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mutlos geworden

Verfasst: 14.01.2005 13:37
von Dana
bin jetzt seit 8 monaten auf null von fluctin und benzos - war eine ziemlich harte zeit für mich und ich leide bis heute an absetz- und entzugserscheinungen (schlafstörungen, verdauungsprobleme, ängste und depressionen in schüben und dann wieder plötzliche völlige beschwerdefreiheit)

ich mache mit unterbrechungen seit 1,5 jahren eine psychoanalyse und in der heissen entzugsphase war ich für ein paar monate nicht in den stunden.

habe den entzug alleine gemacht und nur wenige menschen in meine leidensgeschichte mit einbezogen, da ich den eindruck habe, dass es eh keiner, der so was nie erlebt hat, vestehen kann.

heute hatte ich wieder eine stunde in der analyse und habe mich entschlossen, darüber zu reden. die erste reaktion meines gegenübers war, dass ein SSRI keine entzugserscheinungen auslöst - MENSCH, WAS IST NUR DER LEGENDÄRE UNTERSCHIED zwischen ABSETZERSCHEINUNGEN UND ENTZUG???? ist für mich mittlerweile akadamisch und meiner meinung nach ein versuch, die symptome zu verharmlosen............

in der zweiten reaktion gab es dann eine kämpferische diskussion und ich habe mich so unendlich alleine in meinem kampf gefühlt - mir wurde dann noch empfohlen, einen FACHMANN aufzusuchen, der sich mit medikamenten auskennt - klasse! ich habe von einem orthopäden MONATELANG musaril (ist ein benzo) gegen rückenschmerzen bekommen - und ich hatte den eindruck, dies ist auch ein FACHMANN auf seinem gebiet......... und der psychater der mir das fluctin verschrieben hat war auch nicht gerade ein vollidiot........

als ich dann meine stimme erhob und anmerkte, dass ich so die nase davon voll habe, mich von dem brainwash der pharmaindustrie weiter indoktrinieren zu lassen und ich immer an die harmlosigkeit von SSRI's geglaubt habe war es völlig vorbei. ich bin einfach aufgestanden und gegangen und bin ziemlich traurig...........

wenn ich nicht die vielen beiträge von betroffenen hier immer wieder gelesen hätte, wäre ich glaube ich heute umgehend zu einem neurologen und hätte mir ein AD verschreiben lassen - mein gefühl sagt mir aber, ich leide immer noch am entzug oder am absetzen oder an was auch immer..........

ich wäre froh, wenn mir jemand schreibt und mir etwas mut macht - bin gerade etwas müde

dana

Verfasst: 14.01.2005 14:17
von Jahalyssa
Hallo Dana
DU GLAUBST, DU BIST IM DUNKELN , IM DUNKELN BIST DU NICHT , DU MUSST NUR DURCH DEN TUNNEL , DANN WIRD ES WIEDER LICHT.
Alles liebe wünsch ich Dir

Verfasst: 14.01.2005 14:52
von Uschi
Hallo Dana,

ich finde es toll, wie Du Dich stark gemacht hast! Dazu gehört Mut und Stärke sich dafür einzusetzen, was man mit den Medikamenten erlebt hast.

Mach weiter so Uschi

Verfasst: 14.01.2005 15:11
von Dana
hallo uschi!

danke dir! du bist aber auch eine starke frau die kämpft - ich lese hier immer alles über dich mit.

mir ist heute einfach der kragen geplatzt wegen diesem pharmamüll! ich habe gerade bei einem naturmediziner angerufen und habe nächste wochen einen termin um zu testen, ob ich an irgendwelchen mangelzuständen, mediresten etc. in meinem körper leide! ist zwar ziemlich teuer - ca. 190 EUR aber das ist mir meine gesundheit wert.........

vielleicht weiss ich ja dann, warum ich so elende schlafstörungen habe

lg

dana

Verfasst: 14.01.2005 15:45
von CloneX
Hi Dana,

diese Phasen haben leider die meisten, die diesen Entzugsmist durchmachen müssen. Es gibt Tage, da kann man einfach nicht mehr. Aber es gibt auch wieder bessere Tage. Es gibt ein Zitat, ich weiß nicht mehr von wem: Übersetzt: "Wenn du durch die Hölle gehst... geh weiter".

Und die Wut gegen diese ganze Vertuschung und Pharmascheisse kann ich nur zu gut verstehen. Ich glaube man kann nur versuchen das beste draus zu machen und seine Kräfte für etwas sinnvolles nutzen (z.B. diese Seite unterstützen um zumindest andere helfen zu können) anstatt sich in wütenden Gedanken zu verfangen. Aber ich schaffe das auch nicht immer.

Verfasst: 14.01.2005 16:36
von Dana
hi clonex,

danke für deine antwort! mich beutelt der ganze sch........ ungemein - benzo und SSRI entzug ist nicht so lustig - kann auch garkeine richtige wut empfinden - bin einfach nur gefrustet über das ganz ausmass der katastrophe in mir.......

fühle mich leer und gleichgültig - ist aber ein gefühl, was sich "fremdgesteuert" anfühlt - also gehört nicht so richtig zu mir ist mein eindruck - ich warte einfach, bis es aufhört - vielleicht ja noch in diesem leben :whistle: :wacko: :cry:

lg
dana

Alle Achtung ...

Verfasst: 14.01.2005 16:44
von Oliver
Hallo Dana.
Dana hat geschrieben:heute hatte ich wieder eine stunde in der analyse und habe mich entschlossen, darüber zu reden. die erste reaktion meines gegenübers war, dass ein SSRI keine entzugserscheinungen auslöst - MENSCH, WAS IST NUR DER LEGENDÄRE UNTERSCHIED zwischen ABSETZERSCHEINUNGEN UND ENTZUG???? ist für mich mittlerweile akadamisch und meiner meinung nach ein versuch, die symptome zu verharmlosen............
Ich finde auf jeden Fall klasse, dass Du für Deine Meinung einstehst und Dir nicht einreden lässt wie Du was wahrzunehmen hast, auch nicht von "Autoritätspersonen".

Ich hoffe es geht Dir bald wieder besser :hug:

Alles Gute
Oliver

Verfasst: 14.01.2005 16:48
von Dana
hi oliver,

dafür wurde ich von der blöden tante dann auch abgestraft und sie hat mich emotional in die ecke gedrängt und ich fühlte mich wie ein kleines mädchen, dass der tollen tante widersprochen hat - strafe muss sein! :o

vielleicht ein zeichen, dass ich langsam normal werde, indem ich mal anfange mich zu wehren........

wie geht es dir eigentlich mit deinem remergil entzug?? hast du noch probleme damit??

lg
dana

Verfasst: 14.01.2005 16:54
von Oliver
Ich habe Paroxetin genommen und gottseidank schnell wieder abgesetzt ... das ist jetzt 1 1/2 Jahre her, wenn ich damals allerdings nicht umfassende Informationen auf englischsprachigen Seiten gefunden hätte, hätte ich Paroxetin oder ein anderes SSRI sicher weitaus länger genommen - obwohl ich es definitiv nicht brauchte.

Alles Gute
Oliver