Hallo, ich habe mich gerade erst registriert.
Mir geht es seit 2003 nicht besonders gut. Ich vermute, dass der Auslöser für meine Depression oder Angsterkrankung eine vorzeitige Aussage meines Hausarztes war. Er vermutete eine MS. Es wurde eine Kernspin vom Kopf veranlasst. Bis ich das Ergebnis bekam, verging ca. eine Woche. In dieser Woche konnte ich weder arbeiten gehen, noch war ich zu irgendetwas anderem fähig. Ich weinte nur noch, konnte nicht mehr schlafen. Mein ganzer Körper zitterte und ich redete mir ein, dass ich mich von meinem Freund trennen müsste und meine Eltern mich wahrscheinlich pflegen werden müssen. Ich hatte dann zum Glück keine MS. Nur leider am darauf folgenden Tag einen Tinnitus. Der auch durch Therapie im Krankenhaus nicht beseitigt werden konnte. Ich bekam dann zum 1. Mal Paroxat. Es ging mir ziemlich schnell viel besser. Abgesetzt habe ich es dann im Februar 2004. Hat alles recht gut mit Ausschleichen geklappt. Es ging mir ca. ein halbes Jahr richtig gut. Dann plötzlich im September mitten im Urlaub der Rückfall.
Wieder zu Hause konnte ich morgens kaum aufstehen, war wieder total weinerlich, alles zitterte. Mir wurde ständig schwindelig. Auch in angenehmen Situationen. Selbst beim Shoppen!!! Schließlich konnte ich nicht mehr und der Arzt hat mir erneut Paroxat verschrieben. Aber diesmal wirkte es nicht so gut. Im März bekam ich dann Trevilor verschrieben. Davon nehme ich inzwischen 75 mg morgens und 150 abends. Mir ist nach wie vor ständig schwindelig, meine Hände zittern und ich fühle diese Unruhe in mir. Außerdem habe sehr oft Kopfschmerzen, so eine Art Spannungskopfschmerz. Weiss jetzt nicht mehr, was ich noch machen kann. Ich bin für eine Verhaltenstherapie im Mai vorgemerkt. Könnt Ihr mir irgendwelche Tipps geben??
Vielen Dank schon mal im Voraus.
Eure JULA
Hoffentlich könnt Ihr mir weiterhelfen!
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PhilRS
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VT ist gut!!
Hallo Jula,
so wie Du es beschreibst, haben Dir mehrere Einnahmezyklen verschiedener Antidepressiva nicht dauerhaft geholfen.
Ich freue mich, dass Du jetzt eine Verhaltenstherapie vorhast! Das Thema hatten wir erst kürzlich wieder (hier).
Die Chancen stehen nicht schlecht, dass es damit besser klappt. Im Unterschied zu den Medikamenten soll die VT dauerhaft helfen können, davon bin ich überzeugt.
Was zu beachten wäre: Suche Dir den/die Therapeuten/-in sehr gut aus. Auch + gerade die Entscheidung ob Mann oder Frau kann sehr wichtig sein.
Du hast immer Probetermine (ursprünglich 5, obwohl ich kürzlich hörte, dass die Kassen in Berlin nur noch 3 bezahlen). Du solltest auf jeden Fall mehrere Varianten - mehrere Therapeuten - "checken", ob ihr zusammenpasst.
Das ist schon die "halbe Miete", man kann es nicht oft genug betonen. Übrigens ist es nicht unbedingt wichtig, gegen Deine Stimmung anzukämpfen bei der Auswahl des/der Therapeuten/-in: Es kann zwar sein, dass Du Dir nicht sicher bist, ob die Entscheidung wirklich gut ist (das bringt die Depression mit sich).
Aber genau das weiß auch die andere Seite, und es wird sich das Passende zusammen finden.
Viel Erfolg im Mai!
Dein
-PhilippRS.
ps: Du kannst auch den-/diejenige fragen, wo Du zuerst hingehst, ob Du weitere Adressen kriegen kannst von VT in Deiner Nähe. Das machen die im Regelfall selbstverständlich und ohne jede Hintergedanken = ein Grundsatz, weil die richtige Auswahl so wichtig ist.
so wie Du es beschreibst, haben Dir mehrere Einnahmezyklen verschiedener Antidepressiva nicht dauerhaft geholfen.
Ich freue mich, dass Du jetzt eine Verhaltenstherapie vorhast! Das Thema hatten wir erst kürzlich wieder (hier).
Die Chancen stehen nicht schlecht, dass es damit besser klappt. Im Unterschied zu den Medikamenten soll die VT dauerhaft helfen können, davon bin ich überzeugt.
Was zu beachten wäre: Suche Dir den/die Therapeuten/-in sehr gut aus. Auch + gerade die Entscheidung ob Mann oder Frau kann sehr wichtig sein.
Du hast immer Probetermine (ursprünglich 5, obwohl ich kürzlich hörte, dass die Kassen in Berlin nur noch 3 bezahlen). Du solltest auf jeden Fall mehrere Varianten - mehrere Therapeuten - "checken", ob ihr zusammenpasst.
Das ist schon die "halbe Miete", man kann es nicht oft genug betonen. Übrigens ist es nicht unbedingt wichtig, gegen Deine Stimmung anzukämpfen bei der Auswahl des/der Therapeuten/-in: Es kann zwar sein, dass Du Dir nicht sicher bist, ob die Entscheidung wirklich gut ist (das bringt die Depression mit sich).
Aber genau das weiß auch die andere Seite, und es wird sich das Passende zusammen finden.
Viel Erfolg im Mai!
Dein
-PhilippRS.
ps: Du kannst auch den-/diejenige fragen, wo Du zuerst hingehst, ob Du weitere Adressen kriegen kannst von VT in Deiner Nähe. Das machen die im Regelfall selbstverständlich und ohne jede Hintergedanken = ein Grundsatz, weil die richtige Auswahl so wichtig ist.
Potenzieller Interessenkonflikt: Beamter, Forensische Psychiatrie (Finnland) seit 1/08.
Quellen: Medizin allgemein BMJ | JAMA | Lancet | NEJM || Psychiatrie/Neurologie Acta Psychiatr Scand | Am J Psychiatry | Arch Gen Psychiatry | Br J Psychiatry | JAACAP | JCPP | J Clin Psychiatry | J Clin Psychopharmacol | Neurology || Open Access | Ann Gen Psychiatry | BMC Psychiatry | Can J Psychiatry | CMAJ | CNS Spectrums | Depress Anxiety | PLoS Med
Quellen: Medizin allgemein BMJ | JAMA | Lancet | NEJM || Psychiatrie/Neurologie Acta Psychiatr Scand | Am J Psychiatry | Arch Gen Psychiatry | Br J Psychiatry | JAACAP | JCPP | J Clin Psychiatry | J Clin Psychopharmacol | Neurology || Open Access | Ann Gen Psychiatry | BMC Psychiatry | Can J Psychiatry | CMAJ | CNS Spectrums | Depress Anxiety | PLoS Med