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Hi, ich möchte mich vorstellen:

Verfasst: 23.05.2005 13:17
von stubentiger40
Hallo an alle,
ich bin neu hier und möchte mich kurz vorstellen. Ich bin 42 Jahre alt, männl. und seid 1996 wegen endogener Depressionen in Behandlung. Nach dem Ausprobieren versch. AD's nehme ich seid 2 Jahren Trevilor retard 75mg. Dieses Medikament hat bisher das tiefe Abstürzen mit starkem Grübelzwang verhindern können. Vorher konnte ich phasenweise eine ganze Woche so gut wie nichts machen (Antrieb fast 0; auch auf Arbeit). Mit diesem AD fühle ich mich aber innerlich sehr unruhig (bin aber auch eher der nervöse Typ).

Also auf der einen Art kam ich bis jetzt gut zurecht mit Trevilor, andererseits möchte ich es gern absetzten, um wieder ohne Chemie zu leben. Ich habe in den letzten 12 Monaten ca. 3-4 mal probiert, Trevilor abzusetzten. Dabei habe ich einfach den Inhalt der Kapsel um die Hälfte reduziert und bin nach ca. 2 Woche auf "0" gegangen. Nach ungefähr 24-30 Stunden bekam ich jedesmal extreme Schwindelgefühle -sogar nur beim Kopfbewegen bzw. beim Augen-hin und her-Bewegen. Das habe ich aber noch ausgehalten, aber einige Stunden später hatte ich immer das Gefühl ich werde verrückt, war total gereizt und stand neben mir. Irgendwann dachte ich dann immer, das halte ich nicht mehr aus. Dann schnell eine Kapsel 75 mg genommen und in ca. 30-60 Minuten waren diese Symtome komplett weg. Das machte mir doch ein wenig Angst und ich dachte, ich komme nie mehr von dem AD los. Nun habe ich auf dieser ADFD-Seite gelesen, was für enorme Absetzprobleme bei SSRI auftreten können und erfahren wie man es doch schaffen kann. Übrigens, ich bin auch der Meinung, dass viele Ärzte sehr wenig über diese Absetzprobleme wissen oder wissen wollen.

Verfasst: 23.05.2005 23:29
von Hannes Wien
Hallo Stubentiger, willkommen im Forum !
Mit diesem AD fühle ich mich aber innerlich sehr unruhig (bin aber auch eher der nervöse Typ).
Also alle SSRI SNRI AD können recht stark aufputschen!
Ich habe in den letzten 12 Monaten ca. 3-4 mal probiert, Trevilor abzusetzten. Dabei habe ich einfach den Inhalt der Kapsel um die Hälfte reduziert und bin nach ca. 2 Woche auf "0" gegangen.
So kann es nicht gutgehen das ist viel zu schnell!

Versuche nur 1/4 oder weniger der Kugeln rauszunehmen und über einige Monate langsam zu reduzieren!

Nach ungefähr 24-30 Stunden bekam ich jedesmal extreme Schwindelgefühle -sogar nur beim Kopfbewegen bzw. beim Augen-hin und her-Bewegen. Das habe ich aber noch ausgehalten, aber einige Stunden später hatte ich immer das Gefühl ich werde verrückt, war total gereizt und stand neben mir.
Das waren die Entzugserscheinungen des Venlafaxin, weil du eben viel zu schnell reduziert hast.

Dann schnell eine Kapsel 75 mg genommen und in ca. 30-60 Minuten waren diese Symtome komplett weg. Das machte mir doch ein wenig Angst und ich dachte, ich komme nie mehr von dem AD los.
Das hat bis jetzt noch jeder/e geschafft, wenn man es langsam macht also keine Angst.
Übrigens, ich bin auch der Meinung, dass viele Ärzte sehr wenig über diese Absetzprobleme wissen oder wissen wollen.

Die Ärzte bilden sich meist nur beim Pharmavertreter und der wird wohl kaum sagen, dass sein Medikament beim Absetzen kacke sein kann.

Hast du schon das link:infopaket gelesen ...???

Liebe Grüße

Hannes

Danke für Eure Antworten; Hallo Hannes !

Verfasst: 24.05.2005 09:22
von stubentiger40
Hi Hannes,

bin soeben beim Ausdrucken des Info-Paketes. Werde es u.a. meinem behandelten Arzt übergeben.

Kann ich mein Medikament auch in flüssiger Form erhalten ??

Tschau

Verfasst: 24.05.2005 14:24
von Hannes Wien
Hallo Stubentiger,

Venlafaxin gibt es nach meinem Wissen nicht flüssig wahrscheindlich wegen der kurzen Halbwertszeit + der Retardfunktion.

Liebe Grüße

Hannes