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 ! Nachricht von: Oliver

Dieses Forum ist im Ruhezustand.

Es hat sich eine neue Gemeinschaft aus Betroffenen und Angehörigen gegründet, die sich weiterhin beim risikominimierenden Absetzen von Psychopharmaka unterstützt und Informationen zusammenträgt. Die Informationen, wie ihr dort teilnehmen könnt findet ihr hier:

psyab.net: wichtige Informationen für neue Teilnehmer


Die öffentlichen Beiträge auf adfd.org bleiben erhalten.

Bereits registrierte Teilnehmer können hier noch bis Ende 2022 weiter in den privaten Foren schreiben und PNs austauschen, aber es ist kein aktiver Austausch mehr vorgesehen und es gibt keine Moderation mehr.

Ich möchte mich bei allen bedanken, die über die geholfen haben, dieses Forum über 18 Jahre lang mit zu pflegen und zu gestalten.


Rheuma und Paroxat

Hier lassen sich auch viele Erfahrungsberichte über das Absetzen von Antidepressiva und Benzodiazepinen finden.
Gesperrt
Bettina*
Beiträge: 10
Registriert: 15.04.2004 23:04

Rheuma und Paroxat

Beitrag von Bettina* »

Liebes Forum, nach längerer Zeit muss ich Folgendes loswerden und hoffe, jemand hat auch schon hiermit Erfahrung: Mit großer Mühe hatte ich Paroxat abgesetzt, schwer unter Entzugserscheinungen gelitten und ein gutes Jahr fürs Absetzen gebraucht. Gegen Ende des Entzugs traten "Muskelschmerzen" hier und dort auf und setzten sich schließlich in der Schulter fest. Mit Paroxat hab ich das überhaupt nicht in Verbindung gebracht. Eher darauf, dass ich früher Leistungssport gemacht habe und nun nach den Kindern immer mehr zur Coachpotato wurde. Jünger wird frau ja eh nicht. Ein Jahr haben sie mich untersucht, kerngespint, beturnt, massiert... dann war die eine Schulter wieder gut und die andere fing an und wurde nicht besser. Seit Weihnachten hab ich im gleichen Arm noch eine Sehnenscheidenentzündung obendrauf. Neueste Diagnose: "Irgendwas" im Bereich Weichteilrheuma. "Behandlung": Moderne Antidepressiva! Am besten Paroxat und Co :frust: . Bei Weichteilrheuma werden keine üblichen Entzündungshemmer gegeben, sondern es wird derzeit offenbar davon ausgegangen, dass diese nicht helfen, weil "die Botenstoffe im Gehirn nicht richtig funktionieren und immerfort Schmerzen melden, wo keine Entzündungen (mehr) sind und die modernen Antidepressiva wirken hier gaaanz hervorragend". Für mich heißt das: na toll, mit deinen Angst-und Panikattacken kannst du Dank langer Therapie nun gut leben und Paroxat ist in meinem Leben ein abgeschlossenes Kapitel. Und nun, nun taucht dieses unglückseelige Paroxat wegen einer "ganz anderen" Erkrankung wieder in meinem Leben auf. Werde ich das nie los? Gibt es eine Art allgemeine "Botenstoffstörung", die alle möglichen Krankheitsbilder am Kochen hält?Oder hat erst Paroxat im Oberstübchen alles durcheinandergewirbelt? Ich hatte nie "Rheuma" oder solche Beschwerden, auch niemand in meiner Familie sonst. Wer von Euch hat Ähnliches erlebt oder sich mit dieser Problematik auch schon beschäftigen müssen und kann etwas Hilfreiches zu diesem Thema mitteilen? Allein wenn man im Internet unter Weichteilrheuma sucht, bekommt man schon die "Lösung" präsentiert. Liebe Grüße, Bettina
Frühjahr 2001 Beginn mit 20 mg Paroxat, erster Absetzversuch begonnen in August 2001 und an Weihnachten 01 gescheitert. Von da an bis Ostern 2002 täglich wieder 10 mg und dann hab ich schließlich ohne Rückfall aber mit stärksten gesundheitlichen Einschränkungen (Zaps, Kopfweh, Schwindel, furchtbare Müdigkeit, totale Erschöpfung, Ängste, Zittern, Albträume) diese 10 mg reduziert und ausgeschlichen. Dazu brauchte ich tatsächlich bis März 2003. Seitdem ohne Medikament. Es war mir nicht bekannt, dass es den Wirkstoff auch flüssig gibt, so habe ich von der Tablette immer einige Krümel mehr abgekratzt, bis ich am Ende wochenlang Minikrümel fegte. Jede kleinste Reduzierung hatte zunächst wieder alle Beschwerden aufleben lassen.
CloneX
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Beitrag von CloneX »

