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Nachricht von: Oliver
Dieses Forum ist im Ruhezustand.
Es hat sich eine neue Gemeinschaft aus Betroffenen und Angehörigen gegründet, die sich weiterhin beim risikominimierenden Absetzen von Psychopharmaka unterstützt und Informationen zusammenträgt. Die Informationen, wie ihr dort teilnehmen könnt findet ihr hier:
Die öffentlichen Beiträge auf adfd.org bleiben erhalten.
Bereits registrierte Teilnehmer können hier noch bis Ende 2022 weiter in den privaten Foren schreiben und PNs austauschen, aber es ist kein aktiver Austausch mehr vorgesehen und es gibt keine Moderation mehr.
Ich möchte mich bei allen bedanken, die über die geholfen haben, dieses Forum über 18 Jahre lang mit zu pflegen und zu gestalten.
seit letzter Woche gehts mir mies.
Erst hatte ich Herzbeschwerden (Herzrasen; Herzstolpern; Gefühl, daß mein Herz sehr groß ist), Übelkeit, starke Schlafstörungen, Unruhe, Nervosität, Verwirrtheit, Schwindel etc..
Habe dann, in Absprache mit meinem Psychiater Trevilor direkt abgesetzt. Seitdem sind zwar innerhalb von einem Tag die Herzbeschwerden zurück gegangen, leider habe ich aber weiterhin starke Probleme.
Mir ist den ganzen Tag total schwindelig, die Übelkeit ist unerträglich, meine visuelle Wahrnehmung ist verschwommen und zeitverzögert. Außerdem bin ich absolut reizempfindlich.
Ich komme mir vor, als ob ich völlig zugedröhnt bin!
Es geht mir nur einigermaßen gut, wenn ich schlafen kann, die körperlichen Beschwerden rücken dann in den Hintergrund, allerdings sind meine Träume dann total heftig. Grundsätzlich brauche ich ne ganze Weile, bis ich endlich schlafe, und sobald ich wieder wach bin fängt alles wieder von vorne an.
Wer kann mir helfen? Was ist los mit mir?
Ich habe Angst! Was kann ich tun?
Trinity
Smptome: Schlafstörungen, Konzentrationstörungen, Suizidgedanken, Migräne, Übelkeit, Durchfall, Appetitlosigkeit, Unruhe, Nervosität, ... ;
Diagnose: rezidivierende Depression, emotional-instabile-Persönlichkeitsstörung
Medikation: Fluctin 20 mg 1-0-0; Zyprexa 2,5 mg 0-0-1
Bisherige Absetzversuche: muß ständig absetzten, wg. häufiger Nebenwirkungen
Absetzverlauf: verläuft meist unkritisch, da umgehend ein anderes Medikament neu angesetzt wird
wegen dieser Deiner Schilderung hab ich mich beeilt, und entgegen meiner Planung jetzt schon das hier geschrieben.
Ich weiß, dass Du damit definitiv nicht allein bist. Tut mir leid, dass ich's nur aus meinem Blickwinkel schildern kann, aber bestimmt kommt noch mehr.
trinity hat geschrieben:Erst hatte ich Herzbeschwerden (Herzrasen; Herzstolpern; Gefühl, daß mein Herz sehr groß ist), Übelkeit, starke Schlafstörungen, Unruhe, Nervosität, Verwirrtheit, Schwindel etc...
Die Herzbeschwerden können einerseits Ausdruck der zentralen Wirkung sein, also indirekt bzw. auch selbst verstärkend mit der Angst zusammenhängen.
Andererseits kann es sich auch um eine der peripheren Wirkungen handeln (s. Link), also Ausdruck der erhöhten Sympathikus-Aktivität sein.
Ich danke Dir sehr!
Was ich an Trost geben kann: Wenn Du noch beim Aufdosieren warst oder insgesamt in der Anfangsphase der Einnahme, dann sollten die Symptome mit dem Wash-out des Venlafaxins abnehmen und innerhalb von Tagen verschwinden.
