Remergil absetzen - was erwartet mich?
Hallo erstmal an alle "Alteingesessenen"!
Ich habe über das med1- Forum hierher gefunden.
In diesem habe ich in einem langen Beitrag auf eine Frage in Form eines Hilferufes einer erstmalig mit REMERGIL medikamentierten Teilnehmerin geantwortet (auch dort mein erster und bislang einziger Beitrag) .
Sie war völlig fertig und bat um Erfahrungsberichte weiterer REMERGIL-Patienten, da sie ein derart ausgeprägtes Schlafbedürfnis habe, daß sie praktisch kaum noch zu sich käme, bis zu 14(!) Std. schlafe und eigendl. NUR noch müde sei.
Mich selbst "erwischte" eine schwere endogene Depression, die Anfang Mai diesen Jahres schleichend ihren Anfang nahm, sich über den Monat Juli ausbreitete und Anfang August mit gnadenloser Intensität vollends ausbrach. Ich verlor völlig den Boden unter den Füßen u. stürzte völlig ab.
Bei mir sind die Ursachen sehr real, erstrecken sich über einen Zeitraum von etwa 2 1/2 Jahren in Form einiger Schicksalsschläge persönlicher / familiärer Art und fanden in einer explosionsartigen, aber leider sehr unglücklichen Liebe ihren Höhepunkt, der das Faß offenbar entgültig zum Überlaufen brachte (Signatur...) u. mir überdies auch noch meine "Freunde" nahm.
Innerhalb von 2 Wochen 8 Kilo abgenommen, nicht mehr geschlafen, stundenlange erstarrte Apathie, Weinkrämpfe ohne Vorwarnug, Zusammenbrüche, unbeschreibliche Todessehnsucht, in der verdunkelten Wohnung vergraben u. völlig abgekapselt...
Bei mir entfaltete REMERGIL seine Wirkung geradezu lehrbuchartig:
In der 1. Woche etwa 1 Std. nach d. Einnahme geradezu komatöser Schlaf, in dieser Zeit zunehmend ruhiger geworden, leichte Erholung (sicher durch den wiedergefundenen Schlaf).
Ab d. 2. Woche langsam wieder Apetit bekommen, wieder begonnen d. Außenwelt warzunehmen u. in den Folgewochen veränderte ich mich zusehens (auch für die Außenwelt):
Aus tiefer Verzweiflung und völliger Teilnahmslosigkeit wurde zunehmend unbändige Wut u. Verachtung (all denjenigen gegenüber die mich darüber im Stich / fallen ließen), Trotz u. Aktivität.
Mit der Zeit veränderte sich dies in ein konstantes Level neuer Ausgeglichenheit, wiedergewonnenen Selbstbewußtseins und zunehmender Gleichgültigkeit gegenüber meinen "Freunden" u. meiner "großen Liebe".
Ich nehme seitdem durchgehend die 30mg-Dosis, habe in der Anfangszeit auch schonmal das eine oder andere Mal an Wochenenden ungewollte Unterbrechungen von einem Tag (24, auch schon über 30 Std. u. länger) dabei gehabt, in denen ich die Einnahme schlichtweg vergessen habe, hatte aber zu meiner großen Erleichterung keinen Einbruch oder ähnliches in meinem Gemütszustand verzeichnen müssen.
Heute nun fiel mir ein, daß ich seit der Erstellung meines Antwort-Beitrages im med1 - Forum diesen noch garnicht auf Resonanz hin überprüft habe (der Vollständigkeithalber sei erwähnt, daß die Anfrage bereits vom Juni diesen Jahres stammte).
Die Fragestellerin hat sich leider nicht mehr gemeldet, dafür aber ein anderer Teilnehmer, der auf meine Sorglosigkeit bezügl. nicht vorhandener Suchtgefahr mit -mir bis dato völlig unbekannten- neuen / anderen Aspekten reagierte u. dieses Forum in seinem Beitrag verlinkte.
Ich habe noch nicht mal richtig begonnen mich hier mal durchzulesen und "falle" schon über -mir völlig unbekannte- Begriffe wie >>ausschleichen(?)<<, >>Absetzsymptome<< und Nebenwirkungen von denen ich hier zum 1. Mal höre...
Auch eine -für meine Verhältnisse- erstaunliche (aber 1. durchaus positive u. 2. in Relation zu meiner Körpergröße absolut vertretbare) Gewichtszunahme bislang nicht gekannten Ausmaßes lese ich hier erstmalig als mögliche Nebenwirkung von REMERGIL.
