Trevilor nehmen oder nicht?
Verfasst: 12.01.2005 04:16
Hallo Ihrs,
ich hab vor 2 Jahren nach einer schlimmen und für mich vollkommen unbegreiflichen Trennung vollkommen den Halt im Leben verloren.
Auch jetzt wo ich diesen Satz schreibe, kullern wieder Tränen.
Diverse Versuche, mein bisher normales und bürgerliches Leben aufrecht zu erhalten (Streßreich, wöchentliche Dienstreisen, berufliche Exrembelastung), verliefen für mich innerlich im Sande, und es kamen immer neue Katastrophen hinzu. Ich hab nur noch Menschen mit Probleme getroffen, und jedes neue Desaster hat meine eigene, persönliche Situation weiter verschlimmert.
Oft genug hatte ich nicht oder kaum die Kraft überhaupt aufzustehen, jeder neue Tag, den ich überstanden hatte, war ein Erfolg. Hab mich weitgehend von der Öffentlichkeit abgekapselt und auf Arbeit nur noch Im Internet surfen können. Hab oft Weinkrämpfe bekommen und bin dann schnell auf Klo, hab mich ausgeheult und gehofft dass es keiner merkt. Meine Konzentrationsfähigkeit ist bis heute nur knapp über Null, es sei denn es geht um die Themen die mich beschäftigen. Die durchdenke und widerkäue ich den ganzen Tag.
Ich bin vor 4 Monaten zum Arzt wegen anhaltender Rückenbeschwerden und wurde aufgrund tatsächlich vorhandener Defekte krank geschrieben,
Erst wollte ich - wie immer - gar nicht lange krank geschrieben werden, aber schon nach einer Woche war mir klar, dass ich in meiner Arbeitshölle nicht zurückkehren kann ohne drauf zu gehen. Seit dem jammer ich dem Arzt was von Rückenschmerzen vor, und dieser schreibt seinen gut zahlenden Privatpatienten ohne Nachfrage munter weiter krank.
Die Ruhe hat mir natürlich einigermaßen gut getan, die extreme Geräuschüberempfindlichkeit und meine Dünnhäutigkeit haben abgenommen und es ging mir eigentlich wieder ganz gut-
Vor Weihnachten spitzte sich dann wieder mal meine neue Beziehungskiste zu und es wurde offensichtlich, dass diese bald vorüber sein würde.
Ich hab dann den Fehler gemacht, einen Kopf Gras zu rauchen (was ich sonst nicht oft mache, vielleicht alle paar Monate mal n Zug) um schlafen zu können, aber das verkehrte sich ins Gegenteil. Krasse Angstanfälle, Panikattacken, Blitze im Kopf, Todesangst, Herzrasen, Zittern am ganzen Körper, stundenlange Rastlosigkeit in der ich tagelang durch die Stadt gelaufen bin, unfähig auch nur einen klaren Gedanken zu fassen. Ausser den ewig gleichen, natürlich... warum mich mein Ex-Freund verlassen hat.
Nach 5 Tagen hatte ich solche Angst, dass ich zu meinem Neurochirurg ging. Ich hatte Besuch, und bin vollkommen durchgedreht. Ich glaubte wirklich ich würde gleich sterben. Der Doc wies mich sofort in eine Nervenklinik ein, in der ich dann 3 Tage blieb. Vorrangig, um meinen körperlichen Gesunheitszustand zu checken. Ergebnis: alles normal, also konnte ich einigermaßen beruhigt wieder nach Hause.
Dazwischen war Weihnachten, und jetzt im Januar ist eigentlich alles wieder ganz okay. Beziehung wird wohl enden, aber damit habe ich mich abgefunden.
Was bis jetzt geblieben ist, ist meine Antriebslosigkeit. Obwohl ich n großen Kreis von Freunden hab, hab ich kaum mehr Kontakt zu denen. Hab nicht das Gefühl, mit denen über meine Geschichten reden zu können. Sitz den ganzen Tag vorm Rechner und kann phasenweise immer noch nicht schlafen.
Lesen, Fehlanzeige. Keine Konzentration- Fernsehen kotzt mich an. Ich finde nicht mal den Anschalter. Würde gern zum Sport, aber finde nicht den Anfang. Eigentlich ein krasses Dilemma.
