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 ! Nachricht von: Oliver

Dieses Forum ist im Ruhezustand.

Es hat sich eine neue Gemeinschaft aus Betroffenen und Angehörigen gegründet, die sich weiterhin beim risikominimierenden Absetzen von Psychopharmaka unterstützt und Informationen zusammenträgt. Die Informationen, wie ihr dort teilnehmen könnt findet ihr hier:

psyab.net: wichtige Informationen für neue Teilnehmer


Die öffentlichen Beiträge auf adfd.org bleiben erhalten.

Bereits registrierte Teilnehmer können hier noch bis Ende 2022 weiter in den privaten Foren schreiben und PNs austauschen, aber es ist kein aktiver Austausch mehr vorgesehen und es gibt keine Moderation mehr.

Ich möchte mich bei allen bedanken, die über die geholfen haben, dieses Forum über 18 Jahre lang mit zu pflegen und zu gestalten.


Ich kann nicht mehr

Hier lassen sich auch viele Erfahrungsberichte über das Absetzen von Antidepressiva und Benzodiazepinen finden.
mücke
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Osterbeurlaubung

Beitrag von mücke »

Hallo Inka

Berurlaubungen gibt es, so viel wie ich weiß, nur mit 1 Übernachtung.
Bei 2 Übernachtungen gilt der Pat. offiziell als entlassen u. müßte wieder aufgenommen werden.
Das ist die Erfahrung, die ich auf meiner Arbeit, als auch als Pat. gemacht habe.

Eine typische Beurlaubung wäre z. B. :
Beurlaubung von Karfreitag ( ab 9°° ) auf Karsamstag ( 19°° ), weitere Beurlaubung von Ostersonntag ( 9°° ) auf Ostermontag ( 19°° ).

Warum du Inka nur eine Beurlaubung von 1,5 Tg. bekommst weiß ich nicht. Eine Möglichkeit wäre, daß man dich für noch nicht stabil genug hält u. befürchtet, daß dich 2 volle Tage überfordern könnten.

Frag doch noch einmal deinen behandelnden Arzt, wieso du nicht die vollen 2 Tg. zu Hause bleiben darfst. Solltest du dich nicht trauen, könnte dein Mann das für dich tun.

Gruss
Annette
Mikele
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Beitrag von Mikele »

he, was laßt Ihr da alle (sorry für die Verallgemeinerung) mit Euch machen? Es handelt sich um *Euer* Leben! (Und dies ist keine Aufforderung zum Suizid - im Gegenteil.)
mücke
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Osterbeurlaubung

Beitrag von mücke »

Hallo Mikele

Während du schon deinen nächsten Beitrag geschrieben hast, habe ich mir überlegt was ich dir antworte. Folgendes:

Zu Inkas Frage nach der Osterbeurlaubung hast du geschrieben: Die dürfen fast alles mit dir machen, solange dein Mann dem nicht einen Riegel vorschiebt.

Wenn ich das lese, kann ich nur verständnislos mit dem Kopf schütteln. Wie kommst du zu dieser Annahme??

Kein Pat., als auch kein Angehöriger, kann bestehende Regeln wie z. B. Beurlaubungen in einer Psychiatrie umwerfen.
Die einzigste Möglichkeit sich dem zu entziehen ist eine Entlassung auf eigene Verantwortung. Das ist aber auch nur dann machbar, wenn der Pat. halbwegs gesund ist u. vollkommen frei von Suizidgedanken. Steht ein Pat. noch unter Psych-KG ( Beschluß ) besteht diese Möglichkeit erst nach Aufhebung des Beschlußes.

Wie sollte deiner Meinung nach Inkas Mann reagieren? Weißt du denn, ob der Beschluß schon aufgehoben wurde?
Was würdest du denn anstelle des Mannes unternehmen?
Bin gespannt auf deine Antwort.

Ich würde es begrüssen, wenn wir in einen anderen Bereich gehen würden, vielleicht über Discussion. Für Inka wäre das bestimmt gut, denn was sie meiner Meinung nach braucht ist POSITIVES FEEDBACK !!

