Erfolgsstory
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Popokatepetl
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- Registriert: 01.07.2004 00:35
Erfolgsstory
Hallo Zusammen,
erstmal möchte ich den Betreibern dieser Page danken, dass es sie gibt. Hätte ich durch Euch nicht erfahren, dass es sich bei meinen Symptomen um Absetzprobleme handeln kann, wäre ich wahrscheinlich davon ausgegangen, dass ich unheilbar krank bin und hätte das Zeug (Seroxat)wieder genommen.
Andererseits möchte ich auch GSK danken, dass es Seroxat gibt. Hätte ich es nicht genommen, wäre mein Leben immer noch eine Katastrophe.
Aber nun mal der Reihe nach:
Als ich ganz klein war, war ich eigentlich ein sehr fröhliches Kind, Freunde haben manchmal zu mir gesagt "Du lachst immer". Als ich dann in der 5. Klasse auf das Gymnasium kam, änderte sich das. Ich war ganz allein, wurde immer stiller, dicker und so nach und nach zum Aussenseiter. Ich hatte kein Selbstvertrauen und dachte von mir selbst, ich bin halt ein komischer Kauz. Das ging so und wurde immer schlimmer bis in die Pubertät. Da begann ich dann, das ein oder andere Mädel attraktiv zu finden aber erntete natürlich nur Hohn und Spott. Ich dachte, wenn ich jemals ein Mädel für mich gewinnen will, muss ich mich ändern. Also arbeitete ich an mir. Ich wurde schlank, machte mein Abitur, studierte, reiste viel...Ich habe mich weiterentwickelt und komischerweise jedesmal, wenn ich mich in Ausnahmesituationen befand (zB Prüfungen) war ich locker und gut drauf, also dachte ich, ich muss mich einfach mehr anstrengen, dann geht das schon. Bis ich irgendwann an einen Punkt kam, an dem garnix mehr ging. Trotz positivem Denken und Anstrengung war ich nicht mehr gut drauf. Zu dieser Zeit machte ich eine Beobachtung: Jedesmal wenn ich eine Erkältung hatte, war ich wieder gut drauf und zwar schon zu einem Zeitpunkt als ich noch garnicht wusste, dass eine Erkältung im Anmarsch ist. Da wurde mir klar: Da passiert irgendwas chemisches (ich bin Chemieingenieur) in Deinem Körper auf das Du keinen Einfluss hast. Ich kann mich noch so sehr bemühen und positiv denken, wenn einfach die "Chemie nicht stimmt" wird das nichts.
Also ging ich zum Neurologen und erzählte ihm das. Ich hatte Glück und habe einen guten Neurologen erwischt, er hat gemeint, ich wäre depressiv und hat mir Seroxat verschrieben (wobei ich das Wort "Depression" eigentlich nicht mag. Ich war nicht depressiv, ich habe immer positiv gedacht, ich konnte mich nur trotzdem nicht freuen.) Ich habe ihn gefragt, wie lange ich das nehmen soll und er hat gemeint, mindestens zweidrei Jahre, danach könnte man ja mal einen Ausstieg versuchen. Also hab ich es drei Jahre lang genommen. Mein Leben hat sich radikal zum Positiven verändert (allerdings hab ich 10kg zugenommen). Ich bin jetzt wieder so, wie ich als kleines Kind war, fröhlich und unbeschwert. Mir gefiel die Vorstellung aber nicht, mein Leben lang von einer Pille abhängig zu sein, also habe ich es nach drei Jahren eigenmächtig von 20 auf 10mg reduziert (sehr langsam, immer ein bissl mehr abgekratzt) und es ging mir immer noch gut. Ich habe dann noch ein halbes Jahr nur 10mg genommen und mir dann gedacht, ok jetzt versuch ich es ganz ohne. Ich hab es wieder sehr langsam reduziert, aber als ich dann bei etwa 5mg war, ging es los, ich war sehr mies drauf, hatte Schwierigkeiten beim Sprechen und konnte nicht schlafen. Eigentlich hatte ich das auch erwartet, denn wenn es so ist, dass es einem schlecht geht, weil dem Körper eine Chemikalie fehlt und es besser wird, wenn man den Abbau der Chemikalie vermindert, wieso soll es einem dann nicht wieder schlecht gehen, wenn man den Abbau der Chemikalie nicht mehr vermindert (ein Zuckerkranker ist ja auch nicht geheilt, wenn er drei Jahre Insulin spritzt). Also war ich schon drauf und dran es zu akzeptieren, dass ich halt unheilbar krank bin und wollte das Zeug schon wieder nehmen. Da bin ich auf diese Seite gestossen und hab erfahren, dass es sich evtl nur um Absetzprobleme handelt und nicht um das alte Gebrechen. Also habe ich es durchgezogen. Da ich aber wie gesagt nicht ganz davon überzeugt bin, dass es auch ohne geht, nehme ich momentan noch Johanniskraut. Ich werde auch das noch reduzieren, hätte aber auch kein Problem damit, wenn ich es den Rest meines Lebens nehmen müsste.
