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Wer kennt Amineurin?

Verfasst: 28.04.2005 20:47
von Tina
Hallo ihr Lieben, :D

ich habe lange nichts mehr von mir hören lassen. Bitte entschuldigt.
Wegen eines starken Leidensdruck den ich wegen meines kranken Sohnes habe, (er hat eine bestimmte Form von Autismus und Depressionen), könnt ihr mir vielleicht meinen Kummer verstehen.
Ich habe heute wegen depressive Schlafstörungen AMINEURIN verschrieben bekommen. Wer kennt dieses Medikament? Macht es auch so viel Nebenwirkungen wie SSRs? Ich bin zur Zeit wegen negativen Erfahrungen mit Ärzten gegenüber schlecht eingestellt
Bitte meldet euch, wenn ihr darüber was wisst.
LG
Tina

Hallo !

Verfasst: 29.04.2005 11:05
von yinyang
Amineurin habe ich auch genommen, ca. 7 Monate. Es hilft sehr gut beim schlafen, aber ich war dann immer den ganzen tag extrem müde. muss aber bei dir nicht sein. Ich habe 4 verschiedene ad´s genommen und fand das amineurin am besten, nicht vergleichbar mit ssri, finde ich. das letzte bei mir war trevilor, citalopram und mirtazapin, das habe ich überhaupt nicht vertragen.

gerade bei schlafstörungen hilft amineurin, habe es wegen ständiger müdigkeit abgesetzt, kam nicht mehr aus dem bett. probier es aus.

ich kämpfe seit monaten mit entzugserscheinungen (ssri) und nehme jetzt nie mehr ein ad. ich bin anscheinend ein zartes pflänzchen und reagier sehr sensibel auf solche medis.

aber man kann von mir nicht auf andere schliessen...

ich drücke dir die daumen...

lieben gruss yinyang :roll:

Amineurin -- Amitriptylin

Verfasst: 30.04.2005 23:29
von PhilRS
yinyang hat geschrieben:amineurin ... nicht vergleichbar mit ssri
Gut gesagt!

Amineurin (HEXAL-Präparat) = Amitriptylin (Wirkstoff).

Ist ein TZA (Trizyklisches Antidepressivum), schon viel länger bekannt als die SSRI, und hat mit denen herzlich wenig gemein.

Korrekt: Eines der vorrangig dämpfenden TZA. Allerdings sollte die Müdigkeit im Lauf der Einnahme abnehmen.

(Es gibt übrigens auch aktivierende TZA, nicht alle machen müde!)
trevilor, citalopram
sind SNRI/SSRI ohne dämpfende/beruhigende Wirkung.
mirtazapin
ist ein tetrazyklisches AD, was nun wiederum mit den vorgenannten wenig zu tun hat... ist von seinen spezifischen Risiken her auch nicht ohne!

<hr>
nehme jetzt nie mehr ein ad
Zur "Ehrenrettung" des TZA Amitriptylin: Wenn es überhaupt ein Abhängigkeitspotenzial hat, dann um einige Zehnerpotenzen geringer als die erwähnten SSRI.

<hr>

Amitriptylin: Unerwünschte Wirkungen

- Benommenheit, Schwindel, Müdigkeit am Tage ("hang-over")
- Mundtrockenheit, Blasenentleerungsstörungen, Magen-Darm-Beschwerden
- Gewichtszunahme
- beschleunigter Herzschlag, Blutdrucksenkung, Herzrhythmusstörungen
- verschwommenes Sehen, Zittern (Tremor)

(...)

sind die häufigsten, "klassischen" Nebenwirkungen. Am unangenehmsten ist oft die Mundtrockenheit. Lässt sich oft mit Kaugummi ansatzweise 'behandeln'.

Alles Gute wünscht
-PhilippRS.

Wer kennt Amineurin

Verfasst: 01.05.2005 15:18
von Tina
Hallo, :D

danke für eure Antworten.
Die Nebenwirkungen von denen ihr über Amineurin berichtet, hören sich für mich gar nicht gut an. Klar, dass es dazu gar nicht kommen muss, aber so wie ich mich kenne, hätte ich von diesem Medikament mindesten zwei von den genannten Nebenwirkungen. Ich nehme nämlich zum schlafen abends zwei Insidontabletten,von denen ich ziemlich Mundtrockenheit bekomme und ich schon nachts mit Wasser trinken beginne. Also, ich werde mir das einnehmen von Amineurin mir nochmals überlegen.
LG
Tina

Verfasst: 02.05.2005 11:21
von Britta
Hallo Tina,

wie lange nimmst du Insidon schon?

Bei mir hat nach ca. 4 Wochen die Mundtrockenheit ganz aufgehört und ich vertrage es ganz gut. Ich nehme die Tropfen. Allerdings habe ich die letzte Zeit öfter Magenschmerzen...

Britta

wer kennt Amineurin?

