Hallo miteinander!
Verfasst: 10.05.2005 00:12
Ich bin froh, dass es dieses Forum gibt und möchte allen für ihr Enagegement danken. Nachdem ich dies und das gelesen habe, verstehe ich einiges besser.
Beim Versuch, Cipralex abzussetzen, hatte ich plötzlich dieses im Forum immer wieder erwähnte Gefühl, wie unter Strom zu stehen, was ich allerdings nicht sofort mit der Reduktion des Medikaments in Zusammenhang gebracht habe.
Geholfen hat mir neben der detallierten Auflistung von möglichen Erscheinenungen bei der Absetzung eines SSRI, der Hinweis, dass Symptome, die während oder unmittelbar nach der Absetzung eines Medikaments auftreten, eher mit der Absetzung zu tun haben als mit einem Rückfall.
Damit konnte ich eine Zeitlang leben. Die erste grössere Irritation war ein Migräne-Anfall etwa 1/2 Woche nach dem völligen Absetzen
von Cipralex. Ein weiterer folgte eine Woche später. In der Zeit, in der ich das Medikament genommen habe, hatte ich kein einziges Mal Migräne. Das und das Gefühl wie unter Strom zu stehen, das in etwa immer gleich stark geblieben ist, sowie Gangunsicherheit usw., haben mich veranlasst, wieder Cipralex zu nehmen.
Natürlich habe ich das Gefühl, beim Absetzen zu wenig geduldig gewesen zu sein. Bei einem nächsten Versuch müsste das Absetze über wesentlich längere Zeit erfolgen. Nur, mein Befinden ist mit dem Medikament einfach wesentlich besser als ohne. Und irgendwie habe ich das Gefühl, dass ich nicht nur meine "Defekte" akzeptieren muss, sondern auch, dass ich mit einem Medikament besser leben kann als ohne. Die Frage der Abhängigkeit oder Sucht ist dabei vielleicht eher eine moralische als eine gesundheitlich-körperliche.
Dazu möchte ich anfügen, dass ich 50 Jahre alt bin, und seit drei Jahrezehnten Erfahrungen mit den verschiedensten Therapieansätzen gemacht habe. Gerade das macht es nicht einfacher, die Wirksamkeit von ein paar Milligramm einer geheimnsivollen Substanz zu akzeptieren...
Beim Versuch, Cipralex abzussetzen, hatte ich plötzlich dieses im Forum immer wieder erwähnte Gefühl, wie unter Strom zu stehen, was ich allerdings nicht sofort mit der Reduktion des Medikaments in Zusammenhang gebracht habe.
Geholfen hat mir neben der detallierten Auflistung von möglichen Erscheinenungen bei der Absetzung eines SSRI, der Hinweis, dass Symptome, die während oder unmittelbar nach der Absetzung eines Medikaments auftreten, eher mit der Absetzung zu tun haben als mit einem Rückfall.
Damit konnte ich eine Zeitlang leben. Die erste grössere Irritation war ein Migräne-Anfall etwa 1/2 Woche nach dem völligen Absetzen
von Cipralex. Ein weiterer folgte eine Woche später. In der Zeit, in der ich das Medikament genommen habe, hatte ich kein einziges Mal Migräne. Das und das Gefühl wie unter Strom zu stehen, das in etwa immer gleich stark geblieben ist, sowie Gangunsicherheit usw., haben mich veranlasst, wieder Cipralex zu nehmen.
Natürlich habe ich das Gefühl, beim Absetzen zu wenig geduldig gewesen zu sein. Bei einem nächsten Versuch müsste das Absetze über wesentlich längere Zeit erfolgen. Nur, mein Befinden ist mit dem Medikament einfach wesentlich besser als ohne. Und irgendwie habe ich das Gefühl, dass ich nicht nur meine "Defekte" akzeptieren muss, sondern auch, dass ich mit einem Medikament besser leben kann als ohne. Die Frage der Abhängigkeit oder Sucht ist dabei vielleicht eher eine moralische als eine gesundheitlich-körperliche.
Dazu möchte ich anfügen, dass ich 50 Jahre alt bin, und seit drei Jahrezehnten Erfahrungen mit den verschiedensten Therapieansätzen gemacht habe. Gerade das macht es nicht einfacher, die Wirksamkeit von ein paar Milligramm einer geheimnsivollen Substanz zu akzeptieren...