Ich bin jetzt seit etwa 2Monaten ohne SSRI und es geht mir fast noch besser als mit. Ich bin unglaublich glücklich, dass ich anscheinend wirklich geheilt bin.
Was ich damit sagen will: Ihr braucht zweimal Mut. Das erste mal um Euch einzugestehen, dass es nicht weitergeht und Ihr (medikamentöse) Hilfe braucht. Das zweite mal um wieder damit aufzuhören.
Wenn ich mich in meiner Umgebung umsehe und die ganzen Alkoholiker, Sonderlinge etc sehe, denke ich mir, dass viele bestimmt ein ganz anderes Leben führen würden, wenn sie rechtzeitig mit diesem Zeug behandelt worden wären.
An den Betreiber dieser Site: Ich hoffe er hat genug Grösse, diesen Beitrag nicht gleich zu löschen, weil er etwas positives über SSRI sagt und das nicht in sein Weltbild passt.
erstmal möchte ich den Betreibern dieser Page danken, dass es sie gibt. Hätte ich durch Euch nicht erfahren, dass es sich bei meinen Symptomen um Absetzprobleme handeln kann, wäre ich wahrscheinlich davon ausgegangen, dass ich unheilbar krank bin und hätte das Zeug (Seroxat)wieder genommen.
Andererseits möchte ich auch GSK danken, dass es Seroxat gibt. Hätte ich es nicht genommen, wäre mein Leben immer noch eine Katastrophe.
Aber nun mal der Reihe nach:
Als ich ganz klein war, war ich eigentlich ein sehr fröhliches Kind, Freunde haben manchmal zu mir gesagt "Du lachst immer". Als ich dann in der 5. Klasse auf das Gymnasium kam, änderte sich das. Ich war ganz allein, wurde immer stiller, dicker und so nach und nach zum Aussenseiter. Ich hatte kein Selbstvertrauen und dachte von mir selbst, ich bin halt ein komischer Kauz. Das ging so und wurde immer schlimmer bis in die Pubertät. Da begann ich dann, das ein oder andere Mädel attraktiv zu finden aber erntete natürlich nur Hohn und Spott. Ich dachte, wenn ich jemals ein Mädel für mich gewinnen will, muss ich mich ändern. Also arbeitete ich an mir. Ich wurde schlank, machte mein Abitur, studierte, reiste viel...Ich habe mich weiterentwickelt und komischerweise jedesmal, wenn ich mich in Ausnahmesituationen befand (zB Prüfungen) war ich locker und gut drauf, also dachte ich, ich muss mich einfach mehr anstrengen, dann geht das schon. Bis ich irgendwann an einen Punkt kam, an dem garnix mehr ging. Trotz positivem Denken und Anstrengung war ich nicht mehr gut drauf. Zu dieser Zeit machte ich eine Beobachtung: Jedesmal wenn ich eine Erkältung hatte, war ich wieder gut drauf und zwar schon zu einem Zeitpunkt als ich noch garnicht wusste, dass eine Erkältung im Anmarsch ist. Da wurde mir klar: Da passiert irgendwas chemisches (ich bin Chemieingenieur) in Deinem Körper auf das Du keinen Einfluss hast. Ich kann mich noch so sehr bemühen und positiv denken, wenn einfach die "Chemie nicht stimmt" wird das nichts.
