Hallo Leute,
erstmal vielen Dank für dieses Forum. Ohne diese Seiten hätte ich schon längst wieder geglaubt depressiv zu sein und schon längst wieder zu Trevilor gegriffen. Dank einer Therapie, die ich schon seit 2 Jahren mache, habe ich es geschafft, das Trevilor runterzudosieren und schließlich ganz abzusetzen. Natürlich unter ärztlicher Betreuung. Allerdings traten sofort viele der von Euch beschriebenen Entzugserscheinungen auf: Übererregung/Nervösität, Übelkeit, Ohrengeräusche, Schlaflosigkeit, Appetitlosigkeit, etc. Das war in den ersten Wochen sehr schlimm, konnte nur mit 1/4 Lorazepam schlafen. Dann wurde es besser, konnte wieder zur Uni gehen. Seit ein paar Wochen ist es wieder schlimmer geworden. Teilweise sind neue Symptome dazu gekommen (habe das Gefühl im Kopf krampft sich etwas zusammen, Stromschlagähnlich, zusammen mit extremer Unruhe), da hilft mir in dem Moment nur 1/4 Lorazepam.
Meine Psychiaterin (zu der ich allerdings nur noch wenig Vertrauen habe) hat gesagt, dass sie nicht sagen kann, ob es der Entzug ist oder die Depression. Sie hat mir gegen die Unruhe Promethazinhydrochlorid verschrieben. Das ist ein Antihistaminikum, wirkt sedierend, macht aber nicht abhängig. Hat jemand Erfahrung damit?
Habe mein "normales Leben" praktisch aufgegeben, habe meine Prüfungen abgesagt, wohne bei meinen Eltern, da mir diese Symptome so Angst machen. Ich fühle mich bei meinen Eltern sicherer und geborgener und habe das Gefühl, diese Symptome alleine nicht ertragen zu können. Irgendwie habe ich das Vertrauen in meinen Körper verloren. Habe Angst vor neuen Symptomen, Angst, dass was Schlimmes passieren könnte. Angst, dass es die Depression sein könnte.
Aber das kann doch kein Dauerzustand werden? Wie lange, glaubt Ihr, muss ich noch durchhalten? Ich habe ja mit Unterbrechung fast 5 Jahre AD genommen. Meine letzte Dosis war 1/4 37,5 mg Trevilor, also ca. 9 mg.
Woran erkenne ich, dass es eine neue Depression ist? Ohne diese Symptome geht es mir eigentlich gut. Kann es eine lavierende (körperliche) Depression sein?
Ich war schon oft an dem Punkt, wo ich gesagt habe, gebt mir einfach irgendwas, hauptsache, es geht mir wieder besser. Also ehrlich gesagt, stehe ich das lange nicht mehr durch. Welche Gefahren bestehen, wenn ich jetzt wieder anfange ein AD zu nehmen? Habe Angst vor Nebenwirkungen. Eigentlich habe ich mir geschworen nie wieder ein AD zu nehmen...!
Gruß
Eva
3 Monate ohne Trevilor - wie lange dauert der Entzug noch?
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Hannes Wien
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Hallo Eva,
willkommen im Forum!
Zum Schlafen kannst du ja trizyklisches AD nehemen.
http://www.adfd.org/austausch/viewtopic.php?t=853
Ein Auszug:
Mit dem besten Grüßen
Hannes
willkommen im Forum!
Lass bitte die Finger vom Lorazepam es ist wirklich das Benzo was am schnellsten Abhängig macht und eine Benzoabhängigkeit ist x mal schlimmer als SNRI !!Übererregung/Nervösität, Übelkeit, Ohrengeräusche, Schlaflosigkeit, Appetitlosigkeit, etc. Das war in den ersten Wochen sehr schlimm, konnte nur mit 1/4 Lorazepam schlafen.
Zum Schlafen kannst du ja trizyklisches AD nehemen.
Lass lieber das Semester sausen bevor du Benzo´s nimmst, den Karmpf im Kopf und die Zaps kenne ich auch gut vom Zoloft (Sertralin).Dann wurde es besser, konnte wieder zur Uni gehen. Seit ein paar Wochen ist es wieder schlimmer geworden. Teilweise sind neue Symptome dazu gekommen (habe das Gefühl im Kopf krampft sich etwas zusammen, Stromschlagähnlich, zusammen mit extremer Unruhe), da hilft mir in dem Moment nur 1/4 Lorazepam.