Ich sitz im Zentrum einer Millionenmetropole in meiner kleinen Luxusbude, und finde tangelang weder den Weg zur Dusche, noch den nach draussen. Ich hocke nur vor dem Rechner und rede und rede und rede. Keine Bewegung, keine Abwechslung. Nichts.
Nur das Nichts.
Ich schätz ma, das ist eine ausgewachsene Depression, zumal ich auch den Gedanken hab, dass ich gerne wieder arbeiten würde, aber mich gleizeitig vor dem Gedanken grusel.
Und jetzt kommt ihr an den Start. Ich vertraue Ärzten nur noch bedingt, weil die schon viel bei mir kaputt gemacht haben.
Mein Hausarzt, der mich seit über 20 Jahren kennt und behandelt hat mir Trevilor verschrieben. Das war vor ca. 8 Monaten (noch bevor ich aufgehört hab zu arbeiten), weil ich ihm von der Trennung erzählt hab. Er sagte, wenn das Loch zu groß würde, sollte ich das nehmen.
Ich hab aber nur die Packungsbeilage gelesen, und das Zeug nicht angerührt. Ich rauche nicht mehr (was nicht einfach war, gerade jetzt könnte ich mir eine anstecken), trinke so gut wie keinen Alk und nehme keinerlei Tabletten. Ich bin eigentlich ein bewußter und weitgehend gesunder, intelligenter und leistungsfähiger junger "Hot Shot" und war bislang der Auffassung so einen Scheiss nicht schlucken zu müssen, um mein Leben aufrecht zu erhalten.
Aber nach nun genau 2 Jahren, in denen ich es immer noch nicht geschafft hab, diese Trennung zu verarbeiten (immerhin waren es ja auch fast 10 Jahre), bin ich meiner Sasche nicht mehr so sicher.
Ich will wieder leben. Teilhaben am Leben und ein gesunde, aktiver Mensch sein. Ich hab die Schnauze voll vom rumhängen und mich bejammern.
Trevilor einschmeissen, ja oder nein?
Eure Meinung ist gefragt!
Alles Liebe erst Mal
ich hab vor 2 Jahren nach einer schlimmen und für mich vollkommen unbegreiflichen Trennung vollkommen den Halt im Leben verloren.
Auch jetzt wo ich diesen Satz schreibe, kullern wieder Tränen.
Diverse Versuche, mein bisher normales und bürgerliches Leben aufrecht zu erhalten (Streßreich, wöchentliche Dienstreisen, berufliche Exrembelastung), verliefen für mich innerlich im Sande, und es kamen immer neue Katastrophen hinzu. Ich hab nur noch Menschen mit Probleme getroffen, und jedes neue Desaster hat meine eigene, persönliche Situation weiter verschlimmert.
Oft genug hatte ich nicht oder kaum die Kraft überhaupt aufzustehen, jeder neue Tag, den ich überstanden hatte, war ein Erfolg. Hab mich weitgehend von der Öffentlichkeit abgekapselt und auf Arbeit nur noch Im Internet surfen können. Hab oft Weinkrämpfe bekommen und bin dann schnell auf Klo, hab mich ausgeheult und gehofft dass es keiner merkt. Meine Konzentrationsfähigkeit ist bis heute nur knapp über Null, es sei denn es geht um die Themen die mich beschäftigen. Die durchdenke und widerkäue ich den ganzen Tag.
Ich bin vor 4 Monaten zum Arzt wegen anhaltender Rückenbeschwerden und wurde aufgrund tatsächlich vorhandener Defekte krank geschrieben,
Erst wollte ich - wie immer - gar nicht lange krank geschrieben werden, aber schon nach einer Woche war mir klar, dass ich in meiner Arbeitshölle nicht zurückkehren kann ohne drauf zu gehen. Seit dem jammer ich dem Arzt was von Rückenschmerzen vor, und dieser schreibt seinen gut zahlenden Privatpatienten ohne Nachfrage munter weiter krank.
