Ich kann nicht mehr
Verfasst: 12.03.2005 04:26
Hallo, an alle,
meine Kurzvorstellung sieht so aus: bin 63 Jahre, 35 J. davon verheiratet und habe einen 33 jähr. Sohn.
Seitdem meine 84 jähr. Mutter von mir nicht mehr versorgt werden konnte, blieb nur noch das Pflegeheim. Hieraus entwickelten sich Schuldgefühle, weil zur fortschreitenden Gebrechlichkeit meiner Mutter auch einer Demenz kam und sie nach kurzer Zeit mich nicht mehr erkannte. Nun mußte ihre Wohnung aufgelöst werden und alles was ihre Identität ausmachte wurde ausgelöscht. Weil ich das nicht aushalten konnte, habe ich Tabletten genommen um einzuschlafen. Leider kam mein Mann zu früh nach Hause und konnte den Notarzt verständigen, der mich ins KRH auf Intensivstation brachte. Anschließend kam ich in die Psychiatrie, konnte aber nach 3 Wochen nach Hause. Das war im Juni 2004. Seitdem habe ich 4 weiter Versuche gemacht und immer kam was dazwischen, also wieder KRH mit anschließender Psychiatrie. Bis jetzt hat kein Medikament geholfen, man gab mir zuerst Remergil, dann Mirtazapin, Trevilor, Zyprexa, Zoloft, Risperdal und seit kurzem zusätzlich Quilonom. Mein Zustand hat sich seit 11 Monaten Behandlung nicht gebessert, und ich glaube an keine Heilung mehr. Mein Mann und mein Sohn, mit denen ich keine Probleme habe, wollen mir Mut machen, aber ich habe keinen mehr. Letzte Woche wollte ich ins Wasser gehen, weil ich dachte, bei der Kälte geht es schneller und ich hab meine Ruhe. Nun bin ich wieder in der Psychiatrie, diesmal auf Beschluß und ich weiß nicht mehr, wie es weitergehen soll. Ich halte meine eigene Veränderung zu früher nicht mehr aus, falle allen meinen Lieben nur zur Last und kann ein normales Alltagsleben nicht mehr führen. Depression soll ja eine Krankheit sein, die vorüber geht, aber ich kann es nicht mehr glauben. Ich bin verzweifelt, ich finde auch keine Worte mehr mich auszudrücken und was ihr hier lest, sind meine Gedanken, die mein Mann an meiner Stelle für mich aufschreibt, weil ich es nicht mehr kann. Ich sehe mein Leben als verpfuscht an und fühle mich als Versager. Warum ist das alles so eine nicht enden wollende Qual.
Inka
meine Kurzvorstellung sieht so aus: bin 63 Jahre, 35 J. davon verheiratet und habe einen 33 jähr. Sohn.
Seitdem meine 84 jähr. Mutter von mir nicht mehr versorgt werden konnte, blieb nur noch das Pflegeheim. Hieraus entwickelten sich Schuldgefühle, weil zur fortschreitenden Gebrechlichkeit meiner Mutter auch einer Demenz kam und sie nach kurzer Zeit mich nicht mehr erkannte. Nun mußte ihre Wohnung aufgelöst werden und alles was ihre Identität ausmachte wurde ausgelöscht. Weil ich das nicht aushalten konnte, habe ich Tabletten genommen um einzuschlafen. Leider kam mein Mann zu früh nach Hause und konnte den Notarzt verständigen, der mich ins KRH auf Intensivstation brachte. Anschließend kam ich in die Psychiatrie, konnte aber nach 3 Wochen nach Hause. Das war im Juni 2004. Seitdem habe ich 4 weiter Versuche gemacht und immer kam was dazwischen, also wieder KRH mit anschließender Psychiatrie. Bis jetzt hat kein Medikament geholfen, man gab mir zuerst Remergil, dann Mirtazapin, Trevilor, Zyprexa, Zoloft, Risperdal und seit kurzem zusätzlich Quilonom. Mein Zustand hat sich seit 11 Monaten Behandlung nicht gebessert, und ich glaube an keine Heilung mehr. Mein Mann und mein Sohn, mit denen ich keine Probleme habe, wollen mir Mut machen, aber ich habe keinen mehr. Letzte Woche wollte ich ins Wasser gehen, weil ich dachte, bei der Kälte geht es schneller und ich hab meine Ruhe. Nun bin ich wieder in der Psychiatrie, diesmal auf Beschluß und ich weiß nicht mehr, wie es weitergehen soll. Ich halte meine eigene Veränderung zu früher nicht mehr aus, falle allen meinen Lieben nur zur Last und kann ein normales Alltagsleben nicht mehr führen. Depression soll ja eine Krankheit sein, die vorüber geht, aber ich kann es nicht mehr glauben. Ich bin verzweifelt, ich finde auch keine Worte mehr mich auszudrücken und was ihr hier lest, sind meine Gedanken, die mein Mann an meiner Stelle für mich aufschreibt, weil ich es nicht mehr kann. Ich sehe mein Leben als verpfuscht an und fühle mich als Versager. Warum ist das alles so eine nicht enden wollende Qual.
Inka