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 ! Nachricht von: Oliver

Dieses Forum ist im Ruhezustand.

Es hat sich eine neue Gemeinschaft aus Betroffenen und Angehörigen gegründet, die sich weiterhin beim risikominimierenden Absetzen von Psychopharmaka unterstützt und Informationen zusammenträgt. Die Informationen, wie ihr dort teilnehmen könnt findet ihr hier:

psyab.net: wichtige Informationen für neue Teilnehmer


Die öffentlichen Beiträge auf adfd.org bleiben erhalten.

Bereits registrierte Teilnehmer können hier noch bis Ende 2022 weiter in den privaten Foren schreiben und PNs austauschen, aber es ist kein aktiver Austausch mehr vorgesehen und es gibt keine Moderation mehr.

Ich möchte mich bei allen bedanken, die über die geholfen haben, dieses Forum über 18 Jahre lang mit zu pflegen und zu gestalten.


Paroxat und die Folgen

Hier lassen sich auch viele Erfahrungsberichte über das Absetzen von Antidepressiva und Benzodiazepinen finden.
Gesperrt
Kassandra
Beiträge: 98
Registriert: 20.01.2005 18:21

Paroxat und die Folgen

Beitrag von Kassandra »

Hallo,

ich weiß nicht mehr, was ich tun soll. Deshalb bitte ich euch um Hinweise und Rat.

Also: Ich hatte vor drei Jahren einen Hörsturz, anschließend wurde eine Borreliose festgestellt und dann gings mir erst richtig schlecht. Ich hatte Übelkeitsattacken und Schwindel, war ständig müde. Mein Arzt stellt eine Erschöpfungsdepression fest und verschrieb mir Antidepressiva, zuerst Doxepin, dann, nachdem ich Panickattacken bekam und unter ständiger Angst litt, Paroxat. Damit gings mir auch gut, so dass ich jetzt versucht habe, das Medikament ganz langsam abzusetzen (3 Monate die Hälfte, dann gar nichts mehr). Dabei wurde ich depressiv (war ich vorher nicht), mir wurde schlecht, ich hatte ein komisches Gefühl im Kopf etc., was hier schon beschrieben wurde. Ich geriet in Panik, rief meinen Arzt an und der sagte, ich solle wieder mit dem Medikament anfangen, weil es wahrscheinlich sei, dass in meinem Gehirn etwas nicht stimmt (biologische Ursachen). Therapie habe ich gemacht und abgeschlossen, wir fanden keine wirkliche Ursache, außer der Erschöpfung. Ich mache seitdem regelmäßig Yoga und gehe zum Sport. Ich will aber das Medikament nicht mehr, weil ich unglaublich zunehme und mich wirklich schlecht damit fühle (habe einen kaputten Rücken und Übergewicht ist dafür natürlich nicht gut).

Hilfe!!!
Symptome: (Angstzustände; Übelkeit, Schwindel, Panikattacken); Diagnose: (Erschöpfungsdepression?.)
Medikation: (Doxepin 2 Monate) >> (Paroxat 12 Monate 20 mg.) >> (...)
Zusätzlich: (Dosierung, Start (wofür/wogegen));
Bisherige Absetzversuche: (1 Versuch: 3 Monate 10 mg, 4 Tage 0 mg.)
Absetzverlauf (Oktober 04 10 mg): (Ende Dezember 04 0 mg) >> (seit Anfang Januar wieder 20 mg.) >> (...)
SandraF
Beiträge: 258
Registriert: 24.05.2004 22:29

Beitrag von SandraF »

Hallo Kassandra,

willkommen im Forum. :) Ich glaube, du hast damals das Medikament zu schnell abgesetzt, es ist besser über Wochen und Monate, ganz langsam, zu reduzieren.
Was meinte dein Arzt, was soll in deinem Gehirn biologisch nicht stimmen?
Du schreibst, dass bei dir eine Borreliose festgestellt wurde. Wie wurde sie behandelt. Wurden noch Blutuntersuchungen gemacht, hast du noch Borrelien im Blut?

