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 ! Nachricht von: Oliver

Dieses Forum ist im Ruhezustand.

Es hat sich eine neue Gemeinschaft aus Betroffenen und Angehörigen gegründet, die sich weiterhin beim risikominimierenden Absetzen von Psychopharmaka unterstützt und Informationen zusammenträgt. Die Informationen, wie ihr dort teilnehmen könnt findet ihr hier:

psyab.net: wichtige Informationen für neue Teilnehmer


Die öffentlichen Beiträge auf adfd.org bleiben erhalten.

Bereits registrierte Teilnehmer können hier noch bis Ende 2022 weiter in den privaten Foren schreiben und PNs austauschen, aber es ist kein aktiver Austausch mehr vorgesehen und es gibt keine Moderation mehr.

Ich möchte mich bei allen bedanken, die über die geholfen haben, dieses Forum über 18 Jahre lang mit zu pflegen und zu gestalten.


Hallo, bin auch neu...

Hier lassen sich auch viele Erfahrungsberichte über das Absetzen von Antidepressiva und Benzodiazepinen finden.
Gesperrt
miss_magnum
Beiträge: 1
Registriert: 18.06.2009 21:39

Hallo, bin auch neu...

Beitrag von miss_magnum »

Hallo zusammen!
Ich bin Enya, 41 Jahre alt, verheiratet und habe zwei Kinder im Alter von 3 und 5 Jahren.
Nach der Geburt meiner Kinder und in der Zeit des Aufwachsens / Mitwachsens von ihnen kam bei mir so vieles aus meiner eigenen, noch nicht wirklich verarbeiteten, KIndheit wieder hoch, dass ich beschloss, eine Psychotherapie zu machen. Ich habe eine tolle Therapeutin gefunden, hier soweit alles ok. Ich merkte, aber, dass ich oft und viel schneller gereizt reagiere, bei nichtigen Anlässen zu Tränen neige (selbst bei minder traurigen Artikeln in Zeitschriften etc...), sehr ungeduldig reagiere und das Gefühl habe, ich "drehe im höchsten Ritzel", aber es kommt nichts dabei rum. Meine gute Laune glänzte durch Abwesenheit, was ich nicht wirklich kenne. Ich habe auf Empfehlung meiner Therapeutin, die mich an einen wirklichen Fachmann verwies, einen Termin machen wollen. Der nächste freie Termin für mich hatte eine Wartezeit von 2,5 Monaten. So lange wollte ich nicht warten, also surfte ich querbeet und stiess auf L-Tryptophan (eine Serotoninvorstufe). Rezeptfrei, praktisch nebenwirkungsfrei und eine körpereigene Aminosäure. 2 Fliegen mit einer Klappe, da ich sehr lange zum Einschlafen brauche (viele GEdanken, die in meinem Kopf kreisen.....) und L-Tryptophan eigentlich gegen Schlafstörungen wirkt. Als angenehme "Nebenwirkung" hebt es die Stimmung, da LT im Körper zu Serotonin umgewandelt wird. Nach gut 2 Wochen setzte auch eine Wirkung ein: Ich war ein wenig geduldiger, konnte wieder mehr ab und hatte oft meine fröhliche Unbeschwertheit wieder. Also, alles gut. Dann nahte der Termin (hatte 25 Tage LT eingenommen), da setzte ich es ab. Packung alle. Bis zum Termin noch ca. 1 Woche. Ich wurde wieder ungeduldiger, die Wirkung liess komplett nach. Beim Neurologen/Psychiater bekam ich dann Citalopram (Citalon 20 mg). Mir wurde keine Depression attestiert, sondern eher eine Vorstufe. Instabile psychische Konstitution eher. Hab mit einer Tablette morgens und einer abends angefangen (lt. Packungsbeilage) Ging gar nicht...Dröhnig, unsicher auf den Beinen, Sahara im Mund und massive Einschlafstörungen. Dann hab ich 1/2 morgens und 1/2 abends und es geht besser. Mund ist nach wie vor trocken, aber das "in Watte gepackt" GEfühl ist weg. Einschlafen ging auch. Bisher bin ich relativ "appetitlos", und hoffe, dass das auch so bleibt. Ich kämpfe immer noch gegen 15 Kilos zuviel vom letzten Baby... Hat jemand hier Erfahrungen, was das Ab-/Zunehmen bei Citalon angeht??? HÖre soviel vom Zunehmen bei Psychopharmaka.
Hat noch jemand Erfahrungen, bzw. Unterschiede zu L-Tryptophan gemacht? (Nicht in der Wirkung; das ist mir bekannt; ich meine im Ergebnis der Wirkung...!!)
Oder hat jemand eine Alternative zu Citalopram, und, wenn ja, warum...Was sit besser/anders etc.??
Enya
mücke
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Re: Hallo, bin auch neu...