Zumindest meinen Apetit kann ich eigentlich nur als "gesünder" denn je bezeichnen, eigentl. für mich ein mehr als gutes Zeichen "auf dem Weg nach oben".
Dies alles ist für mich von erheblichem Interesse u. besonderer Wichtigkeit, da ich mich mittlerweile wieder in einer Verfassung befinde, in der ich mich 1. frage, ob ich das Medikament überhaupt noch benötige und 2. was passiert wenn ich´s absetze...
Bislang kann ich mir eigentl. nur 2 mögliche Szenarien vorstellen:
Entweder es passiert überhaupt nichts und ich kann wieder weiterleben wie vor meinem Absturz, ODER ich falle -in welchem Zeitraum auch immer- erneut in ein tiefes Loch.
Erstgenannte Möglichkeit wäre der Idealfall, letztgenannte eine absolute Horrorvorstellung für mich - dies möchte ich nie wieder durchmachen müssen: Tatenlos seinem eigenen Untergang zuzusehen, unfähig irgend etwas dagegen unternehmen zu können!
Vor der 2. Möglichkeit habe ich offengestanden sogar eine Heidenangst (u. ich bin für gewöhnl. alles andere als ängstlich)!
Soweit ich dies in der Kürze meiner Präsenz hier sehen konnte sind die Beiträge für gewöhnlich kurz gehalten, ich bitte daher das Ausmaß meines Einstandsbeitrages zu entschuldigen.
Ich hoffe dennoch auf rege Resonanz u. werde -davon unabhängig- derweil versuchen mich durch den Themenbereich >>REMERGIL<< zu lesen.
Sollte der Inhalt meines Beitrags so oder ähnlich bereits an anderer Stelle behandelt worden sein bitte ich dies vorab zu entschuldigen, er erfolgte ungeplant u. sehr spontan.
Herzl. Grüße an alle
-Depriade-
Ich habe über das med1- Forum hierher gefunden.
In diesem habe ich in einem langen Beitrag auf eine Frage in Form eines Hilferufes einer erstmalig mit REMERGIL medikamentierten Teilnehmerin geantwortet (auch dort mein erster und bislang einziger Beitrag) .
Sie war völlig fertig und bat um Erfahrungsberichte weiterer REMERGIL-Patienten, da sie ein derart ausgeprägtes Schlafbedürfnis habe, daß sie praktisch kaum noch zu sich käme, bis zu 14(!) Std. schlafe und eigendl. NUR noch müde sei.
Mich selbst "erwischte" eine schwere endogene Depression, die Anfang Mai diesen Jahres schleichend ihren Anfang nahm, sich über den Monat Juli ausbreitete und Anfang August mit gnadenloser Intensität vollends ausbrach. Ich verlor völlig den Boden unter den Füßen u. stürzte völlig ab.
Bei mir sind die Ursachen sehr real, erstrecken sich über einen Zeitraum von etwa 2 1/2 Jahren in Form einiger Schicksalsschläge persönlicher / familiärer Art und fanden in einer explosionsartigen, aber leider sehr unglücklichen Liebe ihren Höhepunkt, der das Faß offenbar entgültig zum Überlaufen brachte (Signatur...) u. mir überdies auch noch meine "Freunde" nahm.
Innerhalb von 2 Wochen 8 Kilo abgenommen, nicht mehr geschlafen, stundenlange erstarrte Apathie, Weinkrämpfe ohne Vorwarnug, Zusammenbrüche, unbeschreibliche Todessehnsucht, in der verdunkelten Wohnung vergraben u. völlig abgekapselt...
Bei mir entfaltete REMERGIL seine Wirkung geradezu lehrbuchartig:
In der 1. Woche etwa 1 Std. nach d. Einnahme geradezu komatöser Schlaf, in dieser Zeit zunehmend ruhiger geworden, leichte Erholung (sicher durch den wiedergefundenen Schlaf).
Ab d. 2. Woche langsam wieder Apetit bekommen, wieder begonnen d. Außenwelt warzunehmen u. in den Folgewochen veränderte ich mich zusehens (auch für die Außenwelt):
Aus tiefer Verzweiflung und völliger Teilnahmslosigkeit wurde zunehmend unbändige Wut u. Verachtung (all denjenigen gegenüber die mich darüber im Stich / fallen ließen), Trotz u. Aktivität.
