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 ! Nachricht von: Oliver

Dieses Forum ist im Ruhezustand.

Es hat sich eine neue Gemeinschaft aus Betroffenen und Angehörigen gegründet, die sich weiterhin beim risikominimierenden Absetzen von Psychopharmaka unterstützt und Informationen zusammenträgt. Die Informationen, wie ihr dort teilnehmen könnt findet ihr hier:

psyab.net: wichtige Informationen für neue Teilnehmer


Die öffentlichen Beiträge auf adfd.org bleiben erhalten.

Bereits registrierte Teilnehmer können hier noch bis Ende 2022 weiter in den privaten Foren schreiben und PNs austauschen, aber es ist kein aktiver Austausch mehr vorgesehen und es gibt keine Moderation mehr.

Ich möchte mich bei allen bedanken, die über die geholfen haben, dieses Forum über 18 Jahre lang mit zu pflegen und zu gestalten.


Frage

Hier lassen sich auch viele Erfahrungsberichte über das Absetzen von Antidepressiva und Benzodiazepinen finden.
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kritiker
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Frage

Beitrag von kritiker »

Hallo,

ich habe mich schon 03/2006 hier angemeldet (was ich aber gar nicht mehr wußte) und bin heute zufällig per google bei ADFD.wissen gelandet.

Was mich zuerst mal interessiert bzw. ich nicht so richtig verstanden habe:

Seid ihr nun generell gegen synthetische AD's oder bezieht sich das nur auf die neueren Substanzen?

Einige Artikel stellen ja die Wirksamkeit von AD's generell in Frage (direkt oder indirekt), die meisten beschäftigen sich aber eben mit den neueren AD's.

Gruß kritiker

PS:
Aufgrund einer langjährigen Bipolaren Störung habe ich (leider) zwangsläufig auch genug Erfahrung mit verschiedensten AD's. Ausserdem versuche ich, selber möglichst viel über die Ursachen und die Behandlungsmöglichkeiten zu erfahren. Daher ist mir schon einiges über gewisse (angebliche?) biochemische/genetische/soziologische Ursachen bekannt. Hat mir aber leider nicht viel gebracht bis jetzt.
mücke
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Re: Frage

Beitrag von mücke »

Hallo kritiker
Seid ihr nun generell gegen synthetische AD's oder bezieht sich das nur auf die neueren Substanzen?
Wen meinst du damit, das Moderatorenteam oder die anderen User?

Lies hier:
http://www.adfd.org:1190/austausch/view ... =12&t=1809
http://www.adfd.org:1190/austausch/view ... =12&t=1811

Gruss Mücke
kritiker
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Re: Frage

Beitrag von kritiker »

Hallo mücke,

danke für deine Antwort.

Zu deiner Frage:

Damit meine ich eher das Moderatorenteam. Ich gehe mal davon aus, dass diese Leute am besten Bescheid wissen.

"Und jetzt noch wofür dieses Forum nicht gedacht ist:"

Meine Fragen gehen eben genau in diese Richtung. Ich habe so gut wie nie klare Nebenwirkungen von AD's gehabt, noch nie Absetz-Symptome. Allenfalls paradoxe Symptome (Depressions-Verstärkung) wären möglich. Aber das mit Sicherheit zu sagen, ist absolut unmöglich. Es gibt bei mir einige Umstände/Ereignisse die genauso für die Verschlechterung des Zustandes verantwortlich sein könnten. Bestimmte Alternativen (A-Säuren, Omega-3) waren ebenso wirkungslos wie die bisherigen AD's. ABER: Ich habe bisher nur 1 altes Tricykl., aber 5 moderne AD's genommen.

Kannst du bzw. ihr mit einen guten Tipp geben, wohin ich mich mit diesen Fragen wenden könnte? Aber bitte keine Foren. Es bringt mir nichts, wenn 5 Leute sagen, was ihnen geholfen hat oder auch nicht. In keinem Forum sind genug Leute (aktiv), um wirklich repräsentative Informationen zu erhalten.

Ich denke an Leute, die sich gut mit den entsprechenden Studien auskennen, am besten selber betroffen sind, und eine kritische Meinung haben. Also einfach welche, die richtig Ahnung haben.