Also ging ich zum Neurologen und erzählte ihm das. Ich hatte Glück und habe einen guten Neurologen erwischt, er hat gemeint, ich wäre depressiv und hat mir Seroxat verschrieben (wobei ich das Wort "Depression" eigentlich nicht mag. Ich war nicht depressiv, ich habe immer positiv gedacht, ich konnte mich nur trotzdem nicht freuen.) Ich habe ihn gefragt, wie lange ich das nehmen soll und er hat gemeint, mindestens zweidrei Jahre, danach könnte man ja mal einen Ausstieg versuchen. Also hab ich es drei Jahre lang genommen. Mein Leben hat sich radikal zum Positiven verändert (allerdings hab ich 10kg zugenommen). Ich bin jetzt wieder so, wie ich als kleines Kind war, fröhlich und unbeschwert. Mir gefiel die Vorstellung aber nicht, mein Leben lang von einer Pille abhängig zu sein, also habe ich es nach drei Jahren eigenmächtig von 20 auf 10mg reduziert (sehr langsam, immer ein bissl mehr abgekratzt) und es ging mir immer noch gut. Ich habe dann noch ein halbes Jahr nur 10mg genommen und mir dann gedacht, ok jetzt versuch ich es ganz ohne. Ich hab es wieder sehr langsam reduziert, aber als ich dann bei etwa 5mg war, ging es los, ich war sehr mies drauf, hatte Schwierigkeiten beim Sprechen und konnte nicht schlafen. Eigentlich hatte ich das auch erwartet, denn wenn es so ist, dass es einem schlecht geht, weil dem Körper eine Chemikalie fehlt und es besser wird, wenn man den Abbau der Chemikalie vermindert, wieso soll es einem dann nicht wieder schlecht gehen, wenn man den Abbau der Chemikalie nicht mehr vermindert (ein Zuckerkranker ist ja auch nicht geheilt, wenn er drei Jahre Insulin spritzt). Also war ich schon drauf und dran es zu akzeptieren, dass ich halt unheilbar krank bin und wollte das Zeug schon wieder nehmen. Da bin ich auf diese Seite gestossen und hab erfahren, dass es sich evtl nur um Absetzprobleme handelt und nicht um das alte Gebrechen. Also habe ich es durchgezogen. Da ich aber wie gesagt nicht ganz davon überzeugt bin, dass es auch ohne geht, nehme ich momentan noch Johanniskraut. Ich werde auch das noch reduzieren, hätte aber auch kein Problem damit, wenn ich es den Rest meines Lebens nehmen müsste.
Ich bin jetzt seit etwa 2Monaten ohne SSRI und es geht mir fast noch besser als mit. Ich bin unglaublich glücklich, dass ich anscheinend wirklich geheilt bin.
Was ich damit sagen will: Ihr braucht zweimal Mut. Das erste mal um Euch einzugestehen, dass es nicht weitergeht und Ihr (medikamentöse) Hilfe braucht. Das zweite mal um wieder damit aufzuhören.
Wenn ich mich in meiner Umgebung umsehe und die ganzen Alkoholiker, Sonderlinge etc sehe, denke ich mir, dass viele bestimmt ein ganz anderes Leben führen würden, wenn sie rechtzeitig mit diesem Zeug behandelt worden wären.
An den Betreiber dieser Site: Ich hoffe er hat genug Grösse, diesen Beitrag nicht gleich zu löschen, weil er etwas positives über SSRI sagt und das nicht in sein Weltbild passt.
Hallo Popokatepetl,
erstmal herzlich willkommen hier im Forum. Warum sollten wir Deinen Beitrag löschen?
Wenn man ganz am Ende ist und gar nichts anderes mehr hilft , man sich dann für ein Medikament entscheidet ist doch in Ordnung.