Mit der Zeit veränderte sich dies in ein konstantes Level neuer Ausgeglichenheit, wiedergewonnenen Selbstbewußtseins und zunehmender Gleichgültigkeit gegenüber meinen "Freunden" u. meiner "großen Liebe".
Ich nehme seitdem durchgehend die 30mg-Dosis, habe in der Anfangszeit auch schonmal das eine oder andere Mal an Wochenenden ungewollte Unterbrechungen von einem Tag (24, auch schon über 30 Std. u. länger) dabei gehabt, in denen ich die Einnahme schlichtweg vergessen habe, hatte aber zu meiner großen Erleichterung keinen Einbruch oder ähnliches in meinem Gemütszustand verzeichnen müssen.
Heute nun fiel mir ein, daß ich seit der Erstellung meines Antwort-Beitrages im med1 - Forum diesen noch garnicht auf Resonanz hin überprüft habe (der Vollständigkeithalber sei erwähnt, daß die Anfrage bereits vom Juni diesen Jahres stammte).
Die Fragestellerin hat sich leider nicht mehr gemeldet, dafür aber ein anderer Teilnehmer, der auf meine Sorglosigkeit bezügl. nicht vorhandener Suchtgefahr mit -mir bis dato völlig unbekannten- neuen / anderen Aspekten reagierte u. dieses Forum in seinem Beitrag verlinkte.
Ich habe noch nicht mal richtig begonnen mich hier mal durchzulesen und "falle" schon über -mir völlig unbekannte- Begriffe wie >>ausschleichen(?)<<, >>Absetzsymptome<< und Nebenwirkungen von denen ich hier zum 1. Mal höre...
Auch eine -für meine Verhältnisse- erstaunliche (aber 1. durchaus positive u. 2. in Relation zu meiner Körpergröße absolut vertretbare) Gewichtszunahme bislang nicht gekannten Ausmaßes lese ich hier erstmalig als mögliche Nebenwirkung von REMERGIL.
Zumindest meinen Apetit kann ich eigentlich nur als "gesünder" denn je bezeichnen, eigentl. für mich ein mehr als gutes Zeichen "auf dem Weg nach oben".
Dies alles ist für mich von erheblichem Interesse u. besonderer Wichtigkeit, da ich mich mittlerweile wieder in einer Verfassung befinde, in der ich mich 1. frage, ob ich das Medikament überhaupt noch benötige und 2. was passiert wenn ich´s absetze...
Bislang kann ich mir eigentl. nur 2 mögliche Szenarien vorstellen:
Entweder es passiert überhaupt nichts und ich kann wieder weiterleben wie vor meinem Absturz, ODER ich falle -in welchem Zeitraum auch immer- erneut in ein tiefes Loch.
Erstgenannte Möglichkeit wäre der Idealfall, letztgenannte eine absolute Horrorvorstellung für mich - dies möchte ich nie wieder durchmachen müssen: Tatenlos seinem eigenen Untergang zuzusehen, unfähig irgend etwas dagegen unternehmen zu können!
Vor der 2. Möglichkeit habe ich offengestanden sogar eine Heidenangst (u. ich bin für gewöhnl. alles andere als ängstlich)!
Soweit ich dies in der Kürze meiner Präsenz hier sehen konnte sind die Beiträge für gewöhnlich kurz gehalten, ich bitte daher das Ausmaß meines Einstandsbeitrages zu entschuldigen.
Ich hoffe dennoch auf rege Resonanz u. werde -davon unabhängig- derweil versuchen mich durch den Themenbereich >>REMERGIL<< zu lesen.
Sollte der Inhalt meines Beitrags so oder ähnlich bereits an anderer Stelle behandelt worden sein bitte ich dies vorab zu entschuldigen, er erfolgte ungeplant u. sehr spontan.
Herzl. Grüße an alle
-Depriade-
Symptome: Beginn Anfang Juni 2004, Psychischer / körperlicher Verfall, erstarrte / lähmende Aphatie / Teilnahmslosigkeit / völlige Abkapselung, kaum noch Nahrungsaufnahme, kein Schlaf mehr / keine Müdigkeit, tiefe Verzweiflung / Todessehnsucht, unkontrollierte Weinkrämpfe, Zusammenbrüche
Diagnose: Schwere endogene Depression
Medikation: Mirtazapin, 30mg, seit Anfang September 2004
Absetzversuche: Bislang noch keine, 1. geplant in 42 Tagen - dann derzeitige Packung aufgebraucht (gemischte Gefühle...)