Wichtig dabei ist, möglichst der Angst keinen zu großen Raum zu geben, damit sie sich nicht festsetzen kann ... (während ich dies schreibe, fühle ich mich als blöder Klugsch....)
<hr>
- Deine Symptome lassen sich mit der TREVILOR-Medikation erklären.
- Sie sollten nach dem Absetzen (mit etwas Verzögerung) verschwinden.
Mit dringendem Besserungswunsch
-PhilippRS.
Potenzieller Interessenkonflikt: Beamter, Forensische Psychiatrie (Finnland) seit 1/08.
Ich habe Trevilor bestimmt schon seit über einem halben Jahr zusammen mit Fluctin (diese schon länger) eingenommen.
Fluctin 1-0-0
Trevilor 1-0-0
Diese Dosierung war prima!
Das Einzige was ich merkte, waren die etwas merkwürdigen Träume, sehr real aber irgendwie völlig abgedreht. Da die zusätzliche Einnahme von Trevilor aber meine Depressionssymtome erheblich minderte, konnte ich damit ganz gut leben.
Das Beste war eigentlich, daß schon wenige Tage nach Einnahme eine Besserung festzustellen war. Ich hatte z.B. plötzlich keinerlei Suizidgedanken mehr, was ich als waren Erfolg bis heute ansehe. Diese Gedanken haben mich vorallem nachts derart gequält, daß ich nicht mehr ein noch aus wußte.
Mit Trevilor waren diese Gedanken einfach Vergangenheit!
Was das anbelangt: Ein Hoch auf Trevilor!
Auch mit ein Grund, warum ich ungern darauf verzichten möcht, zumindest solange ich noch Depressionen habe.
Leider hatte mein Körper sich dann aber so daran gewöhnt, oder meine Lebensumstände sich verschlechtert, daß die Depression wieder stärker wurde. Symtome wie Traurigkeit u.ä. wurden wieder stärker.
Nach langem Hin und Her sollte ich dann, von meinem Doc aus, zusätzlich mittags noch eine Trevilor nehmen.
Das mache ich jetzt seit ca. 3 Wochen und es ging mir zunehmende körperlich schlechter. Nun kam hinzu, daß ich u.a. die Vermutung hatte, meine Übelkeit und mein Schwindel ständen hauptsächlich im Zusammenhang mit dem PMS.
Durch diese unglückliche Überlagerung habe ich meinen Beschwerden nicht so viel Beachtung geschenkt.
Innerhalb der letzten Woche allerdings bekam ich o.g. Herzbeschwerden und Weiteres.
Habe meinen Arzt telefonisch kontaktiert, er riet mir, Trevilor sofort abzusetzen, mehr könne man nicht machen. Dies habe ich dann auch am DO sofort getan.
Was mir Sorge macht, ist einfach, daß es mir nicht besser zu gehen scheint, ich habe den Eindruck, Schwindel, Übelkeit und Überreizung werden schlimmer. Meinem Herzen geht es wieder besser, zum Glück!
Ach ja, ich habe vorranigig keine Angstproblematik. Bin zwar von Ängsten (z.B. Zukunft, Geld) geplagt und kann auch nicht wirklich gut damit umgehen, aber ich denke, meine Ängste bewegen sich in einem realen Bereich.
Werde wohl morgen früh meinen Psychiater und/oder meine Hausärztin aufsuchen.
n8
trinity
Smptome: Schlafstörungen, Konzentrationstörungen, Suizidgedanken, Migräne, Übelkeit, Durchfall, Appetitlosigkeit, Unruhe, Nervosität, ... ;
Diagnose: rezidivierende Depression, emotional-instabile-Persönlichkeitsstörung
Medikation: Fluctin 20 mg 1-0-0; Zyprexa 2,5 mg 0-0-1
Bisherige Absetzversuche: muß ständig absetzten, wg. häufiger Nebenwirkungen
Absetzverlauf: verläuft meist unkritisch, da umgehend ein anderes Medikament neu angesetzt wird