Die Ruhe hat mir natürlich einigermaßen gut getan, die extreme Geräuschüberempfindlichkeit und meine Dünnhäutigkeit haben abgenommen und es ging mir eigentlich wieder ganz gut-
Vor Weihnachten spitzte sich dann wieder mal meine neue Beziehungskiste zu und es wurde offensichtlich, dass diese bald vorüber sein würde.
Ich hab dann den Fehler gemacht, einen Kopf Gras zu rauchen (was ich sonst nicht oft mache, vielleicht alle paar Monate mal n Zug) um schlafen zu können, aber das verkehrte sich ins Gegenteil. Krasse Angstanfälle, Panikattacken, Blitze im Kopf, Todesangst, Herzrasen, Zittern am ganzen Körper, stundenlange Rastlosigkeit in der ich tagelang durch die Stadt gelaufen bin, unfähig auch nur einen klaren Gedanken zu fassen. Ausser den ewig gleichen, natürlich... warum mich mein Ex-Freund verlassen hat.
Nach 5 Tagen hatte ich solche Angst, dass ich zu meinem Neurochirurg ging. Ich hatte Besuch, und bin vollkommen durchgedreht. Ich glaubte wirklich ich würde gleich sterben. Der Doc wies mich sofort in eine Nervenklinik ein, in der ich dann 3 Tage blieb. Vorrangig, um meinen körperlichen Gesunheitszustand zu checken. Ergebnis: alles normal, also konnte ich einigermaßen beruhigt wieder nach Hause.
Dazwischen war Weihnachten, und jetzt im Januar ist eigentlich alles wieder ganz okay. Beziehung wird wohl enden, aber damit habe ich mich abgefunden.
Was bis jetzt geblieben ist, ist meine Antriebslosigkeit. Obwohl ich n großen Kreis von Freunden hab, hab ich kaum mehr Kontakt zu denen. Hab nicht das Gefühl, mit denen über meine Geschichten reden zu können. Sitz den ganzen Tag vorm Rechner und kann phasenweise immer noch nicht schlafen.
Lesen, Fehlanzeige. Keine Konzentration- Fernsehen kotzt mich an. Ich finde nicht mal den Anschalter. Würde gern zum Sport, aber finde nicht den Anfang. Eigentlich ein krasses Dilemma.
Ich sitz im Zentrum einer Millionenmetropole in meiner kleinen Luxusbude, und finde tangelang weder den Weg zur Dusche, noch den nach draussen. Ich hocke nur vor dem Rechner und rede und rede und rede. Keine Bewegung, keine Abwechslung. Nichts.
Nur das Nichts.
Ich schätz ma, das ist eine ausgewachsene Depression, zumal ich auch den Gedanken hab, dass ich gerne wieder arbeiten würde, aber mich gleizeitig vor dem Gedanken grusel.
Und jetzt kommt ihr an den Start. Ich vertraue Ärzten nur noch bedingt, weil die schon viel bei mir kaputt gemacht haben.
Mein Hausarzt, der mich seit über 20 Jahren kennt und behandelt hat mir Trevilor verschrieben. Das war vor ca. 8 Monaten (noch bevor ich aufgehört hab zu arbeiten), weil ich ihm von der Trennung erzählt hab. Er sagte, wenn das Loch zu groß würde, sollte ich das nehmen.
Ich hab aber nur die Packungsbeilage gelesen, und das Zeug nicht angerührt. Ich rauche nicht mehr (was nicht einfach war, gerade jetzt könnte ich mir eine anstecken), trinke so gut wie keinen Alk und nehme keinerlei Tabletten. Ich bin eigentlich ein bewußter und weitgehend gesunder, intelligenter und leistungsfähiger junger "Hot Shot" und war bislang der Auffassung so einen Scheiss nicht schlucken zu müssen, um mein Leben aufrecht zu erhalten.
Aber nach nun genau 2 Jahren, in denen ich es immer noch nicht geschafft hab, diese Trennung zu verarbeiten (immerhin waren es ja auch fast 10 Jahre), bin ich meiner Sasche nicht mehr so sicher.
Ich will wieder leben. Teilhaben am Leben und ein gesunde, aktiver Mensch sein. Ich hab die Schnauze voll vom rumhängen und mich bejammern.
Trevilor einschmeissen, ja oder nein?
Eure Meinung ist gefragt!
Alles Liebe erst Mal