Das sollte dann jeder für sich entscheiden. Vor zwei Jahren als ich am Ende war habe ich mich ja auch dafür entschieden, wenn ich allerdings gewußt hätte daß ich solche Schwierigkeiten beim absetzen habe hätte ich kein SSSRI genommen. Ich wäre dann beim Insidon geblieben.
Dir ist der Ausstieg ja relativ gut gelungen, nur ist das leider nicht bei allen so, das solltest Du auch tolerieren. Viele hier haben enorme Probleme damit, bei Ihnen ist es ein ständiges Hoch und Runter.
Ich würde auch gerne mit Paroxetin aufhören, bei mir scheint es nur im mg Schritten zu gehen um die Absetzsymptome in Schach zu halten!
Wenn ich mich in meiner Umgebung umsehe und die ganzen Alkoholiker, Sonderlinge etc sehe, denke ich mir, dass viele bestimmt ein ganz anderes Leben führen würden, wenn sie rechtzeitig mit diesem Zeug behandelt worden wären.
Über diesen Satz kann man geteilter Meinung sein, ADs haben auch beträchtliche Nebenwirkungen. Da hat man ruck zuck dann auch noch zusätzliche Probleme am Hals!
Lieber ein Sonderling, als ständig zuzunehmen, Potenzprobleme, Schlafstörungen usw.
Gruß an Dich Uschi
erstmal herzlich willkommen hier im Forum. Warum sollten wir Deinen Beitrag löschen?
Wenn man ganz am Ende ist und gar nichts anderes mehr hilft , man sich dann für ein Medikament entscheidet ist doch in Ordnung.
Das sollte dann jeder für sich entscheiden. Vor zwei Jahren als ich am Ende war habe ich mich ja auch dafür entschieden, wenn ich allerdings gewußt hätte daß ich solche Schwierigkeiten beim absetzen habe hätte ich kein SSSRI genommen. Ich wäre dann beim Insidon geblieben.
Dir ist der Ausstieg ja relativ gut gelungen, nur ist das leider nicht bei allen so, das solltest Du auch tolerieren. Viele hier haben enorme Probleme damit, bei Ihnen ist es ein ständiges Hoch und Runter.
Ich würde auch gerne mit Paroxetin aufhören, bei mir scheint es nur im mg Schritten zu gehen um die Absetzsymptome in Schach zu halten!
Wenn ich mich in meiner Umgebung umsehe und die ganzen Alkoholiker, Sonderlinge etc sehe, denke ich mir, dass viele bestimmt ein ganz anderes Leben führen würden, wenn sie rechtzeitig mit diesem Zeug behandelt worden wären.
Über diesen Satz kann man geteilter Meinung sein, ADs haben auch beträchtliche Nebenwirkungen. Da hat man ruck zuck dann auch noch zusätzliche Probleme am Hals!
Lieber ein Sonderling, als ständig zuzunehmen, Potenzprobleme, Schlafstörungen usw.
Gruß an Dich Uschi
Depression mit Angststörung
2002 bis Nov.2005 Paroxetin zum Teil bis 40mg
Zahlreiche Absetzversuche, immer wieder gescheitert an heftigen Absetzsymptomen:
nun seit 24. Nov. 2005 ohne Paroxetin!
seit 09.01.05 600mg Laif ( Johanniskraut)
2002 bis Nov.2005 Paroxetin zum Teil bis 40mg
Zahlreiche Absetzversuche, immer wieder gescheitert an heftigen Absetzsymptomen:
nun seit 24. Nov. 2005 ohne Paroxetin!
seit 09.01.05 600mg Laif ( Johanniskraut)
hallo popkatepetl,
.... Also ging ich zum Neurologen und erzählte ihm das. Ich hatte Glück und habe einen guten Neurologen erwischt, er hat gemeint, ich wäre depressiv und hat mir Seroxat verschrieben (wobei ich das Wort "Depression" eigentlich nicht mag....
es ist eigenartig, dass immer alle sofort depressiv sind. hast du dich damals ausreichend bewegt. denke nicht.
du solltest wissen, dass man ein leben auch mit ausreichend bewegung (speziell in der freien natur), abwechslungsreicher ernährung und mit einem passenden sozialen umfeld vollkommen umkrempeln kann. medikamente sind nicht immer der optimale weg.
ich z.b. habe mit SSRI ein jahr lang um mein leben gekämpft. jetzt im nachhinein wäre ich mit einem sportarzt besser beraten gewesen als mit meiner neurologin.
