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Citalopram, durch psychischen Stress Dosiserhöhung notendig?

Hier lassen sich auch viele Erfahrungsberichte über das Absetzen von Antidepressiva und Benzodiazepinen finden.
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Schnuppe
Beiträge: 12
Registriert: 21.01.2005 20:22

Citalopram, durch psychischen Stress Dosiserhöhung notendig?

Beitrag von Schnuppe »

Ich nehm jetzt wieder Citalopram, jetzt seit 6 Wochen die erste 10mg und dann auf 20mg erhöht. Abgesehen von der bleiernden Müdigkeit bin ich mit dem Medikament gut klargekommen und habe bereits nach 2-3 Wochen eine Verbesserung meiner Stimmung zum positiven bemerkt. hatte wieder Lust rauszugehen, zu arbeiten auf Freunde...

So vor 5 Wochen bestand dann Kontaktabbruch zu meinen Eltern und ich habe wieder sehr viel geweint in dieser Zeit 2 Wochen lang wars wirklich heftig, kaum noch was gegessen, 3 kilo abgenommen. Der Kontakt besteht seit 2 Wochen wieder ABER meine symptome sind dafür wieder verstärkt da und ich bin ernet abgerutscht, Hoffnungslosigkeit, keinen antrieb mehr , Arbeit nicht schaffen. Konzentration und Merkfähigkeit fast null

Meine Psychologin hat, nachdem ich zu ihr ging und meinte hat alles keinen Sinn mehr, besser die therapeuische arbeit beenden, mich wieder etwas aufgefangen und zum wiederkommen bewegen können und mich erneut zur psychiaterin geschickt.

Dosis ist jetzt erstmal auf 30mg hochgesetzt worden bin wieder total müde und mir is übel, wenns in 2 Wochen nicht besser is muss ich wieder hin

Ich weiss einfach nicht ob die Erhöhung was bringt, kann ich durch den Kontaktabbruch wirklich noch weiter abrutschen(Auslöser) das ich eine höhere Dosis benötige? Warum??? Wenn das doch abfangen soll? Mein Essen hab ich seit dem auch nicht mehr in den Griff gekriegt, nehme immer weiter ab. Die Psychiaterin meinte kein Problem wenn die medis richtig eingestellt sind ess ich schon wieder, aber ich glaub das nicht. Is irgendwie in die MS reingekippt, da helfen Antidepressiva doch auch nicht, ist ja in erster Linie ein gedankliches, emotionales Problem.
Und noch eine Frage, kann es sein das SSRI`s Albträume oder besser geagt sehr, sehr realistische Träume auslösen so das sich teilweise nicht wirklich von Realität und Traum unterscheiden lässt und woher kommt das
Ich hab halt Angst wenn jetzt 30mg auch nicht aussreichen dann 40mg nehmen zu müssen ud oder noch ein Medikament extra zu bekommen
Symptome: Antriebslosigkeit, Konzentrationsstörung, schaffe meine arbeit nicht mehr, fühl mich orientierungslos, selbst schöne dinge machen mir keinen Spass mehr, Unruhe Weine viel; Diagnose: Major Depression
Medikation: Citalopram, erstmal 10mg da Möglichkeit psychotischen Schubs besteht, nehme erst seit 2 Tagen!!!)

Einnahme beim 2 ten versuch ganz gut funktioniert da frühs eingenommen um mich abzulenken, nur das üblich: Übelkeit, keinen Appetit, unendliche Müdigkeit und ewiges Gähnen, teilweise ausknocken alles aber nach 1-2 Wochen wieder verschwunden
dann auf 20mg erhöht, gut angesprochen jetzt Stillstand und Rückfall in die Symptome, jetzt auf 30 mg erhöht wieder Übelkeit, Müdigkeit, Appetitlosigkei
CloneX
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Beitrag von CloneX »

Auch wenn Antidepressiva einen zum Teil "taub" machen können - man wird durch diese Medikamente nicht resistent gegen jede Art von Trauer.

Wenn z.B. ein geliebter Mensch stirbt wirst du auch mit Antidepressiva sehr wahrscheinlich eine schwere Zeit durchmachen. Und genau so ist es auch bei anderen belastenden Situationen. Leider versuchen aber viele dann die unangenehmen Empfindungen mit Pillen zu verstecken.
Schnuppe
Beiträge: 12
Registriert: 21.01.2005 20:22

Beitrag von Schnuppe »