Verfasst: 02.05.2005 12:11
von Tina
Hallo Britta, :D

ich nehme Insidon schon seit einem halben Jahr.Mein Arzt meinte es wäre nicht gut es so lange zu nehmen. Ich weiß auch nicht warum.
Meine Mundtrockenheit erlebe ich als sehr störend und Magenprobleme habe ich nachts auch. Manchmal juckt es mich am ganzen Körper.
Jedenfalls habe ich auch die ganze Tablettenschluckerei ziemlich satt.
Ich hatte auch noch nie ein Medikament das bei mir keine Nebenwirkungen auslöste.
LG
Tina

Verfasst: 02.05.2005 12:33
von Britta
Hi Tina,

dann wird es wohl nicht mehr besser werden. :(

Ein Medikament ohne Nebenwirkungen gibt es anscheinend nicht. Es ist echt zum Verzweifeln.

Ich nehme zusätzlich zum Insidon noch das pflanzliche Präparat Anxiovita. Nun weiss ich natürlich nicht, was die Besserung meines Zustandes bewirkt hat, die Medis oder die Akupunktur oder vieleicht das Wetter? :roll:

Allerdings geht es mir seit Freitag auch wieder etwas schlechter. *seufz*

Liebe Grüße
Britta

Verfasst: 02.05.2005 20:22
von PhilRS
Hi Britta,
Britta hat geschrieben:Ein Medikament ohne Nebenwirkungen gibt es anscheinend nicht.
Sehr richtig. Man muss vermutlich sogar sagen, eins was keine Nebenwirkungen hat, hat auch keine Hauptwirkung. Der Pharmakologe spricht darum auch eher von "unerwünschten Wirkungen", da die Einteilung Haupt-/Nebenwirkung völlig willkürlich ist.

Zu den "pflanzlichen Alternativen":
Hirschhausen hat das mal sehr schön verulkt, sich auf der Bühne eine Fluppe angesteckt, gehustet und meinte "na und, is ja rein pflanzlich!"

wird gern unterschlagen: Nur weil etwas pflanzlich ist, heißt das noch lange nicht, dass es besser verträglich ist (wenn es denn wirkt).

Übles Beispiel dafür sind die östrogen-artig wirkenden Pflanzenpräparate f.d. Menopause. Frauen, die Mönchspfeffer u.a. Zeug nehmen, setzen sich damit wohl denselben Risiken aus, wie mit "chemischen" Hormonen. Ich musste meine quasi-Schwiegermutter neulich erst drüber aufklären, denn sie hat Risikofaktoren und darf keine Hormone nehmen, dachte aber, mit dem "pflanzlichen" ginge das. Die Werbung behauptet es schließlich... :evil:

<hr>

Zurück zum Thema. Empfindlichen Leuten würde ich immer erst was anderes, nicht-medikamentöses empfehlen. Übrigens zeigt sich so eine Empfindlichkeit oft schon früher, bei Einnahme von Schmerzmitteln oder so, d.h. nicht erst bei Psychopharmaka.

Notfalls sogar Homöopathie, aber das ist ein eigenes Thema (Wirkung/Nebenwirkung dgl.).

Akupunktur halte ich für ausgezeichnet, aber da gibt es vieles, was man aus der Ferne nicht so gut einschätzen kann.

Gute Besserung,
-PhilippRS.

Verfasst: 02.05.2005 20:37
von Tina
Hallo Britta,

was für ein pflanzliches Präparat nimmst du denn ein? Kann man das in der Apotheke kaufen?
Vielleicht wäre das auch was für mich.
LG
Tina

Verfasst: 03.05.2005 09:24
von Britta
Guten Morgen Tina,

gib einfach mal "Anxiovita" über die Suchfunktion hier im Forum ein. Da bekommst du einen ausführlichen Bericht.

Die Apotheke konnte es mir nicht bestellen, weil es aus Holland kommt. ich hab dann eine Webseite gefunden wo man die Mittel bestellen kann.

Hier der Link:

http://www.rund-um-die-uhr-apotheke.biz

Aber wie gesagt, keine Ahnung was mir geholfen hat.

Liebe Grüße
Britta

Verfasst: 29.05.2005 08:38
von Dana
Hallo Britta,

finde es klasse, dass Du es mit dem Anxiovita probiert hast - ich kann Dir jedoch nur dringend raten, Dich kompetent testen zu lassen und die entsprechend richtigen Medikamente einzunehmen. Anxiovita ist ein Akutmittel zu den anderen Chavita und Emvitamedikamenten und sollten in Kombination eingenommen werden.

Diese Tropfen bewirken eine tiefgreifende seelische Veränderungen und sollten deswegen nicht einfach mal so eingenommen werden.

Mehr Infos, wo Du diese auch bestellen kannst findest Du unter

www.rubimed.com

Auf dieser Seite gibt es auch einen Link zu einem Therapeuten in Deiner Nähe (kannst Du unter Eingabe Deiner Postleitzahl suchen lassen)

Liebe Grüße

Dana

Verfasst: 30.05.2005 09:24
von Britta
Hallo Dana,

danke dir für den Hinweis. Wer mich da mal schlau machen.

Liebe Grüsse
Britta