bin jetzt erst auf diese sehr informative Seite gestoßen.
Bei mir is das so:
Ich bin jahrelang,sagen wir mal "latent"-depressiv gewesen. Hab das eigentlich immer ziemlich gut runterdrücken können(leider auch mit Alkohol). War sozusagen für alle immer der "Fels in der Brandung". Diese Maske hat auf Dauer SEHR VIEL Kraft gekostet. Bin deswegen seit ca. 2Jahren in ambulanter (Verhaltens-)Therapie (wg. SozialPhobie). Nach dem mich nun meine langjährige Freundin Anfang dieses Jahres samt Kind(3J.) verlassen hatte, konnte ich eigentlich gar keine klaren Gedanken mehr fassen. Der Boden wurde unter meinen Füßen weggerissen und ein TIEFES(!) Loch tat sich auf!
Durch die Soziale Angst(Sozialphobie) habe ich inzwischen im Prinzip keine Freunde mehr, da ich mich ja immer mehr zurückgezogen habe. Wahrscheinlich hatte ich aber nur noch nie "Echte" Freunde.
Als dann nach 2 Wochen, also Mitte Januar, gar nichts mehr ging und ich mir den Schmerz schon fast mit einem Messer aus dem Solar Plexus(Magengegend) geschnitten hätte, habe ich mich in eine psychiatrische Klinik einer benachbarten Stadt einweisen lassen(ich habe nämlich eigentlich ziemliche Angst vor dem Tod
Anfänglich etwas ängstlich(Sozialphobie!), ging es mir doch mit der Zeit immer besser, schon allein, weil ich Profis um mich wußte. Die räumliche Distanz mag auch seine Wirkung nicht verfehlt haben.
Ich habe in der Klinik viel aus der Gruppentherapie aber auch aus "einfachem" Kontakt mit den Mitpatienten geschöpft(ich sage nur Raucherraum-selbst Nichtraucher).
Da es eine psychiatrische Klinik ist, bin ich natürlich auch medikamentös nicht zu kurz gekommen. Mir wurde ZOLOFT verabreicht und nach Bedarf Beruhigungsmittel(Chlorprothixen). Zur Nacht dann noch ZOLPIDEM, da ich große Einschlafschwierigkeiten hatte/habe, das aber schon viele Jahre.
Nach 5 Wochen bin ich dann auf eigenen Wunsch wieder entlassen worden, da ich einen Umzug zu managen hatte(Trennung) und ich mich wirklich besser fühlte.
Beim Umzug bemerkte ich dann schon, wie wenig ich eigentlich belastbar bin. Das meine ich jetzt gar nicht körperlich. Ohne die Hilfe meiner Familie hätte ich das wohl nicht bewältigt.
Und nun? (fast) Jeden Abend allein zu Hause! Schrecklich! Da ist nichts, was ich machen könnte bzw. wozu ich mich motivieren könnte. Es war gar nicht das Medikament, es war die Umgebung! . . . . . . . . ALLEIN
Um zum Titel dieses Eintrags zurück zu kommen:
Ich habe meiner Psychiaterin nun gesagt, daß ich durch ZOLOFT doch keine positiven Auswirkungen verspüre. Daraufhin hat sie mir jetzt MOCLONORM(Moclobemid) verschrieben. Morgen werde ich das Zeug das erste mal einnehemen . . . gibts hier denn schon Erfahrungen damit?