Hallo Bettina, schön mal wieder etwas von einem "Survivor" zu hören, wenn auch leider und solchen Umständen :oops: .

In Foren wie PaxilProgress hört man öfter von Muskelschmerzen. Einige scheinen Erfolg mit höher dosiertem Magnesium zu haben (Wichtig: Magnesiumcitrat). 2x 300mg oder so. Ob das in deinem Fall zutrifft kann ich nicht sagen - groß schaden kann es ja nicht.

Vielleicht hat jemand noch andere Ideen.
Bettina*
Beiträge: 10
Registriert: 15.04.2004 23:04

Beitrag von Bettina* »

Lieber Clonex, vielen Dank für den Tipp, mir ist doch tatsächlich heut grad Magnesium in genau dieser Form verschrieben worden :) , zusammen mit meinen Joggingrunden, meinen täglichen Gymnastikübungen für die ollen Knochen ( fort mit dem inneren Schweinehund!!) und natürlich für das weitere spirituelle "surviven" das gemütliche Joga, hoffe ich, die Gelenkgeschichte in Schach zu halten. Mal sehen, wie sich die Angelegenheit entwickelt, hab du erstmal vielen Dank, ich war mir gar nicht sicher, ob ich mit "sowas" noch ins Forum hineinpasse, bloß - finde mal Leutchen, die nicht theoretisch dozieren (so wie meine Ärzte), sondern aus gutem Grunde nicht so sorglos sind mit Paroxat & Co... Und außerdem, wer erstmal wegen Rheuma auf Paroxat gebucht ist, setzt das sicherlich kaum umgehend wieder ab und die Betroffenen wissen vielleicht (noch) gar nicht, dass es manchmal schwer ist, abzusetzen. Ist ja noch ziemlich neu, die Kombination Rheuma-Antidepressiva. Da gibts dann vielleicht eine ganz neue Gruppe Menschen, die mit Entzug zu kämpfen haben könnte! Vielleicht werden wir dann alle irgendwann mal mehr gehört. Liebe Grüße erstmal, Bettina
Frühjahr 2001 Beginn mit 20 mg Paroxat, erster Absetzversuch begonnen in August 2001 und an Weihnachten 01 gescheitert. Von da an bis Ostern 2002 täglich wieder 10 mg und dann hab ich schließlich ohne Rückfall aber mit stärksten gesundheitlichen Einschränkungen (Zaps, Kopfweh, Schwindel, furchtbare Müdigkeit, totale Erschöpfung, Ängste, Zittern, Albträume) diese 10 mg reduziert und ausgeschlichen. Dazu brauchte ich tatsächlich bis März 2003. Seitdem ohne Medikament. Es war mir nicht bekannt, dass es den Wirkstoff auch flüssig gibt, so habe ich von der Tablette immer einige Krümel mehr abgekratzt, bis ich am Ende wochenlang Minikrümel fegte. Jede kleinste Reduzierung hatte zunächst wieder alle Beschwerden aufleben lassen.
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