@ "Wenn ich mich in meiner Umgebung umsehe und die ganzen Alkoholiker, Sonderlinge etc sehe, denke ich mir, dass viele bestimmt ein ganz anderes Leben führen würden, wenn sie rechtzeitig mit diesem Zeug behandelt worden wären. "
weißt, was oft das problem ist? vielen fehlt jemand zum reden. denke nicht, dass man mit medikamente aus jedem einen neuen menschen machen kann.
lg,
karin
.... Also ging ich zum Neurologen und erzählte ihm das. Ich hatte Glück und habe einen guten Neurologen erwischt, er hat gemeint, ich wäre depressiv und hat mir Seroxat verschrieben (wobei ich das Wort "Depression" eigentlich nicht mag....
es ist eigenartig, dass immer alle sofort depressiv sind. hast du dich damals ausreichend bewegt. denke nicht.
du solltest wissen, dass man ein leben auch mit ausreichend bewegung (speziell in der freien natur), abwechslungsreicher ernährung und mit einem passenden sozialen umfeld vollkommen umkrempeln kann. medikamente sind nicht immer der optimale weg.
ich z.b. habe mit SSRI ein jahr lang um mein leben gekämpft. jetzt im nachhinein wäre ich mit einem sportarzt besser beraten gewesen als mit meiner neurologin.
@ "Wenn ich mich in meiner Umgebung umsehe und die ganzen Alkoholiker, Sonderlinge etc sehe, denke ich mir, dass viele bestimmt ein ganz anderes Leben führen würden, wenn sie rechtzeitig mit diesem Zeug behandelt worden wären. "
weißt, was oft das problem ist? vielen fehlt jemand zum reden. denke nicht, dass man mit medikamente aus jedem einen neuen menschen machen kann.
lg,
karin
mitte 05/2003 10mg zoldem->anfang 06-09/2003 0,75mg xanor, 150mg trittico->10/03 30mg remeron->anfang 12/2003 bis mitte 01/2004 50mg gladem->mitte 01/2004 50mg gladem, 75mg trittico->ende 02/2004 50mg gladem->mitte 03/2004 25mg gladem-> ausgeschlichen
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Oliver
- Gründer
- Beiträge: 11072
- Registriert: 10.10.2003 23:58
- Hat sich bedankt: 713 Mal
- Danksagung erhalten: 420 Mal
Hallo Popokatepetl.
Was Deine Ausführungen angeht, sind diese doch auch sehr erquicklich
Du hast Hilfe durch ein Medikament erfahren, musstest aber feststellen, dass die Firma, bei der Du Dich so brav bedankst vergessen hat Dir zu erklären, dass ihr Medikament beim Absetzen weitaus mehr Probleme machen kann, als sie offiziell behauptet - deshalb bist Du dankbar dass es dieses Forum gibt. Ist doch klasse ... passt genau in mein Weltbild 
Was nicht so ganz in mein Weltbild passt ist Dein Vergleich von Insulin und Seroxat. Meine Vorgehensweise in einem solchen Falle ist dann aber ein Vortrag meiner Argumente, wieso etwas nicht in mein Weltbild passt - halte ich irgendwie für fruchtbarer
Warum mir der Vergleich nicht gefällt, habe ich allerdings schon in einem anderen Thread auseinanderklamüsert ==> http://www.adfd.org/austausch/viewtopic.php?t=541
Noch ein paar andere Sachen passen nicht in mein Weltbild:
1. Zwei Monate sind keine sehr lange Zeit. Rückfälle nach einer erfolgreichen Behandlung durch Antidepressiva sind erst nach mehreren Monaten zu erwarten.