Neuer Stand: Einnahme seit letzter Novemberwoche in Eigeninitiative nur noch jeden 2. Tag, rechnerisch letzte Einnahme am Di., 8.2.05.
Diagnose: Schwere endogene Depression
Medikation: Mirtazapin, 30mg, seit Anfang September 2004
Absetzversuche: Bislang noch keine, 1. geplant in 42 Tagen - dann derzeitige Packung aufgebraucht (gemischte Gefühle...)
Neuer Stand: Einnahme seit letzter Novemberwoche in Eigeninitiative nur noch jeden 2. Tag, rechnerisch letzte Einnahme am Di., 8.2.05.
-
Hannes Wien
- Gründer
- Beiträge: 903
- Registriert: 27.10.2003 14:16
- Wohnort: Wien
- Danksagung erhalten: 6 Mal
Hi Depriade
Freut mich das, dass Remergil bei dir so gut geholfen hat, ich kann nur ganz vom Gegenteil berichten bei mir hat es Ängste ausgelöst ich habe lange Zeit gedacht das es noch vom Benzoentzug ist doch um so weniger Remergil um so weniger Ängste.
Das Absetzen ist auch bei mir nicht so leicht, Schweißausbrüche, Übelkeit; Benommenheit, Unruhe, Schwindel, und teilweise wenn ich mich aufrege Herzklopfen!
Liebe Grüße
Hannes
Freut mich das, dass Remergil bei dir so gut geholfen hat, ich kann nur ganz vom Gegenteil berichten bei mir hat es Ängste ausgelöst ich habe lange Zeit gedacht das es noch vom Benzoentzug ist doch um so weniger Remergil um so weniger Ängste.
Das Absetzen ist auch bei mir nicht so leicht, Schweißausbrüche, Übelkeit; Benommenheit, Unruhe, Schwindel, und teilweise wenn ich mich aufrege Herzklopfen!
Liebe Grüße
Hannes
-
CloneX
- Gründer
- Beiträge: 1165
- Registriert: 10.10.2003 17:01
- Wohnort: Deutschland :)
- Danksagung erhalten: 20 Mal
Hallo Depriade,
es kann dir leider keiner genau sagen was DICH erwarten wird, da Menschen sehr unterschiedlich auf diese Antidepressiva reagieren. Wenn du deinen Arzt oder den Hersteller fragst wirst du sicher nur Gutes hören - aber wie du merkst ist das nicht immer der Fall.
So ist alles möglich von
- du nimmst das Medikament mehrere Jahre, es wirkt super und du setzt es ohne große Probleme ab
bis
- du bekommst immer mehr unangenehme Nebenwirkungen und wenn du es Absetzt bekommst du unerträgliche Entzugssymptome (ich selber leide seit 18 Monaten unter den Folgen von Remergil).
Aber erstmal ist gut dass es dir hilft. Und konzentriert dich darauf dass es dir besser geht. Allerdings solltest du dann später nicht sorglos damit umgehen und dir bewusst sein welche Risiken entstehen können damit du richtig entscheiden kannst. Mir wurde z.B. bei meinem ersten Absetzversuch gesagt es wäre ein Rückfall wodurch ich es ein Jahr länger genommen habe... das hat meine Absetzprobleme sicher nicht vereinfacht.
es kann dir leider keiner genau sagen was DICH erwarten wird, da Menschen sehr unterschiedlich auf diese Antidepressiva reagieren. Wenn du deinen Arzt oder den Hersteller fragst wirst du sicher nur Gutes hören - aber wie du merkst ist das nicht immer der Fall.
So ist alles möglich von
- du nimmst das Medikament mehrere Jahre, es wirkt super und du setzt es ohne große Probleme ab
bis
- du bekommst immer mehr unangenehme Nebenwirkungen und wenn du es Absetzt bekommst du unerträgliche Entzugssymptome (ich selber leide seit 18 Monaten unter den Folgen von Remergil).
Aber erstmal ist gut dass es dir hilft. Und konzentriert dich darauf dass es dir besser geht. Allerdings solltest du dann später nicht sorglos damit umgehen und dir bewusst sein welche Risiken entstehen können damit du richtig entscheiden kannst. Mir wurde z.B. bei meinem ersten Absetzversuch gesagt es wäre ein Rückfall wodurch ich es ein Jahr länger genommen habe... das hat meine Absetzprobleme sicher nicht vereinfacht.