Deinen letzten Beitrag habe ich auch gelesen, verstehe aber nicht was du konkret damit meinst??? Kannst du das näher erklären?

Gruss
Annette
Mikele
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Beitrag von Mikele »

Hallo Anette!

Vielen Dank für Deine direkte Kommunikation.

Wie ich zu der Annahme komme:
Führt sicherlich ein wenig zu weit, die Psychiatrie hier "auseinanderzunehmen". Ich denke, es wird - selbstverständlich - im angenommenen besten Sinne für die Patienten gehandelt. Keine Frage.
Ich habe extrem starke Zweifel an der Lösungsfähigkeit der Psychiatrie einschließlich der medikamentösen Behandlung.
Dazu gibt es allzu viele Beispiele von Betroffenen, denen mittel- oder langfristig nicht geholfen wird. Selbstverständlich können Psychopharmaka keine Ursachen beseitigen, was meinen Zweifel nur umso größer macht. Ich stehe selbst mit einem gewissen Entsetzen vor der Hilflosigkeit der Psychiatrie. Auch klar, daß "die" das *so* nicht "zugeben" werden.
(Es läßt sich niemals etwas gut verkaufen, daß keine Lösung garantiert, sondern maximal in Aussicht stellt.) Weitere Therapien (Psycho~ etc.) laß ich hier mal außen vor.
Von mir selbst als persönlich Betroffenen kann ich gerne Bände erzählen, führt aber an dieser Stelle rein zeitlich zu weit.

Bestehende Regeln der Psychiatrie kann man natürlich nicht umwerfen. Da haben wir es ja mit lange exisitierenden Gesetzen usw. zu tun, die niemand - und schon gar kein Privatmann - ändern kann.
Entlassung auf eig. Verantwortung: Klar; eben auf eigene Verantwortung.
Wird man dieser nicht gerecht, greift der Rechsstaat ein und zwingt zur Lösung in "seinem" Sinne - sprich Zwangseinweisung zum Schutz anderer und einem selbst.
Die "vollkommene Freiheit von Suizidgedanken" halte ich persönlich für eine gefährliche Geschichte. Alles ist hier ziemlich realtiv. Führt auch zu weit, glaube ich, das hier langatmig zu erörtern. Grundsätzkloich nichts dagegen, aber wie gesagt, rein zeitliches Problem. Könnte man eher mal drüber telefonieren.
Klar, bei "Beschluß" ist die Türe geschlossen.
Naja - ziemlich geschlossen, wenn man keine Verwandte hat oder hervorragende Anwälte.

"Inkas Mann", "Beschluß aufgehoben", "Was würdest du denn anstelle des Mannes unternehmen": Keine leichte Problematik. Ich *bin* nicht Inkas Mann. Wenn Du mich fragst, was ich machen würde, wenn ich Inkas Mann wäre, kann ich gerne etwas sagen.
*Ich* würde in jedem Fall versuchen, eine Alternative zu finden. Ein anderes Krankenhaus, wenn es tatsächlich nicht anders geht aus meiner eigenen Beobachtung heraus. Ich selbst bin sogar so brutal (mir selbst gegenüber), daß ich den Zwang, einen Selbstmord oder Gedanken daran zu verhindern, nicht als oberste Priorität setzen würde. Bitte nicht falsch verstehen: Ich rede hier nicht von Sterbehilfe o.ä..
Ich würde alles unternehmen, um - wenn es irgendwie möglich ist - keine Medikamenteneinnahme zu erreichen. Mit alles meine ich: Alternativen suchen; keine Psychopharmaka eben. Und wenn es wirklich nicht anders geht, Beruhigungsmittel u.ä. auf z.B. pflanzlicher Basis. (Bin jetzt nicht Profi genug, um viele solcher Alternativen beim namen zu nennen.)
Das Wichtigste ist natürlich, Inka (und jedem anderen) einen gewissen Lebensinhalt zu geben. Aktivität ist wichtig. Permanentes Introvertieren sollte gestoppt werden. Viel Spaazierengehen, meinetwegen Holzhacken ... ;)

*Anderer Bereich / Diskussionen*: Wie geht das bitte konkret - rein technisch?