2. Dass Seroxat Depressionen heilen kann, behauptet noch nicht mal GSK - die versuchen nur den Eindruck zu erwecken, dass manche Seroxat seeeeehr lange nehmen müssen ... vielleicht ein Leben lang - dank der tollen, völlig an den Haaren herbeigezogenen Diabetes Analogie.
Die Rückfallrate nach Behandlung von Depressionen nur mit Antidepressiva ist im Gegensatz zur Therapie (am besten hilft wohl die kognitive Verhaltenstherapie) übrigens weitaus höher.
Noch was würde mich interessieren: wie genau erklärst Du Dir diese Heilung? Wenn doch scheinbar chemisch was nicht mit Dir in Ordnung ist, wie genau soll das denn durch ein Medikament geheilt werden, welches nichts weiter tut als während der Dauer der Einnahme die Wiederaufnahme von Serotonin in den synaptischen Spalt zu hemmen?
Verzeih bitte meinen nicht so herzlichen Ton und die unangenehmen Fragen, aber Du hast einen wunden Punkt bei mir getroffen: wenn ich eins nicht leiden kann, dann ist das Zensur und infolgedessen kann ich es erst recht nicht leiden, wenn jemand hier durch eine Äusserung wie Deine, den Eindruck erwecken will, dass hier zensiert würde (Das unterstelle ich Dir jetzt einfach mal ... genauso unbegründet, wie Du uns Zensur unterstellst). Wir sind sehr stolz auf dieses Forum, weil es meines Wissens bisher das Einzige (deutschsprachige) ist, in dem Menschen sich unbehindert über die Absetzproblematik austauschen können und wirklich Unterstützung und essentielle Informationen über das Thema erhalten. Wir würden nicht im Traum daran denken hier einen Beitrag zu löschen nur weil er positive Äusserungen über SSRI enthält, warum sollten wir? Wenn Du möchtest kannst Du auch einen ausführlichen Erfahrungsbericht schreiben, den veröffentlichen wir dann auf unserer Webseite ... unzensiert
In freudiger Erwartung Deiner Antworten
Oliver
Häh? Also ich bin einer der Betreiber dieses Forums und ich kann Dir versichern, dass wir nur Beiträge löschen, welche gegen unsere Nutzungsbedingungen verstossen. Von Löschung wegen Abweichung vom Weltbild der Betreiber haben wir da nichts erwähnt ... würde mich sehr interessieren, wie Du auf diese Idee kommst.An den Betreiber dieser Site: Ich hoffe er hat genug Grösse, diesen Beitrag nicht gleich zu löschen, weil er etwas positives über SSRI sagt und das nicht in sein Weltbild passt.
Was Deine Ausführungen angeht, sind diese doch auch sehr erquicklich
Was nicht so ganz in mein Weltbild passt ist Dein Vergleich von Insulin und Seroxat. Meine Vorgehensweise in einem solchen Falle ist dann aber ein Vortrag meiner Argumente, wieso etwas nicht in mein Weltbild passt - halte ich irgendwie für fruchtbarer
Noch ein paar andere Sachen passen nicht in mein Weltbild:
Ich will Dir ja nicht Deine Euphorie über die "Heilung" durch Seroxat miesmachen - aber es gibt zwei Gründe, warum Du mit dieser Aussage noch ein Weilchen warten solltest:Ich bin jetzt seit etwa 2Monaten ohne SSRI und es geht mir fast noch besser als mit. Ich bin unglaublich glücklich, dass ich anscheinend wirklich geheilt bin.
1. Zwei Monate sind keine sehr lange Zeit. Rückfälle nach einer erfolgreichen Behandlung durch Antidepressiva sind erst nach mehreren Monaten zu erwarten.
2. Dass Seroxat Depressionen heilen kann, behauptet noch nicht mal GSK - die versuchen nur den Eindruck zu erwecken, dass manche Seroxat seeeeehr lange nehmen müssen ... vielleicht ein Leben lang - dank der tollen, völlig an den Haaren herbeigezogenen Diabetes Analogie.
