Hallo Leute,
ich hab jetzt grad ne Stunde damit verbracht zu beschreiben, wie ich in meine Situation gekommen bin, dann wurde ich ausgeloggt. ich könnte fluchen, ich bring das heut nicht nochmal fertig, sorry.
Nur kurz zu mir: männlich, 28 , Bayern, Student.
Ok, ich bitte euch, mir ein paar Fragen zu beantworten. Ich weiß, für manche mag es vielleicht dreist rüberkommen, aber wenn ich jetzt alles nochmal aufschreiben müsste, wie es dazu gekommen ist, dass ich benzodiazepinabhänig wurde...
Grund dafür ist ein Unfalltod in meiner Familie.
Ich nehme seitdem Benzos, zuerst in allen Varianten und dann leider auch in allen Mengen.Das war vor 1 1/2 Jahren.
Ich hab ne Therapie begonnen, und irgendwann euch hier entdeckt (zum Glück).
Ich habs geschafft von x auf 20mg Diazepam zu kommen, das war der Anfang meines Entzuges; leider brauch ich ca.2mal im Monat noch 2mg Tavor (meist nach Therapiestunden).
Im Moment bin ich bei 11,25 mg und habe ein paar Fragen:
1.) Die Entzugserscheinungen beginnen nach 2 Tagen und halten rund eine Woche an. Es ist manchmal auch situationsabhängig, darum kann ich immer schwer sagen, ob es jetzt Entzugserscheinungen sind, oder die Reste "nervösen Anfälle" (keine PA, einfach nur extreme innere Unruhe). Ich halte die Dosis dann je nach Befinden 2 oder 3 Wochen, bevor ich den nächsten Schritt machen (alles nach Ashton).
2.) Die Stimmung: So wie es im Moment aussieht komm ich wohl langsam wieder auf einen grünen Zweig (mit Einbrüchen), ich war schwer depressiv für ca 2 Monate, dann lange Zeit eher "mittelgradig" würde ich sagen. Therapie läuft, ADs haben leider nie wirklich erfolg gehabt. Manchmal merke ich, dass bei einer Reduktion meine Stimmung für Tage in den Keller geht, manchmal auch phasenweise tagsüber.Manchmal aber bleiben die Tiefs aus. Geht das jemandem ähnlich? Sind das ebenfalls Entzugserscheinungen, oder eher Reste der Depression?
3.) Wie mach ich ab 10mg weiter? Ich hab die Tabletten immer geachtelt, am Schluss solls am schwersten sein, las ich - ist das bei jedem so? Soll ich die Reduktionschritte verlängern oder eher die mg senken? Wie lange habt ihr denn für die letzten 10 mg gebraucht?
4.) Das Tavor - im Moment komm ich nicht umhin es ca. 2mal im Monat zu nehmen, meist nach Therapiestunden...das beißt sich natürlich mit der Reduktion, ich weiß nicht wie ich damit umgehen soll - es gibt einfach Momente, die ich ohne Tavor (noch) nicht packe!
Vom Körperbau her bin ich sehr leptosom, d.h. wenig Fettgewebe (war immer schon so), vielleicht hat das ja auch einen Einfluss
Ich bedanke mich für jede Antwort, auch wenn ich so mit der Tür ins Haus falle,
herzlichen Dank,
Matthias
Kurze Vorstellung-Reduktion ab 11,25mg und ein paar Fragen
Kurze Vorstellung-Reduktion ab 11,25mg und ein paar Fragen
Zuletzt geändert von Matthias_ am 28.03.2009 08:37, insgesamt 1-mal geändert.
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pajes
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Re: Kurze Vorstellung-Reduktion ab 11,25mg und ein paar Fragen
Hallo Matthias
Willkommen hier
Das mit dem ungewollten Ausloggen passiert mir auch ab und an - man kann beim Browser auf "eine Seite zurück anzeigen" gehen, dann den eigenen Text kopieren, nochmals einloggen und den Text einfügen.
Deine Fragen wären besser im Benzodiazepinforum aufgehoben, hier soll nur eine kurze Vorstellung der Problematik erfolgen, aber vielleicht kannst du deinen Text dort noch hinkopieren.
