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Und jetzt?
Verfasst: 01.03.2005 19:04
von Flora
Hallo!
Nachdem ich auf meinen Beitrag "Absetzen von Fluctin - wer hat Erfahrung?" so nette Antworten und Ratschläge erhalten habe, war ich heute beim Arzt. Ich dachte, ich könnte jetzt auf flüssiges Fluoxetin umsteigen, und wollte mir welches verschreiben lassen. Doch der Arzt sagte, Fluctin hat so eine lange Halbwertszeit, dass es also nicht nötig sei, es in so kleinen Schritten zu reduzieren, und sagte, ich solle jetzt vier Wochen lang 10mg nehmen und es danach ganz absetzen. - Und jetzt? Mittlerweile nehme ich wieder abwechselnd 10mg und 20 mg, weil ich es mit 10 mg jeden Tag nicht mehr ausgehalten habe. Kann es sein, dass der Arzt nicht so viel Ahnung davon hat? Das war ein ganz normaler Hausarzt. Zu was für einem Arzt geht ihr, wenn ihr Fragen zu Antidepressiva habt? Irgendwie weiß ich jetzt grad gar nicht, was ich machen soll...
Liebe Grüße, Flora
Verfasst: 01.03.2005 21:25
von Hannes Wien
Hallo Flora,
Doch der Arzt sagte, Fluctin hat so eine lange Halbwertszeit, dass es also nicht nötig sei, es in so kleinen Schritten zu reduzieren, und sagte, ich solle jetzt vier Wochen lang 10mg nehmen und es
danach ganz absetzen
Dein Arzt hat wohl keine Ahnung, du könntest ihm ja erzählen wie es dir beim Absetzen geht und Ihm zusätzlich noch das SSRI Infopaket ausdrucken.
http://www.adfd.org/austausch/viewtopic.php?t=853
Zu was für einem Arzt geht ihr, wenn ihr Fragen zu Antidepressiva habt?
Das ist die berühmte Nadel im Heuhaufen nur sehr wenige Ärzte kennen sich mit SSRI absetzen aus.
Aber ein Rezept für flüssiges Fluctin solltest du entweder bei einem Neurologen (wenn nicht anders geht privat) oder ambulant im Krankenhaus bekommen.
Liebe Grüße
Hannes
Verfasst: 02.03.2005 12:09
von mücke
Hallo Flora
Du schreibst, dass du abwechselnd mal 10 mg, aber auch mal 20 mg Fluctin zu dir nimmst. Ich glaube kaum, dass das gut ist, denn der Spiegel im Blut ist durch die unterschiedliche mg-Einnahme ständigen Schwankungen ausgesetzt. Eine regelmässige gleich hochdosierte Einnahme wäre da schon wichtig.
Wenn du mit dem AD aufhören möchtest, kann ich das gut verstehen. Reduziere ganz langsam, denn Absetzerscheinungen können sehr schmerzhaft sein, habe das leider selbst, durch abruptes Absetzen erfahren müssen.
In welcher Dosierung kann ich dir leider nicht sagen. Schau doch mal unter " suchen " nach, wie es die anderen gemacht haben.
Ansprechpartner für AD`s ist normalerweise ein Psychiater. Aber ich habe durch dieses Forum die Erfahrung gemacht, dass die einem wenig Glauben schenken u. alles auf einen Rückfall schieben.
Ich habe mit meinem Psychologen auch schon über das Thema "Absetzprobleme bei SSRI`s gesprochen. Sein Kommentar war nur: " Ich habe noch nie davon gehört !" Und das Thema war beendet.
Verfasst: 02.03.2005 12:37
von Oliver
Hallo Flora.
Dein Arzt sollte das ernst nehmen was Du ihm erzählst. Wenn Du Probleme hast Fluoxetin mit den Tabletten abzusetzen und es in kleineren Schritten versuchen willst, sollte er das akzeptieren, statt Dir zu erzählen, das nicht sein kann was nicht sein darf. Such dir einen anderen Arzt, oder betrachte ihn einfach als Dienstleister (was er im Endeffekt ist und kein Halbgott in Weiß) und tu das, was Du für richtig hältst. Sag ihm, dass du Dich informiert hast (verweise ihn z.B. auf unsere Webseite und auf die Arbeit von Healy, Glenmullen und Medawar) und dass Du Fluoxetin in kleinen Schritten mit der flüssigen Version absetzen willst und dann lass es Dir von ihm verschreiben. Falls er sich dann immer noch querstellt soll er das bitte ausführlich begründen.
Du kannst allerdings auch mit den Tabletten in kleinen Schritten absetzen (Tablettenschneider und
http://www.adfd.org/austausch/viewtopic.php?t=1030 ).
Alles Gute
Oliver