Hallo Hannes (ich hoff jetzt mal, ich darf das >Wien< einfach so "schludern"), hallo CloneX!
@Hannes: Freut mich das Dir mein Benutzername Spaß macht
, lustiges Wortspiel gell (man kann ihn Englisch aussprechen - oder die Silben sprachlich trennen, oder einfach so aussprechen)...
Sorry estmal, daß meine Antwort "etwas" verspätet erfolgt, aber ich bin eher sporadisch hier in diesem Forum u. meine Arbeitszeiten sind in letzter Zeit gelinde gesagt "etwas" unstet.
Seit fast 2 Wochen war der Rechner nicht eine Minute in Betrieb...
Ich feier jetzt grad Resturlaub von diesem Jahr ab, in dem ich mir sowas wie eine kleine Auszeit nehme. Dies gibt mir nun endlich Gelegenheit diverse Beiträge hier und auch anderswo zu beantworten.
Also eins ist mir mittlerweile schon mal klar geworden:
So vielfältig wie der Bereich Depression ist, so unterschiedlich scheint auch das Spektrum an Antidepressiva, respektive der unterschiedlichen Wirkungsweisen, Anwendungsgebiete u. teils gravierend unterschiedlichen Verträglichkeiten zu sein.
Nach allem was ich bislang nur allein zum Thema >>REMERGIL<< grob überflogen habe, scheine ich zumindest in Bezug auf Wirkung u. Verträglichkeit ja offenbar schon großes Glück gehabt zu haben.
Ich habe seit letzter Woche begonnen die Dosis in Eigeninitiative dahingehend zu halbieren, daß ich das REMERGIL nur noch jeden 2. Tag einnehme, d. h. ich setze jeweils den Folgetag aus.
Ist die Packung dann mit Einnahme der letzten Tablette leer (dies sollte am Dienstag, den 8. 2. 05 der Fall sein), werde ich mir erstmal keine weitere Packung mehr verschreiben lassen.
Ich habe hier erstmalig von Begriffen wie "Ausschleichen" u. Absetzproblemen gelesen.
Nun ja, das was ich jetzt gerade begonnen habe dürfte wohl mit dem Begriff "Ausschleichen" gemeint sein u. was d. Absetzprobleme -Möglichkeiten scheint´s da reichlich zu geben- anbelangt, so kann ich nur hoffen daß sich mein Abschied von REMERGIL ähnlich bilderbuchmäßig -sprich unspektakulär- gestaltet wie mein Einstieg.
Ich kann´s nur hoffen...
Ich werde aber keinesfalls versäumen, hier von meinen persönl. Absetzerfahrungen zu berichten.
Ich denke dies dürfte in jedem Fall im Sinne des Forums-Erstellers, wie auch des einen oder anderen interessierten REMERGIL-Patienten sein.
Ich werde aber auch bis zum "Tag X" immer wieder mal "reinspinksen"!
Bis dahin Euch beiden -u. natürl. auch allen anderen Lesern, Betroffenen, oder einfach nur Interessierten- alles Gute.
@Hannes: Freut mich das Dir mein Benutzername Spaß macht
Sorry estmal, daß meine Antwort "etwas" verspätet erfolgt, aber ich bin eher sporadisch hier in diesem Forum u. meine Arbeitszeiten sind in letzter Zeit gelinde gesagt "etwas" unstet.
Seit fast 2 Wochen war der Rechner nicht eine Minute in Betrieb...
Ich feier jetzt grad Resturlaub von diesem Jahr ab, in dem ich mir sowas wie eine kleine Auszeit nehme. Dies gibt mir nun endlich Gelegenheit diverse Beiträge hier und auch anderswo zu beantworten.
Also eins ist mir mittlerweile schon mal klar geworden:
So vielfältig wie der Bereich Depression ist, so unterschiedlich scheint auch das Spektrum an Antidepressiva, respektive der unterschiedlichen Wirkungsweisen, Anwendungsgebiete u. teils gravierend unterschiedlichen Verträglichkeiten zu sein.
Nach allem was ich bislang nur allein zum Thema >>REMERGIL<< grob überflogen habe, scheine ich zumindest in Bezug auf Wirkung u. Verträglichkeit ja offenbar schon großes Glück gehabt zu haben.