"2.) Die Stimmung: So wie es im Moment aussieht komm ich wohl langsam wieder auf einen grünen Zweig (mit Einbrüchen), ich war schwer depressiv für ca 2 Monate, dann lange Zeit eher "mittelgradig" würde ich sagen. Therapie läuft, ADs haben leider nie wirklich erfolg gehabt. Manchmal merke ich, dass bei einer Reduktion meine Stimmung für Tage in den Keller geht, manchmal auch phasenweise tagsüber.Manchmal aber bleiben die Tiefs aus. Geht das jemandem ähnlich? Sind das ebenfalls Entzugserscheinungen, oder eher Reste der Depression?"
Ich nehme an, es hängt viel davon ab, welche Problematik du vorher hattest. Depressionen können "verdecken", starke Gefühle wie Trauer oder Aggression meist, die zu stark wären, um sie einfach aushalten zu können. Was du beschreibst kenne ich auch, nach 1-2 Tagen fing das an und war bei mir nach 10 Tagen vorbei bis zu einem heftigen Rückfall, seitdem ist leider alles etwas anders, aber darauf möchte ich nicht eingehen. Je mehr man absetzt, desto mehr kommen die wahren Probleme ans Licht - eine gute Chance wenn du Therapie machst. Ob das Entzugserscheinungen sind, ich weiß nicht, vielleicht eher ein Schutz der Psyche, so verrückt es klingt?
Ich glaube an die reine Entzugssymptomatik immer weniger. Was meint dein Therapeut dazu?
"3.) Wie mach ich ab 10mg weiter? Ich hab die Tabletten immer geachtelt, am Schluss solls am schwersten sein, las ich - ist das bei jedem so? Soll ich die Reduktionschritte verlängern oder eher die mg senken?"
Die meisten verwenden Diazepam in flüssiger Form, das ist sicher einfacher als das Tablettenbröseln. Ob es bei jedem am Schluß schwieriger wird kann ich nicht sagen, aber anscheinend wird es schwierig bei ca. 13 mg Diazepam. Ich sehe nicht den Grund, warum du verlangsamen solltest, wenn es gut läuft?
"4.) Das Tavor - im Moment komm ich nicht umhin es ca. 2mal im Monat zu nehmen, meist nach Therapiestunden...das beißt sich natürlich mit der Reduktion, ich weiß nicht wie ich damit umgehen soll - es gibt einfach Momente, die ich ohne Tavor (noch) nicht packe!"
Vielleicht auch das Tavor zerteilen und mit 3/4 der sonstigen Menge versuchen auszukommen? Wenn die Therapiestunden zu belastend sind, sollte der Therapeut vielleicht etwas langsamer machen? Mit dem Therapeuten das Problem besprechen?
Viele Grüße, pajes
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Das mit dem ungewollten Ausloggen passiert mir auch ab und an - man kann beim Browser auf "eine Seite zurück anzeigen" gehen, dann den eigenen Text kopieren, nochmals einloggen und den Text einfügen.
Deine Fragen wären besser im Benzodiazepinforum aufgehoben, hier soll nur eine kurze Vorstellung der Problematik erfolgen, aber vielleicht kannst du deinen Text dort noch hinkopieren.
"2.) Die Stimmung: So wie es im Moment aussieht komm ich wohl langsam wieder auf einen grünen Zweig (mit Einbrüchen), ich war schwer depressiv für ca 2 Monate, dann lange Zeit eher "mittelgradig" würde ich sagen. Therapie läuft, ADs haben leider nie wirklich erfolg gehabt. Manchmal merke ich, dass bei einer Reduktion meine Stimmung für Tage in den Keller geht, manchmal auch phasenweise tagsüber.Manchmal aber bleiben die Tiefs aus. Geht das jemandem ähnlich? Sind das ebenfalls Entzugserscheinungen, oder eher Reste der Depression?"
Ich nehme an, es hängt viel davon ab, welche Problematik du vorher hattest. Depressionen können "verdecken", starke Gefühle wie Trauer oder Aggression meist, die zu stark wären, um sie einfach aushalten zu können. Was du beschreibst kenne ich auch, nach 1-2 Tagen fing das an und war bei mir nach 10 Tagen vorbei bis zu einem heftigen Rückfall, seitdem ist leider alles etwas anders, aber darauf möchte ich nicht eingehen. Je mehr man absetzt, desto mehr kommen die wahren Probleme ans Licht - eine gute Chance wenn du Therapie machst. Ob das Entzugserscheinungen sind, ich weiß nicht, vielleicht eher ein Schutz der Psyche, so verrückt es klingt?
Ich glaube an die reine Entzugssymptomatik immer weniger. Was meint dein Therapeut dazu?
