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Probleme beim Absetzen von Opipramol - verzweifelt!
Verfasst: 02.06.2005 10:15
von thebrain
Liebe Mitglieder,
ich hätte mal eine Frage bzgl. Opipramol. Mein Freund verwendete dieses Medikament gegen eine Depression mit Ängsten gemischt!
1. Versuch ca. 2 Wochen tgl. 3mal 50mg! Nach 2 Wochen abgesetzt (von 100 auf 0 an einem Tag) und Symptome Angst und Depression kamen zurück!
2. Versuch gleich anschließend - 1 Woche Absetzpause (wie oben)
Er kann es einfach nich lassen das Medikament so schnell abzusetzen und ist dann völlig verzweifelt was mit Ihm passiert, wenn die Symptome wiederkehren.
Jetzt läuft der 3. Versuch (ca. 10Tage nach 3tägiger Absetzpause) aber anscheinend greifen die Medikamente nicht mehr so richtig.
Fragen:
Kann es sein das das Opipramol jetzt nicht mehr wirkt?
Wie lange sollte es man bei gleichzeitiger Psychotherapie nehmen?
Wie setzt man es ab?
Ich bin momentan verzweifelt, da ich nicht mehr weiss, wie ich Ihn an dieser Stelle unterstützen kann.
Für einen Rat wäre ich Euch sehr dankbar.
Liebe Grüße,
thebrain
Verfasst: 02.06.2005 12:02
von Britta
Hallo!
So ganz werd ich aus deinen Fragen nicht schlau.
Wie lange nimmt/nahm dein Freund das Opipramol?
Hat es ihm bei seinen Beschwerden bisher geholfen und wenn ja, warum will er es absetzen?
Grundsätzlich gilt bei allen AD´s: ganz langsam absetzen. Dauert oft Monate.
Britta
Verfasst: 02.06.2005 14:25
von thebrain
Hallo Uschi,
erstmal vielen Dank für Deine erste Antwort.
Es hat bereits bei den ersten beiden Versuchen ganz gut angeschlagen - innerhalb von 2 Wochen konnte er wieder ganz gut schlafen und hatte wieder viel von seinem ursprünglichen Antrieb.
Deshalb ja auch das prompte Absetzen. Jetzt beim 3. Versuch habe ich den Eindruck, dass das Medikament nicht mehr so richtig anschlägt (nach 10 Tagen). Er klagt weiterhin über Nervosität am Morgen und Angst, dass diese Angst vor der Depression und Angst nicht mehr weggeht.
Was kann man da machen - muss man jetzt schon eine andere Medikation wählen!?
Viele Grüße!
Verfasst: 02.06.2005 15:32
von mücke
Hi, thebrain
Was kann man tun?
Auf die alte Dosierung zurück gehen, solange bis Stabilität wieder hergestellt ist. Dann ganz langsam reduzieren, immer auf den eigenen Körper achten, auch wenn es Wochen dauern sollte.
Es ist keine Schande ein AD zu nehmen. Deinem Freund ist das Medikament doch bisher gut bekommen, oder? Warum dann diese Eile beim Absetzen.
Gruss
Annette
Verfasst: 02.06.2005 16:02
von Britta
Also versteh ich das jetzt richtig? Dein Freund nimmt es ein, hat eine positive Wirkung und setzt dann gleich wieder ab? Dazu ist ein AD nicht gedacht. Es sind normalerweise keine Notfallmedikamente, sondern man muss sie schon über einen längeren Zeitraum einnehmen, wenn es denn nötig ist.
Habt ihr denn keine ärztliche Betreuung?
Und bitte auf keinen Fall "prompt" absetzen. Dann braucht er sich über starke Beschwerden nicht wundern.
Britta
Verfasst: 06.06.2005 10:28
von thebrain
Liebe Mitglieder,
die Wirkung des Opipramols hat sich jetzt ganz gut nach 2 Wochen entfaltet und er macht gleichzeit eine Therapie gegen seine unrealistischen Ängste die häufig in Stresssituatioen (beruflicher Natur auftreten).
Wie lange sollte er denn das Medikament nehmen?
Wird die Wirkung anhalten bzw. noch besser.
Kann man davon ausgehen, dass dieses Medik. immer hilft oder gewöhnt sich der Körper irgendwann daran!?
Viele Grüße,
TheBrain
Verfasst: 06.06.2005 10:56
von Britta
Hallo Brain,
erstmal sollte er die Therapie weitermachen, bis sich sein Zustand stabilisiert hat und nicht jetzt schon ans Absetzen oder Aufhören denken.
Ich habe die Medis erst abgesetzt nachdem es mir über längere Zeit gut ging und dann sehr langsam ausgeschlichen.
Insidon/Opipramol ist noch dazu ein relativ "mildes" Medikament. Meist sind die Nebenwirkungen beim Absetzen nicht so krass. Wie gesagt langsam absetzen!
Ich habe so das Gefühl, ihr seid sehr ungeduldig. Was sich über Jahre aufgebaut hat ist nicht an einem Tag zu bewältigen. Also Geduld.
Und noch einmal meine Frage. Habt ihr denn keinen Arzt, der euch berät? Ich habe das Glück eine sehr gute Ärztin zu haben, die auch aus den Gefahren und Nebenwirkungen der Medikamente kein Hehl macht und mit der ich über alles reden kann.
Außerdem wirken die Medis bei jedem verschieden.
Gruß Britta
Verfasst: 06.06.2005 15:05
von thebrain
Danke für Deine Antwort Britta,
richtig Du hast recht mit der Ungeduld - ich denke, dass ist auch ein Grund fuer die Angststoerung.
Grundsätzlich steht Ihm ein anscheinend sehr guter Arzt (Nervenarzt)(empfahl eine mindestens 3 monatige Therapie) ) + Therapeut zur Verfügung aber was ist mit den Langzeitnebenwirkungen.
Mein Freund ist so ein Perfektionist (noch ein Grund) und duldet leider nicht lange irgend welche Medikamente an sich.
Gibt es Langzeitschäden von Opipramol? Hast Du/ habt Ihr schon mal was davon gehört
Viele Grüße
thebrain
Verfasst: 06.06.2005 15:56
von Britta
Hallo!
Ich denke es ist sicher nicht positiv, ein Medikament über lange Zeit zu nehmen, manchmal aber leider unumgänglich.
Es gibt vielfältige Absetzproblematiken und Nebenwirkungen, deshalb auch dieses Forum.
Geh doch erst einmal davon aus, dass deinem Freund die Therapie hilft und er das Medikament dann ausschleichen kann.
Hat er denn schon einmal alternative Methoden probiert (siehe Extrathread hier im Forum)?
Die Therapie ist auf jeden Fall erstmal ein Anfang.
Von Lanzeitnebenwirkungen kann man bei deinem Freund jetzt noch nicht sprechen. Vielleicht versucht ihr einfach, euch nicht so verrückt zu machen und erstmal ganz in Ruhe die Therapie durchzuführen.
Zuviel Infos und schreckliche Berichte können einen am Anfang auch ganz schön kirre machen.
Britta