"Für Inka wäre das bestimmt gut, denn was sie meiner Meinung nach braucht ist POSITIVES FEEDBACK !!"
Ich halte mein feedback für positiv - mit Verlaub.
Ich halte Ihre Situation grundsätzlich nicht für aussichtslos. Allerdings. für ziemlich aussichtslos, solange sie in der gegenwärtigen psychiatrischen Situation verweilt.
Ich garantiere schon beinahe: Auf diese Art wird sie den Selbstmordgedanken nicht los. Dazu ist der Aufenthalt in einer gewöhnlichen Klinik allein schon zu frustrierend.

"Deinen letzten Beitrag habe ich auch gelesen, verstehe aber nicht was du konkret damit meinst??? Kannst du das näher erklären?"
Meinst Du: "Es handelt sich um Euer Leben"?? Damit meine ich die persönlich Betroffenen, die ihre Entscheidungsfreiheit nicht aufgeben sollten.
Ansonsten bitte ein Zitat; ich weiß sonst nicht genau, was Du meinst.

Herzlich - Mikele.
Inka
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Beschluß aufgehoben

Beitrag von Inka »

Hallo an alle,

Eure lieben Informationen haben geholfen, daß am Abend des 24.03. um 20:10 der Beschluß aufgehoben wurde. Ich kann also am Freitag, 25.03. Vormittag die Klinik verlassen. Die endgültige Entscheidung wird dann am 30.03. getroffen.

Ich hab von KRIEGERIN lange nichts gelesen. Ist hoffentlich nichts Schlimmes.

Ich wünsche allen Frohe Ostern und jeden Tag ein wenig mehr Gesundheit.

Liebe Grüße

Inka
Symptome:
Angst, Depression, Selbstwertverlust, mehrf. Suizidversuche
Therapien ab 30.05.2004 >
7 x 3-4 Wochen Psych. Klinik, geschl. Station
Medikation:
ab April 2004 Zyprexa, Remergil > Mirtazapin 45, Trevilor, wegen Wirklosigkeit abgesetzt, bzw. umgestellt ab Sept.2004 auf
Risperdal 2.0, Zoloft 0.5 Tavor 1.0 Quilonorm, Solian, Zopiclon 7.5
Absetzversuche:
ab 19.5. Tavor 0 ; nach 2 Tagen Herzrasen, Übelkeit, Atemnot > wieder auf 1.0
ab 24.5. Tavor 0,5 ; Risperdal 1.0 ; Quilonorm 0.5 ; Solian 0.5
Mikele
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Beitrag von Mikele »

Gratulation Inka!!!
Jetzt mußt Du Dir was ausdenken - wenn Du Dich vom Klinikaufenthalt erholt hast ;) - womit Du in Aktion kommst. Also eine regelmäßigkeit für Dinge, die Du tun möchtest, beginnen. Z.B. morgens 1/2 Stunde Spaziergang direkt nach dem Aufstehen. Jeden Tag in eine andere Richtung gehen.
Dann meinetwegen auch Putzen oder leichter Sport - egal, haupsache regelmäßig.
Schau, was DU gerne tun würdest, wenn es Dir gut ginge.
Dann schreibst Du auf, welche Aktionen dazugehören würden. (Natürlich "darfst" Du als Aktion nicht schreiben: "Viel lachen und Freundinnen besuchen." Wenns Dir nicht gut geht, kannst Du das natürlich nicht durchziehen; Du verstehst? Klar solltest Du als Ziel haben, daß es Dir gut geht mit viel lachen usw..
Aber es ist schwer, ein Ziel als Aktion hinzustellen.
Deinem Leuten sagen, daß Du Dir hier einen Plan gemacht hast; und es nett wäre, wenn sie ein bißchen schauen würde, ob Du ihn regelmäßig machst. Und wenn Du ausfallen lassen willst, sollen die ruhig mal ein bißchen bohren ... ;)
(Vorsicht dann vor den möglicherweise auftretenden Emotionen.)