Naja, ich habe schon die Befürchtung, dass ich zu viel verlange...

Gruß kritiker
Symptome: seit über 2 Jahren mehr oder weniger starke depressive Symptome
Diagnose: über 20 Jahre bipolare Störung
Medikation: Lamotrigin 200 mg, Elontril 300 mg
chiara63
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Re: Frage

Beitrag von chiara63 »

Hallo Kritiker

so ganz versteh ich nicht, was du eigentlich möchtest? Namen von uns wissen, wer dir 100%ig sagen kann, von was deine Symptome kommen? Bitte nimm es nicht böse - aber wer sollte das sein? Selbst, wenn wir dir 100 Leute nennen könnten, die absolut gesichert sagen können, es ist dies und das, kannst du der 101. sein, bei dem es möglicherweise etwas anderes ist.

Es gibt viele Punkte, die hier aufgezählt sind, die Ausschluss darüber geben KÖNNEN, von was bestimmte Symptome kommen können, wie man merken kann, ob sie vom AD sind oder von der "Grunderkrankung" oder anderen Begleiterscheinungen. Allerdings ist das auch hier "es KANN sein", "das sind die Erfahrungen von vielen" oder "es ist wahrscheinlich".

Die Dinge, die hier genannt werden, gründen nicht nur aus Erfahrungen, sondern eben auch aus vielen Studien - trotzdem erhebt keiner von uns den Anspruch darauf, unbedingt Recht zu haben - es ist die Meinung der meisten, die hier sind, dass ADs doch eher negative Wirkungen als positive haben - die meisten Ärzte sind anderer Meinung.
Für viele ist es eine erwiesene Tatsache - für einige das, was sie eben erlebt haben, wieder andere sind vom positiven Effekt der ADs überzeugt und wieder andere sind dabei, die ebenfalls keinerlei Absetzerscheinungen spüren - bisher war das auch bei mir meist der Fall, obwohl ich schon einiges an ADs genommen und wieder abgesetzt habe. Trotzdem stehe ich - so wie die meisten hier - den ADs eher kritisch gegenüber. Ich bin der Meinung, wenn es derart viel negative ERfahrungen gibt, KANN das nicht unbedingt förderlich sein, ein AD über einen längeren Zeitraum zu nehmen. Und ich persönlich betrachte es dann eben als "Glücksfall", dass ich bisher ganz gut klargekommen bin.

Ich weiß also irgendwie nicht so ganz, an wen du von uns verwiesen werden möchtest, wenn dir weder die ERfahrungen der Betroffenen, die hier schreiben, noch einige Studien, die ebenfalls oft in diesem Forum vertreten sind, weiterhelfen können?

Da siehst du mich - und sicher auch die anderen Mods hier - dann doch etwas ratlos......

Liebe Grüße
chiara
Diagnose: redidivierende Depressionen, gen. Angststörung!

- Seit 1996 immer wieder auftretende, mitunter sehr starke Angstepisoden.
- 1996 erster Klinikaufenthalt, Einstellung auf saroten und Tavor.
- 1998 Tavorabhängigkeit, stat. Entzug.
- Von 1998 bis 2003 versch. Antidepressiva (Saroten, Zoloft, Fluoxetin, Remergil, Trevilor)
- Von 2003 bis 2006 ohne Psychopharmaka
- 2006 extremer Rückfall, erneut Einstellung auf AD, Trevilor und Lyrika.
- 2008 Umstellung von Trevilor (Nebenwirkungen) auf Cipralex. Von Ende 2008 bis 2010 ohne ADs.
- 2010 schlimmster Rückfall bisher. Stat. Aufenthalt von Aug/Ende Nov. Extreme NEbenwirkungen bei Cipralex (Angst, Übelkeit, Erbrechen), Umstellung auf Cymbalta, Remergil und Lyrika.
- Im Lauf von 2011 Reduzierung von Lyrika und Remergil, schließlich Absetzung von Remergil ohne Probleme.
- 2013 Versuch "cold Turkey" von Cymbalta, aber extreme Entzugserscheinungen (Übelkeit, Schwindel, Zittern, Träume, usw.) deshalb wieder Rückgang auf die vorige Dosis. Jetzt langsamer Entzug.
Stand: Anfang Juli 2013
Gesperrt