Ich habe seit letzter Woche begonnen die Dosis in Eigeninitiative dahingehend zu halbieren, daß ich das REMERGIL nur noch jeden 2. Tag einnehme, d. h. ich setze jeweils den Folgetag aus.
Ist die Packung dann mit Einnahme der letzten Tablette leer (dies sollte am Dienstag, den 8. 2. 05 der Fall sein), werde ich mir erstmal keine weitere Packung mehr verschreiben lassen.
Ich habe hier erstmalig von Begriffen wie "Ausschleichen" u. Absetzproblemen gelesen.
Nun ja, das was ich jetzt gerade begonnen habe dürfte wohl mit dem Begriff "Ausschleichen" gemeint sein u. was d. Absetzprobleme -Möglichkeiten scheint´s da reichlich zu geben- anbelangt, so kann ich nur hoffen daß sich mein Abschied von REMERGIL ähnlich bilderbuchmäßig -sprich unspektakulär- gestaltet wie mein Einstieg.
Ich kann´s nur hoffen...
Ich werde aber keinesfalls versäumen, hier von meinen persönl. Absetzerfahrungen zu berichten.
Ich denke dies dürfte in jedem Fall im Sinne des Forums-Erstellers, wie auch des einen oder anderen interessierten REMERGIL-Patienten sein.
Ich werde aber auch bis zum "Tag X" immer wieder mal "reinspinksen"!
Bis dahin Euch beiden -u. natürl. auch allen anderen Lesern, Betroffenen, oder einfach nur Interessierten- alles Gute.
Symptome: Beginn Anfang Juni 2004, Psychischer / körperlicher Verfall, erstarrte / lähmende Aphatie / Teilnahmslosigkeit / völlige Abkapselung, kaum noch Nahrungsaufnahme, kein Schlaf mehr / keine Müdigkeit, tiefe Verzweiflung / Todessehnsucht, unkontrollierte Weinkrämpfe, Zusammenbrüche
Diagnose: Schwere endogene Depression
Medikation: Mirtazapin, 30mg, seit Anfang September 2004
Absetzversuche: Bislang noch keine, 1. geplant in 42 Tagen - dann derzeitige Packung aufgebraucht (gemischte Gefühle...)
Neuer Stand: Einnahme seit letzter Novemberwoche in Eigeninitiative nur noch jeden 2. Tag, rechnerisch letzte Einnahme am Di., 8.2.05.
Diagnose: Schwere endogene Depression
Medikation: Mirtazapin, 30mg, seit Anfang September 2004
Absetzversuche: Bislang noch keine, 1. geplant in 42 Tagen - dann derzeitige Packung aufgebraucht (gemischte Gefühle...)
Neuer Stand: Einnahme seit letzter Novemberwoche in Eigeninitiative nur noch jeden 2. Tag, rechnerisch letzte Einnahme am Di., 8.2.05.
Dank Dir vielmals! Ich werde wie versprochen berichten, so - oder so...CloneX hat geschrieben:Wünsch dir viel Erfolg beim Absetzen. Alles ist möglich. Ich kenne eine die hat nach 6 Jahren abgesetzt und fast nix gespürtVielleicht hast du ja auch Glück.

Symptome: Beginn Anfang Juni 2004, Psychischer / körperlicher Verfall, erstarrte / lähmende Aphatie / Teilnahmslosigkeit / völlige Abkapselung, kaum noch Nahrungsaufnahme, kein Schlaf mehr / keine Müdigkeit, tiefe Verzweiflung / Todessehnsucht, unkontrollierte Weinkrämpfe, Zusammenbrüche
Diagnose: Schwere endogene Depression
Medikation: Mirtazapin, 30mg, seit Anfang September 2004
Absetzversuche: Bislang noch keine, 1. geplant in 42 Tagen - dann derzeitige Packung aufgebraucht (gemischte Gefühle...)
Neuer Stand: Einnahme seit letzter Novemberwoche in Eigeninitiative nur noch jeden 2. Tag, rechnerisch letzte Einnahme am Di., 8.2.05.
Diagnose: Schwere endogene Depression
Medikation: Mirtazapin, 30mg, seit Anfang September 2004
Absetzversuche: Bislang noch keine, 1. geplant in 42 Tagen - dann derzeitige Packung aufgebraucht (gemischte Gefühle...)
