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 ! Nachricht von: Oliver

Dieses Forum ist im Ruhezustand.

Es hat sich eine neue Gemeinschaft aus Betroffenen und Angehörigen gegründet, die sich weiterhin beim risikominimierenden Absetzen von Psychopharmaka unterstützt und Informationen zusammenträgt. Die Informationen, wie ihr dort teilnehmen könnt findet ihr hier:

psyab.net: wichtige Informationen für neue Teilnehmer


Die öffentlichen Beiträge auf adfd.org bleiben erhalten.

Bereits registrierte Teilnehmer können hier noch bis Ende 2022 weiter in den privaten Foren schreiben und PNs austauschen, aber es ist kein aktiver Austausch mehr vorgesehen und es gibt keine Moderation mehr.

Ich möchte mich bei allen bedanken, die über die geholfen haben, dieses Forum über 18 Jahre lang mit zu pflegen und zu gestalten.


Zoloft vor 6 Wochen abrupt abgesetzt

Hier lassen sich auch viele Erfahrungsberichte über das Absetzen von Antidepressiva und Benzodiazepinen finden.
Gesperrt
Karisa
Beiträge: 1
Registriert: 26.03.2005 22:26
Wohnort: Berlin

Zoloft vor 6 Wochen abrupt abgesetzt

Beitrag von Karisa »

Ich habe unwissend von Absetzsymptomen bereits 3 mal Sertralin von 50 mg auf 0 mg abgesetzt und dabei jedesmal Schiffbruch erlitten. Folge war, dass ich bei den ersten beiden Malen nach einer Zeit der heftigsten Absetzsymptome wieder die volle Dosis eingenommen habe. Auch den derzeitigen Versuch habe ich auf die gleiche Weise gestartet und wieder die gleichen heftigen Symptome wie Unruhe, Taubheitsgefühl in den Händen, Depressionen, Aggressionen, Geräuschempfindlichkeit, SV. Jetzt erst habe ich diese Site gefunden und bin mehr oder weniger aus allen Wolken. Was soll ich jetzt tun? Durchstehen oder wieder Medikamente, vielleicht in geringerer Dosis nehmen um dann langsam herunter zu fahren? Wie lange können die Absetzsymptome noch dauern oder habe ich vielleicht doch einen Rückfall?
Symptome: (Aggressionen, starke innere Unruhe, Selbshass, SV, ); Diagnose: (Depressionen, vermute Borderline)
Medikation: (Gladem 50mg, 08/2002 bis 07/2003) >> (Zoloft 50mg, 03/2004 bis 02/2005);
Bisherige Absetzversuche: (50 mg, von 50mg auf 0, eben deswegen gescheitert)
Absetzverlauf (15.02.2005, 0 mg): (bis heute)
Hannes Wien
Gründer
Beiträge: 903
Registriert: 27.10.2003 14:16
Wohnort: Wien
Danksagung erhalten: 6 Mal

Beitrag von Hannes Wien »

Hallo Karisa,

willkommen im Forum!
Symptome wie Unruhe, Taubheitsgefühl in den Händen, Depressionen, Aggressionen, Geräuschempfindlichkeit, SV

Hast du aus diesen Gründen Sertralin genommen .... wohl kaum!

Ich würde es zuerst mit 12,5mg Sertralin versuchen stabil zu werden über ein paar Tage, wenn nicht möglich 25mg.

Und dann langsam sehr langsam runter über einige Monate.

Du kannst es dir flüssig besorgen und mit einer Insulinspritze genau dosieren immer wenn es dir gut geht wieder um ein paar mg runter ....langsam .
Wie lange können die Absetzsymptome noch dauern oder habe ich vielleicht doch einen Rückfall?
Ein paar Wochen, Monate kann man leider nicht sagen aber auf jedem Fall wird es nicht so lange dauern wie wenn du von 100 auf 0 gehst.
Prof. David Healy hat geschrieben:
1. Wenn das Problem kurze Zeit nach einer Dosisreduktion oder dem Absetzen auftritt (das können je nach Patient Stunden, Tage oder sogar einige Wochen sein) ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass es sich um ein Absetzsymptom handelt. Das erfolgreich behandelte ursprüngliche Problem sollte eigentlich nach dem Absetzen über Monate oder sogar Jahre nicht mehr auftauchen.
2. Wenn die Symptome (siehe Absetzsymptome) nach erneuter Einnahme oder Erhöhung der Dosis wieder verschwinden, deutet dies ebenfalls auf ein Absetzsymptom hin und nicht auf ein Wiederauftauchen der ursprünglichen Symptomatik. Wenn es echte Krankheitssymptome wären, würde es länger dauern, bis Sie wieder auf die Behandlung ansprechen. Die kurzfristige Reaktion der Symptomatik auf die Behandlung weist auf ein Absetzproblem hin.
3. Es ist durchaus möglich, dass sich ihre Absetzsymptome mit den Symptomen ihrer eigentlichen Krankheit überlappen. Beides enthält Elemente von Unruhe, Angst und Depressionen. Ebenso oft treten beim Absetzen aber auch völlig neue Symptome auf wie: kribbelnde Gefühle, elektrische Schocks, Schmerzen und ein grippeähnliches Gefühl.

Also du kannst dir ganz sicher sein es ist KEIN Rückfall!

In unserem SSRI Infopaket steht das alles drinnen ein muss für jeden der SSRI absetzt, auch wenn es die "Medizinmänner und Frauen" noch immer nichts begriffen haben..... traurig eigentlich, nach mehr als 10 Jahren SSRI am Markt!

http://www.adfd.org/austausch/viewtopic.php?t=853

Liebe Grüsse

Hannes
Gesperrt