Beitrag von mücke »

Hallo Enya

Willkommen im Forum.
Hat jemand hier Erfahrungen, was das Ab-/Zunehmen bei Citalon angeht??? HÖre soviel vom Zunehmen bei Psychopharmaka.
Ja, über Gewichtszunahme lese ich auch öfter, mehr als über Gewichtsabnahme.
Ich gehöre wohl zu den Menschen, welche mit Apetitlosigkeit reagieren, egal welches AD,
während meine Bekannte unter Citalopram mächtig zugenommen hat.
Wie das bei dir ist wirst du dann sehen.
Mir wurde keine Depression attestiert, sondern eher eine Vorstufe. Instabile psychische Konstitution eher.
Da würde ich kein AD schlucken wollen. Deine Greizheit müßtest du doch auch anders in den Griff bekommen, oder?
Einschlafstörungen unter Citalopram sind als NW bekannt. Darum wird es morgens, meist als einmalige Dosis, eingenommen.
Wieviel hast du denn jetzt zu Beginn genommen, 2 x 20 mg?, das kann ich nicht so genau erkennen.

Gruss Mücke
mücke
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Re: Hallo, bin auch neu...

Beitrag von mücke »

Hallo
Ich kämpfe immer noch gegen 15 Kilos zuviel vom letzten Baby...
Mir ist noch was eingefallen.
Und zwar habe ich auch einige Kilos zu viel gewogen.
Bei mir war es durch das Nichtrauchen.
Durch eine fettreduzierte Kost und Sport habe ich in 8 Wo. 5 kg abgenommen.
Sh. hier: http://gesund-abnehmen.gesundheitpro.de/
Ein Forum ist auch vorhanden.

Gruss Mücke
chiara63
Beiträge: 570
Registriert: 11.07.2008 22:30
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Re: Hallo, bin auch neu...

Beitrag von chiara63 »

Hallo und herzlich willkommen :)

bei einer "instabilen psychischen Konstitution" würde ich auch kein AD nehmen! Gegen eine instabilie Konstitution kann man etwas unternehmen.
Eher vielleicht mal in Richtung Selbsthifelgruppe, vielleicht für deine "Aussetzer" Entspannungsübungen und ein Selbstbehauptungstraining schauen - das hilft dir auf jeden Fall dauerhafter, als ein Antidepressiva, das ja nur die Symptome, nicht aber die Ursachen bekämpft.

Lieben Gruß
Anja
Diagnose: redidivierende Depressionen, gen. Angststörung!

- Seit 1996 immer wieder auftretende, mitunter sehr starke Angstepisoden.
- 1996 erster Klinikaufenthalt, Einstellung auf saroten und Tavor.
- 1998 Tavorabhängigkeit, stat. Entzug.
- Von 1998 bis 2003 versch. Antidepressiva (Saroten, Zoloft, Fluoxetin, Remergil, Trevilor)
- Von 2003 bis 2006 ohne Psychopharmaka
- 2006 extremer Rückfall, erneut Einstellung auf AD, Trevilor und Lyrika.
- 2008 Umstellung von Trevilor (Nebenwirkungen) auf Cipralex. Von Ende 2008 bis 2010 ohne ADs.
- 2010 schlimmster Rückfall bisher. Stat. Aufenthalt von Aug/Ende Nov. Extreme NEbenwirkungen bei Cipralex (Angst, Übelkeit, Erbrechen), Umstellung auf Cymbalta, Remergil und Lyrika.
- Im Lauf von 2011 Reduzierung von Lyrika und Remergil, schließlich Absetzung von Remergil ohne Probleme.
- 2013 Versuch "cold Turkey" von Cymbalta, aber extreme Entzugserscheinungen (Übelkeit, Schwindel, Zittern, Träume, usw.) deshalb wieder Rückgang auf die vorige Dosis. Jetzt langsamer Entzug.
Stand: Anfang Juli 2013
schnute29
Beiträge: 31
Registriert: 09.07.2009 19:27

Re: Hallo, bin auch neu...

Beitrag von schnute29 »

Hallo,


habe 2 1/2 Jahre Citalopram genommen, nie wieder! 20 kg zugenommen! Hatte auch kein Appetit :wink: aber das Medi macht dick! Und nach ca. 3 Monaten kein Bock mehr auf Liebesleben, hat fast meine Beziehung ruiniert. Im letzten Dezember hab ich das abgesetzt, nach 2 Monaten 5 kg weg und ich war wieder der Mensch der ich vorher war. Mein Arzt sagte wenn ich das absetze bekomme ich SOFORT wieder Panikattacken, aber NIX (vor 7 Monaten abgesetzt).
Alternativ weiß ich nix...

Viel Glück, schnute :)
Mein Medikament: Alprazolam! Wegen Angstzuständen.
Seit 1 1/2 Jahren 1/2 bis 1 (0,5 mg) tgl., ich weiß nicht viel aber sehr belastend!
Hatte es auf eine viertel pro Tag geschafft, jetzt wieder 0,25 mg pro Tag.
Will ganz weg davon, ist aber soooooo schwer!
Gesperrt