Neuer Stand: Einnahme seit letzter Novemberwoche in Eigeninitiative nur noch jeden 2. Tag, rechnerisch letzte Einnahme am Di., 8.2.05.
Mit "etwas" Verpätung: REMERGIL - Das Ende...
Ich bin zwar mit meinem Abschlußbeitrag "ein wenig" in Verzug, wollte aber - frei nach dem Motto "besser spät als nie"- hiermit mein Versprechen einlösen, meine Absetz-Erfahrung(en) allen hier vertretenen REMERGIL-Patienten zur Verfügung zu stellen.
Ich schrieb in meinem (vor)letzten Beitrag
Aber es gibt weder etwas spektakuläres zu protokollieren, noch wird es eine "Beitragsreihe" geben!
Es ist wie folgt gelaufen:
Wie in meiner Signatur zu sehen begann ich mit d. Ausschleichphase, in dem ich jeden 2. Tag aussetzte. Schon in der darauf folgenden Woche vergaß ich schlichtweg 3 Tage in Folge d. Einnahme völlig.
Es passierte...
...nichts.
Hoffnungsvoll ließ ich daraufhin weiter Tag für Tag verstreichen - Wochen - Monate, es passierte...
...nichts!
Zwischenzeitlich fanden sich zu allem "Überfluß" noch eine ehemalige, langjährige Mitmieterin u. Freundin aus meinem "früheren Leben" und ich wieder. Und was damals platonischer Natur war, ist nun zu beiderseitiger Fassungslosiggkeit Liebe!
Das Leben geht schon seltsame Wege...
...und unvermittelt fand ich mich in der Rolle wieder, SIE aus einer tiefen (Ex)beziehungs-Depri herausbekommen zu müssen! - Allmählich stellt sich aber auch hier Erfolg ein.
Was aber nun MICH anbelangt:
Keinerlei Absetzprobleme, keine Nachwirkungen, kein Entzug, kein Vermissen - nichts, rein gar nichts!
Was bleibt ist eine stille Dankbarkeit meinerseits über den Umstand, daß ich vielleicht einfach nur unglaubliches Glück hatte.
Glück dergestalt, daß REMERGIL in meinem Fall offenbar in jeder Hinsicht ein Volltreffer war, sowohl in Bezug auf d. therapeutischen Effekt, als auch bezügl. der Verträglichkeit, bis hin zum problemlosen "Rückzug".
Nach allem was ich seit meiner Registrierung in diesem Forum hierzu gelesen habe, scheint dies ja offenbar weder selbstverständlich, noch gezielt steuerbar (im Sinne gezielter Medikation) zu sein.
Um so größer ist meine Erleichterung!
Wir schreiben bei Erstellen dieses, meines letzten Beitrages den 01.04.05 u. ich kann sagen: Ich hab´s definitiv überstanden - u. dies ist (gottlob) kein Aprilscherz!
Ich wünsche allen die´s ebenfalls hinter sich haben, allen aktuell betroffenen u. denen die´s noch vor sich haben alles Gute, viel Glück u. gute Besserung!
Besonderen Dank an Hannes Wien und CloneX, die mich beide sehr nett empfingen, aufnahmen u. prompt antworteten.
Ich hoffe diesem Forum durch meinen befristeten Aufenthalt hier in irgend einer Weise genützt zu haben und wünsche Euch alles Gute.
Ich werde das ADFD aber nichts desto trotz in meinem Browser unter "Favoriten" belassen, so kann ich mit einem kurzen Mausklick ab und an mal nen Blick hier reinwerfen.
Dem Admin dieses Forums möchte ich auf diesem Weg meinen Respekt u. meine Hochachtung aussprechen, dies ist mit Sicherheit eines der mit Abstand seriösesten u. informativsten Foren im deutschen Internet!
Bis dahin, macht´s guat allesammt!
Ich schrieb in meinem (vor)letzten Beitrag
Nun ja... ich bin gewiß nicht schreibfaul.Ich werde -wie schon im o. g. Thread angekündigt- den Erfahrungsbericht meiner 1. Independence-Zeit, Februar 2005, versuchen zu protokollieren. Ich hoffe es wird die langweiligste Beitragsreihe die ich je schrieb...
Aber es gibt weder etwas spektakuläres zu protokollieren, noch wird es eine "Beitragsreihe" geben!