Hier habe ich einen Link über Borreliose gefunden, es können nach Monaten/Jahren Wesensveränderungen und Depressionen auftreten.

http://www.netdoktor.de/krankheiten/rei ... n/lyme.htm


Liebe Grüße
Sandra
Kassandra
Beiträge: 98
Registriert: 20.01.2005 18:21

Beitrag von Kassandra »

Hallo Sandra, :)

danke für die schnelle Antwort. Mein Arzt hat sich sehr vage ausgedrückt. Er meinte, meine Symptome könnten ihre Ursage darin haben, dass irgendwelche Stoffe nicht ausreichend oder zu viel produziert werden. Die Borreliose wurde mit Antibiotika behandelt. Eine nachfolgende Untersuchung ergab keinen Befund. Allerdings ist mir bewusst, dass das nichts heißen muss. Die Viecher müssen ja nicht unbedingt verschwinden.

Was mich außer Zunehmen am meisten bei Paroxat stört, ist, dass ich nichts richtig fühle. Ich bin ganz leer und funktioniere. Mein Problem ist auch ein diagnostisches. Auch nach wiederholtem Nachfragen hat mir keiner meiner Ärzte wirklich sagen können, was ich eigentlich habe. Irgendwie nicht richtig Depression, aber auch nicht Angsterkrankung. Bei Borreliose wollten alle nichts davon hören und meinten, das Thema sei mit den Untersuchungen abgeschlossen. Ich habe eine Arztodysse hinter mir und traue mich jetzt gar nicht mehr irgendwohin, denn wenn ich sage, dass ich Panickattacken hatte und Antidepressiva nehme, kommt immer die Antwort: Das ist fein so, machen Sie das weiter.
Sorry, dass ich so viel schreiben, aber ich habe seit meiner Erkrankung das Gefühl, mir hört keiner richtig zu oder ist genervt (nervt ja auch wohl, vor allem meine family). :frust:

Liebe Grüße, Kassandra
Symptome: (Angstzustände; Übelkeit, Schwindel, Panikattacken); Diagnose: (Erschöpfungsdepression?.)
Medikation: (Doxepin 2 Monate) >> (Paroxat 12 Monate 20 mg.) >> (...)
Zusätzlich: (Dosierung, Start (wofür/wogegen));
Bisherige Absetzversuche: (1 Versuch: 3 Monate 10 mg, 4 Tage 0 mg.)
Absetzverlauf (Oktober 04 10 mg): (Ende Dezember 04 0 mg) >> (seit Anfang Januar wieder 20 mg.) >> (...)
Dana
Beiträge: 139
Registriert: 12.12.2004 08:51

Beitrag von Dana »

hallo kassandra,

ich glaube, dass du noch an den folgen der borreliose leidest - such dir einen guten heilpraktiker oder mediziner, der dich ernst nimmt - ich habe mal eine frau im urlaub kennengelernt, die hatte nach einem zehnjährigen leidensweg endlich jemand gefunden, der ihr geholfen hat - ich habe leider keinen kontakt mehr mit dieser frau........

ich erinnere mich noch daran, dass sie erzählt hat, dass in münchen an irgendeiner klinik irgendwelche speziellen tests durchgeführt werden, um die krankheit zu "managen".........

lg
dana
Linda
Gründer
Beiträge: 654
Registriert: 06.10.2003 11:46
Wohnort: Ravensburg/N. Devon, UK
Danksagung erhalten: 8 Mal

Beitrag von Linda »

Hallo Kassandra,

in unserem link:infopaket gibt es eine Anleitung, wie man beim Absetzen vorgehen soll.

Der Zustand der mangelnden Emotionalität ist eine häufige Nebenwirkung der SSRI.

Linda
Gesperrt