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Ausschleichen von Citalopram ? Absetzsymptome ?
Verfasst: 27.02.2005 14:30
von sunni
Hallo, ich bin Sunni und habe seit ca. 1,5 Jahren eine Angsterkrankung.
Ich nehme seit einem Jahr Citalopram (20 mg) und mache eine Psychotherapie.Es ging mir damit sehr viel besser.
Ich habe schon vor einem halben Jahr versucht die Tabletten auszuschleichen, aber nach 6 Wochen ging es mir viel schlechter und der Neurologe riet mir die Dosis wieder auf 20 mg zu erhöhen und das Citalopram min. 1 Jahr zu nehmen.
Jetzt habe ich vor 2 Wochen wieder auf 10 mg reduziert und ich habe seit 1 Woche Kopfschmerzen im Stirnbereich. Auch meine Fingergelenke schmerzen. Gestern abend habe ich wieder leichte Panik verspürt und Zittern. Ich bin jetzt total nervös und ängstlich. Handelt es sich um Absetzsymptome oder kehrt die Erkrankung voll zurück ? War das Absetzen richtig oder nicht ? Ich bin total verunsichert. Ich möchte endlich runter von den Tabletten. Meine Therapeutin meinte, dass ich sicherlich keine Absetzsymtome merken würde.

Verfasst: 27.02.2005 20:27
von Hannes Wien
Hallo Sunny,
willkommen im Forum!
Jetzt habe ich vor 2 Wochen wieder auf 10 mg reduziert und ich habe seit 1 Woche Kopfschmerzen im Stirnbereich. Auch meine Fingergelenke schmerzen. Gestern abend habe ich wieder leichte Panik verspürt und Zittern. Ich bin jetzt total nervös und ängstlich. Handelt es sich um Absetzsymptome oder kehrt die Erkrankung voll zurück ? War das Absetzen richtig oder nicht ?
Hast du wegen diesem Symptomen Citalopram genommen?
Es sind eindeutige Entzugserscheinungen vom Citalopram, hast du schon das SSRI Infopaket gelesen?
http://www.adfd.org/austausch/viewtopic.php?t=853
Wenn du Citalopram 1 Jahr genommen hast solltest du es über einige Monate ganz langsam absetzen, meiner Information nach gibt es das leider nicht als Lösung.
Es gibt 10mg Tabletten, mit einem Tablettenschneider kann man mit etwas Mühe noch eine 1/8 Tabellte herstellen und dann langsam runter.
Ich möchte endlich runter von den Tabletten. Meine Therapeutin meinte, dass ich sicherlich keine Absetzsymtome merken würde.
Deine Ärztin hat offensichtlich 0 Ahnung vom SSRI AD absetzen!
Liebe Grüße
Hannes
Verfasst: 28.02.2005 10:19
von sunni
Hallo Hannes,
danke für deine Antwort.
Ich habe das Info-Paket heute gelesen und es passt ganz gut auf meine
Symptome. Gestern ist auch noch gelegentliche Übelkeit dazu gekommen und ich fühle mich matt und müde.
Meine Angstbeschwerden waren Schwindel, Kribbeln in den Beinen, Magenprobleme und was sonst noch so zur Angst gehört. Darum ist es für schwer zwischen Angst und Absetzsymptomen zu unterscheiden.
Aber ich gebe jetzt nicht auf und nehme erst mal 10 mg weiter. Dann werde ich in ganz kleinen Schritten weiter verringern. Wie lange merkt man diese Absetzsymptome? Mit den Kopfschmerzen, das ist ganz schön nervig.
Ich glaube, dass die Ärzte einen wegen der Absetzproblematik im
Ungewissen lassen. Wieso werden diese Symptome verschwiegen ?
Mal sehen, wie es weiter geht.
Gruß, Sunni
Verfasst: 28.02.2005 20:31
von Hannes Wien
Hallo Sunni,
Meine Angstbeschwerden waren Schwindel, Kribbeln in den Beinen, Magenprobleme und was sonst noch so zur Angst gehört. Darum ist es für schwer zwischen Angst und Absetzsymptomen zu unterscheiden.
Ich bin mir jetzt nicht ganz sicher, meinst das du wegen der Symptome Citalopram verschrieben bekommen hast.
Für mich hören sich diese Symptome eher nach Entzugserscheinungen an!
Zitat David Healy
Es gibt drei Indikatoren, um zwischen Absetzerscheinungen und dem Wiederauf-tauchen der ursprünglichen Symptomatik zu unterscheiden:
1. Wenn das Problem kurze Zeit nach einer Dosisreduktion oder dem Absetzen auftritt (das können je nach Patient Stunden, Tage oder sogar einige Wochen sein) ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass es sich um ein Absetzsymptom handelt. Das erfolgreich behandelte ursprüngliche Problem sollte eigentlich nach dem Absetzen über Monate oder sogar Jahre nicht mehr auftauchen.
Wie lange merkt man diese Absetzsymptome?
Das kann man leider nicht voraussagen einige Tage, einige Wochen, einige Monate, das kommt auf deinen Körper an.
Ich glaube, dass die Ärzte einen wegen der Absetzproblematik im
Ungewissen lassen. Wieso werden diese Symptome verschwiegen ?
Tja das ist das traurige 95% der Ärzte haben keine Ahnung von Absetzsymptomen.
Liebe Grüsse
Hannes