Okay, Inka. Viel mehr kann ich an dieser Stelle nicht für Dich tun.
Außer vielleicht ganz klitzeklein zu sagen: Vitamine besorgen!! Und nimm Dein Vorurteil weg von wegen der künstlichen Herstellung. Bevor Du so etwas sagst oder dahinter stehst, was Du sagst, solltest Du *Daten* darüber haben und nicht irgendwas nachplappern - sorry. Wenne natürlich keinen Bock hast, nach Daten zu suchen und lieber bestimmten Leuten oder so glaubst, okay. Es ist immer *Deine* Entscheidung. Allerdings gibts Leute, die es anscheinend wissen müßten, die aber dagegen predigen; z.B. viele viele Weißkittel. Tja, da liegen die Jungs eben einfach daneben. Punkt. Basta. Meine Meinung. ;)
Hast Du ne Ahnung, was wir uns alles mit der normalen Ernährung reinziehen? Mal ganz abgesehen von den ganzen Spülmitteln, Shampoos, Waschmittel, Cremes etc.pp., die zum gewissen Teil giftig sind und im Körper Schaden anrichten? Hoffe, Du glaubst da nicht der Firma Bayer und Konsorten, daß das alles völlig unschädlich ist ... ;)

Alles Gute - schöne Feiertage und eine Zukunft mit "steigender Statistik".
Kriegerin
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Beitrag von Kriegerin »

Hallo, wollte jetzt eigentlich nur mal wissen wie es Dir inzwischen so ergeht und wie der Altag in der Klinik ausschaut...

Hast ja lange nichts mehr geschrieben. Hoffe ist alles ok......
schwere Depression, Schwäche, Müdigkeit, Heulatakken, Agressionen, Wirklichkeitsverlust, Selbstmordgedanken (...);

Major Depression mit Borderline-Störung (2 Jahre Therapie, 4 Klinikaufenthalte, ohne Beschwerden seit 2 Jahren...)

Citalopram (30mg, 6 Jahre)
Paroxetin (20 mg seit November 2005)


Zusätzlich: (Spiropend je nach Befinden zum ausknocken wenns nicht mehr geht));
Mikele
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Beitrag von Mikele »

Ja, alles okay. :)
Kriegerin
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Beitrag von Kriegerin »

Meinte eigentlich die Inka, aber schön dass es dir auch gut geht.
schwere Depression, Schwäche, Müdigkeit, Heulatakken, Agressionen, Wirklichkeitsverlust, Selbstmordgedanken (...);

Major Depression mit Borderline-Störung (2 Jahre Therapie, 4 Klinikaufenthalte, ohne Beschwerden seit 2 Jahren...)

Citalopram (30mg, 6 Jahre)
Paroxetin (20 mg seit November 2005)


Zusätzlich: (Spiropend je nach Befinden zum ausknocken wenns nicht mehr geht));
mücke
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Tavor absetzen

Beitrag von mücke »

Hallo Inka

Danke für deine PN.
Du schreibst, daß du wieder im Krankenhaus warst u. deine Medikamente erhöht wurden. Was nimmst du denn z.Zt. noch ein?
Du hast das Tavor aprupt abgesetzt und danach Atemnot u. Herzflimmern bekommen. Das sieht nach Entzug aus. Wie viel mg hattest du denn eingenommen?
Tavor ist zwar ein gut wirksames Medikament, führt aber schon nach einer Einnahme von nur 10 Tbl. in Abhängigkeit. Das habe ich auf einer Fortbildung erfahren.
Tavor sollte nur langsam reduziert werden. Eine Umstellung auf Diazepam wäre evtl. auch gut, weil es eine längere Halbwertzeit hat, das heißt, langsamer ausgeschieden wird.
Ich kenne mich hiermit aber nicht so gut aus. Es gibt hier bestimmt jemand, der dich beim Absetzen unterstützen kann. Ich selber habe diese Hilfe auch in Anspruch genommen mit guter Erfahrung.

Gruss
Annette :hug:
Gesperrt