"3.) Wie mach ich ab 10mg weiter? Ich hab die Tabletten immer geachtelt, am Schluss solls am schwersten sein, las ich - ist das bei jedem so? Soll ich die Reduktionschritte verlängern oder eher die mg senken?"
Die meisten verwenden Diazepam in flüssiger Form, das ist sicher einfacher als das Tablettenbröseln. Ob es bei jedem am Schluß schwieriger wird kann ich nicht sagen, aber anscheinend wird es schwierig bei ca. 13 mg Diazepam. Ich sehe nicht den Grund, warum du verlangsamen solltest, wenn es gut läuft?
"4.) Das Tavor - im Moment komm ich nicht umhin es ca. 2mal im Monat zu nehmen, meist nach Therapiestunden...das beißt sich natürlich mit der Reduktion, ich weiß nicht wie ich damit umgehen soll - es gibt einfach Momente, die ich ohne Tavor (noch) nicht packe!"
Vielleicht auch das Tavor zerteilen und mit 3/4 der sonstigen Menge versuchen auszukommen? Wenn die Therapiestunden zu belastend sind, sollte der Therapeut vielleicht etwas langsamer machen? Mit dem Therapeuten das Problem besprechen?
Viele Grüße, pajes
Seit 2009 Entzug von 2,0mg Rivotril (Clonazepam), seit dem 9.12.16 auf Null.
2008: ca. 13 Tropfen Atosil zum Einschlafen, ausgeschlichen 2014
Opipramol
Mai 2011: Einschleichen von 150mg Opipramol (beruflicher Streß)
April 2012, schneller Absetzversuch auf 75mg, gescheitert.
24.4. 125 mg, Entzug: anschließend 4 Wochen erkältet
10.05. 100mg
24.05. 75mg, Entzug: 3 Wochen Zyklusstörung, massive Hassgefühle, Depression. Behandlung durch Homöopathie, abwarten
19.07. auf ca. 88,5mg Opipramol
2014: 67,47 mg Opipramol, 59 mg Opipramol
5/2015 Wechsel auf flüssiges Opipramol: Insidon. Wechsel war katastrophal da offizielle Umrechnungsmenge für mich zu niedrig war - also höher dosiert auf 65mg Insidon.
2016 58,24mg Insidon
2017 54,49mg Insidon
Entzugssymtome Rivotril: Ängstlichkeit, Unruhe
Entzugssymptome Opipramol: heftige Muskelschmerzen, Übelkeit, Durchblutungsstörung, Zyklusstörung, neuralgische Schmerzen, Mundentzündungen (alles vorher nie gehabt)
Angst, Unruhe, Depression, Aggressivität, emotionale Taubheit bis ca. 75mg, übermässiges Denken (alles vorher nie in dem Ausmass gehabt)
2008: ca. 13 Tropfen Atosil zum Einschlafen, ausgeschlichen 2014
Opipramol
Mai 2011: Einschleichen von 150mg Opipramol (beruflicher Streß)
April 2012, schneller Absetzversuch auf 75mg, gescheitert.
24.4. 125 mg, Entzug: anschließend 4 Wochen erkältet
10.05. 100mg
24.05. 75mg, Entzug: 3 Wochen Zyklusstörung, massive Hassgefühle, Depression. Behandlung durch Homöopathie, abwarten
19.07. auf ca. 88,5mg Opipramol
2014: 67,47 mg Opipramol, 59 mg Opipramol
5/2015 Wechsel auf flüssiges Opipramol: Insidon. Wechsel war katastrophal da offizielle Umrechnungsmenge für mich zu niedrig war - also höher dosiert auf 65mg Insidon.
2016 58,24mg Insidon
2017 54,49mg Insidon
Entzugssymtome Rivotril: Ängstlichkeit, Unruhe
Entzugssymptome Opipramol: heftige Muskelschmerzen, Übelkeit, Durchblutungsstörung, Zyklusstörung, neuralgische Schmerzen, Mundentzündungen (alles vorher nie gehabt)
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mücke
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- Hat sich bedankt: 156 Mal
- Danksagung erhalten: 19 Mal
Re: Kurze Vorstellung-Reduktion ab 11,25mg und ein paar Fragen
Hallo Matthias
Willkommen im Forum.
Im Bereich "Benzodiazepine absetzen" kannst du ja schon mal nach evtl. Antworten schauen.
Gruss Mücke
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Im Bereich "Benzodiazepine absetzen" kannst du ja schon mal nach evtl. Antworten schauen.
