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 ! Nachricht von: Oliver

Dieses Forum ist im Ruhezustand.

Es hat sich eine neue Gemeinschaft aus Betroffenen und Angehörigen gegründet, die sich weiterhin beim risikominimierenden Absetzen von Psychopharmaka unterstützt und Informationen zusammenträgt. Die Informationen, wie ihr dort teilnehmen könnt findet ihr hier:

psyab.net: wichtige Informationen für neue Teilnehmer


Die öffentlichen Beiträge auf adfd.org bleiben erhalten.

Bereits registrierte Teilnehmer können hier noch bis Ende 2022 weiter in den privaten Foren schreiben und PNs austauschen, aber es ist kein aktiver Austausch mehr vorgesehen und es gibt keine Moderation mehr.

Ich möchte mich bei allen bedanken, die über die geholfen haben, dieses Forum über 18 Jahre lang mit zu pflegen und zu gestalten.


Nach drei Jahren Paroxetin_absetzen_nicht das erste Mal:(

Hier lassen sich auch viele Erfahrungsberichte über das Absetzen von Antidepressiva und Benzodiazepinen finden.
Gesperrt
diekraehe
Beiträge: 2
Registriert: 24.05.2004 22:00
Wohnort: Dresden

Nach drei Jahren Paroxetin_absetzen_nicht das erste Mal:(

Beitrag von diekraehe »

Hallo zusammen,
ich (23) bin wahnsinnig froh Eure Seite und Eurer Forum gefunden zu haben. Seit nun immerhin sechs Jahren schlage ich mich mit Depressionen und Angstzuständen herum. Habe viele Medikamente ausprobiert bis mir geholfen werden konnte. Seit sechs Jahren nehme ich Lithium und seit drei Jahren nach vielen andren Medikamenten Paroxetin. Zweimal hat mein Arzt schon versucht es abzusetzen, allerdings finde ich nach dem lesen Eurer Berichte ziemlich aprupt.Ich sollte den Rest der Packung alle machen und dann einfach aufhören. Dem entsprechend fühlte ich mich auch, ich bekam starke Rückfälle. Nun hat mein Arzt die Dosis habiert und seit ca. 2 Wochen bin ich nun auf 0 g. Aber ich merke vermehrt, dass ich Angst habe, ich mich nackt fühle ohne diese Tabletten, richtig ausgeliefert. Sehe alles durch einen Schleier und kann mich nicht konzentrieren. Bin in der einen Minute tottraurig und dann wieder im nächsten Moment total aufgedreht. Bin müde und schlapp, alles strengt ungemein an. Ist das nun eine beginnende Depression oder sind es die Nachwirkungen des Absetzens???
Ich lese auch bei vielen von Euch von Fischöl, Vitamin C und Magnesium, soll das beim Absetzten helfen???
Ich würde mich sehr über eine Nachricht von Euch freuen, denn wir müssen zusammenhalten. Was wir fühlen, kann glaube ich kein Arzt nachvollziehen.

Vielen Dank.
Die Kraehe :wink:
Uschi
Beiträge: 527
Registriert: 22.12.2003 08:41

Beitrag von Uschi »

Hallo,
herzlich willkommen hier im Kreis der Paroxetinis! So haben wir uns mal genannt, alle, die dabei sind das Paroxetin abzusetzen. Was Du schilderst sind sicherlich Absetzsymptome. Erst mal noch ein paar Fragen an Dich. Nimmst Du Lithium und Paroxetin? Wie hoch war Deine Dosis Paroxetin? In welchen Schritten hast Du reduziert? So wie ich das lese, viel zu hoch. Manche hier reduzieren in 1mg Schritten und das über Wochen. Das ist bei jedem anders. Ich selbst reagiere schon auf 1mg mit Absetzsymptomen. Die letzten 10mg habe ich auf einmal weggelassen, es war die reinste Folter. Heftige Depressionen haben sich auch wieder nach ner Weile eingestellt. Jetzt bin ich wieder bei 20mg. Im Moment geht es mir damit ganz gut, meine Absetzsymptome sind jedenfalls weg. Sicherlich hast Du Dir das Infopaket auch schon angesehen, und unter den Informationen auf der Startseite findest Du auch einen Beitrag über Fischöl. Das kannst Du noch zusätzlich zur Unterstützung tun. Es soll die Absetzsymptome abmildern, das bekam ich auch von meiner Apothekerin bestätigt. Das Magnesium soll hilfreich sein wenn man Muskelschmerzen hat. Na ja und dann noch Vitamin C , kann auch nur gut sein. Ansonsten sollte man sich noch gesund ernähren, Sport machen usw.
Machst Du eine Therapie? Wäre vielleicht auch noch ganz gut.
Was Du aber tun könntest, Du könntest auf Deine letzte Dosis Paroxetin zurückgehen. Wenn sich Dein Befinden dann in ein bis zwei Tagen bessert, sind es ganz klar Absetzsymptome. Wenn Du Dich dann wieder stabil genug fühlst, kann Du wieder mit dem reduzieren beginnen. In ganz langsamen Schritten. Immer erst wieder weniger nehmen, wenn die Absetzsymptome weg sind. Am besten hörst Du da auf Deinen Körper, das ist nämlich bei jedem anders.