Hallo Uschi, also das die Träume vor allem beim hochdosieren sind ja hab ich gemerkt bin halt nur froh da nicht alleine mit zu sein und mir das "einzubilden" Ich hab das Medi zwar schon einmal genommen aber nur 2 Tage, somit glaub ich nicht das ich dran gewöhnt bin!
Wie gesagt es hat gut angeschlagen und mir geholfen aus meinem Loch rauszukommen bereits nach 2-3 Wochen aber dann bin ich wieder reingerutscht nicht so schlimm wie vor der einnahme aber halt sehr kippelig wieder mit SV-Gedanken und Sinnlosigkeit. Denke schon das es mir hilft und ich es weiter nehmen möchte ich schaff das ohne nicht habe bereits alles ausprobiert(bis auf Fischöl :roll: )
Mache regelmäsig Gymnastik versuche jeden Tag rauszugehen, mir was zu gönnen worauf ich mich jeden Tag freuen kann, gehe nebenbei auch zur Pychotherapie da ich weiss das das Medi nur die Symptome bekämpft nicht die Ursache aber es machts halt leichter warum soll ich mich da durchquälen wenn es Hilfe gibt. Ich habe eine Depression vor 4 Jahren ohne Medikamente durchgestanden und mir dann hinterher gesagt, nein nicht noch einmal wenns einfacher geht. Weil man nimmt ja auch was gegen Fieber(Symptom) wenn man krank ist UND geht zum Arzt wegen der Ursache
Liebe Grüssse Schnuppe
Symptome: Antriebslosigkeit, Konzentrationsstörung, schaffe meine arbeit nicht mehr, fühl mich orientierungslos, selbst schöne dinge machen mir keinen Spass mehr, Unruhe Weine viel; Diagnose: Major Depression
Medikation: Citalopram, erstmal 10mg da Möglichkeit psychotischen Schubs besteht, nehme erst seit 2 Tagen!!!)

Einnahme beim 2 ten versuch ganz gut funktioniert da frühs eingenommen um mich abzulenken, nur das üblich: Übelkeit, keinen Appetit, unendliche Müdigkeit und ewiges Gähnen, teilweise ausknocken alles aber nach 1-2 Wochen wieder verschwunden
dann auf 20mg erhöht, gut angesprochen jetzt Stillstand und Rückfall in die Symptome, jetzt auf 30 mg erhöht wieder Übelkeit, Müdigkeit, Appetitlosigkei
Schnuppe
Beiträge: 12
Registriert: 21.01.2005 20:22

Beitrag von Schnuppe »

Hallo CloneX
CloneX hat geschrieben:Auch wenn Antidepressiva einen zum Teil "taub" machen können - man wird durch diese Medikamente nicht resistent gegen jede Art von Trauer.

Wenn z.B. ein geliebter Mensch stirbt wirst du auch mit Antidepressiva sehr wahrscheinlich eine schwere Zeit durchmachen. Und genau so ist es auch bei anderen belastenden Situationen. Leider versuchen aber viele dann die unangenehmen Empfindungen mit Pillen zu verstecken.
Mein Grossvaer hat sich vor 3 Monaten erhängt und den Hund erdrosselt. Ich hab ihn gehasst. Seit dem bin ich abgestürzt. Dann noch ein kurzzeitiger Kontaktabbruch zu meinen Eltern und ich bin noch weiter reingerutscht. Ich will meine Wut und Traurigkeit nicht mit Pillen wegkriegen aber ich will mein Studium hinbekommen, auf Arbeit gehen können, mich erinnern was ich noch vor ner halben Stunde gesagt habe, mich wieder konzentrieren können, nicht mehr ewig Grübeln(nachdenken, traurig und wütend sein ist okay)

Ich will mein Leben weiterführen können und mich mit der Situation auseinadersetzen, wenn ich mich eingrabe und an SV denke ist das keine Lösung dagegen helfen die Tableten schon für das andere Freunde, Lebensgefährte und Therapie.

Liebe Grüsse
Schnuppe
Symptome: Antriebslosigkeit, Konzentrationsstörung, schaffe meine arbeit nicht mehr, fühl mich orientierungslos, selbst schöne dinge machen mir keinen Spass mehr, Unruhe Weine viel; Diagnose: Major Depression
Medikation: Citalopram, erstmal 10mg da Möglichkeit psychotischen Schubs besteht, nehme erst seit 2 Tagen!!!)