Die Rückfallrate nach Behandlung von Depressionen nur mit Antidepressiva ist im Gegensatz zur Therapie (am besten hilft wohl die kognitive Verhaltenstherapie) übrigens weitaus höher.
Noch was würde mich interessieren: wie genau erklärst Du Dir diese Heilung? Wenn doch scheinbar chemisch was nicht mit Dir in Ordnung ist, wie genau soll das denn durch ein Medikament geheilt werden, welches nichts weiter tut als während der Dauer der Einnahme die Wiederaufnahme von Serotonin in den synaptischen Spalt zu hemmen?
Verzeih bitte meinen nicht so herzlichen Ton und die unangenehmen Fragen, aber Du hast einen wunden Punkt bei mir getroffen: wenn ich eins nicht leiden kann, dann ist das Zensur und infolgedessen kann ich es erst recht nicht leiden, wenn jemand hier durch eine Äusserung wie Deine, den Eindruck erwecken will, dass hier zensiert würde (Das unterstelle ich Dir jetzt einfach mal ... genauso unbegründet, wie Du uns Zensur unterstellst). Wir sind sehr stolz auf dieses Forum, weil es meines Wissens bisher das Einzige (deutschsprachige) ist, in dem Menschen sich unbehindert über die Absetzproblematik austauschen können und wirklich Unterstützung und essentielle Informationen über das Thema erhalten. Wir würden nicht im Traum daran denken hier einen Beitrag zu löschen nur weil er positive Äusserungen über SSRI enthält, warum sollten wir? Wenn Du möchtest kannst Du auch einen ausführlichen Erfahrungsbericht schreiben, den veröffentlichen wir dann auf unserer Webseite ... unzensiert
In freudiger Erwartung Deiner Antworten
Oliver
Zuletzt geändert von Oliver am 21.06.2006 10:22, insgesamt 1-mal geändert.
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Stipe
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Stipe
Hallo Stipe,
" Humor ist wenn man trotzdem lacht! "
lieben Gruß an Dich Uschi
" Humor ist wenn man trotzdem lacht! "
lieben Gruß an Dich Uschi
Depression mit Angststörung
2002 bis Nov.2005 Paroxetin zum Teil bis 40mg
Zahlreiche Absetzversuche, immer wieder gescheitert an heftigen Absetzsymptomen:
nun seit 24. Nov. 2005 ohne Paroxetin!
seit 09.01.05 600mg Laif ( Johanniskraut)
2002 bis Nov.2005 Paroxetin zum Teil bis 40mg
Zahlreiche Absetzversuche, immer wieder gescheitert an heftigen Absetzsymptomen:
nun seit 24. Nov. 2005 ohne Paroxetin!
seit 09.01.05 600mg Laif ( Johanniskraut)
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Gast
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Gast
Re: Erfolgsstory
Die Unterstellung ist schon eine Frechheit. Ich habe auch druchaus gute Erfahrungen mit SSRI gemacht und mich nac h dem Studium dieser Seiten für eine Einnahme entschieden. Sie haben mir vor allem geholfen, weil sie mich eine zeitlang extrem gedämpft haben. Ich war immer viel zu müde, um mir Sorgen zu machen. Ich habe diese Zeit sehr genossen, da ich die Ruhe brauchte.Popokatepetl hat geschrieben:An den Betreiber dieser Site: Ich hoffe er hat genug Grösse, diesen Beitrag nicht gleich zu löschen, weil er etwas positives über SSRI sagt und das nicht in sein Weltbild passt.
Ich habe aber auch das unkritische Verhalten der Ärzte mit der Problematik AD kennengelernt. Und ich habe extreme Selbstmordgedanken kennengelernt. Auf die ich Gott sei Dank vorbereitet war. Dank diese Forums. Und ich habe das "Kann nicht sein..." kennengelernt.
Ich bin sehr froh, das ich ohne große Probleme absetzten konnte...
werni
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Gast