Zu Psychiater habe ich schon sehr lange ALLES Vertraunen verlohren ...... so was von keine Ahnung was sie da verschreiben.... und was es alles anrichten kann!Meine Psychiaterin (zu der ich allerdings nur noch wenig Vertrauen habe) hat gesagt, dass sie nicht sagen kann, ob es der Entzug ist oder die Depression.
Ein Neuroleptika hat 500 Nebenwirkungen, manche vertragen es auch !Sie hat mir gegen die Unruhe Promethazinhydrochlorid verschrieben. Das ist ein Antihistaminikum, wirkt sedierend, macht aber nicht abhängig. Hat jemand Erfahrung damit?
Sind ganz sicher nur Entzugserscheinungen ließ mal das SSRI Infopaket.Habe Angst vor neuen Symptomen, Angst, dass was Schlimmes passieren könnte. Angst, dass es die Depression sein könnte.
http://www.adfd.org/austausch/viewtopic.php?t=853
Ein Auszug:
LEIDE ICH AN ABSETZERSCHEINUNGEN?
David Healy
Es gibt drei Indikatoren, um zwischen Absetzerscheinungen und dem Wiederauf-tauchen der ursprünglichen Symptomatik zu unterscheiden:
1. Wenn das Problem kurze Zeit nach einer Dosisreduktion oder dem Absetzen auftritt (das können je nach Patient Stunden, Tage oder sogar einige Wochen sein) ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass es sich um ein Absetzsymptom handelt. Das erfolgreich behandelte ursprüngliche Problem sollte eigentlich nach dem Absetzen über Monate oder sogar Jahre nicht mehr auftauchen.
2. Wenn die Symptome (siehe Absetzsymptome) nach erneuter Einnahme oder Erhöhung der Dosis wieder verschwinden, deutet dies ebenfalls auf ein Absetzsymptom hin und nicht auf ein Wiederauftauchen der ursprünglichen Symptomatik. Wenn es echte Krankheitssymptome wären, würde es länger dauern, bis Sie wieder auf die Behandlung ansprechen. Die kurzfristige Reaktion der Symptomatik auf die Behandlung weist auf ein Absetzproblem hin.
3. Es ist durchaus möglich, dass sich ihre Absetzsymptome mit den Symptomen ihrer eigentlichen Krankheit überlappen. Beides enthält Elemente von Unruhe, Angst und Depressionen. Ebenso oft treten beim Absetzen aber auch völlig neue Symptome auf wie: kribbelnde Gefühle, elektrische Schocks, Schmerzen und ein grippeähnliches Gefühl.
Vor dem Absetzen eines SSRI sollte man sich vergegenwärtigen, dass viele Menschen keine Probleme haben werden. Einige werden minimale Probleme haben, die möglicherweise nach ein paar Tagen ihren Höhepunkt erreichen, um dann wieder nachzulassen. Die Symptome können allerdings auch einige Wochen oder sogar Monate andauern. Manche Menschen werden größere Probleme haben, denen mit den nachfolgenden Absetzplänen geholfen werden kann.
Schließlich wird es aber eine Gruppe von Menschen geben, die das SSRI schlicht und einfach nicht absetzen können. Es ist wichtig, diese letzte Möglichkeit anzuerkennen, damit Sie sich in diesem Falle nicht unnötig quälen. Ärztliche Hilfe mag für manche Angehörigen dieser Gruppe hilfreich sein, um den Nebenwirkungen der SSRI zum Beispiel dem Verlust der Libido, medikamentös entgegenzuwirken.
Versuche durchzuhalten, jetzt weißt du ja das es KEIN Rückfall ist!Ich war schon oft an dem Punkt, wo ich gesagt habe, gebt mir einfach irgendwas, hauptsache, es geht mir wieder besser. Also ehrlich gesagt, stehe ich das lange nicht mehr durch. Welche Gefahren bestehen, wenn ich jetzt wieder anfange ein AD zu nehmen? Habe Angst vor Nebenwirkungen. Eigentlich habe ich mir geschworen nie wieder ein AD zu nehmen...!
Mit dem besten Grüßen
Hannes