
Jetzt nützt es mir nicht mehr viel, da meine Depressionen durch exzessiven Cannabisconsum bedingt waren und ich den Konsum an den Nagel gehängt habe.
Dazu muss ich sagen, dass das THC nicht der ursächliche Grund für die Depressionen ist, sondern sie "nur" auslöst. Der eigentliche Grund ist wahrscheinlich eine Enzymstörung in der Serotoninsynthese. Durch THC wird enorm viel Serotonin, Dopamin und GABA ausgeschüttet. Nach dem Konsum stellt sich dann vor allem ein Serotoninmangel ein, der durch die defekte Synthese nicht (schnell genung) ausgeglichen werden kann. So zumindest meine Theorie.
Auch ohne Cannabis bin ich phasenweise leicht depressiv, vor allem an Tagen mit schlechtem Wetter und im Winter, was meine Theorie stärkt. Das soll übrigens nicht bedeuten, dass ich Cannabiskonsum verharmlosen will. Für mich ist es sehr schlecht, andere jedoch scheinen damit kaum bis keine Probleme zu haben.
Grüße,
Daniel