Wünsche Dir viel Erfolg dabei
liebe Grüße Uschi

Medikamente
seit 2 Jahren 40mg Paroxetin
seit 17.02 30mg Paroxetin und100mg Opipramol(Insidon)
seit 01.03 25mg Paroxetin und 100mg Opipramol(Insidon
seit 06.03 22,5mg Paroxetin und 100mg Opipramol(Insidon
seit 11.03. 20mg Paroxetin und 100mg Opipramol(Insidon)
seit 22.03. 15mg Paroxetin und 100mg Opipramol(Insidon)
seit 28.03. 12,5mg Paroxetin und 100mg Opipramol(Insidon)
seit 31.03. 10 mg Paroxetin und 100mg Opipramo (Insidon)
seit 06.04. 7,5 mg Paroxetin und 100 mg Opipramol ( Insidon)
täglich Fischölkapseln, ab und zu nehme ich Vitamin C, Zink, Magnesium
seit 13.04. kein Paroxetin mehr
seit 16.04 wieder 10mg Paroxetin
Absetzversuch fehlgeschlagen!
seit 24.04 Opipramol abgesetzt, keine Probleme dabei
seit 09.05. 20mg Paroxetin
diekraehe
Beiträge: 2
Registriert: 24.05.2004 22:00
Wohnort: Dresden

Vom Arzt falsch behandelt???

Beitrag von diekraehe »

Hallo Uschi,

vielen Dank für Deine Antwort, es hilft mir sehr zu wissen, dass ich nicht alleine bin. Nun komme ich gleich zur Beantowrtung Deiner Fragen. Ich habe Lithium und Paroxetin gleichzeitig genommen. Das Paroxetin nahm ich in einer Dosis von täglich 20mg. Meine Ärztin halbierte die Dosis über einen Zeitraum von ca. 1-2 Wochen und danach auf 0mg. Leider habe ich nun nichts mehr da, ich müsste also wieder zu meiner Ärztin um etwas zu bekommen. Aber irgendwie komme ich mir komisch vor, wenn ich ihr sage, sie hat falsch reduziert/abgesetzt. Wenn ich allerdings Eure Geschichten höre ähnelt das, was ich im Moment durchmache einem kalten Entzug. Der Tag heute war eine Qual, ich fühle mich müde und fertig und mir tut wirklich fast jeder Muskel weh. Eine Therapie habe ich bereits vor einem Jahr erfolgreich abgeschlossen, somit bin ich wenigstens in diesem Bereich gut versorgt. Ich werde mir auf jeden Fall schnellstmöglich diese Sachen besorgen, die mir hoffentlich helfen werden, so wie Euch. Freue mich auf Nachrichten von Dir :lol:
Bis bald.
Conny
Uschi
Beiträge: 527
Registriert: 22.12.2003 08:41

Beitrag von Uschi »

Hallo Conny,
also wenn ich das richtig verstanden habe, hast Du 10mg zum Schluß dann auf einmal weggelassen. Das ist viel zuviel, ich hab auch gedacht, ich pack das. Was ich durchmachte war die Hölle. Ich habs genau 3 Tage durchgehalten. Am 4 Tag gings mir so schlecht, vor allem auch körperlich, daß ich wieder mit Paroxetin anfing. Kannst Du ja mal in meinen Beiträgen nachlesen. Meine Ärztin hatte davon auch keine Ahnung. Ich ging jedoch hin und hab ihr alles geschildert, ich hab ihr auch das Infopaket ausgedruckt und mitgenommen. Sie hatte keine Ahnung, dass das Absetzen solche massiven Probleme macht. Ich würde Dir auf jeden Fall raten nochmals zu Deiner Ärztin zu gehen, und ihr Deine Symptome schildern, am besten druckst Du Dir auch das Infopaket aus und nimmst es mit. Du kannst ihr ja sagen, dass Du noch langsamer reduzieren willst. Wie Du dann am besten vorgehst habe ich Dir ja schon geschrieben. Das mit den Muskelschmerzen kenne ich auch, und auch andere haben das geschrieben. Die können ganz schön heftig sein.

Wünsche Dir alles Liebe und viel Erfolg bei Deiner Ärztin
Gruß Uschi

Medikamente
seit 2 Jahren 40mg Paroxetin
seit 17.02 30mg Paroxetin und100mg Opipramol(Insidon)
seit 01.03 25mg Paroxetin und 100mg Opipramol(Insidon
seit 06.03 22,5mg Paroxetin und 100mg Opipramol(Insidon
seit 11.03. 20mg Paroxetin und 100mg Opipramol(Insidon)
seit 22.03. 15mg Paroxetin und 100mg Opipramol(Insidon)
seit 28.03. 12,5mg Paroxetin und 100mg Opipramol(Insidon)
seit 31.03. 10 mg Paroxetin und 100mg Opipramo (Insidon)
seit 06.04. 7,5 mg Paroxetin und 100 mg Opipramol ( Insidon)
täglich Fischölkapseln, ab und zu nehme ich Vitamin C, Zink, Magnesium
seit 13.04. kein Paroxetin mehr
seit 16.04 wieder 10mg Paroxetin
Absetzversuch fehlgeschlagen!
seit 24.04 Opipramol abgesetzt, keine Probleme dabei
seit 09.05. 20mg Paroxetin
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