Gruss Mücke
Erfahrung mit Bespar, Zoloft, Mirtazapin, Thombran
Benzodiazepinentzug (Lexotanil)
http://adfd.org/austausch/viewtopic.php ... 71#p184371
viewtopic.php?f=35&t=16516
viewtopic.php?f=66&t=16653
viewtopic.php?f=18&t=15490
Benzodiazepinentzug (Lexotanil)
http://adfd.org/austausch/viewtopic.php ... 71#p184371
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Re: Kurze Vorstellung-Reduktion ab 11,25mg und ein paar Fragen
Ebenfalls ein herzliches hallo hire 
das mit dem Freischalten hat ja gefunzt - jetzt müsstest du Zugriff auf die anderen Foren haben!
Was ich noch zum "Ausloggen" sagen wollte: Hilfreich ist es auch, wenn man den zu schreibenden Text nicht eingeloggt hier, sondern auf einem Text-Editor, einem Mail-Formular oder Ähnliches offline vorschreibt, so dass man ihn nur noch kopieren und einfügen muss.
Zu deiner Problematik schließ ich mich Mücke und pajes an.
Herzliche Grüße
chiara
das mit dem Freischalten hat ja gefunzt - jetzt müsstest du Zugriff auf die anderen Foren haben!
Was ich noch zum "Ausloggen" sagen wollte: Hilfreich ist es auch, wenn man den zu schreibenden Text nicht eingeloggt hier, sondern auf einem Text-Editor, einem Mail-Formular oder Ähnliches offline vorschreibt, so dass man ihn nur noch kopieren und einfügen muss.
Zu deiner Problematik schließ ich mich Mücke und pajes an.
Herzliche Grüße
chiara
Diagnose: redidivierende Depressionen, gen. Angststörung!
- Seit 1996 immer wieder auftretende, mitunter sehr starke Angstepisoden.
- 1996 erster Klinikaufenthalt, Einstellung auf saroten und Tavor.
- 1998 Tavorabhängigkeit, stat. Entzug.
- Von 1998 bis 2003 versch. Antidepressiva (Saroten, Zoloft, Fluoxetin, Remergil, Trevilor)
- Von 2003 bis 2006 ohne Psychopharmaka
- 2006 extremer Rückfall, erneut Einstellung auf AD, Trevilor und Lyrika.
- 2008 Umstellung von Trevilor (Nebenwirkungen) auf Cipralex. Von Ende 2008 bis 2010 ohne ADs.
- 2010 schlimmster Rückfall bisher. Stat. Aufenthalt von Aug/Ende Nov. Extreme NEbenwirkungen bei Cipralex (Angst, Übelkeit, Erbrechen), Umstellung auf Cymbalta, Remergil und Lyrika.
- Im Lauf von 2011 Reduzierung von Lyrika und Remergil, schließlich Absetzung von Remergil ohne Probleme.
- 2013 Versuch "cold Turkey" von Cymbalta, aber extreme Entzugserscheinungen (Übelkeit, Schwindel, Zittern, Träume, usw.) deshalb wieder Rückgang auf die vorige Dosis. Jetzt langsamer Entzug.
Stand: Anfang Juli 2013
- Seit 1996 immer wieder auftretende, mitunter sehr starke Angstepisoden.
- 1996 erster Klinikaufenthalt, Einstellung auf saroten und Tavor.
- 1998 Tavorabhängigkeit, stat. Entzug.
- Von 1998 bis 2003 versch. Antidepressiva (Saroten, Zoloft, Fluoxetin, Remergil, Trevilor)
- Von 2003 bis 2006 ohne Psychopharmaka
- 2006 extremer Rückfall, erneut Einstellung auf AD, Trevilor und Lyrika.
- 2008 Umstellung von Trevilor (Nebenwirkungen) auf Cipralex. Von Ende 2008 bis 2010 ohne ADs.
- 2010 schlimmster Rückfall bisher. Stat. Aufenthalt von Aug/Ende Nov. Extreme NEbenwirkungen bei Cipralex (Angst, Übelkeit, Erbrechen), Umstellung auf Cymbalta, Remergil und Lyrika.
- Im Lauf von 2011 Reduzierung von Lyrika und Remergil, schließlich Absetzung von Remergil ohne Probleme.
- 2013 Versuch "cold Turkey" von Cymbalta, aber extreme Entzugserscheinungen (Übelkeit, Schwindel, Zittern, Träume, usw.) deshalb wieder Rückgang auf die vorige Dosis. Jetzt langsamer Entzug.
Stand: Anfang Juli 2013