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 ! Nachricht von: Oliver

Dieses Forum ist im Ruhezustand.

Es hat sich eine neue Gemeinschaft aus Betroffenen und Angehörigen gegründet, die sich weiterhin beim risikominimierenden Absetzen von Psychopharmaka unterstützt und Informationen zusammenträgt. Die Informationen, wie ihr dort teilnehmen könnt findet ihr hier:

psyab.net: wichtige Informationen für neue Teilnehmer


Die öffentlichen Beiträge auf adfd.org bleiben erhalten.

Bereits registrierte Teilnehmer können hier noch bis Ende 2022 weiter in den privaten Foren schreiben und PNs austauschen, aber es ist kein aktiver Austausch mehr vorgesehen und es gibt keine Moderation mehr.

Ich möchte mich bei allen bedanken, die über die geholfen haben, dieses Forum über 18 Jahre lang mit zu pflegen und zu gestalten.


Bin auch neu

Hier lassen sich auch viele Erfahrungsberichte über das Absetzen von Antidepressiva und Benzodiazepinen finden.
Gesperrt
witwe52
Beiträge: 1
Registriert: 31.03.2009 19:51

Bin auch neu

Beitrag von witwe52 »

Hallo,

mich treibt das Lexotanil zu Euch, oder vielmehr die Probleme
mit diesem Mittel.

Ich heiße Heidi, bin 57 Jahre alt und nehme seit etwa 6 Jahren
im Durchschnitt täglich 1/8 - 1/4 Lexotanil. Ich wußte nicht
wie problematisch das Absetzen ist, wurde auch nie ärztlich
aufgeklärt, auch jetzt spielen die Psychologen das Problem
runter und reden von einer homöopathischen Dosis, die
jeder Zeit einfach abgesetzt werden kann, ohne auszuschleichen.

Erschwerend kommt im Moment hinzu, dass ich Anfang dieses
Monats meinen Mann verloren habe und nicht mehr schlafen
und kaum essen kann.

Jetzt wurde mir zusätzlich Remestan verschrieben, danach kann
ich gut einschlafen, der Druck ist im Moment halt sehr groß,
und ich weiß nicht wie ich mit den Mediamenten umgehen soll.

Lasse ich Lexotanil weg, oder verringere die Dosis, bekomme
ich Angstzustände und vermehrte Depressionen.

Die Sache fängt an mir Angst zu machen, zumal ich
jetzt alleine lebe und in 1,5 Monaten einen Umzug
bewältigen muß.

Ich hoffe dass Ihr mir etwas weiterhelfen könnt

LG
Heike
Ulrich

Re: Bin auch neu

Beitrag von Ulrich »

Hallo Heidi!

Erstmal willkommen im Forum. Es ist natürlich schwer wenn man einen geliebten Menschen verliert. Auch ich habe
im September meine Mutter verloren. Doch was sehr wichtig ist und das bringt auch die Zeit, ist das innere loslassen. Ich denke auch Dein verstorbener Mann möchte nicht, daß Du nur mit Medikamenten die abhängig machen in Zukunft leben möchtest.Auch jetzt ist es wichtig, gerade in dem Trauerzeit sich mit verschiedenen Dingen ( Aktivitäten ) abzulenken. Ich weiß selbst, es ist einfach gesagt, nur wenn die Gedankenspirale sich immer weiter und weiter dreht gleitet man in diese Depressionen ab, die zur Schlaflosigkeit, innere Unruhe und kein Hunger usw. führt.

Der Wirkstoff Temazepam ( Remestan ) wird als Schlafmittel eingesetzt. Quelle: Netdoktor

Durch Wirkungsverstärkung eines bestimmten Überträgerstoffs im Gehirn ergibt sich der beruhigende und schlaffördernde Effekt des Präparats. Die natürlichen Schlafphasen (Schlaftiefe) werden beeinflusst, so dass es auf Dauer zu einer Störung des erholsamen Schlafs kommen kann. Temazepam zählt zur chemischen Klasse der mittellang wirkenden Benzodiazepinen. Es wird kurzfristig zur Behandlung von Ein- und Durchschlafstörungen eingesetzt.
Gerade deshalb sollte man es nicht länger wie 2-3 Wochen nehmen.


Auch Lexotanil Wirkstoff: Bromazepam gehört zur Gruppe der Benzodiazepine und machen abhängig
Also hast Du schon momentan zwei Medikamente dieser Medikamentenklasse. Die Psychologen reden immer einfach, nur viele haben überhaupt keine Ahnung, was es bedeutet Benzos zu entziehen.Die besten Spezialisten die es gibt sind leider hier im Forum, denn sie haben am eigenen Körper erfahren müssen, was es heißt Benzodiazepine entziehen müssen!
In Deinem Fall würde ich das Remestan versuchen durch ein pflanzliches Präparat zu ersetzen.( evtl. Baldrian )
Und das Lexotanil noch beizubehalten, bis die Trauerzeit und auch der Umzug abgeschlossen ist. Denn der Umzug bedeutet auch viel Stress, daher wäre es erstmal gut, bis man sich auch wieder in der neuen Umgebung
eingelebt hatt. Erst danach an weitere Schritte seitens des reduzieren von Lexotanils denken.
Wie geschrieben das wäre halt eine Möglichkeit, und denke trotzdem an Deinen verstorbenen Mann er wird Dir in Gedanken immer zuschauen, und wäre bestimmt sehr stolz auf Dich, wenn Du Schritt für Schritt aus diesem Tief heraus findest. Ich wünsche Dir auf jeden Fall viel Kraft und Energie dazu!

Lg Uli
Gesperrt