Einnahme beim 2 ten versuch ganz gut funktioniert da frühs eingenommen um mich abzulenken, nur das üblich: Übelkeit, keinen Appetit, unendliche Müdigkeit und ewiges Gähnen, teilweise ausknocken alles aber nach 1-2 Wochen wieder verschwunden
dann auf 20mg erhöht, gut angesprochen jetzt Stillstand und Rückfall in die Symptome, jetzt auf 30 mg erhöht wieder Übelkeit, Müdigkeit, Appetitlosigkei
realms
Beiträge: 2
Registriert: 21.03.2005 20:26
Wohnort: Ludwigshafen

Beitrag von realms »

Hi Schnuppe

Ich nehme das gleiche Medikament wie Du nur eine nummer schwächer.
Mir persönlich hilft es schon das Medikament.
Meine Neurologin gab mir gleich die 20ger Dosis.
Ich denke da ich viel mit rumgeschleppt habe die letzten Jahre.
Aber ist ja ne andere Sache.
Habe als erstes gemeint es sei vieleicht ein Plazebo aber heute habe ich mich aufgeraft das mal zu kontrolieren und bin auch so hier auf diese Seite gekommen.
Ich weis nicht ob dir dies vieleicht hilft.
Habe was gefunden im Bezug des Wirkstoffes Citalopram.
Hier schreibe ich den Text mal.
Habe auch noch einen Link dazu gemacht auf welcher Seite ich gefunden habe.

Vieleicht hilft es dir ja weiter.

http://www.panikattacken.at/antidepress ... essiva.htm

Citalopram
Citalopram (Seropram® und Seralgan® in Österreich, Cipramil® und Sepram® in der BRD) ist der selektivste Serotonin-Wiederaufnahmehemmer, den es gibt.
Die Substanz ist zugelassen mit der Indikation für Depressionen verschiedener Art, zur Prophylaxe neuer Episoden einer unipolaren Depression sowie für Panikstörungen mit oder ohne Agoraphobie und für Zwangsstörungen. Die Indikation für die Sozialphobie wird durch umfangreiche Studien angestrebt.
Citalopram beeinflusst die Wiederaufnahme von Noradrenalin, Dopamin und Gammaaminobuttersäure (GABA) nicht oder nur in geringem Maß. Im Gegensatz zu vielen trizyklischen Antidepressiva und einigen Serotonin-Wiederaufnahmehemmern (SSRI) zeigt Citalopram keine oder nur geringe Affinität zu einer Reihe von Rezeptoren wie 5-HT1A- und 5-HT2-Rezeptoren, dopaminergen D1- und D2-Rezeptoren, Histamin H1-Rezeptoren, verschiedenen Adrenorezeptoren, muskarinischen cholinergen Rezeptoren sowie Benzodiazepin- und Opioid-Rezeptoren.
Die Wirkung von Citalopram setzt schneller ein als die von Fluoxetin. Der „steady-state“-Plasmaspiegel wird gewöhnlich bereits innerhalb der ersten Woche erreicht.
Nach zwei offenen Studien und einer Plazebo- und Clomipramin-kontrollierten Doppelblindstudie in 4 Ländern (Finnland, Schweden, Niederlande und Großbritannien) bei 475 Panikpatienten mit und ohne Agoraphobie erwies sich die Substanz als sehr wirksam in der Behandlung von Panikstörungen.
Die Untersuchung des Dosiseffekts ergab folgende Befunde: 10-15 mg Citalopram waren nicht wirksamer als Plazebo, während eine Dosis von 20-30 mg bzw. 40-60 mg der Plazebobehandlung signifikant überlegen war. Mit 20-30 mg wurden sogar bessere Ergebnisse erzielt als mit einer höheren Dosis, d.h. die Standardbehandlung mit 20 mg ist meist ausreichend.
Bei einer Vergleichsstudie an Panikpatienten erzielte Citalopram nach 60 Tagen ähnlich gute Effekte (86% Besserung) wie Paroxetin (84% Besserung).
Bei einer Vergleichsstudie an 323 depressiven Patienten wies Citalopram eine ähnliche Wirksamkeit auf wie Sertralin, in den ersten Behandlungsphasen zeigte Citalopram sogar eine bessere Wirksamkeit, bedingt durch den stärkeren angstlösenden Effekt und die geringeren Nebenwirkungen.
In einer ersten großen Untersuchung an 401 Zwangspatienten wurde Citalopram auch als wirksames Mittel zur Behandlung der Zwangsstörung nachgewiesen. Die Wirksamkeit der Substanz war im Wesentlichen unabhängig von der Höhe der Dosierung (Tagesdosen von 20, 40 und 60 mg).
Mögliche Nebenwirkungen vor allem zu Therapiebeginn sind Übelkeit, Verdauungsstörungen (Durchfall), Schlafstörungen, Kopfschmerzen, Mundtrockenheit, Zittern, Schwitzen, Schwindel, Somnolenz und Ejakulationsstörungen.
Medikament:Seit dem 3.3.05 Citalopram-Hormosan 20mg eine Tablette Täglich
Auswirkung:innere Unruhe hat sich gelegt, ruhigeres und sichereres Auftreten
Gesperrt