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Nachricht von: Oliver
Dieses Forum ist im Ruhezustand.
Es hat sich eine neue Gemeinschaft aus Betroffenen und Angehörigen gegründet, die sich weiterhin beim risikominimierenden Absetzen von Psychopharmaka unterstützt und Informationen zusammenträgt. Die Informationen, wie ihr dort teilnehmen könnt findet ihr hier:
Die öffentlichen Beiträge auf adfd.org bleiben erhalten.
Bereits registrierte Teilnehmer können hier noch bis Ende 2022 weiter in den privaten Foren schreiben und PNs austauschen, aber es ist kein aktiver Austausch mehr vorgesehen und es gibt keine Moderation mehr.
Ich möchte mich bei allen bedanken, die über die geholfen haben, dieses Forum über 18 Jahre lang mit zu pflegen und zu gestalten.
Wie ist das eigentlich, hab' jetzt schon mehrmals in Erfahrungsberichten gelesen, dass die erste Zeit der Einnahme von AD's besonders schlimm gewesen ist.
Kann man sich in dieser Zeit noch konzentrieren, z.B. auf lernen? Ich hab bis Juli durchweg Klausuren, tu' mir eh' grad schwer mit der Konzentration...mhm...
mit meinen medikamenten konnte ich nicht studieren. jetzt beim ausschleichen wird meine konzentration und merkfähigkeit besser. muss allderdings sagen, dass ich mein leben vollkommen umgestellt habe. viel bewegung und variantenreiche&ausgewogene ernährung.
ich habe folgende lebensmittel verstärkt in meinen speiseplan aufgenommen:
kohlenhydrate wie kartoffeln und nudeln -> geben viel energie,
rote weintrauben, bananen, äpfel, ananas,
sauerkraut,
spinat,
blattsalat,
sojamilch,
2 mal die woche fisch,
bierhefe,
amaranth -> hat viel vitamin b1(?)
hirse
dinkelmehl
abends 1/2 liter heiße honigmilch
fenchel, kümmel, anis -> heben die stimmung
vielleicht ist ja auch was für dich dabei.
lg,
karin
mitte 05/2003 10mg zoldem->anfang 06-09/2003 0,75mg xanor, 150mg trittico->10/03 30mg remeron->anfang 12/2003 bis mitte 01/2004 50mg gladem->mitte 01/2004 50mg gladem, 75mg trittico->ende 02/2004 50mg gladem->mitte 03/2004 25mg gladem-> ausgeschlichen
in den ersten 10 Tagen ist es mir sehr schwer gefallen, mich zu konzentrieren, weil ich am Anfang erst mal mit den Nebenwirkungen des ADs zu kämpfen hatte und auch ziemlich benommen war. Da ist mir mein Job schon sehr schwer gefallen.
Jetzt hat sich das aber relativiert - die Konzentration ist wieder da, bzw. sogar besser als vor dem AD, weil ich mehr "innere Ruhe" habe und nicht mehr den ganzen Tag mit dem "Schlechtgehen" kämpfen muss.
Liebe Grüße
Candy
Symptome: Depressionen, Ein- und Durchschlafstörungen, Alpträume, dissoziative Zustände in allen Ausprägungen, SVV, Essstörungen; Diagnosen: Posttraumatische Belastungsstörung; atypische Anorexie; soziale Phobie; Borderline Persönlichkeitsstörung; rezidivierende, mittelschwere Depression
Medikation: Paroxetin (Paroxetin ratiopharm / Tagonis ab März 2004, 20 mg 2 Monate
>> 40 mg 1 Monat >> 20 mg 1 Monat >> 0); Reboxetin (Edronax ab Juni 2004, 8 mg 3 Monate); Venlafaxin (Trevilor ab Sept. 2004, 225 mg 2,5 Monate))
Zusätzlich: seit Feb. 2004 bei Bedarf 1 - 2,5 mg Lorazepam (Tavor)
Absetzverlauf: Paroxetin wg. gesteigertem SVV problemlos abgesetzt; Reboxetin wg. gesteigerter Aggression und allergischer Reaktion problemlos abgesetzt; Venlafaxin Mitte Dez. 2004 zunächst von 225 mg auf 150 mg, dann ganz abgesetzt (2 Wochen erhebliche Absetzsymptome: Zaps, Schwindel, Übelkeit, Zittern, bis heute noch zeitweise vorhanden).
Seit Ende Dezember 2004 "clean".
Ich glaube es gibt da die unterschiedlichsten Erfahrungen. Ich kann mich mict AD zur Zeit deutlich besser konzentrieren als vorher. Aber meine volle Leistungsfähigkeit erreiche ich sicher erst wieder, wenn ich absetzte und es mir gut geht. Aber die Einnahme von AD's hat ja (sollte?) immer einen Grund. Was ist es bei Dir?
also ich hatte bis vor kurzem auch Klausurenstress und habe dabei auch wieder angefangen Paroxetin einzunehmen. Also ich muss ehrlich gestehen, dass ich mich besser ohne AD konzentrieren konnte. Daher habe ich mit der Einnahme gestoppt und sie auf die Zeit nach den Klausuren verlegt. Natürlich darf man das mit der Einschränkung nicht überbewerten, aber meiner Meinung ist es besser ohne (natürlich nur auf die Gewöhnungszeit bezogen!!).
Bei mir ist es grad so ein Risiko-Nutzen-Problem, denn noch hat die Depression nicht so um sich gegriffen, dass ich gar nicht lernen kann. Sie lässt mich noch funktionieren und in die Schule gehen. Andererseits - soo viel lernen muss ich auch wieder nicht, das würde ich ja evtl. auch mit Nebenwirkungen von AD's schaffen...
Ich weiß noch nicht was ich mache, es plätschert grad so vor sich hin...
Ich bemühe mich nun mal wieder um einen Therapie-Platz. Vielleicht klappt's ja mal