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Hiho!

Verfasst: 02.05.2005 21:27
von Halbmond
Ich bin neu hier und stelle mich erstmal vor :D

Komme aus dem Raum Bonn und leide bereits seid meiner Kindheit an Depressionen und Anpassungsstörungen.

Seit langer Zeit befinde ich mich in Gesprächstherapie, die mich leider nicht wirklich voranbringt.
Ich kann mich einfach nicht richtig öffnen und bin immer angespannt.
Anders sieht es bei Alternativen Therapien aus, wie z.b. Maltherapie oder Tanztherapie, da kann ich supergut abschalten.
Leider wird das nicht von meiner Krankenkasse übernommen :(

Im laufe der Zeit versuchte man an mir mehrere Antidepressiva und Neuroleptika aus, mit mehr oder weniger grossem Erfolg.

Im Moment bekomme ich 10mg Citalopram, da ein Absetzversuch super in die Hose gegangen ist.
Alles war wieder dabei: Lustlosigkeit, kein Appetit, Gedankenkreisen, Angst vor Leuten, Selbstmordgedanken und vollkommener sozialer Rückzug - ausser zur Arbeit und zum Einkaufen habe ich nichts mehr auf die Reihe bekommen.
Manchmal auch das nichtmehr. Meine Wohnung sah dementsprechend aus.
Da hat mein Psychiater die Notbremse gezogen und mir wieder 10mg verschrieben.

Ich frage mich jetzt wie ich aus diesem Teufelskreis herauskomme.

Durch stöbern im Internet bin ich auf diese informative Seite gestossen.

Gruss Halbmond

Verfasst: 02.05.2005 23:29
von Hannes Wien
Hallo Halbmond,

willkommen im Forum!
Im Moment bekomme ich 10mg Citalopram, da ein Absetzversuch super in die Hose gegangen ist.
Wie schnell ist denn dein Absetzversuch in die Hose gegangen?

Nach Tagen, Wochen ?

Wenn ja waren das Entzugserscheinungen und kein Rückfall!
Alles war wieder dabei: Lustlosigkeit, kein Appetit, Gedankenkreisen, Angst vor Leuten, Selbstmordgedanken und vollkommener sozialer Rückzug - ausser zur Arbeit und zum Einkaufen habe ich nichts mehr auf die Reihe bekommen
Das gehört aber auch zu den Entzugserscheinugen:
David Healy hat geschrieben:LEIDE ICH AN ABSETZERSCHEINUNGEN?


Es gibt drei Indikatoren, um zwischen Absetzerscheinungen und dem Wiederauf-tauchen der ursprünglichen Symptomatik zu unterscheiden:

1. Wenn das Problem kurze Zeit nach einer Dosisreduktion oder dem Absetzen auftritt (das können je nach Patient Stunden, Tage oder sogar einige Wochen sein) ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass es sich um ein Absetzsymptom handelt. Das erfolgreich behandelte ursprüngliche Problem sollte eigentlich nach dem Absetzen über Monate oder sogar Jahre nicht mehr auftauchen.
2. Wenn die Symptome (siehe Absetzsymptome) nach erneuter Einnahme oder Erhöhung der Dosis wieder verschwinden, deutet dies ebenfalls auf ein Absetzsymptom hin und nicht auf ein Wiederauftauchen der ursprünglichen Symptomatik. Wenn es echte Krankheitssymptome wären, würde es länger dauern, bis Sie wieder auf die Behandlung ansprechen. Die kurzfristige Reaktion der Symptomatik auf die Behandlung weist auf ein Absetzproblem hin.
3. Es ist durchaus möglich, dass sich ihre Absetzsymptome mit den Symptomen ihrer eigentlichen Krankheit überlappen. Beides enthält Elemente von Unruhe, Angst und Depressionen. Ebenso oft treten beim Absetzen aber auch völlig neue Symptome auf wie: kribbelnde Gefühle, elektrische Schocks, Schmerzen und ein grippeähnliches Gefühl.

Vor dem Absetzen eines SSRI sollte man sich vergegenwärtigen, dass viele Menschen keine Probleme haben werden. Einige werden minimale Probleme haben, die möglicherweise nach ein paar Tagen ihren Höhepunkt erreichen, um dann wieder nachzulassen. Die Symptome können allerdings auch einige Wochen oder sogar Monate andauern. Manche Menschen werden größere Probleme haben, denen mit den nachfolgenden Absetzplänen geholfen werden kann.
Schließlich wird es aber eine Gruppe von Menschen geben, die das SSRI schlicht und einfach nicht absetzen können. Es ist wichtig, diese letzte Möglichkeit anzuerkennen, damit Sie sich in diesem Falle nicht unnötig quälen. Ärztliche Hilfe mag für manche Angehörigen dieser Gruppe hilfreich sein, um den Nebenwirkungen der SSRI zum Beispiel dem Verlust der Libido, medikamentös entgegenzuwirken.
Da hat mein Psychiater die Notbremse gezogen und mir wieder 10mg verschrieben.
Wie schnell ist denn der "Rückfall" wieder verschwunden ...???

Tage oder 1-2 Wochen dann waren es Entzugserscheinugen.

Schau dir mal das link:infopaket durch !
Ich frage mich jetzt wie ich aus diesem Teufelskreis herauskomme.
Langsam je nach Einnahmezeit über viele Wochen/Monate langsam runter!

Liebe Grüße

Hannes

Verfasst: 03.05.2005 00:46
von Halbmond
Hallo!
Wie schnell ist denn dein Absetzversuch in die Hose gegangen?

Nach Tagen, Wochen ?

Wenn ja waren das Entzugserscheinungen und kein Rückfall!
Mittlerweile glaube ich auch, das es Entzugserscheinungen waren die ich hatte.
Meine Dosis war 2 Jahre 10mg, 3 Monate 5mg, danach 3 Monate alle 2 Tage 5mg danach ganz weg.

Mit den 5mg alle 2 Tage ging es eigentlich so lala, rückblickend habe ich schon da angefangen mich langsam zurückzuziehen.
Als es ganz abgesetzt wurde war es die Hölle.
Wie schnell ist denn der "Rückfall" wieder verschwunden ...???

Tage oder 1-2 Wochen dann waren es Entzugserscheinugen.
Also mir ging es nach ungefähr 1 Woche schon merklich besser, keine Zwangsgedanken, mehr Antrieb.
Langsam je nach Einnahmezeit über viele Wochen/Monate langsam runter!
Also noch langsamer, naja ich hoffe ich gehöre nicht zu denen, die nicht absetzten können.