Es ist wie folgt gelaufen:
Wie in meiner Signatur zu sehen begann ich mit d. Ausschleichphase, in dem ich jeden 2. Tag aussetzte. Schon in der darauf folgenden Woche vergaß ich schlichtweg 3 Tage in Folge d. Einnahme völlig.
Es passierte...
...nichts.
Hoffnungsvoll ließ ich daraufhin weiter Tag für Tag verstreichen - Wochen - Monate, es passierte...
...nichts!
Zwischenzeitlich fanden sich zu allem "Überfluß" noch eine ehemalige, langjährige Mitmieterin u. Freundin aus meinem "früheren Leben" und ich wieder. Und was damals platonischer Natur war, ist nun zu beiderseitiger Fassungslosiggkeit Liebe!
Das Leben geht schon seltsame Wege...
...und unvermittelt fand ich mich in der Rolle wieder, SIE aus einer tiefen (Ex)beziehungs-Depri herausbekommen zu müssen! - Allmählich stellt sich aber auch hier Erfolg ein.
Was aber nun MICH anbelangt:
Keinerlei Absetzprobleme, keine Nachwirkungen, kein Entzug, kein Vermissen - nichts, rein gar nichts!
Was bleibt ist eine stille Dankbarkeit meinerseits über den Umstand, daß ich vielleicht einfach nur unglaubliches Glück hatte.
Glück dergestalt, daß REMERGIL in meinem Fall offenbar in jeder Hinsicht ein Volltreffer war, sowohl in Bezug auf d. therapeutischen Effekt, als auch bezügl. der Verträglichkeit, bis hin zum problemlosen "Rückzug".
Nach allem was ich seit meiner Registrierung in diesem Forum hierzu gelesen habe, scheint dies ja offenbar weder selbstverständlich, noch gezielt steuerbar (im Sinne gezielter Medikation) zu sein.
Um so größer ist meine Erleichterung!
Wir schreiben bei Erstellen dieses, meines letzten Beitrages den 01.04.05 u. ich kann sagen: Ich hab´s definitiv überstanden - u. dies ist (gottlob) kein Aprilscherz!
Ich wünsche allen die´s ebenfalls hinter sich haben, allen aktuell betroffenen u. denen die´s noch vor sich haben alles Gute, viel Glück u. gute Besserung!
Besonderen Dank an Hannes Wien und CloneX, die mich beide sehr nett empfingen, aufnahmen u. prompt antworteten.
Ich hoffe diesem Forum durch meinen befristeten Aufenthalt hier in irgend einer Weise genützt zu haben und wünsche Euch alles Gute.
Ich werde das ADFD aber nichts desto trotz in meinem Browser unter "Favoriten" belassen, so kann ich mit einem kurzen Mausklick ab und an mal nen Blick hier reinwerfen.
Dem Admin dieses Forums möchte ich auf diesem Weg meinen Respekt u. meine Hochachtung aussprechen, dies ist mit Sicherheit eines der mit Abstand seriösesten u. informativsten Foren im deutschen Internet!

Bis dahin, macht´s guat allesammt!

Symptome: Beginn Anfang Juni 2004, Psychischer / körperlicher Verfall, erstarrte / lähmende Aphatie / Teilnahmslosigkeit / völlige Abkapselung, kaum noch Nahrungsaufnahme, kein Schlaf mehr / keine Müdigkeit, tiefe Verzweiflung / Todessehnsucht, unkontrollierte Weinkrämpfe, Zusammenbrüche
Diagnose: Schwere endogene Depression
Medikation: Mirtazapin, 30mg, seit Anfang September 2004
Absetzversuche: Bislang noch keine, 1. geplant in 42 Tagen - dann derzeitige Packung aufgebraucht (gemischte Gefühle...)
Neuer Stand: Einnahme seit letzter Novemberwoche in Eigeninitiative nur noch jeden 2. Tag, rechnerisch letzte Einnahme am Di., 8.2.05.
Diagnose: Schwere endogene Depression
Medikation: Mirtazapin, 30mg, seit Anfang September 2004
Absetzversuche: Bislang noch keine, 1. geplant in 42 Tagen - dann derzeitige Packung aufgebraucht (gemischte Gefühle...)
Neuer Stand: Einnahme seit letzter Novemberwoche in Eigeninitiative nur noch jeden 2. Tag, rechnerisch letzte Einnahme am Di., 8.2.05.
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Hannes Wien
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- Danksagung erhalten: 6 Mal