Erstmal eine kurze Vorstellung: Ich heiße Sarah, bin 27 Jahre alt, wohne im schönen Freiburg in einem alten Bauernhaus mit Garten und arbeite am Theater umgeben von jeder Menge netter Menschen in kreativer Atmosphäre, was immer mein Traum war. Eigentlich müsste es mir gut gehen
Egal wo, egal wann, ich schlafe ein. Auch (oder sogar BESONDERS) in brenzligen Situationen, etwa beim Autofahren und anderen Situation, in denen Aufmerksamkeit gefragt ist. Der Weg in den Schlummer empfindet sich aber ähnlich wie ein dissoziativer Zustand und oft ist es das wohl auch, ich denke die Grenzen sind verschwommen. Mein Körper fühlt sich zeitlebens schwer wie Blei an, alles ist anstrengender als für andere Menschen, sogar Sitzen und Stehen. Ich kann nichts dagegen tun, weder Wille noch Kaffee hilft und ich merke immer erst dass ich eingeschlafen bin, wenn ich wieder wach werde. Das ist gefährlich, glaube ich. Und es isoliert mich zusehends von anderen Menschen, da ich nur noch etwa 3 Stunden am Tag wirklich leistungsfähig bin, immer als unmotiviert und gelangweilt angesehen werde und das klaut mir alles: Freunde, Job, Jugend, Leben. Es ist so furchtbar!
Stehe am Anfang der Psychologischen Behandlung und war zuvor für einige Wochen in einer Klinik, weil ich nicht mehr klarkam. Diagnose: Leichte Borderlinestörung mit starkem PTB, ADHS, Burnout und Atypische Depression. Nach intensiver Lektüre dieser Themen muss ich sagen, es leuchtet mir durchaus alles ein, aber was bei dem Ganzen die Henne und was das Ei ist möchte ich gerne herausfinden und was HILFT, denn ich möchte nicht als Tablettenleiche enden, sondern gesund werden.
2009 habe ich im Erstversuch 6 Monate Trevilor genommen. Das war die Hölle. Erstmal die Nebenwirkungen wie Nachtschweiß und ständiger Schwindel, dazu das Gefühl wie eine "Zombie Marionette" zu sein. In Wirklichkeit tot, aber gehalten und fortbewegt durch die "Trevilorfäden". Duracell Hase mit Burnout
Alle ärztlichen Test sind durch, habe nichts mit der Schilddrüse, keine Narkolepsie, keine Anämie, keine sonstigen Mängel, Schlaflabor war auch okay. Also auf jeden Fall Psyche. Meine Ärztin möchte mir nun das Neuroleptika Abilify verschreiben, auch wenn sie keine Psychose vermutet, aber eben wegen dem Antrieb. Haltet Ihr das für passend? Hat jemand eine andere Idee? Ich wäre so froh, wenn ich nicht so viel ausprobieren müsste und gleich das richtige finden könnte...
Danke für`s Durchlesen, bin für jeden Tip dankbar!
Grüße aus dem Schwarzwald,
Sarah.